Joined September 2019 Message
  • Day128

    Eine Reise geht zu Ende

    August 20 in Switzerland ⋅ ⛅ 21 °C

    Ich bin auf dem Weg zurück in die Schweiz. Fast niemand weis davon, darum wird dieser Post auch erst morgen online sein😁. Die Entscheidung für ein paar Tage zurück zukommen, war spontan und ursprünglich nicht geplant. Aber wenn ich ehrlich bin, es war ja auch sonst nichts geplant😅.

    Die letzten Tage waren, trotz herzlichen Empfang meiner Zimmernachbaren, irendwie schwierig. Vier Monate lang hatte ich eine mehr oder weniger tägliche Routine: aufstehen, essen, packen, radeln, essen, radeln, Zelt aufstellen, kochen, essen, ein bisschen lesen oder netflixen, schlafen. Tag für Tag. Ich war immer beschäftigt. Wasser organisieren, Essen einkaufen, Wifi finden, Weg nachschauen, Platz zum schlafen finden, velölen. Nun ist die Reise zu Ende und langsam muss ich mich wieder an den Zeitplan der Gesellschaft angewöhnen. Ich freue mich aber auch darauf. 😁

    Ich schaue zurück auf vier Monate voller ereignisreicher Tage. Auf viele wunderschöne, zufriedene, glückliche Tage. Aber auch auf Tage, an denen ich mich fragte, was soll das eigentlich? Auf Tage an denen ich am liebsten alles hinschmeissen wollte weil der Regen, Wind oder die Kälte mir die Lust am ganzen nahm. Doch diese Tage waren es, die mich irgendwie weiter brachten. Es waren diese schwierigen Momente, die mich aus den Reserven lockten und mich prüften, in diesen Momenten lernte ich mich besser kennen und konnte dadurch ein Stücklein wachsen. Und wenn dieser Moment vorüber geht, wenn nach einem verregnetem Tag die Sonne scheint oder wenn man nach fünf, sechs Tagen wiedermal eine warme Dusche geniessen kann. Dan realisiert man, wie fest es sich lohnte durchzuhalten.

    5480 Kilometer auf dem Farrad haben mich vorallem zwei Dinge gelernt:

    1. Das wertvollste auf der ganzen Reise, sind die Begegnungen mit den Menschen.

    2. Nach den schlechten Zeiten kommen die Guten. Immer! Manchmal braucht es Tage, manchmal Monate und manchmal auch Jahre. Aber irgendwan kommt der Punkt wo sich die Dinge wieder zum gutem wenden. Wenn man sich das bewusst ist, wenn es mal gerade nicht läuft, dann kan einem nichts aufhalten.

    Cool wenn du bis jetzt immer mitgelesen hast. Ich entschuldige mich für alle Gramatik und Rechtschreibfehler😅 und hoffe, dass es dich unterhalten hat😊.

    Machs guet
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    Ana Dorado

    ❤❤❤❤🥰

    Heidi Meier Huber

    Danke fürs Teilen deiner Reise, Julian. Deine Texte waren sehr inspirierend. Ich wünsche dir schöne Tage in der Heimat.

     
  • Day126

    Ziel erreicht - Odense

    August 18 in Denmark ⋅ ⛅ 18 °C

    Ich bin in Odense angekommen. Spontan habe ich mich dazu entschieden, den Zug zu nehmen um bereits heute am Ziel anzukommen. Irgendwie fählte mir einfach die Motivation und der Wetterbericht für die nächsten Tage änderte dies auch nicht.

    In Odense wurde ich herzlich von meinen Zimmernachbaren empfangen und mir wurde alles gezeigt. Ich freue mich auf das Studentenleben hier🙂 .

    Doch jetzt wird erstmal eibn paar Tage ausgeruhr und nichts gemacht😁.
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  • Day125

    die ersten Tage in Dänemark

    August 17 in Denmark ⋅ 🌧 17 °C

    Seit einigen Tagen bin ich nun in 🇩🇰 unterwegs, das Land wo ich den Rest dieses Jahres verbringen werde.

    Die Radwege sind bester Qualität und durchgehend mit guter Ausschilderung. Oftmals auch auf ehemaligen Eisenbahnlinien, dass ist jeweils besonders schön, weil man dann quer durch die Natur fährt und nicht den Strassen entlang🚂. Es gibt kaum Steigungen und falls man es bräuchte, Fahrradläden an jeder Ecke. Ein wahres Radlerparadies und zusammen mit Holland setzte ich Dänemark auf Platz 1 der Fahrradländer🙂👌🇩🇰🇳🇱. Der einzige Nachteil? Der Wind. Glücklicherweise meistens vom Nordwesten, das bedeutet in meinem Fall Rückenwind😍.

