Unter der Sonne Afrikas
September 21, 2025 in South Africa ⋅ ☁️ 16 °C
Hallo,
wow der letzte Eintrag ist schon eine ganze Weile her und in der Zwischenzeit ist viel passiert.
Mittlerweile leben wir in Portugal, nach dem wir entschieden haben, dass unser letztes Intermezzo in Rosenheim, das vorerst letzte in diesen Breiten war.
Nachdem wir nun 6 Monate in Portugal sind, war es an der Zeit eine kleine Reise zu unternehmen. Wir wären wohl kaum wir, wenn wir kontinuierlich an einem einzigen Ort wären 😂 Damit alles schön und gewohnt authentisch bleibt, haben wir uns entschieden eine Reise nach Südafrika zu unternehmen. Auf beiden Weltreisen hatten wir Südafrika eigentlich eingeplant, jedoch ist es aus verschiedenen Gründen bisher nicht dazu gekommen.
So führte uns unsere Planung am 20.09.25 nach München zum Airport (schön, dass das Kapitel Bayern so endet 😂), um nach Kapstadt zu fliegen. Via Istanbul ging es in die Metropole im äußersten Zipfel des afrikanischen Kontinents. Entspannte 12 Stunden später landeten wir in Kapstadt und nach einer minimalen Eingewöhnungszeit lief der Linksverkehr schon wie geschnitten Brot.
Simone hat hier das Steuer übernommen (zumindest während der Autofahrt 😉) und sie bringt uns vorbildlich von A nach B.
Der erste Abend klang entspannt an der Waterfront mit einem Glas Bier und einem Steak aus, mit Blick auf den Tafelberg. Wenn schon, denn schon😉 Frau gönnt sich ja sonst nichts 😂
Nach einem minimalen Shopping-Anfall ging es in die Unterkunft, um am nächsten Tag ins Abenteuer Afrika zu starten.
Zunächst führte uns unser Weg über die Camps Bay (das Viertel des who is who in Südafrika) zum Chapman's Peak.
Die Straße führte entlang herrlicher malerischer Buchten, Traumstrände und Bergen, die vor lauter Schönheit, beinahe schon kitschig anmutenten. 🥰
Am Chapman's Peak eröffnete sich uns ein Blick in eine Bucht, mit Bergen im Hintergrund, deren Schönheit geradezu surreal war. Wir fühlten uns ein wenig an Neuseeland erinnert.
Weiter ging die Reise zum Boulder Beach, um eine Penguin-Kolonie zu besuchen.
Zugegebenermaßen ein ziemlich touristisches Unterfangen, was die kleinen Frackträger nicht weniger putzig oder interessant machte. Im Gegenteil. Es herrschte eine ungestörtes Treiben, voller watscheln, schwimmen und Nestbau. Der Frühling auf der Südhalbkugel bringt das ein oder andere Pinguin-Herzchen doch sehr in Wallung🥰
Man darf übrigens festhalten, dass Pinguine einen sehr guten Geschmack haben, denn der Strand, den sich die gefiederten Freunde ausgesucht haben, um ihre Kolonie zu gründen, ist mal erste Sahne. ⛱️ Hätte ich auch so gewählt.😂
Weiter ging es von dort zum Kap der guten Hoffnung. Die Fahrt an sich war schon ein echtes Erlebnis. Einsame Traumstrände, spektakuläre Berge, und Steilklippen säumten unseren Weg, als wir zum Ende des Kontinents gurkten.
In einem Anfall von Sparsamkeit, entschieden wir uns übrigens am Airport in Capetown einen Kleinwagen zu mieten. Rückwirkend betrachtet habe ich nicht mal den Hauch einer Ahnung was uns dazu veranlasst hat. Der kleine Suzuki Kwid, wurde auf den Namen irreführenden Kidd getauft... Ein Auto, kein Computer, zwei Frauen. Zwei Frauen und ihr Auto kämpfen gemeinsam gegen das Unrecht... Nee das war irgendwie anders😂 Irgendwie hat uns das gefühlt 11 PS "starke" Gefährt bisher überall hingebracht, wobei das ein oder andere Überholmanöver mehr Abenteuer bewirkte als nötig war😂 Auch der Weg zum Kap erwies sich als teilweise mühsam, aber wir sind angekommen. Juhu.
