• Von Wanderwegen die es nicht gibt!

    October 3, 2025 in South Africa ⋅ ⛅ 15 °C

    Hello zusammen,

    mit frischen Bildern von Giraffen und anderen wundervollen Geschöpfen ging es weiter in den nur 1,5 Stunden entfernten Tsisikama Nationalpark.

    Da wir dort jedoch einige Wanderungen machen wollten, war die Idee die Anreise dorthin kurz zuhalten und ein schönes Hotel zu suchen. Gesagt, getan.

    Auf dem Weg spürte Simone jedoch ein leichtes Kratzen im Hals und wir legten außer eines kurzen Stopps in einem Vogelpark einen langsamen Gang ein und gurkten gemütlich zum Misty Mountain. Das Hotel war super nice und wir haben in einem Zelt geschlafen, dass über jede Menge Platz und noch mehr Komfort verfügte. Der Blick von der Hotelterrasse auf den Indischen Ozean war einfach atemberaubend.

    Um sich zu schonen verbrachte Simone den Nachmittag im Zelt und widmete sich dem Kampf gegen Erkältungsviren, während ich mich auf eine kurze einstündige Wanderung auf dem Hoteleigenen Wanderpfad begab.
    Angekündigt mit rund 1 Stunde stapfte ich frohen Mutes los und wurde rasch mit einer schönen Aussicht auf der Ozean belohnt der über einen gut ausgeschilderten Weg führte. Meine Sambas und ich (👟 keine Wanderschuhe!) spazierten also munter los und ich folgte einfach dem Weg.

    Bis zu einer Abzweigung. Hand aufs Herz: wer kennt es nicht? Eine Abzweigung. Zwei Optionen. Kein Schild. Da Simone nicht dabei war um den verkehrten Weg auszuwählen, damit ich dann sage, ne wir nehmen den anderen, habe ich mich einfach selbst für den falschen Weg entschieden.😂

    Da habe ich aber erst 30 Minuten später in Frage gestellt als es wirklich steil bergab ging und ich fast im indischen Ozean stand. Da ist mir dann aufgefallen, dass ich letzte Schild vor 40 Min gesehen habe. Aber die Bucht unter mir sah einfach so cool aus. Also... ging ich natürlich NICHT zurück, sondern weiter.
    Also im Nachgang muss ich sagen... Grenzwertig in Turnschuhen. Der Weg war so steil, dass ich mich hinsetzen musste um runter zu kommen. Von rauf klettern ganz zu schweigen. Aber die Bucht war schön 😂☀️😎 Das ist auch fast wichtiger als alles andere...oder? 🤦🏼‍♀️
    Lange Rede kurzer Sinn irgendwann kam ich schweißgebadet wieder an der Gabelung an und entschied mich, den anderen Weg zu nehmen, statt zurück zu gehen. War im Nachhinein aber auch nicht so schlau wie ich dachte. Es kam nämlich im weiteren Verlauf dieses Weges auch kein Schild mehr. Dieses Mal fiel mir diese Tatsache aber bereits nach 15 min auf. Immerhin. Und der Weg war auch nicht steil, sondern einfach Zugewachsen. Deshalb gab es dutzende von Affen in den Bäumen, die mich neugierig beobachteten, oder sich einfach fragten: "Wat ist denn mit der? Wat will die hier?" Wer weiß. 🙈🙉🙊

    Zurück im Zelt angekommen schlummerte Simone noch vor sich hin und ich entschied meinen abenteuerlichen Ausflug mit einem Bier zu feiern. Das Foto der Flasche, dass ich meiner Frau dann per WhatsApp schickte, beseelte Ihre Lebensgeister und 10min später saßen wir gemeinsam auf der Terrasse und genossen die Aussicht. Simone in dem Fall aber mit Tee, da sich das Kratzen im Hals zu einer ausgedehnten Erkältung entwickelte und die kleine Schnupfnase permanent vor sich hin tropfte. Genau das was man auf einem Abenteuer - Trip braucht. Nicht. 😤😷🤧

    Aber soll man machen? In dem Fall war der folgende Tag für Simone leider von Liegen und Schlafen geprägt, während ich schwimmen ging, Yoga machte und eine Quadtour unternahm auf der ich ein paar Menschen kennengelernte mit denen ich einen unterhaltsamen Nachmittag verbrachte. Doof, aber in Anbetracht der Umstände immer noch ganz gut, weil Simone sich ausruhen konnte und ich noch ein wenig internen konnte.

    Die Wanderung über die Hängebrücken von Tsisikama sind für dieses Mal leider ausgefallen, aber so haben wir einen weiteren Grund wieder zu kommen. Ihr seht auf der Bucket-List ist noch einiges offen...

    Und was wir beim nächsten Stopp abhaken konnten, erfahrt ihr dann im nächsten Bericht.🐗🦬🐃🦁🙊
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