Die ersten Wochen unserer 11-monatigen Reise um die Welt verbrachten wir in Kanada, USA, Mexiko, Panama, Kolumbien, Peru, Chile, Honduras und Guatemala. Einmalige Erlebnisse, atemberaubende Landschaften und Sonne pur prägten unsere Zeit.
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  • Day125

    Tauchkurs auf Utila in Honduras

    November 22 in Honduras ⋅ ☀️ 26 °C

    Mit unserer Wanderung durch Patagonien war auch unsere Zeit in Südamerika vorbei. Unser nächster Stopp führte uns zurück nach Mittelamerika in die gefährlichste Stadt der Welt - San Pedro Sula in Honduras.

    Auch wenn wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp einplanten, um auf die Insel Utila zu kommen, hatte Lisa Respekt vor der Reise. Um das Risko zu reduzieren verbrachten wir mal wieder eine Nacht im Flughafen bevor es mit einem privaten Taxi in Richtung Utila ging.

    Dort angekommen starteten wir direkt mit unserem Tauchkurs. Das Ganze war dann doch etwas ernster als wir dachten. Und somit verbrachten wir viel Zeit mit Theoriekursen und Unterwasserübungen. Nach 5 Tagen war es dann endlich soweit und wir beendeten unseren Open Water Tauchkurs erfolgreich.

    Zu unserer Freude zeigte sich die Unterwasserwelt direkt auch super spannend und wir sahen Seepferde, Rochen, Hummer, etliche Fische und - für Lisa das absolute Highlight - schwammen mit einer Delphinefamilie.

    Somit war der Hunger auf mehr auch direkt gegeben und wir können es kaum erwarten auf der weiteren Reise immer wieder Tauchausflüge zu machen. Jetzt bedarf es jedoch erstmal ein wenig Erholung und Ruhe die ersten Tage in Guatemala!

    Highlight der Tage: definitiv das Schwimmen mit den Delphinen.

    🔜 Rio Dulce, Guatemala
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  • Day117

    Torres del Paine

    November 14 in Chile ⋅ ⛅ 9 °C

    Schön, schöner, Patagonien. Es war uns durchaus bewusst, dass uns eine einzigartige, wunderschöne Natur erwarten würde, mit DIESER wundervollen Landschaft haben wir jedoch absolut nicht gerechnet.

    Nachdem wir von Punta Arenas aus das Feuerland - den südlichsten Punkt Festland der Welt - sehen konnten, war uns klar,  dass wir noch nie so nahe der Antarktis waren und so schnell auch nicht mehr kommen werden.

    In den kommenden Tagen ging es auf große Wanderschaft im Nationalpark Torres del Paine. Dieser umfasst ca. 2420 km² bestehend aus Seen, Bergen, Gletschern und unglaublichen Weiten.

    Wir freuten uns seit Wochen auf den 5-tägigen W-Trek, der einmal durch den Nationalpark führt. Wir hatten auf unserer Reise schon einige Mehrtageswanderungen gemacht, jedoch stellten wir hier in Patagonien bei den ersten Schritten bereits fest, dass diese besonders werden würde. Dieses Mal hatten wir keinen Guide, keine Gruppe und vorallem keine Mulas (eine Kreuzung aus Esel und Pferd) die unser Gepäck trugen. Mit Klamotten, Zelt, Isomatten, Schlafsäcken, Gaskocher und Essen für 5 Tage im Gepäck, machten wir uns also mit über 20 kg auf den Weg - bis zur ersten Pause, nach 10 Minuten...

    STOPP! Jacke ausziehen, es ist viel zu warm!