Vor Ort, begrüßte uns die erwartete Busladung Touristen aus aller Weltsländer. Das faszinierende an diesen Orten ist ja immer, dass die Menschen dort ausgekippt werden, um ehrfurchtsvolle Orte auf sich wirken zu lassen. 95% der Menschen sind zufrieden gestellt, wenn sie ihr obligatorisches Foto von sich haben, vor dem Schild "Cape of Good Hope".
Die restlichen 5% steigen auf einen kleinen Berg (für alle Ruhrpottler: eine Halde ist dagegen der Mount Everest!), um zu sehen, wie zwei Weltmeere aufeinander treffen und sich vereinigen. Die Aussicht war atemberaubend, die Atmosphäre entspannt, weil nur 5 andere Leute den unfassbar anstrengenden 10-Minuten Aufstieg auf sich genommen haben, um im Schweiße ihres Angesichts, die 150 Treppen zu erklimmen, die nach oben führten. Falls einer fragt... Hat sich " "nicht"gelohnt, damit es so schön ruhig oben bleibt 😉
Die Rückfahrt war geprägt von Pavianen, die sich vorgenommen haben, die Straßen etwas abenteuerlicher zu gestalten und einen Besuch in Muizenberg, einem der Surferstrände in der Nähe von Kapstadt, bekannt für seine bunten Häuschen (es handelt sich um kleine mietbare Cottages). 🏄🏼♀️
Unser nächstes Ziel war anschließend erreicht: Somerset West und der Besuch von Freunden, die dort leben.
Davon erzähle ich euch, dann in unserem nächsten Artikel. Seid gespannt!Read more
It's wine o'clock
September 23, 2025 in South Africa ⋅ ☁️ 12 °C
Hello zusammen,
die nächsten Tage unserer Reise standen nun im Zeichen von Simone's Leidenschaft.
Unsere Fahrt führte uns zu Freunden in Somerset West in der Nähe der Weinregion Stellenbosch.
Wir bezogen ein kleines Gästehaus, dass von einem Pärchen aus den Niederlanden betrieben wird. Alexander und Brian entpuppten sich als äußerst charmante Gastgeber und sorgten dafür, dass es uns an nichts fehlte. Außer einer Tür im Badezimmer. So sehr ich ein Freund von offenen Raumkonzepten bin, aber eine Tür im Bad ist ein absolutes must-have. 🤣 So nah wir uns auch stehen, aber es gibt Dinge, die müssen nicht geteilt werden. 😂💩 Ein Hoch auf die Privatsphäre. Ich muss allerdings gestehen, nach dem zweiten Weingut spielte das Thema dann auch keine Rolle mehr 😉🤣
Unsere Freude Suna und Anita waren sehr darauf erpicht uns ihre Heimat näher zu bringen und uns die schönen Seiten der Region zu zeigen. So besuchten wir eines der bekanntesten Weingüter namens Babylonstoren, das mit seiner unglaublichen Größe und Professionalität absolut beeindruckend war. Nach der Weinprobe, die 6 Weine und ein dringend benötigtes Mittagessen beinhaltete (Simone befand sich schon in der hangry Eskalationsvorstufe!) wanderten wir durch endlose Obstgärten und genossen die wundervolle Umgebung. Am zweiten Tag ging es zunächst in eine Sanctuary, die sich um verletzte oder vernachlässigte Großkatzen wie Geparden kümmern. Unglaublicherweise gibt es tatsächlich Menschen, die diese wundervollen Tiere als Haustiere halten uns sich dann wundern, wenn diese ihre anderen Haustiere vernaschen oder schlicht und ergreifend durchdrehen. Kann man ja auch nicht von allein drauf kommen, dass ein wildes Tier in die Natur und nicht in ein Wohnzimmer gehört!
Die Sanctuary lebt und finanziert sich über Besucher und hat sich zur Aufgabe gemacht, den Tieren ein Zuhause zu geben, da die meisten aufgrund ihrer Gewöhnung an den Menschen nicht mehr ausgewildert werden können und über die Lebensweise der Tiere aufzuklären und sie zu schützen 🐆.
