• Tomdoc1957
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Segeltörn 2025 Ionisches Meer

A 16-day adventure by Tomdoc1957 Read more
  • Trip start
    May 2, 2025

    Erster Reisetag, Frankfurt nach Korfu

    May 2, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 24 °C

    9.00, wir starten pünktlich in Richtung Würzburg, von wo aus ich mit dem Zug zum Flughafen nach Frankfurt fahre. Karin ist so lieb und fährt mich hin, ich denke es wäre auch ganz schön zusammen zu fahren, am liebsten natürlich mit unserem Lucyhund, aber…🥲. Mal schauen wie es weitergehen wird.
    Sogar die DB ist pünktlich, ich habe ein Abteil in der Ruhezone für mich ganz alleine und muss Gottseidank die Tasche nicht nach oben wuchten. Heinz kommt wenige Minuten nach mir an und gemeinsam marschieren wir dann in Richtung der Gepäckaufgabe, eine nicht endend wollende Strecke für mich. Wir können unser Gepäck dann direkt aufgeben, ich hatte mich beim Wiegen der Tasche wohl etwas verguckt, tatsächlich wiegt das Teil 31,5 kg, naja, dafür gebe ich ja kein Sportgepäck ab. Heinz besorgt Wasser und dann geht die Warterei los. Noch vier Stunden bis zum Abflug, wir sind rechtzeitig am Gate und werden dann mit dem Bus gefühlt bis nach Korfu gefahren. Wir gelangen schließlich zur Maschine, der Start verläuft zügig und dann beginnt die Fütterung der Raubtiere, erstmal Sekt, dann wieder Wasser, anschließend Hähnchen mit Kartoffelmus und Gemüse, alles ganz okay.
    Schneebedeckte Alpengipfel, dann das Mittelmeer und die Kornaten, um 18.00 überfliegen wir Trogir und winken Sascha und Klaus von oben zu, nichtsahnend das die beiden quasi auch schon am aufbrechen sind. Landung in Korfu um 20.06, Leihwagen ein BMW X1 ist doch ganz okay. Die Stadt ist überfüllt mit Menschen und Autos, an einen Parkplatz in der Nähe des Hotels ist gar nicht zu denken. Relativ unbedarft fahren wir vor den Eingang, sofort werden die Parkverbotsschilder entfernt , wir dürfen unser Auto direkt vor dem Hotel stehen lassen, selten so zuvorkommende Behandlung erfahren.
    Wir setzen uns dann hoch auf die vielgepriesene Dachterrasse, genießen den Ausblick über die Bucht, anderen Ende wir das Café Nautilus sehen, die andere Seite wird durch die schön beleuchtete Alte Festung begrenzt, eine schöne Ausicht, begleitet von Bier, Ouzo und einem Saganaki.
    Gegen 23.00 gehen bei uns beiden die Lichter aus, Reise und Klimawechsel scheinen doch etwas anstrengender als ursprünglich angenommen.
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  • Zweiter Reisetag, Korfu + Marina Gouvia

    May 3, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Geschlafen wie tot, gutes Frühstück, Gepäck ins Auto und dann ab zum Lidl,….whatelse😬🤣🇬🇷👍, Erstmal den gesamten Vorrat an Bierdosen, Mythos, aufgekauft, ein bisschen Gemüse, Obst und Müsli,Zack sind 400 € weg und du hast das Gefühl du hast nichts im Korb. Für unseren BMW ist es dann aber doch ganz schön viel, gemeinsam mit unserem Segelgepäck. Zwischenzeitlich erfahren wir das Sascha und Klaus die Nacht durchgefahren sind und gegen 10.00 auf Korfu ankommen, was für ein Husarenritt, sie werden später einiges zu erzählen haben. Durch das wilde Kurdistan scheint, ihren Erzählungen nach, dagegen eine Vergnügungsreise zu sein. Schlechte, teilweise nur zu erahnende Straßen wechseln sich mit sehr guten ab, viel Polizei, teils völlig verrückte Autofahrer rasen an ihnen vorbei, der einzige Burgerking in Albanien hat gerade geschlossen 😵‍💫😬🤣😂 and so on. Heinz und ich erwerben für jeden noch eine Dose Red Bull, die aber trotz des etwas mitgenommenen Zustandes dankend abgelehnt wird. Die zwei sind ziemlich fertig, aber Gottseidank heil da. Um 11.00 treffen wir Dia in der Marina, unsere Yacht braucht noch ein paar Stunden bis sie fertig ist, als wir ankommen verlassen gerade irgendwelche russischen Jungspunde das Schiff, also wieder warten und zuerst noch mit Dia zum Flughafen, ich gebe den Leihwagen zurück und Dia sammelt Marko ein, der auch ziemlich geschafft, nach Autofahrt von Stralsund nach Berlin und anschließendem Flug nach Korfu, ankommt. Wir fahren zurück zur Marina, zwischenzeitlich hat Sascha für einen ausgiebigen Mittagsimbiss gesorgt und wir lassen es uns schmecken. Mit Dia als natural speaker verläuft der Checkin völlig reibungslos und sehr zuvorkommend. Gegen 14.00 können wir endlich an Bord und verstauen unser Zeug, kurzer Powernap und dann fahren Dia und Heinz los um die letzten Einkäufe zu erledigen. Um 19 Uhr haben wir einen Tisch bei Zorbas bestellt, es wird ein nettes Gelage, die Portionen werden kaum bis gar nicht und wenn dann nur unter Zuhilfenahme von Ouzo, bewältigt, die Reste werden eingepackt und mitgenommen. Wir besprechen den Ablauf des nächsten Tages, wir wollen vor 8.00 auslaufen, weil eine nicht unerhebliche Strecke von 70 - 75 sm vor uns und hoffen das wir gut durch die Drehbrücke bei Lefkada kommen. Wenn möglich wollen wir Nikiana, auf der Insel Lefkada anlaufen und dort übernachten, mal schauen ob wir das schaffen werden. Nach einem Abschlussbierchen, diversen Musikstücken fällt für alle gegen 23.00 der Hammer, gerade als die Bootsnachbarn dann anfangen zu feiern, wir sind jedoch alle so fertig,das uns der Lärm nicht mehr allzu sehr irritiert.Read more