    Odense, mein Ziel, kommt immer näher und somit auch das Ende der Reise. Nur etwas mehr als 200 Kilometer trennen mich noch davon, mein Drahtesel in den Stall zu stellen, die Radlerhosen (hab ich gar keine) an den Nagel zu hängen und wieder ein "normales" Leben zu führen😁😅. Die Vorfreude darauf steigt und ich freue mich wieder zu lernen, Projekte zu haben und zu leisten. (ja, das ist mein Ernst😆)

    Gleichzeitig nimmt die Motivation zum Radfahren langsam ab. Diesen Trend spüre ich bereits seitdem ich das Nordkap erreicht habe. Ich fahre gemütlicher, stoppe öfters und verbringe viel Zeit am Handy (Netflix😅). Auch meine Ernährung wurde ungesünder. Ich esse sehr viel Süssigkeiten, Glace und trinke viel Cola. Irgendwie habe ich mich in allen Bereichen ein bisschen gehen lassen😅, am sinnbildlichsten dafür ist wohl mein Bart, der eine Rassur dringend nötig hat. Aber ja, in ein paar Tagen habe ich es geschafft, bis dahin gönn ich mir jetzt noch😁.
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  • Day122

    Ankunft in 🇩🇰

    August 14 in Denmark ⋅ ⛅ 17 °C

    Ich bin ja nicht abergläubisch, aber Freitag der 13te, der fällt mir jeweils auf im Kalender. Nun dieser Freitag fing eigentlich gut an. Ich bin früh aufgestanden, damit ich die heutige Strecke hinter mich bringen und mich um Fähre und Coronatest kümmern kann. Alles lief nach Plan und ich kam um 16.00 Uhr in Larvik an. (Fähre ging um 17.30 oder 08.00 nächster Tag).

    Doch die Covid Teststation in Larvik ist nur für Einreisende und da wird auch keine Ausnahme gemacht. Ich wurde nach Sandefjord ( 20km nördlich) verwiesen, da gibt es ein Testcentrum. Ärgerlich, vor allem weil ich da schon durchgefahren bin. Ich entschied mich darum den Zug zu nehmen, doch da es irgendwo einen Unfall gab, verkehrten Ersatzbusse😐. Um 18.00 Uhr stand ich vor dem Testcentrum in Sandefjord, das gerade die Türen schloss, ich soll morgen um 10.00 Uhr wieder kommen🙃. Während ich noch vor dem Testcenter stand, hörte ich ein Luftgeräusch "pfffffff", der vordere Schlauch ist geplatzt.

    Naja, vielleicht war das ja alles garnicht so schlecht. Den Schlauch konnte ich ersetzen und ich entschied mich, am nächsten Tag in aller Ruhe den Test zu machen und anschliessend um 17.30 Uhr in Larvik auf die Fähre zu gehen.

    Das hat gut geklappt und ich kam nach vier Stunden Wellenritt um 22.00 Uhr in Hirtshals DK an. Der Coronatest wurde nur vom Billietverkäufer der Fähre kurz gemustert, in Dänemark fuhr ich direkt von der Fähre auf die Strasse ohne eine Ausweiskontrolle zu passieren. Denke mir immer wieder wie einfach es eigentlich wäre, dieses Papier zu fälschen😅.

    Mein erster Eindruck hier in 🇩🇰: flach und windig.

    Einen kurzen Rückblick auf 🇳🇴

    Fast einen Monat war ich nun in Norwegen und hab soviel Fisch gegessen, wie sonst in einem Jahr nicht. Meine Beziehung mit Norwegen ist kompliziert 😅. Das Land ist wahrscheindlich das schönste Land, das ich je besuchte. Strände, Berge, Meer, Fjorde, Mitternachtsonne, Wildniss, Jedermansrecht, wunderschöne Strassen. Alles unglaublich schön! Doch innert Minuten kann sich das Wetter ändern und man steht in einer grauen Nebelsuppe begleitet von starem Wind und Regen.

