• Larissa Becker
  • Larissa Becker

USA Südwesten

Eine Rundreise durch die USA und die Navajo Nation (das fühlt sich wirklich wie zwei verschiedene Länder an) zu den Nationalparks in Nevada, Kalifornien, Arizona und Utah. Читать далее
  • Horseshoe Bend

    9 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 28 °C

    Ich habe in Page viel Zeit und kurze Wege. Das erste Mal auf dieser Reise fahre ich mittags zurück in meine Unterkunft. In meiner voll ausgestatteten Ferienwohnung mache ich mir Mittagessen und genieße es gemütlich draußen. Was für ein Luxus.

    Dann fahre ich zum Horseshoe Bend und schaue mir den Start meiner morgigen Kayak Tour von oben an. Dabei wird offensichtlich, warum das Procedere so aufwändig ist: 1 Stunde mit dem Auto bis Lees Ferry, dann Transfer von Kayak und mir auf dem Colorado zum Horseshoe Bend, bevor ich im Kayak den Fluss abwärts fahre bis Lees Ferry.
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  • Mit dem Kayak auf dem Colorado

    10 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 23 °C

    Captain Amber von Kayak Horseshoe Bend brachte mich in 45 Minuten samt meinem Leihkajak flussaufwärts bis kurz oberhalb von Horseshoe Bend. Etwa vier Stunden würde ich zurück brauchen, wenn ich gemütlich machen würde.

    Ich schaute mir ein paar Petroglyphen an, dann ging es los. Und zwar mit einem vorbeifahrenden Motorboot, dessen Bugwellen so unglücklich gegen mein Kayak schwappten, dass ich keine 5 Minuten nach Abfahrt patschnass war. Und das Wasser war kalt!

    Meine Erwartung war, dass ich ganz entspannt mit der Strömung treibe und mit Muskelkraft nur ein wenig zusätzlichen Schwung gebe und die Richtung korrigiere. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den heftigen Wind gemacht. „This wind is a killer.“, sagte ein Paddler, den ich unterwegs traf. Er kam mir genau entgegen. Ich musste mich schon anstrengen, damit er mich nicht rückwärts trieb. Naja dachte ich, nach der nächsten Kurve wird es Rückenwind sein. Aber pustekuchen. Der Wind schlängelte sich die selbe Strecke zwischen den hohen Felswänden durch wie der Fluss und ich, bloß in umgekehrt Richtung. Ich musste ganz schön kämpfen, um überhaupt voran zu kommen. Erst auf den letzten paar hundert Metern wechselte der Wind plötzlich und unerwartet die Richtung. Da war ich hin und hergerissen, ob ich erleichtert sein sollte oder mich vera… fühlen.

    Am Ende habe ich es tatsächlich in etwa 4 1/2 Stunden geschafft, aber mit „gemütlich“ hatte das nichts zu tun. Ich war total geschafft und werde das noch ein Weilchen in Schultern und Armen spüren.
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  • White Pocket (Vermilion Cliffs)

    11 апреля, Соединенные Штаты ⋅ 🌬 17 °C

    Und schon wieder geht’s die 89A entlang. Diesmal mit einer geführten Tour zu den White Pocket Rock Formations. Und was soll ich sagen - das Gebiet ist einfach phänomenal. Es hat den Arches NP in meinem persönlichen Ranking von Platz drei verdrängt (nach Monument Valley und Antelope Canyon).

    Sandsteinformationen in weiß, gelb, rosa und rot mit wunderschönen Spiralmustern und an Gehirne oder Blumenkohl erinnernden Kissen. Wir waren bloß zu fünft (eine sehr nette italienische Familie aus der Schweiz mit zwei quirligen und extrovertierten Jungs im Alter von 7 und 9 sowie ich), und White Pocket ist wirklich alles andere als überlaufen. So hatten wir jede Menge Zeit, dieses faszinierende Gebiet in aller Ruhe zu erkunden.