Und so konnten wir einen Geparden, der in Gefangenschaft zur Welt kam, hautnah erleben und sogar "streicheln". Es ist so traurig wie so imposante Tiere von uns Menschen behandelt werden. In solchen Momenten schäme ich mich oft für die Dummheit, Gefühlskälte und Habgier meiner Spezies.
Im Anschluss ging es auf einen kurzen Kaffee ins Café nebenan in dem unsere Freundin Suna auf uns wartete. Simone ließ sich den Weg zum besagten Café ausgiebig erklären, was leider dennoch dazu führte, dass wir plötzlich auf einem Gelände standen und wir zur Tür rein marschierten und einem Mann gegenüber standen, der uns freundlich darauf hinwieß, dass wir in seinem Wohnzimmer stehen und Geparden nebenan sind 😶🌫️ Wir klärten in auf, dass wir das Café suchen. Er bot uns an, dass er uns auch was kochen könnte, aber wenn wir ins Café wollen, einfach ein Haus weiter besser aufgehoben sind. 🤣
Eines muss man den Menschen ja lassen: Gastfreundschaft wird überall großgeschrieben und Humor ebenfalls 🤣
Nach dem meine Navigationsexpertin nochmal in sich gegangen ist landeten wir tatsächlich im besagten Café. Es gab sogar ein großes Schild mit eindeutigem Hinweis 🤣
Anschließend ging es nach Stark-Condé zu einer Weinprobe im sogenannten Postcard-Café, das seinem Namen alle Ehre machte. Die Probe fand in einem Cottage statt, dass sich auf einer kleinen Insel in mitten eines Sees befand umgeben von einer traumhaftem Berglandschaft. Es war schön beinahe kitschig, vor lauter schön 😍
Leicht angeheitert traten wir die Rückfahrt an, um letztlich in unserer süßen Unterkunft früh ins Bett zu gehen, da der nächste Tag zeitig begann, um endlich Simone's Geburtstagsgeschenk einlösen zu können.
Und wohin uns diese Reise führte erfahrt ihr beim nächsten Mal. Nur so viel sei verraten... Zum Glück habe ich Simone für diesen Teil der Reise ein Fernglas gekauft 🔭 (Leider stelle ich fest, dass es kein passendes Emoji gibt, wer hätte das gedacht?!)Read more
Wildlife wir kommen!
September 25, 2025 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C
Hello zusammen,
nach dem wir uns von unseren Freunden verabschiedet haben, ging es mit unserem Kidd auf die nächste Tour. Die 2,5 Stunden lange Fahrt führte uns durch abwechslungsreiche Landschaften, durch Wälder, über Berge, Graslandschaften, vorbei an Seen und dutzenden weiteren Weingütern. Hätten wir überall gehalten, wären wir wahrscheinlich immer noch nicht an unserem Ziel angekommen.
Aber wir wollten um 12:00 in Aquila einchecken, da wir um diese Zeit zu unserem Willkommensgetränk erwartet wurden. Und kaum am Ziel angekommen, stand auch schon unser Chardonnay gekühlt bereit.
Endlich konnten wir Simone's Geburtstagsgeschenk einlösen - die Aquila Lodge. Die Lodge liegt rund 2 Stunden von Kapstadt entfernt mitten im nirgendwo und betreibt einen privaten Nationalpark in dem Löwen, Elefanten, Hippos, Zebras, Antilopen etc Zuhause sind.
