Saint-Émilion
Yesterday in France ⋅ ☀️ 36 °C
In Saint-Émilion angekommen, haben wir kurz bei unserem Hotel angerufen. Das Auto wurde direkt entgegengenommen und geparkt, das Gepäck aufs Zimmer gebracht – sehr angenehm. Unser Hôtel de Pavie liegt perfekt mitten im historischen Zentrum, und wir sind direkt im Haupthaus untergebracht. Am Abend werden wir hier auch essen.
Danach ging es noch auf eine kleine Runde durch Saint-Émilion. Klein musste die Runde allerdings wirklich bleiben: Es hatte immer noch 35 oder 36 Grad. Zum Glück ist das historische Städtchen nicht besonders groß und lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Saint-Émilion ist zwar klein, gehört aber zu den berühmtesten Weinorten der Welt. Schon die Römer bauten in der Gegend Wein an. Heute ist die Region vor allem für ihre Rotweine aus Merlot und Cabernet Franc bekannt. Namen wie Château Cheval Blanc, Ausone, Angélus und Pavie gehören zur Weltspitze. Seit 1999 steht nicht nur der Ort, sondern die gesamte historische Weinlandschaft rund um Saint-Émilion auf der UNESCO-Welterbeliste.
Wir waren natürlich auch noch in der Kirche. Drinnen war es überraschend angenehm kühl – bei der Hitze draußen schon fast eine Sehenswürdigkeit für sich. Besonders schön war der direkt angrenzende mittelalterliche Kreuzgang mit seinen steinernen Arkaden, Spitzbögen und dem kleinen grünen Innenhof. Die Stiftskirche und der Kreuzgang stammen im Wesentlichen aus dem Mittelalter und erinnern daran, dass Saint-Émilion lange vor seiner heutigen Berühmtheit als Weinort auch ein wichtiges religiöses Zentrum und eine Station für Pilger auf dem Jakobsweg war.
Der Ort selbst entstand rund um den Einsiedler Émilion, der sich der Überlieferung nach im 8. Jahrhundert hier niederließ. Besonders außergewöhnlich ist die große monolithische Kirche, die direkt aus dem Kalkstein herausgearbeitet wurde. Unter Saint-Émilion zieht sich außerdem ein weitläufiges Netz alter Steinbrüche und Gänge entlang. Der Kalkstein daraus wurde für viele Gebäude der Stadt und der Region verwendet.
Nach Kirche, Kreuzgang und ein paar der steilen gepflasterten Gassen hatten wir bei 36 Grad dann aber auch genug Kultur. Also zurück ins Hôtel de Pavie und an die Hotelbar. Von dort hat man einen genialen Blick über die Dächer von Saint-Émilion und hinaus über die Weinberge.
Ein kühles Getränk, Schatten und Saint-Émilion vor uns – für den Nachmittag definitiv der richtige Platz. Und am Abend bleiben wir gleich hier zum Essen.Read more
