    Diese Wetterbedingungen, zusammen mit den vielen Steigungen und Tunnel in den Strassen, machten Norwegen teilweise zu einer schwierigen Challenge, die man einfach hinter sich haben wollte. Hinzu kommt, das Norwegen einiges teurer ist als zum Beispiel Schweden. Ich gab hier im Schnitt doppelt soviel Geld pro Tag aus wie zuvor. Auch weil ich durch das harsche Wetter öffter das Bedürfniss nach einer Unterkunft hatte.

    Ich denke, dass ich nicht das letzte mal in Norwegen war. Es gibt hier noch so vieles zu entdecken. Vor allem der Süden, kenne ich eigentlich noch garnicht. Auch beim nächsten mal auf zwei Räder, aber motorisiert 😉.
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    Also E-Bike? Oder grad Töff?😉 [Sabin]

    8/18/21Reply
    Julian Wiederkehr

    Natürlich Töff 😁

    8/18/21Reply
     
  • Day119

    Oslo

    August 11 in Norway ⋅ ⛅ 20 °C

    Wuhuu..entlich hat es mal wieder mit dem Couchsurfing geklappt und ich durfte in Oslo bei Victor zwei nächte verbringen.

    Oslo gefällt mir sehr gut, die Stadt wirkt auf mich wesentlich moderner als z.b. Stockholm oder Göteborg. Ich sah den Königspalast und machte ein Selfie mit einem Kingsgard (Königswache). Er erzählte mir, dass Norwegen auch das Milizsystem hat und die Wachen alle in der Rekrutenschule sind. Jeden Tag mehrere Stunden in der gleichen Position stehen😅, ich glaub da bin ich mit Panzerfahren besser davongekommen🤣.

    Das schönste Gebäude in Oslo fand ich die Oper mit ihrem begehbaren Dach. Victor gab mir am Abend zuvor noch den Geheimtipp und erzählte mir vom Urban Gardening Projekt. Das ist ein Garten in der Innenstadt, wo jeder sein eigenes Zeugs anbauen kann. Das Projekt ist offiziell von der Stadt und somit offen für Jederman.

    Irgendwie per Zufall hab ich am späterem Nachmittag auch zum Garten gefunden. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Denn jeden Mittwochabend trifft sich die Community um Gartenarbeiten zu erledigen und anschliessend zu Kochen und Essen (natürlich so viel wie möglich aus Zutaten vom Garten). Ich wurde direkt angesprochen und zum Dinner eingeladen, das Highlight von Oslo😊👍.

    Nun bin ich auf dem Weg nach Larvik, wo ich die Fähren nach Dänemark nehmen werde. Die Region hier ist eigentlich ziemlich ähnlich wie die Region in Südschweden. Ich bin froh, dass es nun wieder dunkel wird in der Nacht und es ist schön wieder in einem etwas mehr besiedelten Gebiet unterwegs zu sein. Norwegische Kronen habe ich bis jetzt noch keine in der Hand gehabt, auch in Norwegen läuft alles über Karte.

    Das wars für Heute! Gute Nacht
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    Tönt wirklich auch nach interessanter Stadt! Aber die Käseraspel wie du sie nennst gibts bei uns auch! Wir schälen damit die Schale vom Käse...🙂 [Sabin]

    8/15/21Reply
    Julian Wiederkehr

    Ja stimmt, wir haben die sogar zu Hause. In Skandinavien ist man Käse meistens in Scheinen und man sieht die Raspel in jedem Haushalt🙂

    8/15/21Reply
     
  • Day117

    Rückreise nach Oslo

    August 9 in Norway ⋅ ☁️ 19 °C

    Wie kommt man eigentlich vom Nordkap wieder zurück? Naja, eigentlich ganz einfach! Weiterradeln in Richtung Süden, Finnland etc.
    Da mein Zeitfenster für die Reise bald zu Ende geht, schliesst sich diese Option leider aus und ich suchte nach schnelleren Alternativen.

    Die traditionelle Hurtigrouten Postschiffroute, welche vorallem bei älteren deutschen Ehepärchen bekannt ist, verläuft von Kirkenes im Nordosten an der Grenze zu Russland, bis nach Bergen im Südwesten. Elf Boote verkehren dabei und fahren jeden Hafen in Richtung Süden und Norden im Zweitagestakt an. Da auch Honningsvåg einer dieser Häfen ist, bietet es sich an, einige Kilometer mit dem Schiff zurückzulegen. Mein Plan war also; Honningsvåg - Tromsø mit dem Schiff, anschliessend nach Oslo mit dem Flugzeug.