Wir haben dort in einem Cottage mit Außendusche und Kamin im Zimmer übernachtet und insgesamt vier Safaris gemacht (3 mit dem Safari Jeep und eines per Pferd (Ja, ich habe Simone auf ein Pferd gesetzt! 😅). Nach unserer Ankunft gab es zunächst ein ausgiebiges Mittagessen und um 15:00 ging es dann auf die erste Safari für knapp 3 Stunden. Es war traumhaft schön und Simone hat vor lauter staunen den Mund kaum zu bekommen. Wir schaukelten durch die atemberaubende Landschaft und beobachteten Zebras, Antilopen, Elefanten und letzten Endes auch Löwen. Ein Erlebnis, das sowohl einzigartig als auch wundervoll ist. Ich fühle mich in solchen Momenten immer so lebendig und genau dafür liebe ich das Reisen. ❤️❤️
Die folgenden Tagen waren von Entdeckungstouren im Nationalpark, Wein, gutem Essen, ein wenig Spa und Sundownern im Nationalpark geprägt. Ein Träumchen. Für mich hat sich aber auch eine Frage gestellt, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen: Wie schaffen es Südafrikaner mitten in einem Nationalpark eine Bar und tiptop saubere Toiletten einzurichten und in München am Flughafen bekomme ich schon Herpes wenn ich nur den Türgriff anfassen soll? Es ist mir ein Rätsel 🙄
Am letzten Tag ging es dann zu Pferd in den Park. Ich bin zwar keine besonders gute Reiterin, aber "passabel* trifft es als Beschreibung ganz gut. Ich kann ganz gut mit Pferden und komme gut zu Recht. Simone's Erfahrungsschatz umfasste bis dato das Sitzen auf einem Esel, einen abenteuerlichen Ritt im Ägypten vor 4 Jahren, wo der einzige Grund für einen Nicht-Sturz vom Wüstengaul lediglich etwas Glück zu verdanken war und dem intensiven Kontakt, den Simone zum Esel unserer Nachbarn in Portugal pflegt. Ihre Beziehung ist jedoch rein kommunikativer Natur, was bedeutet, dass der Esel auf der Wiese steht und frisst und ab und an den Kopf hebt in der Hoffnung das es was zu fressen gibt, während Simone ihn in ihrem Osttiroler Dialekt vollsülzt. Der portugiesische Esel denkt sich wahrscheinlich auch seinen Teil 🤣 Wie dem auch sei, als der Pferdemensch fragte wie unsere Erfahrung mit Pferden sei, ertönte ein selbstbewusstes, "ja, mit Erfahrung" von meiner Frau. Der Esel in Portugal wird wahrscheinlich herzlich darüber lachen, wenn Simone ihm die Geschichte erzählt. Der Mann im Pferdestall schaute sich Simone's Interaktion mit den Pferden 2min an und setzte sie anschließend auf ein Pferd Namens "Prince". Wer erkennt hier noch eine gewisse Ironie außer mir? 🤣
Prince stellte sich als das langsamste und temperamentloseste Pferd der Weltgeschichte heraus. Quasi stoisch wie ein Esel🤣 Ich habe zwischendurch Tränen gelacht, weil der Guide den Gaul ständig antreiben musste 😂 Simone wäre beinahe eingeschlafen, so wenig ereignisreich war der Ritt. Aber immerhin hatten wir eine neue Perspektive und mal zu Pferd durch einen Nationalpark zu reiten, war doch auch mal ein Erlebnis. Wenn auch nicht ganz so Action-geladen wie erhofft. 🐎🫏
Von Aquila ging es dann zurück an den indischen Ozean und was uns dort erwartete, erfahrt ihr der nächsten Geschichte 🐋Read more
Graue Riesen auf 15 Uhr!
September 27, 2025 in South Africa ⋅ ☁️ 21 °C
Hello zusammen,
nachdem unsere Zeit in Aquila zu Ende ging, gurkten wir mit unserem Kidd wieder Richtung Küste mit direkten Kurs auf die Küstenstadt Hermanus.
Ziel des Ganzen war es einen langen Traum von mir zu erfüllen und Wale zu sehen 🐋
Die knapp 3 stündige Fahrt von Aquila dorthin war bereits das erste Highlight. Die atemberaubende Landschaft änderte sich ständig und war sehr schön, spektakulär und abwechslungsreich. Wir fühlten uns ein wenig an Neuseeland erinnert ❤️
In Hermanus angekommen bezogen wir unsere Unterkunft: Ein Zauberhaftes Gästehaus am Rande eines Golfplatzes. Der Besitzer Paul machte uns mit Loch 27 direkt bekannt, dass sich gegenüber unserer Terrasse befand 😂 Ideal um ein Glas Wein zu trinken und die Snobbies bei ihrem "Sport" zu beobachten 😋 Sorry aber dem elitären Gehabe und Typen die auf künstlich angelegten Rasenflächen spazieren gehen um dann die Schläger zu schwingen und dabei Unmengen an Wasser verbraten, um die Grünlage betreiben zu können, empfinde ich als extrem sinnfrei, aber jedem das seine. Bin halt mehr für die Natur an sich 💚 Die Unterkunft war trotzdem schön.