    Nach weiteren 45 Minuten erreichten wir einen Aussichtspunkt. Und wieder hieß es... STOPP! Jacke anziehen, nun windet es zu sehr. Dieses kräftezehrende Spiel, den Rucksack ab und wieder aufzusetzen, um Klamottenschichten an oder aus zu ziehen, begleitete uns die gesamten fünf Tage. :)

    Am ersten Tag erlebten wir vier Jahreszeiten und hatten von Sonne pur, über 100km/h starke Orkanböen bis hin zu Schneeregen wahrlich alles und trotzdem waren wir überwältigt von den unglaublich türkisenen Seen und vorallem von den hellblauen Eisschollen, die im Wasser schwammen. Unser erster Camping Platz lag nur einen Kilometer vom Gletscher Grey entfernt, der uns durch seine riesige Eisfläche und den Blick auf das Südpatagonische Eis total faszinierte. Leider ist auch seine Eismasse in den letzten Jahren um ein vielfaches kleiner geworden. Klimawandel hautnah...
    Viel stand an diesem ersten Tag jedoch nicht mehr an, nachdem wir unser Zelt im Nu aufgebaut hatten, stärkten wir uns mit Suppe & Nudeln und hüpften total erschöpft in den Schlafsack.

    Lisa hatte am ersten Tag sehr mit dem Gewicht des Rucksacks zu kämpfen, weshalb Max ihr das ein oder andere Kilo abnahm. Was eine Nudelpackung, Tomatensoßen und Gewürze so alles bewirken können. Speedmodus eingelegt und weiter ging es zum Camp 2. Als Belohnung, dass wir den Tag erfolgreich gemeistert hatten, gab es zu Abend eine Runde Dr. Oetker Paradiscreme mit Blick auf das türkisblaue Wasser. Unglaublich was sich in chilenischen Supermärkten so alles finden lässt.😅

    An Tag 3 erwartete uns ein traumhafter Weg immer und immerzu entlang unterschiedlicher Seen und vorbei an majestätischen Bergen. Ein unglaubliches Panorama, das wir den ganzen Tag genießen durften. Wir machten einen kurzen Abstecher zum Lookout Frances, bei welchem wir Aussichten auf drei Gletscher hatten, die sich schwer in Worte fassen lassen. Nur wirklich lange genießen konnten wir es nicht, da die Windgeschwindigkeit bei ca. 105 km/h lag. Solche Böen, die sogar Max zu Fall bringen, haben wir bisher so noch nie erlebt.

    Und dann kam er, Tag 4. Die Rucksäcke wurden zum Glück zwar immer leichter, unsere Beine jedoch immer schwerer und unsere Knie immer schmerzhafter. 18 km standen an, mit reichlich Höhenmetern - 6-7 Stunden Wanderung. Die Landschaft änderte sich, die Wege gingen von steinig in Gras über. Anders und trotzdem wunderschön. Leider fuhr bei Lisa der Genießermodus recht schnell zurück und der Schmerzmodus stieg explosionsartig an. Trotz Abnahme von weiteren Kilos, schaffte Max es nicht ihr für die letzten 5 km ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und so erreichten wir nach ein paar Tränen unseren letzten Camping Platz, wo wir die Reste des Essens vernichteten. Merke: Tassenkuchen auf dem Gaskocher ist machbar und schmeckt lecker.

    Am letzten Tag wollten wir uns eigentlich gegen 5 Uhr auf den Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt machen. Jedoch erwartete uns Schneeregen, es war bewölkt und auch Max ging mittlerweile eher wie ein Esel im Endstadium. Daher machten wir uns nach dem Frühstück auf in Richtung Bushaltestelle und genossen noch einen letzten Abstieg und das traumhafte Panorama mit Blick auf die Torres.

    Müde, kaputt, hungrig und insbesondere richtig müde ging es mit dem Bus zurück ins Hostel nach Punta Arenas, wo erstmal ausgeschlafen wurde.

    Drei Dinge sind uns klar geworden während der Tage:
    1. Patagonien sieht uns auf jeden Fall wieder.
    2. Es ist gut, dass wir auf unserer Weltreise nicht in Wanderschuhen weiterziehen, sondern auf Bus, Bahn, Auto und co zurückgreifen.
    3. Es gibt Orte an denen Bier teurer ist, als auf dem Oktoberfest.

    Highlight der Tage: der massive Gletscher, die Eisschollen im See & das traumhaft türkisfarbene Wasser.

    🔜 Tauchen in Utila, Honduras
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    Traveler

    Schmerzen vergehen, Erinnerungen bleiben.