    Positive Dreingabe: Da meine Mitreisenden in Page übernachten, sind sie bis zum Start der offroad Strecke im eigenen Fahrzeug gefahren (damit waren sie schon auf halbem Weg nach Page). Ich saß somit alleine mit Guide Steve im Auto, und wir haben uns ganz wunderbar unterhalten über Gott und die Welt, inklusive Politik und Karneval. Da haben wir beide viel gelernt und neue Perspektiven kennengelernt.
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  • Zion NP

    12 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 7 °C

    Also, der Zion NP und ich werden keine Freunde. 1 Stunde Fahrt bis zum östlichen Parkeingang. Dann Fahrt zum Visitor Center, die Erkenntnis, dass der offizielle Shuttle Parkplatz voll ist (ein Hinweisschild hätte viiieel Zeit gespart), Verlassen des Parks, Parkplatzsuche in Springdale, Bezahlen (Zone A hätte über 40 USD gekostet, ich parke in Zone C für gut 15 Euro), Warten auf den Shuttle Bus zum Park (in der Zeit hätte ich laufen können), Busfahrt, zu Fuß am Südeingang wieder in den Park rein, Warten auf den nächsten Shuttle Bus.

    Bis ich endlich am Ausgangspunkt meiner ersten Wanderung angekommen bin, sind seit meiner Abfahrt in Kanab 3:40 Stunden vergangen. Ich habe in dieser Zeit mehr als einmal mit dem Gedanken gespielt, einfach umzudrehen und den Tag in Kanab zu verbringen. Davon abgehalten hat mich unter anderem die inzwischen sehr lange Schlange am südlichen Parkeingang, die ich auf der Rückfahrt hätte passieren müssen. So ein Chaos habe ich weder im Bryce noch im Grand Canyon erlebt, wo sie auch Shuttle Busse eingesetzt haben (allerdings mit mehr Alternativen für den Individualverkehr, was die Situation vielleicht entspannt hat). Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier im Mai/Juni los ist, wenn erst richtig Saison ist.

    Aber jetzt vergesse ich schnell meinen Frust, um das Wandern zu genießen. Es ist wunderschön. Eine idyllische, grüne Schlucht mit einem kleinen Flüsschen zwischen hoch aufragenden Felswänden. Herrliche Wanderwege. Aber mehr als schön ist es auch nicht. Nach all den ausgefallenen und besonderen Orten, die ich in den letzten 4 Wochen erleben, kann mich der Zion NP nicht so recht vom Hocker reißen. Vielleicht bin ich doch ein wenig voreingenommen nach dem verkorksten Start, aber wahrscheinlich bin ich einfach unsäglich verwöhnt.

    Die Highlights des heutigen Tages kommen tatsächlich erst am Ende, als ich quasi schon auf dem Heimweg bin: der Canyon Overlook Trail kurz vor dem Ausgang und - die Cinnamon Roll im Canyon Café in Springdale. 😅😋
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  • Zion Canyon Hot Springs

    13 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 14 °C

    Für heute Vormittag hatte ich eine Tour durch einen Slot Canyon gebucht. Im strömenden Regen haben wir uns hinter einer Tankstelle getroffen. Dort gab der Veranstalter drei Optionen: 1. Die Tour versuchen auf das Risiko hin, umdrehen zu müssen. 2. Umbuchen auf einen anderen Termin. 3. Vollständige Erstattung. Da ich morgen früh die Gegend verlasse, musste ich nicht lange überlegen. In einer Art Quad durch strömenden Regen fahren, um dann vielleicht durch einen Canyon zu wandern, in dem ich von unten und von oben nass werde? Klang nicht sehr verlockend.

