Memmingen …
January 22 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C
Wir haben es wieder mal über Memmingen versucht. Schon auf dem Weg dorthin war klar, dass es kein ganz entspannter Start werden würde, dichter Nebel lag über der Autobahn und genau das sollte uns später noch einholen. Am Flughafen selbst ging dann erst einmal gar nichts. Der Flieger war nicht da, der Nebel ließ keinen geregelten Ablauf zu, und am Ende standen wir über drei Stunden wartend herum. Viel Zeit zum Nachdenken, ein bisschen Frust, aber auch dieses typische Reisegefühl, dass man es jetzt ohnehin nicht ändern kann.
Irgendwann kam dann Bewegung in die Sache. Als wir endlich loskamen, war die Stimmung schlagartig besser. Der Flug selbst verlief ruhig, etwa drei Stunden unterwegs, Ziel Zypern – genauer gesagt Paphos, das wir uns bewusst als Startpunkt ausgesucht hatten. Zypern ist die drittgrößte Insel im Mittelmeer, liegt geografisch schon sehr nah am Nahen Osten und verbindet europäische, griechische und orientalische Einflüsse. Rund 1,25 Millionen Menschen leben auf der Insel, die seit 2004 Mitglied der EU ist, aber politisch weiterhin geteilt bleibt.
Wir landeten mitten in der Nacht, gegen zwei Uhr. Alles fühlte sich entsprechend zäh an: Gepäck, Mietwagen, Orientierung. Erst danach ging es in die Stadt ins Hotel, wo wir schließlich um drei Uhr morgens völlig erschöpft ins Bett gefallen sind. Kein schöner Start, aber irgendwie gehört genau das auch zum Reisen dazu. Und am Ende war alles gut – wir waren angekommen. Wir sind auf Zypern. Land #118.Read more
Pafos
January 23 in Cyprus ⋅ ☀️ 14 °C
Nach der kurzen Nacht haben wir den Tag bewusst ruhig begonnen und uns erst einmal Zeit für die Stadt genommen. Pafos liegt an der Südwestküste Zyperns direkt am Mittelmeer und zählt heute rund 37.000 Einwohner. Trotz ihrer überschaubaren Größe spielt die Stadt eine wichtige Rolle für den Westen der Insel und wirkt durch die langgezogene Küste, die Hotelanlagen und den Hafen deutlich größer, als es die Einwohnerzahl vermuten lässt.
Pafos ist stark vom Tourismus geprägt, der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Entlang der Promenade reihen sich Hotels, Restaurants und Cafés, viele davon ganzjährig geöffnet. Gleichzeitig ist die Stadt kein reines Urlaubsziel geblieben, sondern ein funktionierender Alltagsort mit Wohnvierteln, Schulen und Verwaltungsgebäuden. Der Hafen bildet dabei einen natürlichen Mittelpunkt: Fischerboote, Ausflugsboote und Yachten liegen hier dicht nebeneinander, während sich rundherum das Leben abspielt.
Historisch war Pafos über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum, unter anderem als Hauptstadt Zyperns in der Antike. Diese Vergangenheit ist überall spürbar, auch wenn wir die eigentlichen archäologischen Stätten bewusst ausgeklammert haben. Stattdessen sind wir durch die Stadt gelaufen, haben uns treiben lassen und beobachtet, wie selbstverständlich sich Geschichte und modernes Leben hier mischen. Alte Kirchen, kleinere Plätze und unscheinbare Gassen liegen oft nur wenige Schritte von neueren Bauten entfernt.
Am Meer haben wir uns schließlich ein ruhiges Plätzchen gesucht, gefrühstückt und die Sonne genossen. Das Licht, das flache Ufer und die offene Weite des Meeres geben der Stadt eine entspannte Atmosphäre. Pafos wirkt weniger laut und weniger hektisch als andere Städte auf Zypern, fast ein bisschen zurückhaltend, aber genau das macht ihren Reiz aus.