     
  • Day113

    Santiago de Chile

    November 10 in Chile ⋅ ☁️ 19 °C

    Viele fragten uns die letzten Wochen und Monate über "Könnt ihr einen neuen Ort überhaupt noch aufnehmen?" oder "Habt ihr nicht bald Heimweh?". Ohne drüber nachzudenken waren unsere Antworten klar. Die meisten unserer Erlebnisse sind so unterschiedlich, da fällt das Aufnehmen von Neuem nicht schwer und für Heimweh haben wir gar keine Zeit 😏
    Doch in Chile änderten sich unsere Antworten ein wenig. Und das hat absolut nichts mit dem Land an sich zu tun. Im kleinen Norden und insbesondere in Santiago verspürten wir eine leichte Müdigkeit. Müde, noch eine Stadtführung zu machen. Müde, wieder den ganzen Tag unterwegs zu sein. Müde, auf TripAdvisor nach weiteren Aktivitäten zu schauen. Und müde, das beste Restaurant der Stadt zu finden.

    Daher fuhren wir einige Gänge zurück und planten unsere nächsten Schritte - außerhalb von Südamerika. Denn wir stellten fest, dass es Zeit für etwas Neues wird. Nach drei Tagen bemerkten wir, dass wir bis auf den Weg zur Wäscherei, zwei Cafés und ausgiebigen Einkaufstouren von Lisa in der riesigen Shoppingmall neben unserer Unterkunft recht wenig von Santiago gesehen hatten. Jedoch verspürten wir kein "Bereuen" - also alles richtige gemacht!😊

    Am letzten Tag entschieden wir uns dann doch noch zu einem Spaziergang im Park Metropolitano de Santiago, von wo aus man eine tolle Aussicht über komplett Santiago hat. Glücklich stellten wir fest, dass schöne Aussichten uns noch immer berühren.
    Also kann unsere letzte Station in Südamerika kommen - eine 5-Tageswanderung durch den Nationalpark Torres del Paine.

    Highlight der Tage: Bummeln durch das Einkaufszentrum und mal wieder "so richtig" shoppen. Und ganz viel Netflix und Pizza im Bett.

    🔜 Torres del Paine, Patagonien
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    Traveler

    Lecker.. Pils mit Fanta 🤭

     
  • Day103

    Der kleine Norden Chiles

    October 31 in Chile ⋅ 🌙 16 °C

    Nach 6 Ländern, 108 Tagen und 12.370 Kilometern, die wir mit Adiletten und Birkis zurückgelegt haben, sind wir nun in unserem letzten Land Südamerikas - Chile.

    Nach einigen Überlegungen haben wir uns entschieden für die ersten 10 Tage ein Auto zu mieten und den "kleinen Norden" Chiles zu erkunden. Der Name deutet schon an, dass wir in 10 Tagen nicht den gesamten Norden abfahren werden. Auch auf einer 12-monatigen Weltreise muss (leider) priorisiert werden.

    Lisa: Da will ich hin - die Hacienda los Andes wird in mehreren Travelblogs erwähnt, ist super bewertet und sie haben eine eigene kleine Sternwarte mit täglichen Führungen.

    Für Lisa stand fest, egal wo die Unterkunft liegt, da geht es hin. Naja und da es für Max das Wichtigste ist, dass Lisa glücklich ist (wird nämlich sonst echt unangenehm🙈), kam es natürlich so und nicht anders.

    Wir wurden herzlich von der unglaublich lieben Eigentümerin empfangen. Eine Chilenin begrüßte uns mit einem überraschenden "Pfia di". Nachdem sie 13 Jahre auf einem bayrischen Bauernhof gelebt hat, beherrschte sie den bayrischen Dialekt durchaus besser als Max.
    Wir fühlten uns direkt willkommen und um ehrlich zu sein hatte die Hacienda so viel Scharm, dass wir uns das allererste Mal auf der Weltreise wie Zuhause fühlten.

