• Dritter Reisetag, Korfu - Nikiana

    May 4, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Läuft alles wie geschmiert, gesamte Crew steht um 7.30 trotz des gestrigen, sehr anstrengenden Tages, in den Startlöchern. Um 7.15 starten wir den Motor, Check ist gelaufen, und um 7.30 heißt es Leinen los. Entlang der Betonnung verlassen wir Gouvia mit Ziel in Richtung Nikiana, fast 75 sm sind doch recht sportlich angedacht. Segeln ist windbedingt nicht drin, Flaute umlaufend. Das Gute ist, wir haben eine 110 PS-Maschine die uns trotz unserer 51 ft gut voranbringt. Wir passieren Korfu-Stadt, die Südspitze von Korfu, lassen Paxos und Antipaxos an Steuerbord liegen und nehmen Kurs auf Lefkada. Ab 14.00 frischt der Wind doch deutlich auf und Marco schlägt gegen 16.00 Uhr vor doch mit der Genua zu segeln, was uns auf über 8 kn Geschwindigkeit bringt, ohne Motor wären wir, nur mit Genua ,etwa bei 5 kn, wir müssen aber bis gegen 17.30 in Lefkada ankommen, weil die Drehbrücke im zwei-Stunden-Rhythmus öffnet und wir um 18.00 noch mit durch wollen.
    Wir kommen pünktlich an, machen am Kai fest und warten bis das Signal von der Brücke kommt, dann öffnet sie sich. Wir legen ab, haben eine 30 ft-Yacht vor uns, die uns mit einem völlig schwachsinnigen Manöver direkt auf Höhe der Brücke sehr überrascht, auf einmal fällt es der Besatzung ein die Yacht um 180 Grad zu wenden und die Engstelle rückwärts zu durchlaufen, was uns und entgegen kommende, sowie uns folgende Yachten in erheblich räumliche Schwierigkeiten bringt und es uns gelingt Beinahekollisionen gerade noch zu vermeiden. Wir ziehen fluchend an dem deutlich kleineren Boot vorbei in Richtung Nikiana, noch etwa eine Stunde Fahrt liegt vor uns.
    Wir fahren vorbei an der doch recht großen Marina Lefkada und erreichen dann Nikiana, kaum noch ein Liegeplatz in Sicht, wir beschließen an einer deutlich kleineren Yacht längsseits zu gehen, der Hafenmeistenr kommt und hilft uns schließlich mit den Muringleinen. Eine seitlich Muring hat noch keiner von uns gesehen. Netter Plausch in Landessprache mit dem Hafenmeister, Bezahlung in Bar, selbstverständlich ohne Beleg, dafür liegen wir sicher, haben Strom und bekommen noch einen Tipp für ein Restaurant „ wo man nicht über den Tisch gezogen wird“. Wir werden es versuchen. Es seien nur ein paar Minuten( für normale Fußgänger)😂😂😂
    Wir marschieren los, ich fluche leise vor mich hin und finde dann, nachdem wir erstmal am „Restaurant“ vorbei marschiert sind und wieder zurück müssen, schweißgebadet auch einen Platz, zur Belohnung gibt es Bier🍻. Das Restaurant ist ein nicht gekennzeichnetes Haus mit einem zum Gastraum umgebauten Keller und Tischen, die um einen Grill herum gruppiert werden.Die Gastgeber sind freundlich, man hat eher das Gefühl bei einer griechischen Familie zu Gast zu sein. Es gibt Tzatziki, Tirokafteri, Salat, selbstgemachte Pommes und die landestypischen Getränke 🤣😂🍸🍹😎 in jeder gewünschten Menge, an denen wir uns delektieren. Als Hauptgericht wird dann sehr gut gegrilltes Schweine- und Rindfleisch serviert, es schmeckt hervorragend und wir genießen alles in vollen Zügen.
    Dankenswerterweise fährt mich der Wirt , nachdem wir dieses Gelage beendet haben ( 190 € für sechs ausgewachsene, pappsatte und nicht mehr durstige Männer sind eigentlich ein Witz) dann bergab wieder in den Hafen zurück und ich bin als erster, gemeinsam mit Klaus wieder an Bord, der Rest trudelt dann so nach und nach ein.
    Heute Abend geht nicht mehr viel, der Tag auf See war doch recht anstrengend und so verklappen wir uns gegen 23.00 alle, morgen liegt noch einmal die gleiche Strecke vor uns, es geht nach Katakolo, dann haben wir unseren südlichsten Punkt erreicht. Wir werden dann am Dienstag mit dem Zug nach Olympia fahren und abends dann im Dorf von Diamantis zu Abend essen, ich bin gespannt.
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