    Da zog ich Plan B, bei dem ich zwar auch nass wurde, aber mit warmem Wasser. 1 1/2 Fahrstunden später verbrachte ich drei sehr entspannte Stunden in den Zion Canyon Hot Springs. Dort boten sich mir ich 32 Geothermalquellen, 16 Pools mit mineralischem Wasser, eine grandiose Kulisse und - auf der anderen Seite des Zion Canyons - wunderbares Wetter. An einem Montag Nachmittag nach den Ferien war es so leer, dass es mehr Pools als Gäste gab.
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  • Mal wieder Ärger mit dem Auto

    14 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ⛅ 6 °C

    Gestern schon musste ich Luft am rechten Hinterreifen auffüllen und bemerkte dabei eine Schraube. Interessant, woraus die Amis ihre Straßen bauen. 😬 Heute verlor der Reifen so offensichtlich Luft, dass ich mit ihm nicht weiterfahren wollte. Ich versuchte daher Alamo zu erreichen. Leider ohne Erfolg - irgendwas funktioniert mit meiner eSim nicht. Nachdem ich mindestens eine Stunde mit dem technischen Support des eSim-Anbieters gechattet habe, während ich wartete, ob Alamo auf E-Mail oder SMS reagiert, bin ich einfach zu Fuß zur nächsten Werkstatt. Die waren so nett und haben mich mit Alamo telefonieren lassen - was sehr kompliziert und langwierig war, weil die Akustik so schlecht war oder die Dame so genuschelt hat, dass sogar „Sharkie“ von der Werkstatt meinte, er hätte sie kaum verstanden. Ich glaube, verstanden zu haben, dass ich den Reifen hier reparieren lassen kann, in Vorkasse gehen muss und die Kosten dann von Alamo erstattet bekomme. Mal schauen, ob das klappt - ich habe ja eh keine Alternative.

    Jedenfalls hat sich die Werkstatt sofort an die Reparatur meines Reifens gemacht - super nett und kundenorientiert. 😃🤩 Es waren 3 (in Worten: „drei“!!!) Löcher. Aber wenn ich mir die Werkstatt Rezensionen anschaue, scheint es normal zu sein, dass hier Schrauben auf der Straße liegen. Bei einer Tour habe ich auch von einem durch eine Schraube verursachten Platten erzählt bekommen. Insofern habe ich wohl Glück gehabt, dass mir das hier in Kanab passiert ist, wo alle paar hundert Meter eine Werkstatt ist.

    Durch die ganze Aktion komme ich drei Stunden später als geplant los. Das ist blöd, Weil ich eine lange Fahrt vor mir habe und noch den Valley of Fire NP besuchen möchte. Andererseits war es ja irgendwie auch ein Abenteuer und eine Erfahrung. 😅
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  • Valley of Fire State Park

    14 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 22 °C

    Gerade mal eine Autostunde östlich von Las Vegas liegt dieser kleine Park, den kaum ein US Amerikaner kennt oder schon besucht hat. Die Leute, die ich hier treffe, wie üblich beim gemeinsamen Verlaufen und nach dem Weg suchen, kommen aus dem Großraum Las Vegas und sind zum ersten Mal hier. Für mich ist es das letzte Mal in der Natur der südwestlichen USA. Ich genieße das, bevor mich der Moloch Las Vegas wieder schluckt.Читать далее

  • Wieder in Las Vegas

    14 апреля, Соединенные Штаты ⋅ 🌙 19 °C

    Las Vegas überfordert mich genauso wie am Anfang der Reise. Es geht schon los mit der Suche nach der Garage des MGM Grand. Im ersten Schritt habe ich dummerweise nur das Hotel im Navi eingegeben. Mit dem nächsten Versuch lande ich vor dem Park MGM statt am Parkhaus das MGM Grand. Endlich angekommen, beginnt die Wanderung vom Parkhaus über die Rezeption zum Zimmer - zweimal, da ich noch einiges an Lebensmitteln mit mir herumschleppe.