  • Dritter Reisetag, Korfu - Nikiana

    May 4, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Läuft alles wie geschmiert, gesamte Crew steht um 7.30 trotz des gestrigen, sehr anstrengenden Tages, in den Startlöchern. Um 7.15 starten wir den Motor, Check ist gelaufen, und um 7.30 heißt es Leinen los. Entlang der Betonnung verlassen wir Gouvia mit Ziel in Richtung Nikiana, fast 75 sm sind doch recht sportlich angedacht. Segeln ist windbedingt nicht drin, Flaute umlaufend. Das Gute ist, wir haben eine 110 PS-Maschine die uns trotz unserer 51 ft gut voranbringt. Wir passieren Korfu-Stadt, die Südspitze von Korfu, lassen Paxos und Antipaxos an Steuerbord liegen und nehmen Kurs auf Lefkada. Ab 14.00 frischt der Wind doch deutlich auf und Marco schlägt gegen 16.00 Uhr vor doch mit der Genua zu segeln, was uns auf über 8 kn Geschwindigkeit bringt, ohne Motor wären wir, nur mit Genua ,etwa bei 5 kn, wir müssen aber bis gegen 17.30 in Lefkada ankommen, weil die Drehbrücke im zwei-Stunden-Rhythmus öffnet und wir um 18.00 noch mit durch wollen.
    Wir kommen pünktlich an, machen am Kai fest und warten bis das Signal von der Brücke kommt, dann öffnet sie sich. Wir legen ab, haben eine 30 ft-Yacht vor uns, die uns mit einem völlig schwachsinnigen Manöver direkt auf Höhe der Brücke sehr überrascht, auf einmal fällt es der Besatzung ein die Yacht um 180 Grad zu wenden und die Engstelle rückwärts zu durchlaufen, was uns und entgegen kommende, sowie uns folgende Yachten in erheblich räumliche Schwierigkeiten bringt und es uns gelingt Beinahekollisionen gerade noch zu vermeiden. Wir ziehen fluchend an dem deutlich kleineren Boot vorbei in Richtung Nikiana, noch etwa eine Stunde Fahrt liegt vor uns.
    Wir fahren vorbei an der doch recht großen Marina Lefkada und erreichen dann Nikiana, kaum noch ein Liegeplatz in Sicht, wir beschließen an einer deutlich kleineren Yacht längsseits zu gehen, der Hafenmeistenr kommt und hilft uns schließlich mit den Muringleinen. Eine seitlich Muring hat noch keiner von uns gesehen. Netter Plausch in Landessprache mit dem Hafenmeister, Bezahlung in Bar, selbstverständlich ohne Beleg, dafür liegen wir sicher, haben Strom und bekommen noch einen Tipp für ein Restaurant „ wo man nicht über den Tisch gezogen wird“. Wir werden es versuchen. Es seien nur ein paar Minuten( für normale Fußgänger)😂😂😂
    Wir marschieren los, ich fluche leise vor mich hin und finde dann, nachdem wir erstmal am „Restaurant“ vorbei marschiert sind und wieder zurück müssen, schweißgebadet auch einen Platz, zur Belohnung gibt es Bier🍻. Das Restaurant ist ein nicht gekennzeichnetes Haus mit einem zum Gastraum umgebauten Keller und Tischen, die um einen Grill herum gruppiert werden.Die Gastgeber sind freundlich, man hat eher das Gefühl bei einer griechischen Familie zu Gast zu sein. Es gibt Tzatziki, Tirokafteri, Salat, selbstgemachte Pommes und die landestypischen Getränke 🤣😂🍸🍹😎 in jeder gewünschten Menge, an denen wir uns delektieren. Als Hauptgericht wird dann sehr gut gegrilltes Schweine- und Rindfleisch serviert, es schmeckt hervorragend und wir genießen alles in vollen Zügen.
    Dankenswerterweise fährt mich der Wirt , nachdem wir dieses Gelage beendet haben ( 190 € für sechs ausgewachsene, pappsatte und nicht mehr durstige Männer sind eigentlich ein Witz) dann bergab wieder in den Hafen zurück und ich bin als erster, gemeinsam mit Klaus wieder an Bord, der Rest trudelt dann so nach und nach ein.
    Heute Abend geht nicht mehr viel, der Tag auf See war doch recht anstrengend und so verklappen wir uns gegen 23.00 alle, morgen liegt noch einmal die gleiche Strecke vor uns, es geht nach Katakolo, dann haben wir unseren südlichsten Punkt erreicht. Wir werden dann am Dienstag mit dem Zug nach Olympia fahren und abends dann im Dorf von Diamantis zu Abend essen, ich bin gespannt.
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  • Vierter Reisetag, Nikiana - Katakolo