Am ersten Tag ging es zu einer Whale-watching-Tour, die ich im Vorhinein 2 Tage vorher gebucht hatte. Leider war das Wetter zu Beginn eher wolkig, was zwar schade war, uns aber zunächst nichts ausmachte.
Wir stiefelten also mit 25 weiteren Leuten zum Hafen und legten anschließend ab. Kurze Zeit später setzte starker Wind ein, auf den dann Regen folgte.
Zu Beginn war noch alles entspannt und Simone entdeckte bald die ersten Delfine. Wo denn? "Da auf 15 Uhr!"
15 Uhr? Muss man sich dafür einmal um sich selbst drehen, um dann in Richtung 3 Uhr zu schauen?😂 Ich lass das mal so stehen! 😂
Das Wetter wäre übrigens halb so wild gewesen, wenn der Ozean nicht entsprechend reagiert hätte.
Für alle nicht Nautiker: Starker Wind = hohe Wellen + kleines Boot = starkes Schaukeln!
Leute, die Nussschale auf der wir hockten hat dermaßen geschaukelt, dass die Leute auf dem unteren Deck, die Reihe weg mal im hohen Bogen und im ständigen Wechsel gekotzt haben 🤢
Ich persönlich hab mit Seekrankheit nichts zu tun und mich hat das Geschaukeln eigentlich auch nur beim fotografieren gestört. Ist nicht so einfach bei starkem Seegang und Starkregen Bilder von Walen zu machen, ohne selbst Gefahr zu laufen über Bord zu gehen. Ständig die Entscheidung treffen zu müssen sich selbst festzuhalten oder durch den Sucher der Kamera zu schauen war keine leichte Entscheidung😉.
Es dauerte tatsächlich nicht lange bis wir die ersten grauen Riesen neben uns entdeckten. 🐋 Also einige der Teilnehmer auf dem Boot, die nicht den Kopf in einer Tüte... äh pardon
... einem Sackerl(!) hatten🤣 Und so schwammen diese riesigen Säugetiere nur wenige Meter vom Boot entfernt und sprangen teilweise aus dem Wasser. Es war einfach nur wunderschön. Zumindest für eine von uns.
Ihr ahnt es vielleicht schon, aber Simone hatte etwas weniger Spaß auf dem Boot. Allerdings muss ich ihre absolute Körperbeherrschung loben, ihr Frühstück blieb ihr erhalten, auch wenn sie statt Wale zu beobachten 70 Euro gezahlt hat um 90 Minuten starr auf einen fixen Punkt an Land zu glotzen und sich in Selbstbeherrschung zu üben und dabei das würgen um sie herum zu ignorieren und an sich zu halten🥴 Meine Frau hat durchgehalten und bis zum Ende tapfer gekämpft. Bravo 👏🏼.
Zugegebenermaßen hatte selbst ich am Ende zu kämpfen und auf der Rückfahrt war es doch sehr still auf dem gesamten Boot nachdem ca
30% der Teilnehmer mit leeren Bäuchen an Land zurück kehrten und die erste zarte Urlaubsbräune von einem Grünton im Gesicht verdrängt wurde. Whale-watching gerne wieder, aber nur bei 100% idealen Wetterbedingungen ☀️.
An Tag 2 verlegten wir unseren Aktionismus an Land und liefen den sogenannten Cliff Path, einem 12 km langen Wanderweg, der im neuen Hafen in Hermanus beginnt und am Grottobeach endet.
Unterwegs konnten wir Wale vom Land aus beobachten, da die Tiere überraschend nah an die Küste schwimmen💙 Das war ebenfalls beeindruckend und deutlich Magen- und Budget-freundlicher.
