• Rüber zur Kanalküste

    August 10 in France ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach Locronan ging es für uns einmal quer über die bretonische Halbinsel hinüber an die Kanalküste. Dabei hat man noch einmal gesehen, wie landwirtschaftlich geprägt die Bretagne abseits der Küsten eigentlich ist. Kilometerlang ging es durch eine überraschend grüne Agrarlandschaft mit großen Getreide- und Maisfeldern, Weiden und immer wieder riesigen weißen Rindern. Gerade diese hellen Charolais-Rinder fallen sofort auf – mächtige Tiere, die man hier immer wieder auf den Weiden sieht.

    Die Bretagne gehört zu den wichtigsten Landwirtschaftsregionen Frankreichs. Neben Getreide und Mais spielt vor allem die Tierhaltung eine enorme Rolle: Rinder und Milchvieh, aber auch Schweine und Geflügel. Dazwischen liegen immer wieder kleine Dörfer, einzelne Höfe und die für die Bretagne typischen, von Hecken und Baumreihen eingefassten Felder. Sobald man die touristischen Küstenorte verlässt, merkt man ziemlich schnell, dass die Bretagne eben nicht nur Meer, Felsen und hübsche Fischerdörfer ist, sondern vor allem auch eine große Agrarregion.

    An der Kanalküste angekommen, haben wir uns in der Nähe von Erquy erst einmal einen schönen Strand gesucht und ein paar Stunden entspannt. Herrlicher Sandstrand, wenig Programm – einfach liegen, aufs Meer schauen und Bretagne genießen. Dabei konnten wir auch gleich erleben, wie stark die Gezeiten hier sind. Das Wasser kam mit der auflaufenden Flut stetig näher und erstaunlich schnell. Irgendwann wurde unser Stück Strand immer kleiner und wir mussten langsam zusammenpacken.

    Danach ging es weiter zum Cap Fréhel und seinem großen Leuchtturm. Ganz anders als die Leuchttürme heute Morgen am Pointe du Raz, die draußen mitten im Meer stehen: Der Phare du Cap Fréhel thront hoch oben auf der Steilküste, rund 70 Meter über dem Meer. Der heutige Turm stammt aus den 1950er-Jahren und ist mit seinen gut 32 Metern Höhe schon ein ordentliches Teil. Von hier oben sichert sein Licht die Schifffahrt an dieser felsigen Küste und am Eingang zur Bucht von Saint-Brieuc.

    Auch die Landschaft rundherum ist spektakulär: hohe Klippen, weite Heideflächen und der Blick hinaus auf den Ärmelkanal. Nach den vielen flachen Agrarflächen im Landesinneren war das noch einmal ein ziemlicher Kontrast.

    Danach ging es weiter zu unserem nächsten Ziel: Saint-Malo. Hier bleiben wir nun etwas länger und haben Zeit, uns die alte Korsarenstadt und die Küste rundherum in Ruhe anzuschauen.
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