• Allein – und angekommen

    Sep 22–24 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Am späteren Nachmittag des 21.09.2026 lande ich in Labuan Bajo und werde auch hier sehr freundlich empfangen. Zeit, die ersten Schritte meiner Reise alleine zu gehen. 😊

    In meiner Unterkunft für die nächsten zwei Nächte beschliesse ich, heute überhaupt nichts mehr zu tun. Ich bestelle mein Abendessen aufs Zimmer und geniesse dabei die Aussicht auf die Komodoinseln. Genau dorthin soll es bald mit dem Boot gehen! ⛵

    Labuan Bajo ist das Tor zum Komodo-Nationalpark. Zwischen geschäftigem Hafen, lokaler Kleinstadt und internationalem Backpacker-Treffpunkt ist hier einiges los. Gleichzeitig ist die Stadt von der Kultur der Manggarai geprägt – eine Mischung, die ich spannend finde.

    Am nächsten Morgen erwache ich gut erholt in meinem Bambus-Bungalow. Wie auch nicht bei dieser Aussicht? 😍 Den Vormittag verbringe ich mit meinem Tagebuch, danach mache ich mich zu Fuss auf zur Marina. Es riecht nach Fisch und Meer. Die Vorfreude auf meine dreitägige Bootstour wächst mit jedem Schritt.

    Nach einem Essen mit Meerblick zieht es mich wieder zurück. Morgen wartet nämlich Seraya auf mich: eine Insel mit einem wunderschönen Hausriff. Und ich kann mit dem Ozean vor der Tür keinen Tag länger warten, um endlich ins Wasser zu hüpfen. 🐠

    Dass ich überhaupt nach Seraya fahren kann, ist Glück: Der Ausflug wird normalerweise erst ab zwei Personen angeboten. Am nächsten Morgen lerne ich auf dem Schnellboot meinen unbekannten Mitreisenden kennen – es ist der General Manager des Resorts! Noch bevor wir ankommen, erzählt er mir vom Hausriff und vom Korallenaufforstungsprojekt. Natürlich möchte ich sofort mithelfen, aber das ist heute leider nicht möglich.

    Dafür erfahre ich etwas, das mein Herz höherschlagen lässt: Manchmal schwimmen hier Dugongs vorbei! Wer mich kennt, weiss, dass Seekühe – vor allem Manatees – ganz oben auf meiner Bucketlist stehen. 🥹

    Vor uns taucht die Insel mit ihrem langen Steg und glasklaren Wasser auf. Am Morgen ist die Sicht zum Schnorcheln am besten, also: rein ins Salzwasser! 🌊

    Beim ersten Blick aufs Riff traue ich meinen Augen nicht. Korallen und Anemonen in allen Farben, tausende Fische und Seesterne – atemberaubend! Besonders schön ist, wie gut erhalten das Riff aussieht. Ich schnorchle bis zum Strand und entdecke dort etwas, das ich zuerst für einen Stein halte. Aber nein: eine riesige Muschel! So eine grosse habe ich noch nie gesehen. Als hätte mir der Ozean ein Geschenk gemacht. 🐚

    Den Rest des Tages verbringe ich mit Lesen, einem leckeren Mittagessen und weiteren Schnorchelgängen. Es ist so schön, dass ich die Dugongs beinahe vergesse. Beinahe. 😉

    Am Abend mache ich mich noch auf in die «Paradise Bar». Als ich ankomme: gähnende Leere. Laut ChatGPT soll später Live-Musik spielen und sich die Bar füllen. Na gut – ich bestelle ein Bintang Crystal, setze mich mit Blick auf den Hafen hin und warte ab. 🍺

    Und tatsächlich: Der Soundcheck beginnt, die ersten Leute kommen und bald ist die Bar voller junger Menschen aus aller Welt. Die Band spielt Cover-Songs, darunter sogar meine erste gekaufte Single: «Teenage Dirtbag» von Wheatus. Haha! 🎶

    Für den Heimweg bestelle ich ein Grab – mittlerweile fester Bestandteil meines Tages. Ich liebe es so sehr, dass ich mir vielleicht zu Hause gleich einen Roller anschaffe … 😊

    Morgen beginnt meine dreitägige Komodotour. Die Vorfreude ist riesig! 🐉
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