Bevor wir weitergezogen sind, haben wir die Stadt noch einmal aus der Höhe betrachtet und kurz die Drohne gestartet. Von oben wird deutlich, wie eng Hafen, Wohngebiete, Hotels und Grünflächen miteinander verwoben sind. Gegen Mittag haben wir Pafos dann verlassen, denn der nächste Abschnitt unserer Reise wartete bereits: die Fahrt ins Inselinnere und hinauf in die Berge.Read more
UNESCO-Weltkulturerbes Kato Paphos
January 23 in Cyprus ⋅ ☀️ 14 °C
Eigentlich war klar, dass wir hierher gehen müssen. Die archäologischen Stätten von Kato Paphos gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Zyperns und liegen direkt am Meer, nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt. Das Gelände ist seit 1980 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und umfasst große Teile der antiken Stadt Nea Paphos, die im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde und in römischer Zeit als Hauptstadt der Insel diente.
Das Areal ist weitläufig und umfasst Überreste von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden, Straßen und Befestigungen. Besonders bekannt sind die römischen Villen, die nach den dort gefundenen Mosaiken benannt wurden, darunter das Haus des Dionysos, das Haus des Theseus, das Haus des Aion und das Haus des Orpheus. Die Mosaikböden stammen überwiegend aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. und zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie, darunter Dionysos-Feste, Theseus und der Minotaurus sowie Darstellungen verschiedener Götter. Viele dieser Mosaiken sind außergewöhnlich gut erhalten und gelten als einige der bedeutendsten im östlichen Mittelmeerraum.
Neben den Wohnhäusern gehören auch Reste der antiken Agora, eines Odeons und der Stadtmauern zum Gelände. Das Odeon, ein kleines römisches Theater aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., wurde teilweise restauriert und macht die städtische Infrastruktur der römischen Zeit gut nachvollziehbar. Auch Fundamente frühchristlicher Basiliken sind erhalten und zeigen den Übergang von der paganen zur christlichen Stadt in der Spätantike.
Das Ende der antiken Stadt kam nicht durch eine einzelne Eroberung, sondern durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde Paphos von schweren Erdbeben getroffen, insbesondere in den Jahren 332 und 342, die große Teile der Stadt zerstörten. Obwohl es Wiederaufbauversuche gab, verlor Paphos danach zunehmend an Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten verlagerten sich politische und wirtschaftliche Zentren auf der Insel, unter anderem nach Salamis und später nach Nikosia.
Zusätzlich setzten ab dem 7. Jahrhundert arabische Überfälle die Küstenstädte Zyperns unter Druck. Diese Angriffe, zusammen mit dem bereits geschwächten Zustand der Stadt, führten dazu, dass große Teile von Nea Paphos aufgegeben wurden. Die Siedlung schrumpfte und verlagerte sich, während die antiken Stadtteile langsam verfielen und schließlich unter Schutt und Erde verschwanden. Genau dieser Umstand sorgte dafür, dass viele Strukturen und Mosaiken über Jahrhunderte hinweg konserviert blieben und heute wieder freigelegt werden können.Read more
Kloster Kykkos
January 23 in Cyprus ⋅ ☁️ 11 °C
Der Weg zum Kloster Kykkos ist bereits Teil des Erlebnisses. Von der Küste aus schraubt sich die Straße in endlosen Kurven durch die Troodos-Berge – gefühlt sind es eher tausend als hundert. Je höher man kommt, desto dichter werden die Wälder, die Luft wird kühler und die Landschaft deutlich grüner als unten am Meer. Allein diese Fahrt macht klar, warum dieser Ort über Jahrhunderte bewusst abgeschieden geblieben ist. An einigen Stellen lag sogar Schnee auf der Straße!
Das Kloster selbst gilt als eines der bedeutendsten und wohlhabendsten Klöster Zyperns. Gegründet wurde es im 11. Jahrhundert zur byzantinischen Zeit und ist besonders eng mit der Verehrung der Jungfrau Maria verbunden. Im Mittelpunkt steht eine Ikone der Panagia, die der Überlieferung nach vom Evangelisten Lukas selbst gemalt worden sein soll. Diese Ikone ist bis heute vollständig verhüllt – sie wird niemals direkt gezeigt, was ihre spirituelle Bedeutung noch verstärkt.
