• Kotor - Stadt venezianischer Prägung

    October 22 in Montenegro ☁️ 18 °C

    Heute Morgen ging es weiter von Tirana nach Montenegro, genauer gesagt in die Nähe von Kotor.
    Das Wetter hat es gut mit mir gemeint. Es hat über Nacht in Tirana geregnet, gefahren bin ich im Trockenen, bei zwischenzeitlich 25 Grad Celsius.
    Zwei Sachen standen auf dem Plan: die Seilbahn hoch auf den Lovçen und der Besuch der Altstadt von Kotor.
    Die Seilbahn habe ich auch genutzt, nur bin ich auf knapp 1400 Metern Höhe in einer Wolke angekommen, somit war der Blick in die Bucht von Kotor und in den Fjord von Kotor verwehrt.
    Danach ging es weiter in die Altstadt von Kotor, seit 1979 UNESCO-Welterbe. Fast 400 Jahre lang herrschte hier Venedig, und das sieht man bis heute: enge Gassen, kleine Plätze, der Markuslöwe über den Toren. Die Stadtmauern sind rund 4,5 km lang und ziehen sich im Zickzack den Berg hinauf bis zur Festung San Giovanni.
    Und dann sind da noch die Katzen. Sie sind überall, liegen auf Mauern, Stufen, Tischen , Brunnen, Mopeds... und werden von den Bewohnern versorgt. Früher hielten sie auf den Handelsschiffen die Ratten fern, heute sind sie das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt. Es gibt sogar ein kleines Katzenmuseum, dessen Eintritt den Straßenkatzen zugutekommt. Das musste ich natürlich sehen!
    Zum Abschluss der Blick hinauf: Nach Sonnenuntergang sind die Mauern beleuchtet und ziehen sich wie eine Lichterkette den Berg hinauf.
    Auch hier denke ich: eine wirklich schöne kleine Altstadt, aber zum einen durch Kreuzfahrtschiffe überlaufen und im Sommer von Touristen überflutet. Ich vermute, dann kollabiert die Stadt. Die Infrastruktur der Stadt kann den Ansturm an Fahrzeugen und Kreuzfahrtschiffen gar nicht kompensieren. Das war heute in der Nebensaison schon teilweise grenzwertig.
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