• Spikes testen

    11 dicembre 2024, Italia ⋅ ☀️ 3 °C

    Die Spikereifen sitzen, der Himmel ist klar und sonnig, und das Wetter soll die nächsten Tage stabil bleiben. Ich entscheide mich daher für die höhenmeterreichere (und schönere) Variante über die Alpen – den Reschenpass und den Arlberg.
    Die ersten 30 km bis Meran sind zunächst noch ganz entspannt und eben. Beste Bedingungen, um die Spikes einzufahren (50 km Asphalt bevor es auf Schnee oder Eis geht, lautet die Empfehlung). Tatsächlich fährt es sich etwas anders, gefühlt so, als hätte man einen Platten. Gleichzeitig ist es auch relativ laut, als würde man durchgehend auf Rollsplitt fahren. Bei den vielen Rennradfahrern, die ebenfalls unterwegs sind, frage ich mich, ob ich mit den Dingern nicht etwas übertrieben habe.

    Ab Kilometer 60 wird es dann allerdings etwas eisiger, und der Radweg ist teilweise von angeschmolzenem und wieder gefrorenem Schnee überzogen. Vermutlich würde man hier auch mit normaler Bereifung irgendwie durchkommen; gerade im Dunkeln bin ich aber doch froh, die Spikes zu haben.

    Zum Übernachten mache ich an einem der vielen Rastplätze neben der Radstrecke Halt. Ich koche noch eine Portion Schneenudeln und Tee und entfache ein kleines Feuerchen, bevor ich mich ins Zelt verkrieche – diese Nacht wird kalt, aber zum Glück ist es windstill.
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