Architektonisch beeindruckt Kykkos vor allem durch seine reich verzierten Arkadengänge, die Mosaike und Fresken, die nahezu jede freie Fläche schmücken. Goldene Hintergründe, detailreiche Heiligendarstellungen und biblische Szenen erzählen hier Geschichte auf byzantinische Art. Besonders schön ist der Innenhof mit seinen zweistöckigen Bogengängen, die dem Kloster trotz seiner Größe eine ruhige, fast intime Atmosphäre geben.
Da die Kantine bei unserem Besuch geschlossen war, blieb mehr Zeit für das Klostermuseum – und das war ein echtes Highlight. Die Ausstellung zeigt Artefakte aus fast tausend Jahren Klostergeschichte: reich bestickte liturgische Gewänder, kostbare Handschriften, Ikonen, Reliquien und sakrale Geräte aus verschiedenen Epochen. Viele Stücke stammen aus der byzantinischen Zeit und geben einen eindrucksvollen Einblick in die religiöse, kulturelle und politische Bedeutung des Klosters über Jahrhunderte hinweg..Read more
The Agora Hotel
January 24 in Cyprus ⋅ ☁️ 10 °C
Am Abend fuhren wir weiter zu unserem Hotel, dem Agora Hotel, einem kleinen, sehr eleganten Boutique-Hotel mitten im historischen Dorfkern von Pano Lefkara. Wir kamen kurz nach Sonnenuntergang an. Wie in vielen zypriotischen Bergdörfern ist auch hier die Altstadt verkehrsberuhigt: Parken erfolgt außerhalb, das Hotel bietet auf Wunsch einen Buggy-Service an. Wir entschieden uns zu laufen – ein schöner erster Spaziergang durch die schmalen Gassen aus Naturstein, vorbei an alten Häusern mit Holzfenstern und kleinen Innenhöfen.
Pano Lefkara zählt zu den bekanntesten traditionellen Dörfern Zyperns. Berühmt ist es vor allem für seine Lefkaritika-Stickereien und die silberne Handwerkskunst, die hier seit Jahrhunderten gepflegt werden. Viele Häuser stammen aus venezianischer Zeit, die Gassen sind eng, unregelmäßig und voller Details – ein Dorf, das weniger wie ein Museum wirkt, sondern lebendig und authentisch geblieben ist.
Der Empfang im Agora Hotel war sehr herzlich und persönlich. Das Hotel selbst ist in mehreren sorgfältig restaurierten historischen Gebäuden untergebracht und verbindet traditionelle Architektur mit modernem, zurückhaltendem Luxus. Hohe Decken, Natursteinwände, warme Farben und eine sehr ruhige Atmosphäre prägen das Haus. Alles wirkt durchdacht, aber nie überladen.
Das Abendessen nahmen wir direkt im Hotel ein. Kulinarisch bewegte sich das Menü auf sehr hohem Niveau, handwerklich hervorragend und geschmacklich präzise. Die Küche war allerdings eher international ausgerichtet – etwas schade, da wir uns an diesem Ort mehr lokale zypriotische Gerichte gewünscht hätten. Die Stimmung war dennoch wunderbar: Eine kleine Jazzband spielte live und schuf eine entspannte, fast intime Atmosphäre. Später saßen wir noch an der Bar, tranken Cocktails und ließen den Abend ruhig ausklingen.
Die Nacht war eher kurz, denn am Morgen ging es früh zum Frühstück. Dieses war liebevoll angerichtet und wurde in sehr ruhiger Atmosphäre serviert. Besonders schön war der Blick auf das Dorf im ersten Licht des Tages – die Dächer, die Hügel rundherum und das langsame Erwachen von Pano Lefkara. Ein stimmungsvoller Abschluss, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.Read more
The Green Line
January 24 in Cyprus ⋅ ☁️ 12 °C
Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Die Trennung verläuft nicht am Stadtrand, sondern mitten durch das urbane Gefüge. In der Altstadt, in der Ledra Straße, sind wir zu Fuß über die Grenzen. Der Übergang wirkt erstaunlich unspektakulär: Zunächst erfolgt die Ausreise aus dem südlichen Teil Zyperns, anschließend geht man etwa 100 Meter durch einen neutralen Streifen, bevor man auf der anderen Seite wieder einreist. Der gesamte Ablauf ist nüchtern, effizient und fast beiläufig – gerade das macht ihn so eindrücklich.