    May 5, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Puh, fast 300 km oder mehr als 150 sm in zwei Tagen, anstrengend und mehr als sportlich, ich denke wir sind heute Abend alles etwas kaputt und haben uns unseren Anlieger dann redlich verdient. Aber der Reihe nach…….

    6.00 aufstehen und duschen, dauert immer etwas, da die Nasszelle nicht wirklich für meine Ausmaße gebaut ist und ich mich doch sehr schlank machen muss, aber ohne Dusche kann der Tag nicht gut werden 😬😬, gesagt getan, 6.30 stehe ich frisch gewaschen und gesalbt im Cockpit, Dia und Heinz sind schon Brot kaufen. Wir beschließen sofort auszulaufen, das kriegen wir trotz der über 16 m ganz gut zu dritt hin. Nach und nach erscheint der Rest der Mannschaft, Marko braut uns erstmal einen guten Kaffee und wir Motoren weiter in Richtung Süden, unser Tagesziel heißt Katakolo, ein Küstenort an dem auch viele Kreuzfahrtschiffe anlegen damit die Passagiere dann Olympia besuchen können, was wir am Dienstag auch vorhaben. Anschließend ist ein Abendessen im Heimatdorf von Dia geplant, seine Cousine besitzt die Taverne des Dorfes. Dia meint von unterwegs noch, es sei doch ein bisschen was anderes seine Heimat mal von See aus anzulaufen. Er beschreibt uns Strände, Bars und Tavernen die er kennt und an denen er bereits zum baden war.
    Zum Segeln kommen wir heute wieder nicht, die zwischenzeitlich gehisste Genua wirkt sich eher hinderlich aus, da wir dann kreuzen müssen, ein Zeitverlust der heute eher genervt hingenommen wird, deshalb wieder runter mit dem Tuch und unter Motor weiterlaufen. Wir hoffen gegen 19.30 am Tagesziel anzukommen, dann gibt es Abendessen, tagsüber haben wir das leckere frische Weißbrot mit Salami und Käsestückchen genossen, Mundschenk Heinz "quält" die ganze Besatzung wieder mit Mineralwasser, Bier gibt es erst, wenn wir festliegen und Rasmus ( oder Neptun oder Poseidon) seinen Schluck abbekommen hat, um ihn zu Ehren und gnädig zu stimmen.
    Wir laufen gegen 19.30 nach Katakolon ein, suchen uns einen Liegeplatz, drei ältere Herren von einer Yacht, die bereits am Pier liegt wollen uns helfen beim festmachen. Unklare Situation ob es Muringleinen gibt oder ob wir über Buganker……..Zack, der Motor ist aus noch ehe wir bis auf zwei Meter an den Pier rangekommen sind, wir sind mit Schraube und Ruder in einer der Muringleinen hängen geblieben, manövrierunfähig. Schnell wird eine Landleine ausgeworfen, der Buganker runtergelassen um das Boot erstmal gegen weiteres Vertreiben zu sichern. Diamantis lässt alle Hüllen fallen und geht mit meinem Skippermesser bewaffnet runter und durchtrennt die Muringleine, bekommt aber die Leine nicht von der Schraube gelöst und kann bei 19 Grad Wassertemperatur auch nicht endlos lange drin bleiben. Wir holen das Boot längsseits an den Pier, sichern es mit Fendern und Springleinen, zwei weitere Versuche von Dia scheitern ebenfalls, morgen muss ein Taucher her, der die Schraube befreit, sonst haben wir ein Problem. Der Hafenmeister verspricht uns um 8 Uhr da zu sein und er wird jemanden informieren der tauchen kann und Yachten wohl schon öfters von solchen Problemen befreit hat, das Wichtigste ist das wir alle heil sind und nichts weiter passiert.
    Inzwischen ist auch der Vetter von Dia eingetroffen, der uns morgen in seinem Dorf bewirten wird und mit seinem Pickup durch die Umgebung fahren soll. Die Züge nach Olympia, so entnehmen wir dem Fahrplan fahren erst ab dem 2. Juni.
    Insgesamt läuft das alles sehr ruhig und beherrscht ab, die Stimmung ist weiterhin gut.
    Wir gehen zum Essen, bestellen leckere Vorspeisen, sie sind das Beste am heutigen Essen, der Hauptgang, ich habe wie drei andere ein Gyros bestellt, wird eher naserümpfend und nicht vollständig verzehrt, nicht mal ein Ouzo vom Wirt. Karusas wird uns wohl nicht wiedersehen und im TripAdvisor werde ich auch keine Empfehlung geben können.
    Nach einem kurzen Plausch im Cockpit und einem letzten Bierchen verklappen wir uns alle, morgen steht Olympia an, wir sind gespannt.
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  • Fünfter Reisetag, Katakolo

