• GG72
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UK 2026

Muss mal wieder geschäftlich nach München. Das lässt sich doch kombinieren … Mal schauen was alles geht Read more
  • Trip start
    March 23, 2026

    Liverpool

    March 23 in England ⋅ ☁️ 11 °C

    Der Trip startet diesmal klassisch und effizient: früh morgens mit dem Zug nach München und von dort weiter nach England. Gelandet bin ich allerdings in Manchester, von wo aus es überraschend einfach weiterging. Direkt am Flughafen in den Zug gestiegen und keine Stunde später schon mitten in Liverpool – unkomplizierter geht es kaum.

    Am Abend dann direkt raus und die Stadt erkundet. Und das Erste, was auffällt: Liverpool hat sofort Atmosphäre. Gerade am Wasser, rund um die alten Docks, ist es wirklich beeindruckend. Die historischen Backsteinlagerhäuser, die früher das Herz eines der wichtigsten Häfen der Welt waren, sind heute voll mit Restaurants, Bars und Wohnungen. Alles ist schön beleuchtet, spiegelt sich im Wasser und hat eine Mischung aus Industriegeschichte und modernem Leben, die einfach gut funktioniert.

    Liverpool war im 18. und 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten Handels- und Hafenstandorte weltweit. Ein Großteil des britischen Handels lief über diese Stadt, entsprechend reich wurde sie damals. Diese Vergangenheit sieht man bis heute, gerade in den riesigen Dockanlagen und den monumentalen Gebäuden entlang des Wassers. Heute ist der Hafen wirtschaftlich immer noch wichtig, aber die Stadt hat sich stark gewandelt – hin zu Dienstleistungen, Tourismus und Kultur.

    Besonders spannend fand ich die Kombination aus alt und neu. Auf der einen Seite die klassischen Gebäude wie das Royal Liver Building oder die großen Verwaltungsbauten am Pier Head, auf der anderen Seite moderne Einkaufszentren wie Liverpool ONE, das komplett offen gestaltet ist und sich fast wie ein eigener Stadtteil anfühlt. Dort merkt man auch, dass Liverpool heute wieder wirtschaftlich auf einem guten Weg ist. Die Stadt hat rund 500.000 Einwohner, die Metropolregion über 2 Millionen, und sie zieht viele junge Leute an – nicht zuletzt durch mehrere Universitäten.

    Auch kulturell ist Liverpool natürlich bekannt, allen voran durch die Beatles. Aber die Stadt hat generell eine starke Identität, die man direkt spürt. Die Menschen wirken offen und direkt, und obwohl ich nur einen Abend unterwegs war, hatte ich sofort ein gutes Gefühl für den Ort.

    Die Stimmung am Wasser bei Nacht war für mich das Highlight. Ruhig, leicht kühl, überall Lichter und Spiegelungen, dazu diese Mischung aus alter Industriearchitektur und modernen Elementen wie dem Riesenrad im Hintergrund. Genau diese Kontraste machen Liverpool besonders.

    Erster Eindruck: echt schöne Stadt, deutlich unterschätzt und ein perfekter Start für die Reise.
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  • London

    March 24 in England ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute ging es früh los – um 6 Uhr bin ich in Liverpool in den Zug gestiegen, direkt Richtung London. Die Strecke ist einfach erstaunlich effizient, nach etwas mehr als zwei Stunden war ich schon mitten in der Stadt. Der Zug war voll mit Pendlern, viele mit Kaffee in der Hand und Laptop auf dem Schoß – man merkt sofort, dass man sich einer der wichtigsten Business-Metropolen Europas nähert.

    Nach der Ankunft ging es direkt weiter mit der U-Bahn. Das Londoner Netz, die berühmte London Underground, ist zwar alt, aber unglaublich dicht und effizient. Ein paar Stationen später war ich schon im Büro.

    London selbst ist immer wieder beeindruckend. Die Mischung aus historischer Architektur und modernen Glasfassaden ist einzigartig. Gerade im Finanzdistrikt rund um die City of London sieht man das besonders gut: alte Kirchen und Backsteingebäude stehen direkt neben riesigen Wolkenkratzern. Die Stadt hat rund 9 Millionen Einwohner, im Großraum sogar deutlich über 14 Millionen – entsprechend dynamisch fühlt sich alles an.

    Wirtschaftlich ist London eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt. Neben Banken und Versicherungen spielen auch Tech und Kreativindustrien eine große Rolle. Viele globale Unternehmen haben hier ihre europäischen Headquarters, was man auch im Alltag merkt – extrem international, viele Sprachen, viele Kulturen.

    Im Büro war es dann gut, mal wieder einige Kollegen persönlich zu treffen. Gerade nach viel Remote-Arbeit merkt man, wie wichtig der direkte Austausch ist. Am Nachmittag standen dann mehrere Meetings an, typisch London-Tempo: dicht getaktet, effizient und sehr fokussiert.