    Am Nordkap traf ich auf Jonas aus Chur🇨🇭. Er hatte genau den gleichen Plan wie ich und ist auch mit dem Fahrrad unterwegs. Das passt perfekt und so verbrachten wir die letzten zwei Tage zusammen:
    -18 Stunden Hurtigrouten auf dem Deck
    -2 Nächte zelten am Strand von Tromsø
    -2 Stunden Flug nach Oslo inkl. Cartonbox auftreiben und Fahrrad verpacken.

    Einer meiner bisherigen Highlight Momente erlebte ich auf dem Hurtigrouten Boot. Seit einer Woche hatte ich nicht mehr richtig geduscht und die ganze Zeit nur Katzenwäsche lässt einen auch nicht wirklich frisch fühlen. Als ich dann auf dem Schiff bei strahlender Sonne und wolkenloser Aussicht auf das traumhafte Berg/Fjordpanorama in den heissen Whirlpool stieg, überkam mich ein pures Glücksgefühl. Während ich im Wasser planschte begann ich zu realisieren: Nice! ich bin ans Nordkap geradelt😊🥳.
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    Ja das hast du echt gut gemacht! Gratuliere für deinen Durchhaltewillen🤩😅😃 [Sabin]

    8/12/21Reply
     
  • Day113

    Nordkap!🥳✅ 71° Nord

    August 5 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C

    Wind, Regen, eine Panne, anstrengende Bergstrassen, Brücken, atemberaubende Landschaften und ein seeehr langer Fjordtunnel. Die letzten Kilometer bis zum Nordkap haben mir nochmals viel abverlangt, geboten wurde mir dafür das Norwegen Gesamtpaket.

    Am Mittwoch radelte ich von Olderfjord bis nach Honningsvågen. Bereits am Morgen beim Zelt zusammenräumen wurde mir bewusst, das wird kein leichter Tag. Mit grosser Mühe konnte ich das Zelt und meine sieben Sachen, dem starkem Wind entgegen, zusammenfalten und in die Packtaschen verstauen, da begann es auch bereits zu regnen. Nicht stark, aber die Kombination Wind/Regen macht es ziemlich ungemütlich. Das Ziel war 96 Kilometer entfernt als ich losfuhr und dazwischen gab es praktisch nicht mehr als pure, wunderschöne Natur und ein paar Fischerdörfchen (Mit Dörfchen meine ich Siedlungen von 2 - 3 Häuser). Der Wind zog mir oft ungebremst vom Nordwesten ins Gesicht und ich fuhr selten über 15km/h (Durchschnitt am Ende 13km/h). Eigentlich wollte ich nach 45 Kilometer eine Lunchpause einlegen, aber bei diesem Wetter würde ich nur frieren und so radelte ich weiter und weiter, dem Wind entgegen in den Norden. Eine kurze Pause bei 60 Kilometer gab es dann doch noch, befor es auf die letzten 30 Kilometer der Etappe ging. Das erste Mal auf meiner bald vier monatigen Reise, stöppselte ich meine Ohren mit Kopfhörer zu und hörte meine alte Fitness-Motivation Playlist. Die Kraft der Musik half, erstens gege das laute Sausen des starken Windes und zweitens zur Motivation.

    Diese brauchte ich, denn um zum Nordkap zu gelangen muss man durch den 7 Kilometer langen Nordkaptunnel. Tunnel sind ja an sich bereits eine Herausforderung. Schlechte Beleuchtung, Abgasgestank, lautes Poltern der Autos und die ständige Angst, nicht gesehen zu werden (trotz Leuchtweste und Beleuchtung). Doch dieser Tunnel führt 200 Meter unter dem Meeresspiegel durch, zur nächsten Insel. Dass bedeutet: 3.5 Kilometer Downhill, 3.5 Kilomrter Uphill, je 10% Steigung. Quasi das Dessert zur ohnehin harten Etappe.

    Ziemlich erschöpft kam ich nach ca. 40 Minuten am anderen Ende des Tunnels wieder heraus. Die Bedeutung des Sprichworts: "Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels", ist mir spätestens jetzt bewusst geworden. Ach ja, kurz vor dem Ziel ging der Freilauf im Hinterrad kaputt. Das resultierte dabei, dass ich keine Kraftübertragung von der Pedale aufs Hinterrad mehr hatte und ich musste die letzten beiden Kilometer nach Honningsvåg zu Fuss zurücklegen.

