• Einsamer Strand - Ogella

    August 7 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach unserem ungeplanten Abstecher nach Gernika sollte es jetzt aber wirklich ans Meer gehen. Unser Ziel war die Playa de Laga, die mitten im Biosphärenreservat Urdaibai liegt und als einer der schönsten Sandstrände der baskischen Küste gilt. Rund 574 Meter feiner goldener Sand, dahinter grüne Hügel und direkt daneben der mächtige, 279 Meter hohe Felsen von Ogoño – eigentlich genau das, was wir gesucht hatten. Außerdem ist Laga einer der bekannten Surfspots der Region.

    Das mit dem „einsamen Strand“ war allerdings eine kleine Fehleinschätzung. Schon rund anderthalb Kilometer vorher war praktisch jeder mögliche Parkplatz belegt. Offenbar hatten außer uns noch ein paar Tausend andere Menschen die Idee, Anfang August einen der schönsten Strände der Region zu besuchen. Überraschend eigentlich. 😂 Also umgedreht und Plan B.

    Wir fuhren weiter die Küste entlang und landeten schließlich bei Ogella Hondartza bei Ispaster. Die Straße wurde noch kleiner, das Auto musste ein gutes Stück oberhalb stehen bleiben und den Rest ging es zu Fuß hinunter. Dafür war hier tatsächlich deutlich weniger los.

    Mit dem erhofften Sandstrand war es allerdings auch hier nicht ganz so weit her. Ogella ist ein wilder Naturstrand aus Steinen, Kies, etwas Sand und vor allem Fels. Gerade diese Felsen machen den Strand aber besonders: Hier tritt sogenannter Flysch zutage – übereinanderliegende Schichten aus Kalk- und Sandstein mit Tonlagen dazwischen. Je nach Ebbe und Flut verändert sich der Strand außerdem erheblich.

    Und natürlich musste die Drohne noch einmal in die Luft. Erst von oben sieht man, wie spektakulär diese Küste eigentlich ist: glasklares, türkisfarbenes Wasser, der schmale Strand direkt unter den dicht bewaldeten Hängen und unter der Wasseroberfläche die langen, fast geometrisch wirkenden Felsplatten des Flysch. Auf dem Drohnenbild sieht es beinahe so aus, als hätte jemand riesige Steinplatten auf dem Meeresboden verlegt.

    Wegen der Warnungen vor Portugiesischen Galeeren und der gelben Flagge waren wir beim Baden etwas vorsichtiger. Dazu war es ordentlich windig. Also kurz rein in den Atlantik, abkühlen und wieder raus.
    Read more