• Sukkertoppen & letzter Abend auf Senja

    18.–19. jun., Norge ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute Morgen ging es gegen 8:30Uhr zum Frühstück nur um mich danach nochmal bis 12Uhr aufs Ohr zu legen. Und siehe da die Bewölkung ist verzogen und es geht zum letzten Gipfel auf Senja den Sukkertoppen (Zuckerberg), der auch der Hausberg meiner Unterkunft in Hamn ist. Das heißt ich geb Lasse heute frei, schicke ihn in oder an die Zapfe und er gönnt sich feinstes kWh-Zwickl bis ich zurück bin.
    Das heißt heute ist der Start direkt am Hafen/Hotel.
    Und es geht bis zum Wanderparkplatz, wo die Tour eigentlich startet. Dann geht’s entlang der Stromtrasse landeinwärts. Mir kommt ein französisches Ehepaar mit strahlend weißem Husky entgegen. Die weißen Pfoten lassen darauf schließen, dass es heute ausnahmsweise mal nicht in oder übers Moor geht :)
    Danach treff ich drei junge Frauen, die aus Richtung des alten Staudamms kommen und Richtung Utsikten abbiegen, also der etwas abgeschwächten Variante für heute. Ist verlockend, aber ich hab ja kein frühen Mittagsschlaf gemacht, um jetzt die blaue Tour zu laufen. Schließlich wartet meine Suunto-Followerschaft auf weitere Höhenmeter 📈
    Es geht also rechts Richtung Sukkertoppen hinauf. Als ich das Mittelplateau erreiche, überlege ich wie hoch gleich nochmal die norwegischen Strafen für Nacktbaden im Bergsee sind und entscheide mich dagegen. Stattdessen aktiviere ich meine Steinbockfähigkeit erneut - Januar geboren sei Dank und krachsel bis kurz unter den Gipfel.
    Und ja, ich muss euch und mich an dieser Stelle enttäuschen Heidi oder besser der Sukkertoppen hatte heute kein Gipfelfoto für mich. Stattdessen Trikottausch in Schwarz/grün/rot 💙🤍 und die wahnwitzig schöne Aussicht über die Bucht rüber Richtung Skaland/Husfjellet für mehr als 30min wirken lassen und einfach Höhenmeter Höhenmeter sein lassen. Das Wasser ist dermaßen klar und türkis-blau. Bilder können das nur teilweise widerspiegeln.
    Schön finde ich in Norwegen - die Alpenwanderer mögen mich gegebenenfalls berichtigen - dass es auf jedem Gipfel oder knapp darunter die Tradition gibt einen Stein zu einem Haufen dazuzupacken, bis wohin man es geschafft hat. Dies mach ich auch heute und trete die Flucht nach unten an, als zwei Deutsche von unten hoch kommen und sich laut redend kurz überhalb meines Traumspots niederlassen.
    Auf dem Weg nach unten schau ich mir noch den alten Stausee des Elektritätswerks an. und bin bald zurück am Parkplatz und am Hotel. Noch zwei Sidefacts: 1882 war das 6,5kW Kraftwerk das erste Wassergetriebene Elektritätswerk Europas und das fast zeitgleich mit der Eröffnung der Edison Electric Illuminating Company in Manhattan. In der Hinsicht ist Norwegen wohl schon immer ein Pionier. Zu Spitzenzeiten leben in Hamn dank Nikkelwerk, Kirche, Taverne ca. 650 Leute, heute gerade mal noch zehn.

    Einfach Danke Hamn und Senja. Das waren fantastische fünf Tage die ich hier verbringen durfte. Senja hat alles übertroffen, was ich mir erhofft habe. Ich komm definitiv nochmal zurück für den Hesten, Barden,… und den drei Tages Trekk durch den Ånderdalen Nationalpark um Rentiere nicht nur auf der Straße mit Lasse sondern in freier Wildbahn zu sehen🫶
    Morgen geht’s dann in aller Früh für Lasse und mich auf die nächste Fähre, die uns von Gryllefjord/Senja nach Andenes/Andøya bringt wo direkt die nächsten Highlights warten 🐋🫍🏖️⛰️
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