• Hinauf auf die kalte Hochebene

    October 27, 2024 in Turkey ⋅ ☀️ 17 °C

    Bevor ich heute Morgen die Abfahrt herunter rolle, muss ich direkt für eine Fotopause stoppen: Das Tal voe mir liegt im Nebel, vorne schauen ein paar Dörfer, hinten die Berge heraus, in die ich heute rein fahre.
    Im Tal macht sich der Nebel direkt mit kälteren Temperaturen bemerkbar.

    Die heutige Strecke verläuft zur Hälfte auf einer kleineren Straße, die mal wieder durch Baumwoll- und Tabakfelder führt. Es sind auch sehr viele Hirten unterwegs. Die Herden sind deutlich größer, sodass teilweise bis zu drei Hirten pro Herde dabei sind. Einer hat sogar einen solarbetriebenen Esel;)

    Als ich wieder auf die Hauptstraße komme, sehe ich links und rechts kleine Becken, in denen Salz gewonnen wird. Entlang der Straße stehen etliche Stände, an denen große Salzpakete verkauft werden – häufig auch von Kindern, die ab und an unangenehm aggressiv irgendetwas rufen und „Money, Money“ betteln.
    Ich frage mich übrigens, woher das salzige Wasser kommt, da hier weit und breit kein See ist.

    Zur Abwechslung suche ich zur Mittagspause mal wieder ein Restaurant an einer Tankstelle auf – sehr lecker, wenn ich auch ein bisschen vom Preis überrascht war.

    Ziemlich vollgefuttert fahre ich auf der Hauptstraße weiter in die Berge. Landschaftlich sehr schön, aber viel Verkehr, insbesondere LKWs. Auffällig sind auch die vielen Militärposten. Entweder als kleine Burgen auf Hügeln neben der Straße oder als größere Kasernen, die mit Beton, Sandsäcken, Stacheldraht und Türmchen und gepanzerten Fahrzeugen davor kleinen Festungen gleichen. Ein bisschen wie man es in irgendeinem Nah-Ost-Actionfilm erwarten würde.

    Bis nach Tatvan schaffe ich es nicht ganz und frage vor der Dämmerung im nächsten Restaurant, ob ich mein Zelt hinter dem Gebäude aufstellen kann – wieder einmal kein Problem.
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