    Dann packe ich Rotwein und Sushi und schlage mich durch zum Bellagio. Alles nicht so einfach, denn Ausgänge werden hier grundsätzlich nicht ausgeschildert. Bei neun von zehn Exit Schildern steht der Hinweis „staff only“. Die Strategie ist ganz offensichtlich, die Touristen möglichst lang in den Hotelkomplexen zu halten, damit sie an vielen Geschäften, Gastronomie und Spielautomaten vorbeikommen. Ich muss mich tatsächlich zum Ausgang des Hotels durchfragen. Kaum hat man es einmal nach draußen geschafft, schon führt die nächste Überführung in den nächsten Hotelkomplex Trotz aller Hindernisse komme ich an, schaue mir die Wasserspiele an, esse mein Sushi, trinke einen Plastikbecher Rotwein, und mache mich wieder auf den Rückweg. Überall blinkt es, aus jeder Ecke schallt Musik. Das nervt mich. Ich glaube, ich werde alt. 😅🤪
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  • Atomic Museum

    15 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 19 °C

    Den Vormittag verbringe ich im Atomic Museum. Das ist ganz gut gemacht, wenn mir auch vieles aus dem Film Oppenheimer und dem Chemieunterricht (tatsächlich!) bekannt ist. Mir fehlt ein wenig der kritische Blick, bspw auf die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Tests, die bis in die 60er Jahre gingen. Damals machte sich Las Vegas Sorgen um ausbleibende Touristen, doch tatsächlich geschah das Gegenteil. Sie kamen wegen der Tests, die als Event vermarktet wurden. Die Tests dienten in erster Linie dazu, die Bomben sauberer und sicherer zu machen… Auch die Argumentation, dass mit den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki unzählige Menschenleben gerettet wurden, finde ich etwas geschönt. Ich habe den starken Verdacht, dass Nicht-Amerikaner in dieser Rechnung nicht berücksichtigt wurden.Читать далее

  • Jetzt wirklich gefangen in Las Vegas 🤬😠😩

    15 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Lufthansa Streik trifft mich voll. Heute erhalte ich die Info, dass mein Flug annulliert ist. Per Mail werde ich aufgefordert, mit Hilfe des Chatbots selbst nach Alternativen zu schauen - ohne Ergebnis, auch nicht für einen Tag früher oder später. Kein Wunder, nachdem Lufthansa fünf Tage am Stück lahmgelegt ist. Zwar wäre einen Tag später der Streik vorbei, aber es warten sicher Tausende Passagiere darauf, endlich nach Hause zu kommen.

    Die menschliche Hotline wird mir verweigert. Auch das irgendwie nachvollziehbar. Bloß habe ich keine Ahnung, was ich jetzt machen kann. Die Situation fühlt sich etwas kafkaesk an.

    Vorsorglich verlege ich schon mal einen Arzttermin. Wer weiß, wie lange ich hier festhänge - und wo. Meine Erfahrungen damit, dass sich die Lufthansa um Unterbringungsmöglichkeiten kümmert, sind nicht besonders gut. Beim letzten Mal musste ich die Nacht ohne Decke auf dem Fußboden eines eiskalten Flughafens verbringen.

    So sitze ich jetzt am Hotelpool und hoffe auf das Beste. Wenn weiter nichts passiert, werde ich übermorgen wie geplant bis Denver fliegen und dann den Lufthansa Schalter belagern, bis es eine Lösung gibt.

    Für sachdienliche Tipps bin ich dankbar.
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  • Tanzshow

    15 апреля, Соединенные Штаты ⋅ 🌙 24 °C

    Heute Abend schaue ich mir eine Tanzvorführung an. Und gönne mir einen völlig überteuerten wässrigen Cocktail im Plastikbecher, um mich ein wenig von dem Stress mit dem Rückflug abzulenken.

    Die Vegas-Touristinnen sind ganz schöne Rampensäue. Es finden sich jede Menge Frauen, die gerne mit den australischen Jungs auf die Bühne kommen. Sogar den Fake Orgasm Contest absolvieren sie mit Bravour. Eine kleine Japanerin überzeugt am meisten (ihre beiden Mitstreiterinnen waren aber auch richtig gut) und gewinnt ein Meet & Greet mit den Australiern.