Zwischenzeitlich konnten wir sogar Wale sehen, die aus dem Wasser sprangen. Ein tolles Erlebnis.
Ansonsten ist Hermanus wirklich ein nettes Städtchen zum bummeln, welches über viele Restaurants verfügt. Von einem Restaurant in der Bucht, konnten wir die Wale sogar vom Fenster aus sehen. Unglaublich. Die Art von Begegnung mit den Tieren ist Simone zum Glück auch deutlich besser bekommen.
Steak essen, Weinchen trinken und dabei Wale beobachten? Das war mal ganz nach unserem Geschmack.🍷
Von Hermanus aus ging unsere Reise weiter nach Knysna (Neisna ausgesprochen!) weiter entlang der Garden Route.
Und was wir dort erlebten erfahrt ihr dann morgen!Read more
Wandern und andere Überraschungen
October 1, 2025 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C
Hello zusammen,
nachdem wir Hermanus hinter uns gelassen habe ging es mit Kidd auf unsere längste Tour. Die 4,5 Stunden lange Autofahrt führte uns durch malerische Landschaften, die sich ständig veränderten. Mal wurde es bergig und felsig, die Landschaft war dann teilweise trocken und rau, mal war das Landschaftsbild von sanften hügeligen Wiesen geprägt, gefolgt von Weinbergen, Obstplantagen, Wäldern, steilen Klippen und breiten Sandstränden. Ihr seht auf den 300km war alles dabei❤️
In Knysna angekommen erwartete uns ein sehr freundliches holländisches Gespann, dass vor 17 Jahren nach Südafrika ausgewandert ist. Die beiden Ladies haben hier eine kleine Oase geschaffen mit einem herrlichen Blick über die Knysna Lagune.
An der kleinen Waterfront des Örtchens gab es wunderbaren Fisch und natürlich Steak. Ich glaube es war Steak Nummer 5 für mich 🤣🍷
Der zweite Tag begann mit Yoga und anbaden im Pool. Da es Frühling auf der Südhalbkugel ist, sind die Temperaturen noch nicht so hoch, was dazu führte, dass wir in jeder Unterkunft die Pool Saison eröffnet haben. 15 Grad? Ich weiß gar nicht was die alle haben? Gardasee am 1.1.25 bei 8 Grad war definitiv kälter...🥶
Anschließend ging es dann in die Plettenberg Bay auf die Halbinsel Robberg, wo wir eine sehr coole und auch anstrengende Wanderung unternommen haben. Über 12KM ging es munter rauf und runter, teilweise über Treppen, die ich zum Ende hin schon von weitem verflucht habe 🤣 Schön war es trotzdem und absolut sehenswert. Wir umrundeten die Halbinsel und konnten dabei Seelöwen Kolonien sehen, jede Menge Seevögel und sogar Delfine. Und die Natur... Leute, der Weg führte uns Steilklippen entlang und bot einen herrlichen Ausblick nach dem anderen und endete an einem wunderschönen Strand. Das es meistens bewölkt war, war an der Stelle eher kein Nachteil, weil die Sonne uns wahrscheinlich den Rest gegeben hätte. Nach den 12 KM waren wir beide nämlich echt platt.
Mit dem Kopf voller schöner Bilder ging es dann in die Pizzaria in Plettenberg, die in einer alten Scheue untergebracht war. Richtig cooles Ambiente und lecker war's auch noch. Der junge Kellner zeigte uns im Anschluss noch den Hof, den seine Familie bewirtschaftet und wir lernten ein Neugeborenes Büffelbaby kennen.
Am Abend gönnten wir uns noch eine Massage und ich muss gestehen ich war sehr skeptisch. Die thailändische Besitzerin hat ihre Mitarbeiter aber sehr gut geschult und die Massage war die beste, die wir jemals außerhalb von Thailand hatten 💆🏼♀️💆🏽♀️
Der Stop war zwar nur von kurzer Dauer, aber Knysna hat uns echt gut gefallen und wäre das Wetter besser gewesen hätten wir vielleicht noch eine kleine Wanderung unterbringen können, aber auf einer Rundreise bleibt man ja oftmals nicht lange an einem Ort, um viele Eindrücke von mehreren Orten zu erhalten.