    Am nächsten Tag fand ich zu meinem Erstaunen einen Mechaniker, der mir das hintere Rad komplett ersetzte und so konnte ich mich den letzten 30, anspruchsvollen Kilometer zum Nordkap widmen. Um ca. 18.00 Uhr kam ich durchnässt aber happy am Ziel an, machte das obligate Nordkap Foto und genoss eine Fischsuppe 🐟. (Langsam kann ich Fisch nicht mehr sehen!)

    Das Nordkap ist sehr touristisch und voll von Campervans. Ich fand jedoch ein paar Gleichgesinnte 🚴‍♂️🚴‍♂️ und wir campierten zusammen. Der nächste Tag belohnte uns mit wunderschönen Wetter und so konnte ich meine Zeit am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes geniessen.
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    Roger Lützelschwab

    Hallo Julian - Ich hatte eine Pause bei Pingu und hatte es gesehen, Julian the Strongman 🚵🏼🏋️ Und schon hast du alle Strapazen vergessen und nur die einmaligen Erinnerungen bleiben tief drin für immer ☺️ - Hammer !!! Etwas Neid kommt auf 😊 - Gratuliere zu diesem Entscheid - es hat sich gelohnt 👏

    Julian Wiederkehr

    Hoi Roger, danke vielmals. Es war wirklich ein guter Entscheid😁. Es ist übrigens nie zu spät um in den Sattel zu steigen und los tu fahren😉😊

     
  • Day111

    Rudolf das Renntier

    August 3 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Je mehr ich mich dem Nordkapp nähere, desto mehr "Gleichgesinnte" treffe ich. Ich habe in den letzten Wochen mehr Bikepaker getroffen, als in den drei Monaten in Schweden.

    Cool am Anfang....aber mittlerweile irgendwie mühsam😅. Es sind immer die gleichen Themen, welche beim Smalltalk vor der Tankstelle/Einkaufsladen durchgesprochen werden. Jeder (naja nicht jeder, aber viele😉) will hier der Härteste sein, am meisten Kilometer am Tag machen und die geilste Route hinter sich haben. Man beginnt das Material und die Route zu vergleichen und oft bekommt man sogar gute Informationen über die Strecke der nächsten par Tagen, dass ist das Gute daran. Aber das Vergleichen tut mir nicht gut und da hier Alle das feste Ziel Nordkapp im Kopf haben, geht der Weg leider meist ein wenig unter. Dabei ist er so wunderschön hier!

    Was ein zu festes fokusieren auf das Ziel auswirkt, konnte ich in den letzten vier Monaten gut an mir selbst beobachten. Jedesmal wenn ich mir grosse Ziele steckte, wie z.B Ůmea oder jetzt das Nordkapp, stieg die Anzahl Kilometer/Tag. Der Fokus wandert dan weg vom geniessen der Natur, Kultur und Bekanntschaften hin zu: "Wieviele KM muss ich am Tag machen, damit ich am Tag X da bin". Auch die Spontanität, an schönen Plätzen auch mal anzuhalten nimmt ab. Naja, aber irgendwie brauche ich halt auch Ziele und so ist es eben wichtig, dass ich mich nicht vom Rummel der anderen Radler aus meinem Flow bringen lasse.😊

    Langsam realisiere ich auch, dass meine Reise langsam dem Ende entgegen geht. An schlechten Tagen freue ich mich, bald wieder ein warmes Bett und Dusche geniessen zu können, aber an guten Tagen, da denke ich, dass ich noch lange so weitermachen könnte. Über Finnland, vielleicht St. Petersburg, die baltischen Staaten nach Polen, durch Osteuropa und den Balkan bis nach Griechenland oder in die Türkei...darauf hätte ich richtig Bock! Doch mein Budget wird langsam knapp und vielleicht ist es ja keine so schlechte Idee, mich wiedermal dem Studium zu widmen.🤓😆

    Guillaume habe ich übrigens immer mal wieder getroffen. Irgendwie fahren wir so ziemlich gleich, was die Distanzen angeht, nur jeder in seinem Tempo. So passt es für Beide und wir treffen uns meistens zum Campieren am Abend.👌

    Morgen geht es durch den berüchtigten Nordkapp-Tunnel. 7 km, 200 Meter unter dem Wasser...wird schon gut gehen🤔😅.

