• An der Lahn oder doch irgendwo anders?

    21 dicembre 2024, Germania ⋅ ☁️ 5 °C

    Morgens frühstücke ich zusammen mit Axel und freue mich beim Aufbrechen, wieder in trockene Schuhe schlüpfen zu können.
    Ich fahre weiter auf dem Lahnradweg. Zugegebenermaßen etwas trostlos im Winter, aber aufgrund einer gewissen Ursprünglichkeit und Naturnähe der Lahn, bestimmt klasse im Sommer und laut Axel ein Paradies für Kanu und KajakfahrerInnen. Auch sonst gibt es hier wohl einiges zu sehen und zu bestreiten. Z. B. den vergoldeten Pferdekopf von Waldgirmes, der in einem alten römischen Brunnen gefunden wurde und zu Streitigkeiten zwischen dem Land Hessen und dem Grundstückseigentümer führte [1]. Und wer ist wieder mal schuld? Die Römer!

    Während des Vormittages passiere ich Gießen und komme gegen Mittag in Marburg an. Hier treffe ich Eva, die mich noch mal ein Stück auf den letzten Kilometern begleiten wird. Die Straßenverhältnisse unterwegs sowie die Kamele, die wir sehen, lassen Zweifel aufkommen, ob wir uns tatsächlich in Deutschland befinden. Doch als wir durch Wetter fahren, dann durch Münchhausen (ohne Baron) und schließlich noch in schlechtes Wetter geraten, bleibt kein Zweifel mehr übrig.
    Nach einem letzten Hügel und kurzen Einkauf in Allendorf fahren wir noch ein Stück den Linspherradweg Richtung Sauerland. Wir passieren zwei mittelgute Zeltspots und machen dann noch einen Weihnachtlichen Glücksfund: Ein (derzeit) ungenutzter Stall direkt am Fluss, der besten Wetterschutz bieten sollte. Nach kurzer Abschätzung, dass das Wasser bei dem zu erwartenden Niederschlag wohl nicht bis zur Hütte ansteigen wird, machen wir es uns gemütlich.

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pferdekopf_von_Wa…
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