• Hätte, hätte Fahrradpumpe

    14 settembre 2024, Grecia ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir starten gemütlich im Baumhausdorf: Schaukeln im Baum, hören das Plätschern des Flusses und Beobachten das tapsige Aufwachen der Katzenfamilie. Der Ort ist ein
    Kunstprojekt, ein Cafe, ein Spielplatz und ein Lebensraum für Mensch und Tier zugleich. Wir sehen Fische, Flusskrebse und eine Vielzahl von Insekten. Wie wohl der Besitzer Nikos so ist? Wir würden euch den Ort auch gern empfehlen, allerdings haben wir Nikos nicht kennengelernt, dafür nur einen Griechen auf dem Fahrrad, der uns gekonnt ignoriert hat. Wir starten auf kleinen Wegen, sind schnell auf der Landstraße und werden von einem freundlich hupenden Motorradfahrer (ja, die gibt es viel) überholt, der unser Strampeln am Berg witzig nachmacht. Unsere erste Snackpause auf dem Berg hält einen Schokodrink und Sesamcrackersticks parat, dabei trocknet das Zelt auf dem Supermarktparkplatz und wir werden von der Dorfgemeinschaft beäugt.
    Nach bergigen 50 km erreichen wir die Hafenstadt Kevala und finden neben beim Bäcker einzelnes Stieleis, dunkles Brot und eine große Keksauswahl. Unser Mittagessen wird im Supermarkt noch mit Oliven und Aufstrichen (geröstete Aubergine, Paprika und Schoko) von der Theke erweiert, wobei die Preise günstiger als im Regal sind. Wir fahren an den Strand und können endlich wieder ins Meer springen, lassen uns treiben und den Staub von uns spülen. Wir picknicken am Sandstrand, wobei wir auf die Boote und die Burg der Stadt blicken. Die Stadt hat ein noch erhaltenes großes Aquädukt, welches Wasser von den Bergen auf die Burg leitet, und was heute von Häusern umbaut ist. Und dann weist ein Schild den Weg nach Konstantinopel - 460 km in 4/5 Tagen und wir haben unser Ziel erreicht! Das motiviert und wir strampeln weiter, düsen im Sonnenuntergang die griechischen Straßen entlang. Als es bei Tim immer langsamer rollt, fragen wir uns: hätte, hätte Luft im Schlauch? 20 km vor unserem Tagesziel hat es da wohl ein Platten in Tims Schlauch geschafft, den wir aber lieber erst am Ziel flicken wollen, da es schon fast dunkel ist. Also schnell Aufpumpen, dann 5 km stärkstes Strampeln und wieder aufpumpen, bis die Luft den Reifen verlässt. Mit drei Stopps schaffen wir es zu unserem Zeltplatz unter Bäumen am Fluss, kochen Dal mit Salat und Brot und sind gespannt auf den Aufwachausblick morgen.
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