Die letzte Fährfahrt , Bilanz Griechenl.
18. november 2024, Ionian Sea ⋅ ☀️ 18 °C
Die letzten 60 km bis zur Fähre lassen sich heute entspannt fahren, auch wenn ich durch ein paar Schwätzchen mit mir entgegenkommenden Radreisenden etwas aufgehalten werde. Hier scheint wieder mehr los zu sein: zwei Französinnen auf dem Weg von Paris nach Athen, zwei Schweizer auf dem Weg nach Athen und später in die Türkei und ein bereits pensioniertes US-Ehepaar, das sich zunächst einmal für den Wahlausgang entschuldigt und von Amsterdam aus auf dem Weg nach Zypern und dann in die Türkei ist – ohne E-Bikes.
Am Ende erreiche ich aber pünktlich Patras und kann noch mit Keksen und weiterem Proviant für die Fährfahrt eindecken. Was sich allerdings tatsächlich nicht so einfach gestaltet, ist ein kleines Handtuch oder einen Waschlappen aufzutreiben (habe meins im Hostel in Athen vergessen). In Griechenland scheint nämlich – abgesehen von Lebensmittelgeschäften – an Montagen fast alles geschlossen zu sein. Und um ehrlich zu sein, wüsste ich auch gar nicht, wo ich in Deutschland Handtücher kaufen sollte. Handtücher sind einfach immer in jedem Haushalt im Überfluss vorhanden und falls nicht, nimmt man eines von den Eltern mit, die wiederum Handtücher von ihren Eltern haben (Handtücher werden eigentlich nicht gekauft). Am Ende werde ich dann aber doch in einem großen Supermarkt fündig.
Bilanz Griechenland II:
Es war wieder nur ein kurzer Aufenthalt in Griechenland und wieder würde ich sagen etwas durchwachsen. Starke Kontraste zwischen hochkultureller Vergangenheit und sehr ärmlichen Vierteln, viel Müll und Verkehr in der Gegenwart, in Athen.
Auch die Landschaft mit ihren vielen bergigen Inseln und Stränden finde ich etwas durchwachsen, nicht weil ihr so viele Pflanzen stünden, sondern weil so viel bebaut ist. Eigentlich die ganzen Küstenabschnitte und vor allem – so habe ich den Eindruck – für den Tourismus oder eben Industrie, die natürlich auch direkt am Wasser liegen muss. Dabei fielen mir viele Bauruinen und verlassene Gebäude auf und vor allem extrem viel Müll, sodass es ein Wunder ist, dass das Wasser an den Stränden doch relativ klar erscheint.
Stats:
KürzesteStrecke: 49 km
Längste Strecke: 130 km
Strecke Gesamt: 304 km
Platten: 0
Reisetage (davon Radeltage): 6 (4)
Zelt (davon Campingplatz): 2 (0)
WarmShowers und Leute: 0
Airbnb/Hostel: 2
Fähre: 2
Verloren: Handtuch/Waschlappen (für eins aus dem Hostel gehalten)
Kaputtgegangen/Ersetzt: Ketten- und Kassettenwechsel
Essen: Highlights waren die Kekse in den Bäckereien und tatsächlich ganz ansehnliches Brot;), ansonsten Pita und die Vromikos, die Lokantasis Griechenlands. Uhh und die Schoko Tahini war natürlich auch klasse :)
[1] Vermutlich die MS Veendam (steht nur rum): https://en.wikipedia.org/wiki/MS_Veendam?wprov=…Læs mere




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RejsendeIch habe noch ein Geschirrhandtuch, in das meine Oma als junges Mädchen ihre Initialen gestickt hat. Das ist jetzt über hundert Jahre alt. Das nenne ich mal nachhaltig.