    In den drei Tagen in der Hängematte, bei einer Wanderung durch die Wüste und langem Ausschlafen, konnten wir so richtig entspannen. Und dann hieß es Abschied nehmen, auch wenn uns die Eigentümerin Patricia für eine weitere Nacht einladen wollte. Wir jedoch konnten es kaum erwarten noch mehr vom kleinen Norden zu entdecken.

    Es ging weiter nördlich, wo wir ein süßes kleines Fischerhaus direkt am Strand gemietet hatten. Hier war bis auf das Rauschen des Meeres nichts zu hören - absolute Ruhe. Von hier aus machten wir uns auf den Weg nach Huasco bzw. in einen nahegelegenen Nationalpark, wo wir gerade noch rechtzeitig die blühende Wüste vor fanden, als hätte sie auf uns gewartet. Alle 5-7 Jahre regnet es dort, was zu einem unglaublich schönen Meer an pinken, gelben, orangenen und lilanen Blumen führt.

    Vor unserem letzten Stopp machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einer zweiten Hacienda - nicht so familiär, dafür war sehr viel geboten. Wir machten einen Reitausflug - ja wir zwei Nicht-Pferdemenschen, der zuckersüße ungefähr 90-jährige Pferdemann und die drei alten, langsamen Pferde. Es war mal was anderes, wird jedoch bestimmt nicht unsere Lieblingsbeschäftigung auf Reisen.
    Vielmehr genossen wir es den Tag bei Billiard, Kaffee, am Pool, bei nem Gläschen Wein oder abends unterm bewölkten Sternenhimmel im Hot Tube zu verbringen.

    Bei unserem letzten Stopp Valparaiso hatten wir mal wieder eine Wohnung mit Küche. In der wirklich schönen Galeriewohnung konnten wir endlich mal wieder unser liebstes Freitagsessen an einem Dienstag zaubern - Flammkuchen mit Schmand, Feta, Kirschtomaten, Rucola und Parmesan. Die auf Hügel gebaute Stadt hat uns jedoch auch auf Grund der unzähligen Gemälde an den Häuserwänden überzeugt.

    Es waren unglaublich entschleunigende 10 Tage im kleinen Norden Chiles, in denen wir gemerkt haben, dass es nicht jeden Tag ein großes Highlight braucht, sondern die Kleinen mindestens genau so wertvoll sind. Wie zum Beispiel eine warme Dusche, eine abklingende Erkältung, den Sternenhimmel, warmherzig Menschen, die Sonne im Gesicht, blühende Kakteen, bunte Muscheln, ein Billiardtisch, eine Küche zum selbst kochen, Netflix, einander zu haben...

    Highlight der Tage: die Astro-Tour mit Elke, bei welcher wir Saturn, Jupiter, Sternnebel, den Mond und viele weitere Himmelskörper erklärt bekommen und durch ein wirklich gutes Teleskop anschauen konnten.

    🔜 Santiago de Chile, Chile
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    Traveler

    Orte zum Verlieben😍🤗

     
  • Day102

    Danke Peru,

    October 30 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Hohe Berge, traumhafte Aussichten, lange Busfahrten und unglaublich herzliche Menschen prägten unsere Zeit in Peru. Die drei Wochen sind leider viel zu schnell vergangen.

    Danke Peru!

  • Day93

    Machu Picchu

    October 21 in Peru ⋅ ☁️ 12 °C

    Als letzte Station in Peru hatten wir nochmal ein absolutes Highlight vor. So wie das Koloseum zu Italien gehört oder der Eiffelturm zu Frankreich, so gehört Machu Picchu zu Peru. Abzureisen ohne die bekannteste Inka-Stätte zu sehen kam für uns nicht in Frage. Zudem spricht Max auch schon seit Jahren darüber.

    Alle Wege führen nach Rom und auch so einige nach Machu Picchu - Tagestour mit dem Zug, der berühmte 4-tägige Inka-Trail oder der anstrengendere 5-tägige Salkantay Trek. Und genau für Letzteren entschieden wir uns.
    Wir wanderten 5 Tage mit einer tollen Truppe und unserem super Guide Marco, schliefen 4 Nächte in süßen Hütten, gingen insgesamt ca. 75 km zu Fuß, überquerten den Salkantay Pass (4.600 müNN) und genossen traumhafte Landschaften. Der Weg ist das Ziel stimmte in diesem Fall nur teilweise. Ganz klar war es nämlich auch Machu Picchu.