    May 6, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir sind, da sich der Hafenmeister für 8.00 angekündigt hat, dann haben wir endlich wieder Landstrom, zeitig wach und erwarten auch den Taucher, der unsere Antriebsschraube von den Resten der Muringleine befreien soll. Der Taucher kommt, der Hafenmeister……..
    Es gelingt auf Anhieb, die Schraube ist frei, ich lege das längsseits liegende Boot zusammen mit allen in typischer Weise mit Buganker römisch-katholisch an den Pier, problemlos und alle sind froh. Der Taucher hat für diese Geschichte keine fünf Minuten gebraucht, insgesamt zwei kurze Tauchgänge nur mit Schnorchel versteht sich und bewaffnet mit einem Brotmesser,- Profis eben.....
    Zwischenzeitlich haben wir von unserem Taucher auch eine Telefonnummer bekommen bei einem Autoverleih, wir rufen an: einen Leihwagen für sechs Leute hat er nicht, aber einen Kleinbus mit Fahrer, wir akzeptieren. Um 11.00 werden wir abgeholt, es geht nach Olympia, der heiligen Stätte, von der aus alle vier Jahre das Olympische Feuer in die Welt getragen wird und an der diese Wettkämpfe einst entstanden sind. Auf der knapp 40 km langen Fahrt bekommen wir einiges über die Umgebung und den Peloponnes erzählt und werden bis vor die Pforten der antiken Stätte gefahren. Wir begeben uns zum Eingang, gespannt und Großes erwartend. Ausgestellt sind im wesentlich Fundstücke aus den verschiedenen Epochen die Olympia durchlebt hat, Statuen von Kaisern und Göttern mit Bezug zu Olympia. Ein Bezug zu den sportlichen Olympischen Spielen lässt sich hier eigentlich nicht herstellen. Irgendwie hatte ich mir das alles etwas anders vorgestellt, aber wir waren da.....
    Diamantis ist an Bord unserer Yacht geblieben, ich mache nach dem Museum eine Pause und die anderen marschieren noch durch die olympischen Sportanlagen und die Reste der verschiedenen Tempelanlagen, Stadien, Trainings- und Badebauten. Nach zwei Stunden schließt ein olympisches kühles Bier unseren Besuch ab und wir werden zurück nach Katakolo gefahren.
    Die Landschaft die ich auf der Rückfahrt sehe wirkt auf mich deutlich sauberer als die auf Korfu, die Straßen sind eigentlich ganz in Ordnung.
    So kommen wir nach knapp 40 min wieder in Katakolo, Mittagsschlaf😴😴, uns steht heute noch größeres bevor.
    Gegen 11 Uhr, so weiß der an Bord gebliebene Dia zu berichten, war dann auch dem Hafenmeister nach erscheinen zumute und Dia hat alles in die Wege geleitet.👍😎
    Zwischenzeitlich musste er sich dann einer zusätzlichen Muringleine bedienen weil derartig starker Wind aufkam, das er Angst hatte ob die Yacht sicher am Kai vertäut war und der Buganker hält.
    Der Vetter von Dia holt uns gemeinsam mit seinem Sohn um 19 Uhr in Katakolo ab und wir fahren in das Heimatdorf von Dia, es heißt Agios Apostoli. Ein sauberes, beschauliches Dörfchen, das derzeit über etwa 70 Einwohner verfügt. Wir besuchen das Elternhaus von Diamantis, ein großes, weißes Haus mit riesigem Grundstück, das bringt sicherlich viel Arbeit mit sich. Hier sind auch Geräte untergestellt die sein Vetter für die Olivenwirtschaft benötigt, sie haben einige Tausend Olivenbäume und damit extrem viel Arbeit das ganze Jahr lang. Sie produzieren etwa vier Tonnen Olivenöl im Jahr.
    Nach dem Besuch geht es weiter „ Zu Elena“, das ist die kleine Taverne auf dem von Maulbeerbäumen umsäumten Dorfplatz, die von seiner Cousine geführt wird, noch ahnen wir nicht was uns bevorsteht.
    Nach dem Servieren der Getränke kommen kleine Teller mit Vorspeisen, Hackfleischbällchen, Spinatküchlein und Kalamaris, sehr lecker und ziemlich sättigend. Das eigentliche Abendessen wird dann drinnen zu sich genommen.
    Griechische Spaghetti, fantastische Sauce, ein Hühnchen, das so zart ist, das das Fleisch schon beim Anschauen vom Knochen fällt. Dieser Gang ist noch nicht beendet da steht eine riesige Platte mit Souvlaki auf Pittabrot vor uns, dazu wird noch ein griechischer Bauernsalat gereicht. Das letzte ist noch nicht verzehrt, wir winseln inzwischen um Gnade, können aber unsere wohlmeinenden griechischen Gastgeber auf keinen Fall enttäuschen-, da stehen die nächsten Platten mit gegrilltem Bauchfleisch und Bifteki auf dem Tisch. Wir geben alles und verzehren wahrscheinlich Mengen wie vor 50 Jahren zuletzt, aber irgendwann geht dann wirklich nichts mehr.
    Zwischenzeitlich haben wir dann auch fünf oder sechs kleine Fläschchen Ouzo,als Ergänzung zu zahlreichen Bierflaschen und Weinkaraffen, geleert, auch die helfen nicht mehr wirklich😳🤪😬🍻🍸.
    Wir freuen uns darüber fertig zu sein und bis hierhin lebendig. Fertig? Von wegen, zum Nachtisch kommt eine gigantischer Kuchen 🍰, Eine Art Baklava mit Vanille, jeder schafft noch ein kleines Stück, Diamantis muss als Aborigine zwei Stücke zu sich nehmen. In der Zwischenzeit hat uns der eine oder andere Dorfbewohner ein Fläschchen Bier oder eine Karaffe Wein spendiert, was wir mit einem sechstimmigen Geia sou beantworten und uns höflichst bedanken, heute scheint das halbe Dorf versammelt zu sein im mal zu erkunden in was für Kreisen Dia so in Deutschland verkehrt.
    Wir bezahlen, bedanken uns vielmals für die von Herzen kommende Gastfreundschaft und werden von der Verwandschaft von Dia nach Katakolo zurückgefahren, unmöglich auf der Fahrt noch Luft zu holen oder längere Gespräche zu führen, alles drückt und klemmt.
    Die Passarella hält trotz der verzehrten Mengen und alle gelangen heil an Bord, todmüde und völlig überfüllt.
    Es war ein fantastischer Tag🇬🇷👍😎.
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  • Sechster Reisetag, Katakolo - Zakynthos

