Besonders Normal, Bilanz Alpen-Rah.
23 dicembre 2024, Germania ⋅ ⛅ 6 °C
Der letzte Radeltag beginnt in der Grillplatzgarage neben dem Radweg. Mittelschnell packen wir unsere Sachen zusammen und fahren zum Frühstücken in das gut 1 km entfernte Brenken. Hier gibt es noch einen kleinen Dorfbäcker inklusive kleinem Tante-Emma-Laden. Es ist gut was los, was nicht nur an den günstigen Preisen, sondern sicherlich auch an den leckeren Backwaren liegt. Schön, dass sich einige Bäckereien noch gegen Supermarktketten halten können.
Nach ausgiebigem Backwarenverzehr geht es los bis kurz vor Salzkotten, wo sich Eva verabschiedet, um mit dem Zug nach Münster zurückzufahren. Ich fahre weiter durch Delbrück, wo ich einen ziemlich schiefen Kirchturm erblicke. Allzu beeindruckend scheint er aber nicht gewesen zu sein – schließlich habe ich kein Foto davon gemacht. Relativ unspektakulär geht es durch den Teutoburger Wald, irgendwie an Bielefeld vorbei. Die vielen kleinen, sehr lokalen Radwege machen das Fahren ohne Navigation schwieriger, und ich lasse mich irgendwann doch nur noch navigieren.
In meiner Geburtsstadt Herford angekommen, geht es zunächst zum Bäcker, wo ich scherzhaft einen auf den Deckel bekomme, als ich das Holzofenbrot als „Paderborner“ bezeichne – dabei kann ein Holzofenbrot doch alles sein, was einmal im Holzofen lag!
Ausgestattet mit Brot und Kuchen geht es weiter zu einem kurzen Überraschungsbesuch bei meiner Oma (überrascht) und meiner Cousine (eingeweiht). Nach ein paar Tassen Tee ist es gar nicht so einfach, mich aus der warmen Stube wieder aufs Rad zu schwingen, zumal es inzwischen schon wieder dunkel ist. Ich habe noch 40 km vor mir, muss allerdings noch das furchteinflößende Wiehengebirge mit einem 130 m hohen Pass überwinden. Tatsächlich geht es plötzlich schon wieder bergab, ohne dass ich bemerkt habe, bergauf gefahren zu sein. Die letzten Kilometer verfliegen im Dunkeln und vorwiegend auf kleinen Radwegen dann auch recht schnell, und dann stehe ich vor dem Ortseingangsschild: Rahden. Ein komisches Gefühl und gleichzeitig auch ziemlich normal, bin ich doch auch die letzten Jahre immer kurz vor Weihnachten hier angekommen.
Besondere Normal ist auch das Wiedersehen, als ich in den Paal einbiege und bis ans Ende der Sackgasse rolle. Erst das Klingeln zuhause, bei Mama, Papa und Kaja, die ebenfalls schon da ist, und dann der Besuch bei Oma und Opa nebenan, dann wieder zurück und durch die Mengen an selbstgebackenen Weihnachtskekse knuspern. Mal schauen, ich denke erst in den nächsten Tagen oder Wochen werde ich realisieren, wieder angekommen zu sein.
Was jetzt noch auf FindPenguis folgt, sind zwei Nachträge zum Workaway in Spanien, ein Beitrag zum Fahrrad, einer zur Ausrüstung und eine Gesamtbilanz.
Bilanz:
Kürzeste Strecke: 71 km
Längste Strecke: 135 km
Gesamtstrecke: 1117 km
Platten: 0
Reisetage (davon Radeltage): 12 (11)
Freunde/Einladungen: 4
Warmshowers: 1
Wildcampen (davon ohne Zelt): 7 (3)
Verloren: nichts
Kaputtgegangen/Ersetzt: Hinterreifen
Wetter: Verhältnismäßig gut, teils schneereich und frostig
Essen: Endlich wieder Brot, das nur mit Butter schmeckt!
Endgewicht:
Tim 70 kg (inkl. Winterklamotten)
Fahrrad 124 kgLeggi altro