Historisch geht die Teilung Zyperns auf die Spannungen zwischen der griechisch-zypriotischen und der türkisch-zypriotischen Bevölkerung zurück, die sich bereits während der britischen Kolonialzeit zuspitzten. Nach der Unabhängigkeit 1960 blieb das politische System instabil. Der endgültige Bruch kam 1974 infolge eines griechisch-nationalistischen Putsches und der anschließenden militärischen Intervention der Türkei. Seitdem ist die Insel faktisch geteilt.
Zur Überwachung des Waffenstillstands richteten die United Nations eine Pufferzone ein – die sogenannte Green Line. Diese UN-Sicherheitszone zieht sich quer über die gesamte Insel und ist in Nikosia besonders sichtbar. Je nach Abschnitt besteht sie aus wenigen Metern oder mehreren hundert Metern Breite. In der Stadt umfasst sie verlassene Häuser, leerstehende Straßenzüge, Mauern, Zäune und improvisierte Sperren. Viele Gebäude stehen seit Jahrzehnten unberührt, als sei die Zeit stehen geblieben.
Nach dem Grenzübertritt verändert sich das Stadtbild deutlich. Die Beschilderung ist überwiegend auf Türkisch, es gibt Moscheen, türkische Cafés und einen anderen Rhythmus im Straßenleben. Gleichzeitig wirkt vieles baulich stark vernachlässigt. Zahlreiche Häuser sind in schlechtem Zustand oder stehen leer, was dem Viertel eine gewisse Schwere verleiht. Ein alter Markt mit Innenhof bot einen kurzen atmosphärischen Lichtblick, insgesamt blieb der Eindruck jedoch verhalten.
Der Gang durch die UN-Zone und über die Grenze ist weniger spektakulär als erwartet, dafür umso eindringlicher. Die Teilung Nikosias ist kein abstraktes politisches Konstrukt, sondern physisch sichtbar und im Alltag präsent. Nach etwa einer Stunde kehrten wir über denselben Weg zurück, passierten erneut beide Kontrollen und gingen zum Auto zurück – mit dem Gefühl, einen der politisch und historisch komplexesten Orte Europas zumindest ein Stück weit erlebt zu haben.Read more
Nikosia
January 24 in Cyprus ⋅ ☁️ 12 °C
Nach dem Frühstück sind wir nach Nikosia gefahren. Vom Hotel aus sind es knapp eine Stunde Fahrt, überwiegend über die Autobahn, sehr unkompliziert. Die Ankunft selbst war allerdings eher nüchtern: kein Regen, aber graues, trübes Wetter, das der Stadt – besonders der Altstadt – eine insgesamt schwere, wenig lebendige Atmosphäre verlieh.
Historisch ist Nikosia eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte im östlichen Mittelmeerraum. Ihre Ursprünge reichen bis in die Bronzezeit zurück, später war sie Teil des assyrischen, persischen, hellenistischen und römischen Einflussbereichs. Ihre größte Bedeutung erlangte die Stadt im Mittelalter, als sie unter den Lusignans Hauptstadt des Königreichs Zypern wurde. Aus dieser Zeit stammt auch der Grundriss der Altstadt. Unter venezianischer Herrschaft im 16. Jahrhundert erhielt Nikosia ihre bis heute prägende sternförmige Befestigungsanlage mit massiven Mauern und Toren – ein außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel militärischer Stadtplanung der Renaissance.
Heute ist Nikosia mit rund 200.000 Einwohnern im Stadtgebiet und deutlich über 300.000 in der Metropolregion das politische, administrative und wirtschaftliche Zentrum der Republik Zypern. Während Küstenstädte wie Limassol oder Paphos stark vom Tourismus geprägt sind, hat Nikosia einen ganz anderen Charakter: funktionaler, geschäftiger und weniger auf Besucher ausgerichtet.
Wirtschaftlich ist die Stadt das Herz Zyperns. Hier sitzen Regierung, Ministerien, Zentralbank, Universitäten sowie ein Großteil der zypriotischen Banken, Anwaltskanzleien und Beratungsunternehmen. Nikosia spielt eine zentrale Rolle im Finanz- und Dienstleistungssektor des Landes, insbesondere in den Bereichen Recht, Unternehmensdienstleistungen, Bildung und Verwaltung. Entsprechend wirkt die Stadt tagsüber eher wie ein Verwaltungs- und Arbeitszentrum als wie eine klassische touristische Destination.