    May 7, 2025 in Greece ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir stehen früh auf, ich fühle mich immer noch vollgefressen wie ein Grizzlybär vor dem Winterschlaf, allen anderen geht es ähnlich, es wird bestenfalls nach Kaffee gefragt, allerdings begehen wir leider den Fehler auszulaufen bevor der Kaffee gekocht ist. Ein größeres Kreuzfahrtschiff entledigt sich gerade seiner Passagiere, in Olympia dürfte heute der Teufel los sein, ein zweites wird um 8.00 Uhr erwartet. Wir wollen weg sein bevor wir bedingt das Anlegemanöver des nächsten Kreuzfahrers erstmal am Auslaufen gehindert werden, also ab durch die Mitte.
    Wir hoffen auf Wind, Nix da, stattdessen eine ordentliche Dünung, die angesichts meines Magenzustandes mir den Appetit vergehen lässt, richtig wohl ist mir heute nicht, ein kleiner Trost ich bin nicht völlig alleine. Inzwischen wurde auch das von Marko eingeleitete höchst risikoreiche Unterfangen des Kaffeebrauens, bei bis zu 1,5 m Dünung schon abenteuerlich, erfolgreich und ohne größere Brandblasen beendet und jeder bekommt einen Becher eines Gebräus, das einem die Herzfrequenz in Richtung 240 bpm ansteigen lässt, wer bis jetzt noch nicht wach war, hat schlaflose Stunden vor sich.😵‍💫☕️☕️🤣🤣
    Also schunkeln wir ganz gemütlich, bei monotonem Motorengeräusch in Richtung Zakynthos, Kurs 330 Grad, Katakolo war unser südlichster Punkt und es hat sich richtig gelohnt und wird ein für alle unvergesslicher Abend bleiben, Danke Dia und grüß deine Verwandtschaft jedes mal herzlich von der gesamten Crew🤩😃🇬🇷👍.
    Dann kommt der Hafen der Stadt Zakynthos näher, links auf der Mole erzählt Dia, liegt ein Nachbau des Schiffes „ Argo“, das Schiff mit Jason und seine Argonauten damals reisten um das „ Goldene Vlies“ zu holen. Stadt und Hafen erscheinen relativ groß, es sollen hier laut Wiki fast 10000 Einwohner leben. Römisch-katholisches Anlegemanöver mit Buganker stellt kein Problem dar, Landstrom bekommen wir, Wasser brauchen wir keines.
    Wir liegen mit dem Heck am Kai auf dem die Hauptstraße verläuft, alles ist ziemlich laut und unruhig, immer wieder bleiben mal Leute stehen und gucken sich unsere schöne und sehr große Yacht an, einige fragen was eine solche Charter kostet, soweit wir können geben wir Auskunft. Zahlreiche Cafés, Geschäfte und Restaurants säumen die Hauptstraße, die anderen berichten später im eigentlichen Zentrum, einige Hundert Meter entfernt wäre richtig viel los, sehr viele Touristen.
    Ich lege mich zu einem gepflegten Mittagsschlaf hin, einige erkunden die Stadt, Marko und Heinz mieten einen Roller und fahren an die Südspitze der Insel, dort gibt es ein Naturschutzgebiet in dem Karettschildkröten und Mönchsrobben leben, mit der Yacht dürften wir dort kaum hin. Marko badet und dann geht es wieder zurück. Inzwischen hat sich der körperliche Zustand der meisten Crewmitglieder deutlich erholt, jeder schwört allerdings nur eine kleine Portion abends zu sich zu nehmen, also begeben wir uns auf den Weg zum von Sascha ausgewählten, nahegelegenen Restaurant.
    Es werden Meeresfrüchte als auch Fleisch angeboten, das Preisniveau ist im Gegensatz zu Ag. Apostoli wieder auf ein touristisches angestiegen. Wir verzehren nach einigen Vorspeisen, Tintenfisch, Kalbshaxe, Bifteki und Hühnchensouvlaki, der Wein ist zwar ganz gut, aber für eine Flasche doch recht teuer, in den anderen Restaurants haben wir bisher immer Karaffen erhalten, gibt‘s hier nicht. Freundlicher, sehr redseliger Wirt, der sein Restaurant für eines der besten überhaupt zu halten scheint. Er lädt uns zu einem Tsipouro ein, der etwas hochprozentiger als unser gewohnter Ouzo ist.
    Das Essen schmeckt, wir werden satt, die Reste bekommen die uns belagernden Katzen und um 22.00 Uhr verlassen wir das Restaurant in Richtung unserer Yacht. Wir sitzen noch ein bisschen im Cockpit, aber alle sind etwas geschafft vom gestrigen Abend und der nervtötenden Dünung, die nicht so viel Spaß gemacht. Nach einem letzten Schluck Ouzo und einem kleinen Bierchen kehrt gegen 23 Ruhe auf dem Schiff ein.
    Wir sind so müde, das uns nicht einmal der immer noch rege Straßenverkehr, entlang des Kais läuft die Hauptstraße, mehr stört.
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  • Siebter Reisetag, Zakynthos - Poros

