Ellen DeGeneres Campus
September 15 in Rwanda ⋅ ☁️ 21 °C
Nach der Fahrt durchs grüne Hügelland sind wir heute Mittag in der Da Vinci Lodge angekommen und haben gleich eingecheckt. Die Lodge liegt am Fuß der Vulkane, ganz in der Nähe von Kinigi, dem Tor zum Vulkane-Nationalpark – und sie ist wirklich hübsch gemacht, viel Holz, gemütliche Zimmer, sehr einladend.
Zum Mittagessen gab's dann erstmal ein Hühnchen mit Paprika und Reis, dazu die obligatorische Coke Zero – nach der langen Fahrt hat das richtig gutgetan.
Am Nachmittag sind wir dann noch zum Ellen DeGeneres Campus des Dian Fossey Gorilla Fund rüber, gleich in der Nähe der Lodge. Das Gebäude ist ziemlich neu und architektonisch schon beeindruckend – ein runder Bau, der sich elegant in die Landschaft duckt. Finanziert hat den Bau übrigens tatsächlich Ellen DeGeneres, die sich schon lange für den Schutz der Berggorillas engagiert. Sehr informativ und der perfekte Einstieg in die Welt der Berggorillas.
Drinnen gibt's eine Ausstellung über Dian Fossey, die Frau, die man untrennbar mit den Berggorillas verbindet. Sie kam in den 60er-Jahren hierher, um die Tiere zu erforschen – zu einer Zeit, in der kaum jemand etwas über sie wusste und sie durch Wilderei fast ausgerottet waren. Sie hat jahrelang mitten im Vulkanwald gelebt, in einer einfachen Hütte, ganz nah bei den Gorillafamilien, und war eine der ersten, die zeigte, dass man mit den sanften Riesen auf Vertrauen statt auf Distanz setzen kann. In der Ausstellung steht sogar eine Nachbildung ihrer alten Feldhütte – mit Schreibmaschine, Petroleumlampe, ihren Feldnotizen und unzähligen alten Fotos von den Gorillafamilien, die sie über die Jahre beobachtet hat.
1985 wurde sie unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen in ihrer Hütte im Wald ermordet – vermutlich im Zusammenhang mit ihrem kompromisslosen Kampf gegen Wilderer. Ihr Erbe aber lebt weiter: Die Forschungsstation, die sie gegründet hat, existiert bis heute, und dank ihrer Arbeit und des Schutzprogramms, das daraus entstand, hat sich der Bestand der Berggorillas in den Virunga-Bergen und in Ruandas Nationalpark seither tatsächlich wieder erholt – eine echte Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.
Um die Gebäude gab es einen netten Rundweg mit einigen Vögeln. Konnten die Kamera schon mal gut testen, morgen bei den Gorillas muss das ja alles funktionieren. Schön!Read more





