    Die Dame rechts von mir ist eine Art Groupie. Sie hat die Show schon unzählige Male gesehen, besucht Samstag gleich in zwei Vorstellungen hintereinander und geht bei jeder Nummer richtig mit. Das ist irgendwie süß und auch ein bisschen traurig.
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  • Update: Endlich umgebucht 😃😴 und müde

    17 апреля, Соединенные Штаты ⋅ 🌬 12 °C

    Mittlerweile habe ich schon mehrfach das Ende der Chat Warteschlange durch kurzzeitige Unterbrechung meiner Internet Verbindung oder einschlafen verpasst. Da war ich jedesmal kurz vor den Tränen, denn die Warteschlange dauert 3-4 Stunden, und man muss den Chat dabei die ganze Zeit offen und im Vordergrund haben. Aufgrund der Unsicherheit, ob ich nicht doch auf den 5.30 Uhr Flug heute Morgen gebucht bin, konnte ich mir keinen weiteren Patzer erlauben. So habe ich mich krampfhaft wach gehalten und aufs Handy gestarrt. Um 2:30 Uhr heute früh hatte ich endlich einen Menschen auf der anderen Seite des Chats. Die arme Frau hat fast eine Dreiviertel Stunde gebraucht, bis sie mich endlich umgebucht hatte. Immerhin auf einen Direktflug über Nacht, das ist angenehm.

    Ich habe mir dann noch ein Hotel gesucht, bevor ich kurz vor 4 endlich in einen sehr unruhigen Schlaf fallen konnte. Das MGM Grand, in dem ich die letzten drei Nächte verbracht habe, hatte nur noch Suiten, die so kurzfristig und am Wochenende meinen Erstattungsanspruch deutlich überschritten hätten. Ich warte jetzt ab, bis ich tatsächlich zuhause bin. Dann bin ich gespannt, ob ich die Mehrkosten tatsächlich erstattet bekomme, und auch die Entschädigung. Mein Müsli habe ich dummerweise gestern aufgegessen, weil ich da noch nicht mit der Verlängerung gerechnet hatte.
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  • Downtown Vegas

    18 апреля, Соединенные Штаты ⋅ 🌙 10 °C

    Ich habe den erzwungenen Hotelwechsel genutzt, um eine andere Ecke von Las Vegas kennenzulernen. Jetzt bin ich mitten in der Freemont Street Experience. Und ich finds lustig. Reichlich abgerockt, ganz anderes Publikum, überall Musik (Live und Konserve), lauter und cooler als am Strip. Weniger Bling Bling, mehr Sex, Drugs & Rock’n’Roll.

    An ein paar Ecken tanzen dürftig bekleidete Damen auf dem Tresen, aber sie werden noch weniger beachtet als die aufreizend kostümierten Ladies auf dem Strip. Ist halt doch mehr Essen, Alkohol & Rock’n’Roll.
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  • Resümee zur Reise

    18 апреля, Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 23 °C

    Mein Fazit:

    Die Natur, wegen der ich ja hierhergekommen bin, ist wirklich absolut atemberaubend und sehr vielfältig. Die Nationalparks sind super organisiert. Schöne Wanderwege in allen Schwierigkeitsstufen und Distanzen, gute Beschilderung (zumindest auf den Straßen, bei den Wanderwegen sah das teilweise anders aus), toll gemachte Besucherzentren, ausreichend Toiletten, Mülleimer und Wasserspender, sauber und gepflegt. Super ist die offizielle und kostenlose NPS App (National Park Service) mit Offline Modus. Außer ihr und Google Maps (auch im Vorfeld die Karten geladen) habe ich nichts gebraucht.