    May 8, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 30 °C

    Ausschlafen, duschen und Körperpflege und dann mal ganz gemütlich im Cockpit schauen wer schon an Bord ist. Dia hat sich bereits einen Kaffee im gegenüberliegenden Espressohouse besorgt, Marko zieht nach. Wir versuchen irgendwie unseren Gasherd zum Laufen zu bringen, nach etlichen Versuchen gelingt es, wir kommen zu heißem Wasser und damit zu einem Kaffee. Sascha und ich gehen kurz einkaufen, Kaffee, Milch,Oliven und Wurst, Tzatziki etc. Sascha entdeckt noch ein echtes Sonderangebot, wo bekommt man heute schon noch Syphilis für 10 €‘ meistens………Naja, darüber macht sich von uns keiner Gedanken😂🤣😳.
    Die Hälfte davon haben wir jetzt doppelt, wussten wir aber nicht. Lehre daraus: entweder der Lademeister geht einkaufen oder man guckt vorher in den Kühlschrank🤣😂🤓.
    Nachdem alle einen Kaffee haben, das Schiff soweit klariert ist, machen wir die Leinen los und laufen aus. Wir haben beschlossen das wir noch in die touristisch sehr bekannte Navagio Bucht laufen, dort strandete 1980 das Küstenmotorschiff Panagiotis und verrostet seitdem langsam vor sich.Nachdem wir den Hafen von Zakynthos verlassen haben laufen wir in Küstennäher an die Nordspitze der Insel. Die Küste ist zum Teil recht zerklüftet und es scheinen kleinere Höhlen zu sein in die das Wasser reinreicht. Das Wasser ist in unmittelbarer Ufernähe türkisblau gefärbt und lässt auch die Boote in dieser Farbe erscheinen, einfach zu schön zum Anschauen.

