Abendessen in Saint-Émilion
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Abends mussten wir zum Glück nicht mehr weit: Im Erdgeschoss unseres Hôtel de Pavie liegt direkt La Table de Pavie, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und geführt von Yannick Alléno. Das Hotel selbst liegt mitten im historischen Saint-Émilion, direkt an der Place du Clocher oberhalb der berühmten Monolithkirche – besser kann man hier eigentlich kaum wohnen.
Vor dem Essen ging es erst einmal auf die Terrasse. Noch ein Gläschen Wein, ein richtig warmer Sommerabend und der Blick über Saint-Émilion – ziemlich perfekt. Danach hinein in den Speisesaal: klassisch und gleichzeitig modern, sehr elegant, aber nicht übertrieben steif. Vielleicht 15 Tische, alles angenehm überschaubar.
Und dann ging es los. Das Essen war wirklich genial. Vor allem geschmacklich hat uns das Menü überzeugt: Säure, Süße, Schärfe, unterschiedliche Texturen – bei jedem Gericht war richtig etwas los. Nicht nur schön angerichtet, sondern vor allem richtig lecker. Genau so soll es sein.
Zum Glück hatten wir uns für das kleinere Menü entschieden. Nach ungefähr vier Gängen kam tatsächlich schon das Hauptgericht – und erstaunlicherweise können Hauptgerichte in einem Sternerestaurant sogar zu den Höhepunkten gehören. Sehr, sehr gut.
Danach dachten wir langsam ans Ende. Falsch gedacht. Erst kam noch Käse, mit einer kleinen, feinen Käseauswahl. Und anschließend tatsächlich noch vier verschiedene Desserts. Eines besser als das andere. Spätestens da waren wir froh, nicht das große Menü genommen zu haben.
La Table de Pavie gehört heute zu den großen gastronomischen Adressen von Saint-Émilion. Yannick Alléno, selbst einer der bekanntesten französischen Spitzenköche, prägt hier die Küche. Sein Stil ist bekannt für sehr konzentrierte Saucen und eine Küche, bei der Geschmack und insbesondere das Spiel mit Säure eine große Rolle spielen. Das hat man an diesem Abend definitiv gemerkt.
Zum Abschluss wieder raus auf die Terrasse. Inzwischen war ein Sturm aufgezogen, der Himmel wurde dunkel, ein Gewitter begann – während wir noch unseren Absacker über den Dächern von Saint-Émilion getrunken haben. Eigentlich der perfekte Abschluss.
Und dann kam der größte Luxus des Abends: keine Taxifahrt, kein Heimweg. Einfach ein paar Meter durchs Hotel und hoch aufs Zimmer.Read more























TravelerGanz toller Urlaub und Genuss