    Insgesamt ein klassischer Business-Tag in einer Stadt, die einfach immer Energie hat.
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  • Guernsey

    March 25 in Guernsey ⋅ 🌬 8 °C

    Am Abend ging es noch spontan weiter auf die kleine Kanalinsel Guernsey. Der Flug war kurz, aber die Landung hatte es schon in sich – ordentlich Wind. Vom Flughafen dann direkt mit dem Taxi nach St. Peter Port, mein Hotel lag direkt am Hafen.

    Am nächsten Morgen bin ich früh raus, um den Sonnenaufgang mitzunehmen. Unten im Hafen war es fast komplett ruhig, nur ein paar Boote im Wasser und diese typische Morgenstimmung. Gleichzeitig hat man sofort gemerkt, wo man ist – der Wind war richtig stark, typisch für die Kanalinseln.

    Guernsey gehört politisch nicht zu Großbritannien, sondern ist eine sogenannte Kronbesitzung. Die Insel hat rund 63.000 Einwohner und lebt heute vor allem von Finanzdienstleistungen und Tourismus, früher war sie strategisch extrem wichtig. Das sieht man auch noch überall, vor allem an den alten Festungen und Mauern rund um den Hafen.

    Ich bin dann vom Hafen aus Richtung Süden gelaufen. Die Landschaft ändert sich schnell – weg vom Hafen, hin zu steilen Küsten mit richtig schönen Ausblicken auf das Meer. Unterwegs sind mir immer wieder diese natürlichen Pools direkt am Meer aufgefallen. Und tatsächlich waren Leute im Wasser – bei dem Wind und der Kälte. Ganz sicher nicht beheizt.

    Der Weg zurück ging dann über die Hügel oberhalb der Küste. Von dort hat man einen perfekten Blick auf St. Peter Port, die Boote im Hafen und die alten Gebäude. Die Stadt selbst wirkt fast ein bisschen wie eine Mischung aus England und Frankreich, was auch gut passt – Frankreich ist nur rund 50 Kilometer entfernt.

    Zurück im Hafen gab es dann ein richtig gutes Frühstück. Schön entspannt, mit Blick aufs Wasser, während der Ort langsam wach wurde. Guter Start in den Tag.
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  • Manchester

    March 25 in England ⋅ ☁️ 6 °C

    Von Guernsey ging es für mich nicht ganz logisch weiter – statt direkt Richtung Amsterdam von bin ich über Manchester geflogen. Liegt eigentlich nicht auf dem Weg, aber eine gute Gelegenheit, die Stadt endlich einmal zu sehen.

    Ich kam kurz nach einem Schneefall an, was der Stadt noch einmal eine besondere Stimmung gegeben hat. Kalt, nass, grauer Himmel – und trotzdem laufen die ersten Leute schon wieder in Shorts herum. Ende März in England eben.

    Mein erster Eindruck war direkt positiv. Manchester wirkt roh und echt. Viele große historische Gebäude aus der Zeit der Industrialisierung stehen hier noch, oft aus dunklem Stein oder rotem Backstein, und dazwischen schieben sich moderne Glasfassaden und Hochhäuser. Dieser Mix funktioniert erstaunlich gut und zeigt ziemlich klar, woher die Stadt kommt und wo sie heute steht.

    Manchester war im 19. Jahrhundert eines der wichtigsten Zentren der Industriellen Revolution. Vor allem die Textilindustrie hat hier enormen Reichtum geschaffen, weshalb die Stadt damals auch „Cottonopolis“ genannt wurde. Heute sieht man das noch an vielen Gebäuden, ehemaligen Lagerhäusern und Handelsplätzen wie der Corn Exchange. Gleichzeitig hat sich Manchester längst neu erfunden – als wichtiger Standort für Medien, Technologie und Finanzdienstleistungen im Norden Englands.

    Beim Herumlaufen merkt man schnell, dass hier immer noch viel mit Handel und Business zu tun hat. Große Straßen, breite Plätze, viele Büros – aber auch eine lebendige Gastro- und Barszene. Trotz des Wetters ist viel los, die Leute sind unterwegs, treffen sich draußen oder sitzen in Cafés mit Blick auf die Straßen.

    Besonders gefallen haben mir die kleinen Seitenstraßen mit den Backsteinfassaden, teilweise etwas rau, mit Graffiti und alten Feuerleitern – fast schon ein bisschen New York Vibe. Gleichzeitig gibt es immer wieder offene Plätze mit imposanten Gebäuden, die zeigen, wie bedeutend die Stadt früher war.

    Insgesamt ein sehr guter erster Eindruck. Keine klassische Postkartenstadt, aber das macht Manchester interessant – ehrlich, industriell geprägt und gleichzeitig modern und im Wandel.
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  • Amsterdam

    March 26 in the Netherlands ⋅ ⛅ 6 °C

    Am Morgen ging es wieder früh zum Flughafen und mit dem ersten Flieger nach Amsterdam. Vom Flughafen ist man schnell in der Stadt, und gerade die Mischung aus historischen Grachten und modernen Business-Vierteln wie der Zuidas zeigt, wie stark Amsterdam wirtschaftlich aufgestellt ist. Mit rund 920.000 Einwohnern in der Stadt und über 2,5 Millionen in der Metropolregion ist Amsterdam eines der wichtigsten Finanz- und Handelszentren Europas.