    Die Navagio-Bucht ist meistens touristisch völlig überlaufen und auf unserer gemütlichen Fahrt mit 7 kt zischen etliche Motor-, Ausflugs- und Glasbodenboote an uns vorbei. Wir erreichen die Bucht, gehen nahe am Ufer vor Anker und sind zu beiden Seiten von steilen Hängen umgeben, die sicherlich 100 m nach oben reichen. Der Anker hält, die ersten gehen ins Wasser zum baden, es ist recht frisch aber schön und klar. Dia, Marko und Sascha sind keine fünf Minuten im Wasser, da signalisiert uns der Kapitän eines Ausflugsbootes: Baden verboten, Ankern verboten, genauso verhält es sich mit dem Betreten des schmalen Strandes. Später erfahren wir, das die Gefahr von Erdrutschen und Felsabbrüchen wohl nicht zu unterschätzen sei, deshalb das verbot Die griechische Küstenwache würde das Gebiet mit Kameras überwachen und sei innerhalb von 15 Minuten da, dann könne es teuer werden, bis zu 5000€ seien fällig. Wir riskieren es lieber nicht abzuwarten ob der griechische Kapitän uns Angst machen möchte und übertreibt sondern suchen das Weite. Auf dem Rückweg kommt uns prompt ein Schlauchboot entgegen, besetzt mit drei Mitgliedern der hellenischen Küstenwache, sie scheren sich nicht weiter um uns, 🐷🐖🍀🍀😉.
    Auf einmal großer Jubel. Ich habe eine Schule Delphine ( siehe Video) entdeckt, bin selber aber vor Aufregung zu blöde das richtige Knöpfchen am Handy zu drücken, wenigstens fängt Dia ein paar Sekunden ein, tolles Erlebnis. Sie gucken mal rüber, wir interessieren sie leider nicht weiter und dann sind sie ruckzuck wieder verschwunden.
    Wir laufen zurück zur Nordspitze von Zakynthos und ändern dann den Kurs in Richtung Poros. Es liegt an der Ostküste von Kephallonia und ist ein beschauliches Dörfchen, das einzig durch seinen Fähranleger etwas Betriebsamkeit aufweist.
    Der griechische, akzentfrei deutsch sprechende,- er hat früher in Leipzig gewohnt und kann auch sächsisch, wie er uns versichert-, Hafenmeister hilft uns beim Anlegen. Wir gehen rückwärts Backbordseite an den Schwimmsteg, Tiefe bis 2,5 m, wir haben zwei Meter Tiefgang. Die Bordwand ist gut einen Meter hoch über dem Schwimmsteg, also Badeplattform raus und dann über die Passarella auf den Schwimmsteg und zur Felsenbar. Selbstverständlich gab es vorher für jeden ein Anlegerbier und auch Poseidon hat seinen Schluck abbekommen, wir wollen ja Risiko eingehen😂🤣🇬🇷. Er erklärt uns das die meisten Restaurants noch geschlossen haben, nur eines ganz oben am Berg sei geöffnet, er würde die Lammkoteletts empfehlen. Wir fragen nach einem Taxi, er bestellt zwei für 20 Uhr.
    Im Café Remetzo , wir sehen zum zweiten mal an diesem Tage Delphine vorüberziehen, wird dann Pina Colada verkasematuckelt ( die Delphine waren vor dem Pina Colada da 🤣🤣😎), die einen mehr, die anderen weniger, der Betreiber des Cafes ist angesichts der Rechnung begeistert von der Crew,, die Stimmung steigt und nach einiger Zeit sind wir soweit, das wir uns die Frage stellen ob das „ noch Not tut“ heute Abend essen zu gehen. Wir beschließen uns doch eher reichlichen Vorräte anzubrechen, die Taxis haben wir zwischenzeitlich abbestellt, der einzige der nicht ganz glücklich ist: Sascha.
    Nachdem wir weiteren fünfundzwanzig Versuchen dann endlich festgestellt haben, das Dream Yachts uns mit einer leeren Gasflasche über den Löffel balbiert hat ist Dia als Mann der Tat zum Supermarkt gelaufen und hat ein weiteres Brot und eine neue Gasflasche besorgt ( ein echter Supermarkt 🇬🇷👍👍). Sascha bereit Spaghetti Carbonara und einen griechischen Salat zu, zwischenzeitlich hat sich der im Cockpit verbliebene Teil der Mannschaft an Tzatziki, Sakami, Käse, Brot und Gurken fast satt gegessen. Hilft Nix, jeder muss nach was essen, tut auch ganz gut und mundet hervorragend, zwischenzeitlich ist doch das eine oder andere Bierchen geflossen. Während des Essens haben wir so nebenbei unseren Dieseltank mit 136 Litern auffüllen, ein netter griechischer Treibstofflieferant erscheint in Begleitung seiner drei Kinder, wir schenken den Kindern noch ein Packung Knabberkram.
    Die meisten, zu denen ich gehöre, sind um 22 Uhr so müde das sie sich verklappen, einzelne sehr tapfere machen noch munter weiter, wir wissen nicht genau mit was, aber wir müssen ja auch nicht alles wissen……
    Ich schlafe ein wie ein Stein, allerdings scheint mein Bauch auch mit selbigen gefüllt………
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  • Achter Reisetag, Poros - Ithaka