    Somit standen wir am letzten Tag ein letztes Mal um 4 Uhr auf und stiegen die knapp 2.000 Stufen zum Eingang hinauf. Völlig schweißgebadet und oberglücklich genossen wir während die Sonne hinter den Bergen aufging eine Führung durch diesen atemberaubenden Platz.
    Unser Fazit: Es ist mit Abstand die beeindruckenste Stätte die wir je gesehen haben! Sowohl die Geschichte, die Architektur als auch der Blick auf das Secret Valley waren unglaublich beeindruckend. Wenn Träume wahr werden, ... es war auf jeden Fall ein Gänsehautmoment.

    Highlight der Tage: Spontanes Tanzen und Feiern nach einem Bad in heißen Quellen mit etlichen weiteren Touristen

    🔜 Atacama Wüste, Chile
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  • Day90

    Paracas & Huacachina

    October 18 in Peru ⋅ ☀️ 27 °C

    Eine Alternative zum 4-tägigen Santa Cruz Trek war schnell gefunden. Wir entschieden uns die Gringo (Touristen) Busroute in Richtung Cusco zu nehmen, wo wir unsere Mehrtageswanderung zu Machu Picchu starten werden.

    Also hieß es abends um 21:30 Uhr in Huaraz in den Nachtbus einzusteigen, um gegen 6:30 Uhr in Lima anzukommen. Wir nahmen unseren liebsten Busanbieter hier in Südamerika - Cruz del Sur. Dieser Touristenbus hat breite, bequeme Sitze, die man auf 160 Grad einstellen konnte und somit eigentlich recht okeisch schläft. In Lima mussten wir einmal umsteigen und 3 Stunden später sind wir in Paracas angekommen.

    Wir mieteten uns für den Nachmittag direkt einen Roller und fuhren durch die Weiten des Paracas Nationalparks.
    Vom Gletscher zur Wüste. Sand so weit das Auge reichte. Absolutes Highlight waren die traumhaften Strände - wo Wüste auf Meer trifft - unglaublich beeindruckend.
    Am nächsten Morgen haben wir uns der Hostelgruppe angeschlossen und sind mit einem Speedboat zu nahegelegenen Inseln "Islas Ballestas" gefahren. Zig verschiedene Arten von Vögel, Pinguine, Seelöwen, Seesternen, Krabben, etc. leben gemeinsam auf dem kleinen Fleckchen Erde, das auch "Galapagos der Armen" genannt wird.

    Mittags ging es dann weiter in das 30 Minuten entfernte Oasendorf - Huacachina. Dieses kleine Dörfchen besteht aus einem See, unzähligen Hostels und riesige Sanddünen drum herum. Touristisch aber unglaublich beeindruckend. Unser Hostel, das Wetter, die Wüste, alles war einfach Wahnsinn!

    Doch nur die Sanddünen vom Hostel aus anzusehen stellte uns nicht zufrieden. Wir heizten mit einem Buggy, 15 anderen Personen und unserem Fahrer durch die Wüste, über die Dünen, mit einer Geschwindigkeit, bei der Lisa das Schreien gar nicht mehr sein lassen konnte. Nach 45 Minuten hielten wir an, in Mitten von Sand. Jeder bekam ein Brett, sah etwas wie ein Skateboard aus, nur ohne Räder. Dann hieß es Bauch drauf, Kopf nach vorne, festhalten und los. In einem Affenzahn ging es 4 Dünen nach unten - manche sagen "mega geil" andere sagen "horror" - Geschmackssache 😅
    Nach einer letzten Runde Vollgas durch den Sand, haben wir den Sonnenuntergang auf einer Düne angeschaut. So einen roten, orangenen, pinken, lilanen Himmel haben wir noch nie erlebt. Es war einfach magisch.

    Wir sind einfach unglaublich froh, dass wir diesen Teil von Peru auch erleben durften. Lisa war das erste Mal in einer Wüste, somit wirklich besondere zwei Tage.