    Ach ja, Rudolf habe ich auch getroffen!

    Bis bald!
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    Yeah geschafft! 💚-liche Gratulation von 😇-BERG zum Nordkap! [Sabin]

    8/8/21Reply
    Julian Wiederkehr

    Danke😊

    8/8/21Reply
     
  • Day108

    Scheiche wie Eiche 😉😁

    July 31 in Norway ⋅ 🌧 8 °C

    In Tromsø habe ich lange überlegt, die Fähre ans Nordkap zu nehmen. Die Wettervorhersage sah nicht gut aus. Irgendwie habe ich mich schlussentlich aber dafür entschieden, die letzten, anspruchsvollen, 600 Kilometer zum Nordkap zu fahren.

    Inzwischen habe ich schon ⅓ davon hinter mir, denn die letzten beiden Tage lief es gut, sehr gut sogar. Zweimal legte ich mehr als 100 Kilometer zurück und kam so meinem Ziel einen grossen Schritt näher (darum der Titel🤣🦵🦿🌳🌳...mir ist nichts Besseres eingefallen😅). Gestern startete ich mit Guillaume zusammen. Nach der Mittagspause haben wir uns jedoch getrennt, denn er fährt im Schnitt etwa 4 km/h schneller als ich und so musste er oft warten. Ich fuhr dafür konstant über meinen Verhältnissen und mein Knie machte sich leicht bemerkbar. Die Aufteilung war für Beide eine gute Entscheidung😊.

    In meinem eigenem Tempo fand ich zum Flow zurück und bald war der Kilometerstand dreistellig😊. Das Wetter war den ganzen Tag sonnig und das Panorama der 🔨.

    Auch heute blieb ich trocken, es war zwar bewölkt, aber immerhin trocken und die Motivation somit hoch. Der Weg führte über zwei Pässe und ich habe insgesamt über 1100 Höhenmeter gestrampelt.

    Nun habe ich mein Zelt auf einem Feld mit Fjordaussicht aufgestellt und liege im warmen Schlafsack. Meine Isomatte ist wieder defekt (Blowout), jedoch nur die vordersten zwei Lamellen und somit noch benützbar. Da es nun aber bereits die zweite Therm-A-Rest Matte ist, die mir kaputt geht, habe ich langsam den Glauben in die Marke verloren. Auch mein Laptop hat den Geist aufgegeben. Seit Juli sind die drei Jahre Garantie rum und einen Monat später lässt er sich nicht mehr starten, verdächtig!?🤔 Aber halb so schlimm, dank Onedrive sind alle meine Daten save und der Laptop ist versichert🤝.
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    Wauw du bist wirklich strong!👏💪🦵👍 Ich drück dir weiterhin die Daumen... 😇😘✊ [Sabin]

    8/3/21Reply
    Julian Wiederkehr

    Danke vielmals! 😘🤝🤙

    8/3/21Reply
     
  • Day106

    Tromsø

    July 29 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

    Heute haben wir nochmal zünftig die Sonne genossen, die nächsten Tage wird es wahrscheindlich wieder kälter und regnerisch. Bis auf 4° C soll das Termometer sinken. 🥶

    Guillaume und ich haben uns ein AirBnB gegönnt um nochmal die Batterien aufzuladen, bevor es ab auf die letzten 550 km zum Nordkap geht. Zum Abendessen suchten wir ein Restaurant auf, wir wollten die norwegische Küche ausprobieren. Torsk (Dorsch/Kabeljau) mit Kartoffeln und Bohnen war das Resultat. Da hatte ich auch den Vergleich wie man es Richtig machen würde. Die Fillets waren aber fast 5cm dick, der Fisch war wohl ein bisschen grösser, als was ich bis jetzt gefangen habe. 🐟😅

    Guillaume ist sportlich unterwegs, er plannt im Schnitt 80km/Tag ein. Ich habe beschlossen, dass ich die nächsten paar Tage noch mit ihm mitfahre, für ihn ist das auch okey und mich pusht es ein wenig🔥🔥. Falls es mir zu stressig wird, werde ich dann wieder auf mein eigenes Tempo wechseln und falls mich das Wetter komplett zermürbt, dann gibt es immernoch die Option, den Bus zu nehmen.
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    Roger Lützelschwab

    Sieht fein aus😋

    8/2/21Reply
    Julian Wiederkehr

    das wars auch!

    8/3/21Reply
     

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