Knysna hätte mehr Zeit verdient gehabt und wir kommen definitiv wieder, um den ein oder anderen Trail noch zu laufen. Stattdessen ließen wir unsere bisherige Reise Revue passieren und stellen fest, dass wir bereits viele Tiere gesehen haben, die auf der Wunschliste standen. Bis auf eines. Und Simone hat sogar ein Schüppchen gezogen als ihr klar wurde, dass sie noch keine Giraffen gesehen hat. Da geht natürlich nicht. Eine kurze Recherche ergab, dass unsere weiteren Stopps keine Giraffen Sichtungen mehr ermöglichen würden. Also ging es statt auf eine Wanderung auf die nächste Safari.
Wir sind mit Kidd also losgegurkt und irgendwann war dann einfach mal die Straße zu Ende und verwandelte sich in einen Feldweg (neue-Deutsch: dirt-Road!). Wir rumpelten also so über diesen Feldweg vor uns hin, als plötzlich ein Tor erschien. Wir klingelten (!)😂 und Sesam öffnete sich 😂.
So standen wir also mit Kidd mitten im Nationalpark und suchten den Sammelpunkt an dem wir Kidd parken konnten, um auf einen Jeep umzusteigen, der inkl. Guide 2 Stunden durch den Nationalpark fuhr.
Am Parkplatz angekommen dachte ich noch kurz an einen Toilettengang bevor es 2 Stunden in die Wildnis geht mit einem schaukelnden Gefährt. Und wild pinkeln neben einem Nashorn ist selbst mir dann doch zu heikel 😂
Also bog ich um die Ecke, die mir gewiesen wurde und stand plötzlich vor einer Giraffe, die sich am gegenüberliegenden Ufer befand. Ich rannte zurück um Simone zu holen, die also direkt VOR der Safari ihre erste Giraffe vor sich hatte🦒. Während der eigentlichen Safari sind sind wir den Tieren dann nochmal näher gekommen und waren einfach begeistert.
Und so verbrachten wir unseren dritten Tag in Knysna auf Safari und hatten jede Menge Spaß und konnten zum Glück einen weiteren Punkt auf der Bucket-List abhaken.
Es gibt nämlich diese Liste, die wir geschrieben haben, wo so Dinge drauf stehen wie: Wein trinken in Stellenbosch (siehe Tag 3 in Afrika!) oder Wale beobachten (siehe Tag 5). Ein Erlebnis - Wunschliste sozusagen. Bisher ist die Liste noch nach wie vor lang, und ehrlicherweise kommt auch immer noch mal was dazu, aber wir arbeiten sehr fleissig daran, die Liste zu kürzen und so unsere Träume zu erfüllen. Wer noch keine Bucket-List hat: schnell anzufangen lohnt sich!!!❤️
Der nächste Punkt auf der Liste hieß Quad fahren und wandern im Tsisikama Nationalpark und ob es dazu gekommen ist, erfahrt ihr dann im nächsten Footprint 👣Read more
Von Wanderwegen die es nicht gibt!
October 3, 2025 in South Africa ⋅ ⛅ 15 °C
Hello zusammen,
mit frischen Bildern von Giraffen und anderen wundervollen Geschöpfen ging es weiter in den nur 1,5 Stunden entfernten Tsisikama Nationalpark.
Da wir dort jedoch einige Wanderungen machen wollten, war die Idee die Anreise dorthin kurz zuhalten und ein schönes Hotel zu suchen. Gesagt, getan.
Auf dem Weg spürte Simone jedoch ein leichtes Kratzen im Hals und wir legten außer eines kurzen Stopps in einem Vogelpark einen langsamen Gang ein und gurkten gemütlich zum Misty Mountain. Das Hotel war super nice und wir haben in einem Zelt geschlafen, dass über jede Menge Platz und noch mehr Komfort verfügte. Der Blick von der Hotelterrasse auf den Indischen Ozean war einfach atemberaubend.
Um sich zu schonen verbrachte Simone den Nachmittag im Zelt und widmete sich dem Kampf gegen Erkältungsviren, während ich mich auf eine kurze einstündige Wanderung auf dem Hoteleigenen Wanderpfad begab.