    Tiere nahezu Fehlanzeige, bis auf die süßen Hörnchen, ein paar Vögel und Rehe. Das hatte ich allerdings auch nicht anders erwartet. Die Städte, durch die ich gekommen bin, fand ich furchtbar. Tankstellen, Drive-Throughs und Motels an der Hauptverkehrsstraße. Durch meinen Airbnb Aufenthalt in Kingman habe ich ein Wohnviertel kennen gelernt: ruhig und gepflegt, aber kein Leben auf der Straße, keinerlei Gastronomie oder Geschäfte, Einen Ortskern in der Form, wie wir das aus Europa kennen, habe ich nirgends gefunden. Damit auch keinen Ort, in dem ich abends gerne noch gebummelt hätte (mit einer kleinen Einschränkung für Williams und natürlich das sehr spezielle Las Vegas). Zugegebenermaßen bin ich den Städten aus dem Weg gegangen, aber ich glaube, in den USA gibt es einfach nicht das Stadtleben, wie wir es in Europa kennen. Vor allem ist es nicht üblich, sich irgendwo zu Fuß zu bewegen - die Städte sind auf Autos ausgerichtet (das hatte ich nicht anders erwartet, war über das extreme Ausmaß aber dann doch überrascht). Damit fand ich die Reise zwar toll, im Vergleich zu Australien aber etwas einseitig. Viel länger hätte sie somit nicht sein müssen. Aber ich kann mir gut vorstellen, wiederzukommen um mir andere Nationalparks anzuschauen.

    Sehr positiv überrascht war ich von den Menschen. Die waren überall unfassbar freundlich und sehr kommunikativ. Ich war immer wieder ruckzuck in ein Gespräch verwickelt. Die Grußfloskeln gingen weit über das aus Deutschland bekannte hinaus. Dass das oberflächlich ist und kein echtes Interesse zeigt, ist mir klar, aber sehr schön fand ich es trotzdem. Von der Servicekultur können wir uns eine Scheibe abschneiden.

    Das Preisniveau war heftig. Quasi alles war teuer; selbst das Tanken war durch den Irankrieg nicht mehr günstig. Vor allem halbwegs gesunde oder hochwertige Lebensmittel waren Luxus, Fast Food gab es teilweise sehr günstig. Einmal habe ich 3,50 $ für einen 150 Gramm Becher Joghurt bezahlt, an dem nichts Besonderes war. Wir sind in Deutschland unbestritten mit sehr günstigen Preisen für Nahrungsmittel verwöhnt. Dennoch ist es ein echtes Problem nicht nur für Touristen, sondern vor allem für die Amis selbst. Meine Vermieterin in Kingman sagte, „they are starving the lower and middle class out“. Ich verstehe jetzt besser, was für ein Riesen Thema die Inflation politisch ist. Um so erstaunter war ich über den sorglosen Konsum in Las Vegas, wo alles noch mal teurer war. Auch hierzu Kyra aus Kingman: Amerikaner neigen dazu, über ihre Verhältnisse zu leben.

    Während vieles extrem durchdacht und super organisiert war, habe ich mich bis zum Schluss über die üblichen Einarmmischer in den Duschen gewundert: sie ließen sich gegen den Uhrzeigersinn drehen, und zwar von aus über kalt zu warm (ohne die Möglichkeit, die Menge einzustellen).

    Las Vegas war natürlich in vielerlei Hinsicht speziell. In der Nähe des Flughafens und der Autovermietungen fand ich die Anzahl und Auffälligkeit der Werbung für Verkehrs- und Unfallanwälte sehr bezeichnend. Die Hotels hatten ein sehr eigenes Konzept. Grundsätzlich musste man immer durchs Kasino, egal, wohin man wollte. Wahnsinnige Laufwege, und insbesondere die Zimmer bzw die Aufzüge zu ihnen waren erst ausgeschildert, wenn man fast schon davor stand. Es war schon interessant, dass ich nach dem Be- oder Entladen meines Autos mehr Schritte auf dem Fitnesstracker hatte als nach manchem Wandertag.
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    Окончание поездки
    18 апреля 2026 г.