    Highlight der Tage: die Buggy Tour über die Sandberge.

    🔜 Cusco, Peru
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    Traveler

    Eure Fotos einfach traumhaft 😍

    10/22/22Reply
     
  • Day85

    Huaraz

    October 13 in Peru ⋅ ⛅ 8 °C

    Endlich ist es wieder soweit - Berge soweit das Auge reicht. Zuhause war es unsere Lieblingswochenendbeschäftigung in die Berge zu fahren und wandern zu gehen. Die Vorstellung die Zeit hier wieder in der Höhe zu verbringen machte uns glücklich. Allerdings haben wir den doch signifikanten Höhenunterschied ziemlich unterschätzt.

    Huaraz liegt bereits auf über 3.000 müNN - somit ist das Dörfchen höher als der höchste Berg Deutschlands.

    Nimm dir ausreichend Zeit dich zu akklimatisieren. Fange langsam an über die 3.000 müNN zu wandern. Haben sie gesagt und geschrieben.

    Auf andere hören war noch nie unser Ding. Also entschieden wir uns, nachdem wir um 6 Uhr in der Früh in Huaraz angekommen waren direkt um 9 Uhr eine Gletschertour zu starten. Gletscher hört sich hoch an. Das war er auch. Wir fuhren mit dem Bus und 30 anderen Personen auf ca. 5.000 müNN. Von da aus wanderten wir nochmal 250 Höhenmeter bis zum Ziel. Von 100 (Lima) auf 5.250 müNN ist schnell? Viel zu schnell!
    Man merkte direkt bei den ersten Schritten, wie die Luft dicker wurde. Das Atmen fiel einem auf einmal so schwer. Max war es dauerhaft schwindlig und flau im Magen. An der mini Eisfläche angekommen machten wir Fotos, was das Handy her gab und schon gings wieder zurück zum Bus. In Huaraz angekommen hatten wir das Gefühl die Höhe ganz gut weggesteckt zu haben. Doch die Rechnug kam unmittelbar nach diesem absurden Gedanken. Max schlief in dieser Nacht 14 Stunden, nahm 2 Vomex gegen Übelkeit und 2 Paracetamol gegen die unglaublich fiesen Kopfschmerzen und das Fieber.
    Nehmt euch Zeit, haben sie gesagt. Nähert euch langsam den hohen Bergen an... sagen nun auch wir :)

    Am nächsten Tag war alles wie vergessen. Der Schlaf hat sein Bestes getan. An diesem Tag entschieden wir uns für eine entspannte Wanderung (die vermutlich am ersten Tag die richtige Wahl gewesen wäre). 500 Höhenmeter von ca. 3.200 auf 3.700 müNN. Nach der Schocktherapie vom Vortag super gut machbar. Wunderschöner Ausblick, leider hat es am Ziel dem Wilcacocha See geregnet, wieso wir direkt die Rückkehr angestrebt haben. An diesem Abend gingen wir ohne Beschwerden schlafen. Ein richtiges Erfolgserlebnis!

    Eigentlich sind wir mit dem Ziel nach Huaraz gekommen, den Santa Cruz Trek zu wandern. Eine 4-Tageswanderung durch das Santa Cruz Valley. Allerdings nur, wenn wir gut akklimatisiert sind.

    Daher machten wir vor Start des Treks eine weitere 1-Tagestour zur wunderschönen Laguna 69. In 7km (one way), 700 Höhenmeter ging es von ca. 3.900 müNN auf 4.600 müNN. Eine perfekte Vorbereitung auf unser anstehendes Abenteuer. Um 5 Uhr in der Früh wurden wir abgeholt, 3h fuhren wir Bus, bis es endlich losging mit 6 Litern Wasser, einer Tüte voller Coca-Blättern und noch reichlich Energie und Motivation. Wir durchquerten eine wirklich wunderschöne Landschaft bevor es 1h bergauf ging. Das Ziel vor Augen war die Anstrengung nicht mal so schlimm wie erwartet - dachten wir. Oben angekommen stellten wir fest, dass dieser See nicht unser Ziel war und wir erst auf 4.200 Höhenmetern waren. Eine weitere Stunde mit noch mehr Höhenmetern wartete auf uns. Wir kauten beim Gehen fleißig Coca-Blätter und freuten uns, dass die Höhe bisher keine Schmerzen verursachte.