Wir schlenderten eine gute Stunde durch die Stadt, vor allem durch die Altstadtbereiche. Trotz einzelner schöner Ecken und historischer Bausubstanz wirkte vieles an diesem Tag etwas leblos. Das Zusammenspiel aus Wetter, Architektur und wenig Straßenleben ließ wenig Aufenthaltsqualität aufkommen. Schließlich machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Wir wollten wohin auf der Insel mit besserem Wetter.Read more
UNESCO-Welterbestätte Bemalte Kirchen
January 24 in Cyprus ⋅ ☁️ 9 °C
Nach dem trüben Wetter in Nikosia zog es uns wieder Richtung Sonne. Wir fuhren zurück in Richtung Limassol und legten unterwegs einen Stopp bei der Kirche Metamorfosis tou Sotiros - Kirche der Verklärung des Erlösers - ein, die auch unter dem Namen Agia Sotira bekannt ist.
Die Kirche gehört zur zyprisch-orthodoxen Tradition und ist Teil der UNESCO-Welterbestätte Bemalte Kirchen im Gebiet von Troodos, die 1985 in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Diese kleinen Dorfkirchen aus dem Troodos-Gebirge sind berühmt für ihre außergewöhnlich gut erhaltenen Wand- und Deckenmalereien, die einen einzigartigen Einblick in die byzantinische Kunst Zyperns geben.
Am Vortag standen wir vor einer anderen Kirche - der vom Heiligen Ioannis Lampadistis noch vor verschlossener Tür, doch diesmal hatten wir Glück. An der Tür war eine Telefonnummer angeschlagen – wir riefen an, und nur wenige Minuten später kam jemand vorbei und öffnete uns die Kirche. Der Empfang war sehr freundlich, und wir bekamen eine ausführliche Erklärung zu den Fresken und zur Geschichte des Gebäudes.
Im Inneren offenbarte sich ein beeindruckender Schatz: Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert, teils über 500 oder 600 Jahre alt. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben Christi, Darstellungen von Heiligen sowie ikonographische Motive der orthodoxen Kirche. Farben, Details und Komposition sind außergewöhnlich gut erhalten und wirken trotz ihres Alters erstaunlich lebendig. Besonders eindrucksvoll ist, wie dicht die Malereien den gesamten Innenraum überziehen – jede Fläche erzählt eine eigene Geschichte.Read more

WildWortWechsel
Sind das die Kirchenväter? Links steht Antonius, wenn ich's richtig gelesen habe.
Limassol
January 24 in Cyprus ⋅ ⛅ 15 °C
Nach dem Besuch der Kirche fuhren wir weiter nach Limassol. Je weiter wir uns von den Bergen entfernten, desto besser wurde das Wetter. Zunächst ging es noch durch Wolken und dunstige Abschnitte, doch schon bald öffnete sich der Blick Richtung Meer, und mit jedem Kilometer wurde es heller und freundlicher.
In Limassol angekommen, zog es uns zuerst an die Limassol Marina. Direkt am Wasser gönnten wir uns ein entspanntes Mittagessen mit einem Glas Weißwein. Vor uns lagen die Yachten im Hafen, dahinter die moderne Promenade – eine sehr angenehme, fast schon mediterran-urbane Atmosphäre. Limassol wirkt deutlich lebendiger und moderner als viele andere Städte auf Zypern, ohne dabei seinen Bezug zum Meer zu verlieren.
Anschließend fuhren wir weiter zum Salzsee von Akrotiri. Dort machten wir eine kleine Wanderung, insgesamt fast eine Stunde unterwegs. Flamingos haben wir diesmal zwar keine gesehen, dennoch war der Spaziergang sehr schön. Die weite Landschaft, das flache Wasser, die salzverkrusteten Ufer und die Ruhe des Gebiets machen den Reiz dieses Ortes aus – ein starker Kontrast zur Stadt nur wenige Kilometer entfernt.
