Ein kurzes Wiedersehen
6. oktober 2024, Tyrkiet ⋅ ☁️ 25 °C
Eskişehir - ≈Yazılı
Einen zusätzlichen Tag blieb ich am Ende doch noch in der Radlerunterkunft Velesbid Eskisehir Bisiklet Dernegi, um zwei bekannte Gesichter wiederzusehen. Ladina und Philipp, die Anna und ich in Bosnien bzw. Montenegro kennengelernt hatten, konnten mich durch meine vielen Pausentage einholen und der Empfehlung, in der Radlerunterkunft vorbeizuschauen, folgen (Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert bei Radreisenden immer noch sehr gut). Auch wenn es natürlich ein viel zu kurzes Wiedersehen war, waren es auf jeden Fall ein paar tolle Stunden und sehr schön. Vielleicht ist es aber auch ein Bis-bald, da unsere Routen doch ähnlich aussehen.
Klischeemäßig spät – genau wie die beiden mich in Erinnerung hatten – breche ich um 13 Uhr nach Yazılı auf. Empfehlung von Locals: Dort soll es alte Tempel zu besichtigen geben.
Die Strecke bis Seyitgazi ist relativ unspektakulär und führt auf einer großen Straße entlang. Highlight: Die erste Mülldeponie seit dem Balkan, die tatsächlich legal und professionell aussieht. Ich freue mich. Man kann sich scheinbar auch über Müll freuen, wenn er schön ordentlich entsorgt wird.
Seyitgazi fällt mit einer riesigen Moschee auf, die auf einem Berg thront. Sie scheint eine etwas längere Geschichte zu haben, hinter der sich ein ganzer Gebäudekomplex verbirgt [1].
Kurz hinter Seyitgazi verlasse ich die große Straße und es wird schnell deutlich einsamer. Leider wird es inzwischen schon um halb sieben dunkel und es scheint unrealistisch, mein heutiges Ziel noch zu erreichen. Gut 10 km vorher biege ich also in einen Feldweg ein und schlage mein Lager auf.
[1] Auszug aus https://en.wikipedia.org/wiki/Seyitgazi?wprov=s…:
"A complex (Turkish: külliye) dedicated to Battal Gazi and containing his tomb, a mosque, a medrese, cells and ceremonial rooms for dervishes as well as charitable services for the community such as kitchens and a bakery were built in 1208 on a hill overlooking the town by Ümmühan Hatun, wife of the Seljuk sultan Gıyaseddin Keyhüsrev I and further extended in 1511 by the Ottoman sultan Bayezid II. The shrine and the adjoining complex remain popular with local as well as foreign visitors."Læs mere