    Und dann brachen sie an, die letzten Höhenmeter, Schritt für Schritt nahmen die Kopfschmerzen und die Übelkeit bei Max zu, so gingen wir langsam mit regelmäßigen Wasser- und Atempausen dem Ziel entgegen. Ein Glück waren wir dann endlich da. Das türkisblaue Wasser strahlte uns entgegen und zauberte direkt ein Lächeln ins Gesicht. Kurzer Power Nap und auch Max konnte die traumhafte Landschaft genießen. Dies war definitiv eine der schönsten Wanderungen, die wir je gemacht hatten.

    Trotz 3 Tage Akklimatisierung fühlte sich Max ab ca. 4.200 müNN nicht wohl. Zudem regnete es nachmittags recht stark und die Temperaturen in der Nacht gingen weit unter den Gefrierpunkt. Daher entschieden wir uns schweren Herzens, die 4-Tageswanderung nicht zu machen. Wenn wir ein solches Abenteuer starten, dann ohne 10% Schwund und mit ein wenig mehr Wetterglück. Denn krank werden können wir uns bei den anstehenden Highlights auf keinen Fall leisten!

    Achja, wie es Lisa mit der Höhenkrankheit ging? Da gibt es nur einen Antwort - super sie ist auf dem Berg aufgewachsen, diesen Vorteil kann man ihr nicht abstreiten.

    Highlight der Tage: die türkisblaue Lagune 69 mit Schneebedeckten Bergen im Hintergrund.

    🔜 Ica, Peru
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  • Day82

    LiMa in Lima

    October 10 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach der durchaus abenteuerlichen Anreise über den Amazonas sind wir nun also in Lima - der Hauptstadt von Peru - angekommen. Die drittgrößte Stadt Amerikas hat ca. 9 Mio Einwohnern und ist somit größer als New York City oder Buenos Aires.
    Das waren so ziemlich die einzigen Facts, die wir über Lima wussten. Daher waren wir völlig unvoreingenommen und super gespannt, was die Stadt zu bieten hatte.

    Zwei Tage hatten wir eingeplant, bevor wir die unzähligen Wandermöglichkeiten in Peru wahrnehmen werden.

    Am ersten Tag erkundeten wir "unser" Viertel Miraflores. Entlang der Küste führte uns der Miraflores Broadway, vorbei an bunten und kleinen Parks, süßen Cafés und tollen Aussichtsplattformen mit Blick auf den Pazifik. Der Spaziergang brachte uns direkt in die Innenstadt, die unglaublich westlich und belebt war. Wir haben uns direkt sehr wohl in Lima gefühlt und uns entschieden eine Nacht zu verlängern.

    Am zweiten Tag machten wir in der historischen Innenstadt eine Free Walking Tour und versuchten uns durch die peruanische Küche. Ein kleiner Fun Fact, den wir im Rahmen der Free Walking Tour lernen durften: jedes Stadtviertel von Lima hat einen eigenen Bürgermeister - ziemlich wild.🙈

    Unsere letzten Stunden in Lima verbrachten wir schlendernd und Spritz trinkend im Künstlerviertel Barranco. Ein wirklich entspannter Ausklang bevor es für uns per Nachtbus in die Anden geht.

    Im Übrigen, das zweitbeste und sechsbeste Restaurant der Welt kommt aus Lima, die hohen Kosten für einen Besuch hätten wir glatt in Kauf genommen. Leider waren alle Tische bis Ende November ausgebucht und auch über die Warteliste hatten wir kein Glück. Das Gute an der Sache, wir haben ziemlich viel Geld gespart.

    Highlight der Tage: Churros gefüllt mit Dulce Leche an jeder Ecke für 50 Cent.

    🔜 Huaraz, Peru
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