UNESCO-Weltkulturerbes Kato Paphos
January 23 in Cyprus ⋅ ☀️ 14 °C
Eigentlich war klar, dass wir hierher gehen müssen. Die archäologischen Stätten von Kato Paphos gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Zyperns und liegen direkt am Meer, nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt. Das Gelände ist seit 1980 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und umfasst große Teile der antiken Stadt Nea Paphos, die im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde und in römischer Zeit als Hauptstadt der Insel diente.
Das Areal ist weitläufig und umfasst Überreste von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden, Straßen und Befestigungen. Besonders bekannt sind die römischen Villen, die nach den dort gefundenen Mosaiken benannt wurden, darunter das Haus des Dionysos, das Haus des Theseus, das Haus des Aion und das Haus des Orpheus. Die Mosaikböden stammen überwiegend aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. und zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie, darunter Dionysos-Feste, Theseus und der Minotaurus sowie Darstellungen verschiedener Götter. Viele dieser Mosaiken sind außergewöhnlich gut erhalten und gelten als einige der bedeutendsten im östlichen Mittelmeerraum.
Neben den Wohnhäusern gehören auch Reste der antiken Agora, eines Odeons und der Stadtmauern zum Gelände. Das Odeon, ein kleines römisches Theater aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., wurde teilweise restauriert und macht die städtische Infrastruktur der römischen Zeit gut nachvollziehbar. Auch Fundamente frühchristlicher Basiliken sind erhalten und zeigen den Übergang von der paganen zur christlichen Stadt in der Spätantike.
Das Ende der antiken Stadt kam nicht durch eine einzelne Eroberung, sondern durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde Paphos von schweren Erdbeben getroffen, insbesondere in den Jahren 332 und 342, die große Teile der Stadt zerstörten. Obwohl es Wiederaufbauversuche gab, verlor Paphos danach zunehmend an Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten verlagerten sich politische und wirtschaftliche Zentren auf der Insel, unter anderem nach Salamis und später nach Nikosia.
Zusätzlich setzten ab dem 7. Jahrhundert arabische Überfälle die Küstenstädte Zyperns unter Druck. Diese Angriffe, zusammen mit dem bereits geschwächten Zustand der Stadt, führten dazu, dass große Teile von Nea Paphos aufgegeben wurden. Die Siedlung schrumpfte und verlagerte sich, während die antiken Stadtteile langsam verfielen und schließlich unter Schutt und Erde verschwanden. Genau dieser Umstand sorgte dafür, dass viele Strukturen und Mosaiken über Jahrhunderte hinweg konserviert blieben und heute wieder freigelegt werden können.Read more






















WildWortWechselDie Mosaiken sind so beeindruckend!