Angekündigt mit rund 1 Stunde stapfte ich frohen Mutes los und wurde rasch mit einer schönen Aussicht auf der Ozean belohnt der über einen gut ausgeschilderten Weg führte. Meine Sambas und ich (👟 keine Wanderschuhe!) spazierten also munter los und ich folgte einfach dem Weg.
Bis zu einer Abzweigung. Hand aufs Herz: wer kennt es nicht? Eine Abzweigung. Zwei Optionen. Kein Schild. Da Simone nicht dabei war um den verkehrten Weg auszuwählen, damit ich dann sage, ne wir nehmen den anderen, habe ich mich einfach selbst für den falschen Weg entschieden.😂
Da habe ich aber erst 30 Minuten später in Frage gestellt als es wirklich steil bergab ging und ich fast im indischen Ozean stand. Da ist mir dann aufgefallen, dass ich letzte Schild vor 40 Min gesehen habe. Aber die Bucht unter mir sah einfach so cool aus. Also... ging ich natürlich NICHT zurück, sondern weiter.
Also im Nachgang muss ich sagen... Grenzwertig in Turnschuhen. Der Weg war so steil, dass ich mich hinsetzen musste um runter zu kommen. Von rauf klettern ganz zu schweigen. Aber die Bucht war schön 😂☀️😎 Das ist auch fast wichtiger als alles andere...oder? 🤦🏼♀️
Lange Rede kurzer Sinn irgendwann kam ich schweißgebadet wieder an der Gabelung an und entschied mich, den anderen Weg zu nehmen, statt zurück zu gehen. War im Nachhinein aber auch nicht so schlau wie ich dachte. Es kam nämlich im weiteren Verlauf dieses Weges auch kein Schild mehr. Dieses Mal fiel mir diese Tatsache aber bereits nach 15 min auf. Immerhin. Und der Weg war auch nicht steil, sondern einfach Zugewachsen. Deshalb gab es dutzende von Affen in den Bäumen, die mich neugierig beobachteten, oder sich einfach fragten: "Wat ist denn mit der? Wat will die hier?" Wer weiß. 🙈🙉🙊
Zurück im Zelt angekommen schlummerte Simone noch vor sich hin und ich entschied meinen abenteuerlichen Ausflug mit einem Bier zu feiern. Das Foto der Flasche, dass ich meiner Frau dann per WhatsApp schickte, beseelte Ihre Lebensgeister und 10min später saßen wir gemeinsam auf der Terrasse und genossen die Aussicht. Simone in dem Fall aber mit Tee, da sich das Kratzen im Hals zu einer ausgedehnten Erkältung entwickelte und die kleine Schnupfnase permanent vor sich hin tropfte. Genau das was man auf einem Abenteuer - Trip braucht. Nicht. 😤😷🤧
Aber soll man machen? In dem Fall war der folgende Tag für Simone leider von Liegen und Schlafen geprägt, während ich schwimmen ging, Yoga machte und eine Quadtour unternahm auf der ich ein paar Menschen kennengelernte mit denen ich einen unterhaltsamen Nachmittag verbrachte. Doof, aber in Anbetracht der Umstände immer noch ganz gut, weil Simone sich ausruhen konnte und ich noch ein wenig internen konnte.
Die Wanderung über die Hängebrücken von Tsisikama sind für dieses Mal leider ausgefallen, aber so haben wir einen weiteren Grund wieder zu kommen. Ihr seht auf der Bucket-List ist noch einiges offen...
Und was wir beim nächsten Stopp abhaken konnten, erfahrt ihr dann im nächsten Bericht.🐗🦬🐃🦁🙊Read more





























































































Wie immer super und spannend, passt auf euch auf, glg Elfi [Elfi]
Woww...euch viel Spaß, sammelt viele Impressionen und vor allem, kommt gesund wieder zurück. GvlG [Jost]