Auf dem Rückweg zum Hotel kehrten wir noch in einer Taverne ein und ließen den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen. Ein entspannter Abschluss nach einem abwechslungsreichen Tag zwischen Bergen, Kultur, Stadt und Natur.Read more
Schon wieder zu Hause
January 25 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C
Nach dem Frühstück ging es für uns wieder zurück zum Flughafen nach Paphos. Die Fahrt verlief völlig problemlos, schön am Meer entlang, bei bestem Wetter – leider genau heute, nachdem es am Vortag eher durchwachsen war. Am Flughafen selbst lief alles entspannt und zügig ab. Mit Ryanair ging es dann zurück Richtung Deutschland, gut drei Stunden Flugzeit, zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf das Mittelmeer und die kleinen vorgelagerten Inseln.
In Memmingen angekommen dann wieder der Kontrast: Nebel und graues Wetter, aber auch hier lief alles reibungslos. Wir sind direkt weitergefahren, haben noch einen kurzen Kaffee am Ammersee eingelegt und waren dann auch schon wieder zu Hause. Insgesamt ein sehr schöner, entspannter Ausflug.
Zypern selbst hat uns als Reiseziel überzeugt, auch wenn es vermutlich nicht unsere absolute Lieblingsinsel wird. Die Insel im östlichen Mittelmeer zählt rund 1,25 Millionen Einwohner und bietet eine interessante Mischung aus Strand, Bergen, Kultur und Geschichte. Wirtschaftlich ist Zypern stark vom Tourismus geprägt, daneben spielen Dienstleistungen, Handel, Schifffahrt und Immobilien eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren hat sich das Land zudem zunehmend als Standort für internationale Unternehmen und digitale Nomaden entwickelt.
Seit dem EU-Beitritt 2004 und der Einführung des Euro hat sich die Infrastruktur spürbar verbessert. Trotz der politischen Teilung der Insel ist das Reisen unkompliziert und angenehm. Landschaftlich ist Zypern sehr vielfältig – von der Küste über das Troodos-Gebirge bis hin zu zahlreichen archäologischen Stätten und Klöstern.
Kulinarisch war das Essen durchweg gut, wir hätten uns jedoch insgesamt noch etwas mehr echte lokale Spezialitäten und regionale Vielfalt gewünscht. Insgesamt bleibt Zypern für uns ein schönes, entspanntes Reiseziel mit viel Sonne und Kultur, auch wenn es andere Inseln gibt, die uns persönlich noch etwas mehr abgeholt haben.Read more






































































































































































































TravelerDas waren noch Zeiten, als Germania von Nürnberg nach Paphos flog, haben wir aber auch verpaßt zu nutzen. Aber was verbirgt sich hinter der Fluganzeige von Nürnberg nach Memmingen?
Traveler
Aha, wo liegen denn die Abweichungen zur Datenbank im Pinguin, die 113 Länder zeigt?
Traveler“Meine” Datenbank is die App “Been”. Aber auch dort gibt es unterschiedliche Einstellungen. „Alle“ oder „UN Countries”. Pinguin zählt irgendwie dazwischen … Aber in jedem Fall gibt es noch viele Reiseziele :-)
TravelerJetzt habe ich doch die Listen noch verglichen … Azoren,und Zansibar zählen bei Been, aber nicht bei Pinguin … Westbank und Guernsey hatten mir noch gefehlt …
TravelerAh ja, jetzt sind es 115 Länder! Bei "Most Travelled People" sind verschiedene Datenbanken zusammengefaßt, unter anderem auch TCC. Was im Pinguin genutzt wird, dürfte die ISO-Datenbank sein. Letztendlich kann man unendlich darüber diskutieren, welche Zählweise die zutreffendste ist, und nie zu einem Ergebnis kommen. Hauptsache Reisen und die Welt entdecken!