    Wir hatten dort einige Kundenmeetings und am Abend noch ein Dinner mit einem Partner geplant. Bin dann gleich in einem Hotel in der Nähe geblieben, direkt beim Olympic Stadium Amsterdam. Das Stadion stammt aus dem Jahr 1928 und wurde für die Olympischen Sommerspiele gebaut – ein klassisches Beispiel für die Backstein-Architektur der Amsterdamer Schule. Es war eines der ersten Stadien, das speziell für die Olympischen Spiele konzipiert wurde, inklusive des berühmten Marathonturms.

    Die Spiele von 1928 waren stark von britischen Sporttraditionen geprägt, viele Disziplinen und Organisationsformen orientierten sich an britischen Vorbildern. Gleichzeitig war es eines der ersten wirklich globalen Sportevents, bei dem Amsterdam sich als weltoffene, moderne Stadt präsentiert hat.

    Direkt rund um das Stadion ist es heute deutlich ruhiger als im Zentrum, fast schon ein wenig entspannt und lokal geprägt. Gute Lage, wenn man geschäftlich unterwegs ist und trotzdem schnell in der Stadt sein will.
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  • Idstein

    March 27 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    Nachdem ein paar Kollegen aus Frankfurt auch in Amsterdam waren, konnte ich mit ihnen mitfahren und wir sind früh mit dem Auto los. Gegen späten Vormittag haben wir in Idstein angehalten. Perfekter Zwischenstopp – ein paar Calls erledigt und gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, etwas zu essen.

    Die Altstadt ist wirklich überraschend schön. Sehr kompakt, aber unglaublich gut erhalten, mit vielen Fachwerkhäusern rund um den König-Adolf-Platz. Alles wirkt fast ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Über allem thront der Hexenturm Idstein, ein mittelalterlicher Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, der das Stadtbild komplett dominiert. Der Name kommt übrigens aus späteren Zeiten – mit Hexen hatte der Turm ursprünglich nichts zu tun, sondern war Teil der Stadtbefestigung. Heute ist er einfach das Wahrzeichen der Stadt.

    Mittagessen hatten wir im Heinrich Höers Speisezimmer. Kleines, sehr stilvolles Restaurant, das sich deutlich von klassischer Wirtshausküche abhebt. Modern interpretiert, regional geprägt, aber mit einem klaren Fine-Dining-Ansatz. Die Küche arbeitet viel mit saisonalen Produkten aus der Region, sehr sauber angerichtet, ohne übertrieben zu wirken. Eher ruhig und persönlich, kein großes Tamtam, sondern sehr fokussiert auf Qualität und Geschmack.

    Man merkt, dass hier jemand mit Anspruch kocht – eher ein Ort für ein bewusstes Essen als für einen schnellen Lunch, auch wenn es bei uns zeitlich gut gepasst hat. Genau die Art von Restaurant, die man in so einer kleinen Stadt nicht unbedingt erwartet.

    Idstein selbst hat rund 25.000 Einwohner und liegt im Taunus, nicht weit von Frankfurt entfernt. Historisch war die Stadt Residenz der Grafen von Nassau-Idstein, was man an den gut erhaltenen Gebäuden und dem Schloss noch heute sieht. Heute ist es eher ruhig, fast schon verschlafen, aber gerade deshalb ein perfekter kurzer Stopp auf der Strecke.
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  • Frankfurt

    March 27 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Bin dann mit dem Zug nach Frankfurt am Main gefahren, musste noch für ein Meeting ins Büro. Durch die gute Anbindung geht das ja alles recht schnell, gerade von der Region rund um Idstein ist man zügig in der Stadt.

    Frankfurt ist schon eine besondere Mischung. Auf der einen Seite das Bankenviertel mit der Skyline, die man so in Deutschland sonst nicht findet – nicht umsonst wird die Stadt auch „Mainhattan“ genannt. Mit rund 770.000 Einwohnern ist sie zwar nicht riesig, aber wirtschaftlich extrem relevant, vor allem als Finanzzentrum mit der Europäischen Zentralbank und vielen internationalen Banken.

    Gleichzeitig hat die Stadt auch eine ganz andere Seite. Rund um den Frankfurt Hauptbahnhof merkt man schon, dass es rauer wird. Das Bahnhofsviertel ist bekannt für seine Gegensätze – einerseits spannende Restaurants und internationales Flair, andererseits auch eine offene Drogenszene. Das passt nicht immer zusammen und prägt den ersten Eindruck leider oft stärker, als es der Stadt gerecht wird.

    Jetzt geht es mit dem Zug wieder heim. War genug für eine Woche.
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    Trip end
    March 27, 2026