    May 9, 2025 in Greece ⋅ ☁️ 28 °C

    5.15, ich kann nicht mehr liegen, habe aber bis dahin recht gut geschlafen. Dia‘s Smartwatch erzählt übrigens Ähnliches, er schläft, sagt er so gut wie lange nicht mehr, die gute griechische Luft🇬🇷👍. Nachdem ich eine Schmerztablette genommen habe und eine ganze Weile im Cockpit gesessen bin wird es allmählich besser mit den Rücken- und Knieschmerzen, wird Zeit das das Knie operiert wird, wird dann mal der Rasierer zum Einsatz gebracht( ich möchte ja nicht zurückkommen wie Robinson Crusoe), ich Stelle mich unter die Dusche. Während ich Dusche fange die Jungs draußen an abzuwaschen, ruckzuck ist das warme Wasser weg, dann spitzt die Dusche nur noch Luft( ich bin noch vollständig eingeseift😬🤣) und dann schalten die Wassertanks um, kaltes Wasser, nicht wirklich toll, aber ich überlebe irgendwie😬🥶. Später erzählen Dia und Sascha, die nach dem Frühstück 20 min Schnorcheln gehen, das das Wasser eine Temperatur von 21 Grad hat, vielleicht gehe ich doch noch mal baden.
    Wir frühstücken im Café Remetzo,- heute ohne Pina Colada😉-, der Betreiber des Cafes begrüßt uns mit großer Freude, ich nehme ein English breakfast, die anderen einige Omelette. Herrlich der Platz in der Sonne, es schmeckt ausgezeichnet und die Umgebung ist einfach zum genießen.
    Nach dem Frühstück stellen die neben uns liegenden holländischen Katamaramnbesitzer noch ihren Wasserschlauch zur Verfügung und wir befüllen unsere Wassertanks.
    Sie haben sich 2021 einen Katamaran gekauft, konnten aber nicht Segeln , inzwischen haben sie 90Tsd sm auf dem Buckel, die Frau arbeitet Remote vom Katamaran aus, sie haben gerade einen zweiten gekauft, den sie jetzt verchartern werden, so kann man auch leben. Es sind nette Leute ( soll ja auch bei Holländern vorkommen😅😂🤣😂). Wir laufen aus in Richtung Ithaka, unser heutiges Ziel. Vathy ist ein schön gelegenes Örtchen, man fährt tief in eine Bucht hinein, ankert in der Nähe von zahlreichen Restaurants und lässt es sich gut gehen.
    Wir haben eine Strecke von gerade mal 21 am, ist auch mal sehr schön, zumal wir weiter dauernd unter Motor laufen müssen, wir haben versuchsweise mal die Fock gehisst, keine Chance. Der Motorenlärm nervt und nächstens Jahr werde ich, wenn ein Törn zustandekommt eher ein Starkwindrevier wie die Ägäis aussuchen, denn wir wollen ja Segeln und nicht wie Marko es ausdrückt „ stabilisiert treiben“😎😂😂.
    Wir erreichen Ithaka sehr schnell, laufen in die schöne weitläufige Bucht ein, es hat sich nichts verändert, der im Sturm gekenterte Zweimaster liegt immer noch neben der Hafeneinfahrt, traurig so etwas. Liegeplatz können wir uns aussuchen und machen neben einem schottischen Boot zweier älterer Herrschaften fest, problemloser Anleger, wir testen noch unseren Buganker, weil der Schotte meint es soll heute Nacht windig werden, er hält. Anlegerbier……..
    Marko macht ein bisschen Sightseeing auf eigene Faust, die anderen Kaffee trinken, ich schlafe im Cockpit ein, jeder macht sein Ding. Dia hatte auf ein zu mietendes Quad gehofft, gibt‘s hier leider nicht, also nichts mit dem Odysseus-Palast am Nordende der Insel.
    Zwischenzeitlich hat Sascha dann noch ein Flasche Metaxa und O-Saft organisiert und Braut aus Melone, Erdbeeren und anderem noch vorhandene Obst zusammen mit unserer in Korfu erworbenen Sangria ein ganz leckeres Gebräu, mit viel Eis. Da das Wetter etwas umzuschwenken scheint, die Sonne sticht mittlerweile richtig übel, wirkt das ganz erfrischend, dazu ein paar Häppchen Brot mit Salami, Tzatziki und Tirokafteri, mal schauen ob heute Abend noch etwas reingeht.
    Was dann abends so richtig reingeht sind vor allem die Böen, die sicherlich mal 5-6 Bft erreichen, durch die umgebenden Berge entstehen starke Fallwinde, die uns teilweise ganz gut durchrütteln.
    Ums uns herum hat eine Flottille von Sailing holidays festgemacht, 11 Boote insgesamt, lauter Engländer, die zum Teil recht betagt sind, aber es scheint ja zu klappen, ein Staff von drei jüngeren Leuten kümmert sich um sie und es scheint dort alles zu klappen, sie wollen durch den Saronischen Golf in Richtung Athen, d.h. sie müssen durch den Kanal von Korinth laufen. Wir gehen ins Restaurant Kohili, Laufstrecke 71 m, man nimmt Rücksicht auf den klöterigen Skipper👍😅🤣😂. Tzatziki, Tirokafteri und ein Saganaki stellen die Vorspeisen dar, danach Bifteki und Octopus, Marko belässt es heute bei Zucchini. Wir sitzen schön, schauen griechischen Kindern beim Angeln zu, sie fangen den einen oder anderen Fisch. Es schmeckt insgesamt alles recht lecker, der Hauswein wird auch sehr gut angenommen und nach dem zweiten Liter und ein paar Bierchen geht es dann wieder in Richtung Boot, mittlerweile fallen die ersten Regentropfen und der Wind frischt weiter auf. Wir sichern die Yacht durch eine zusätzlich Spring, Marko und ich sitzen als letzte im Cockpit und trinken noch ein Bierchen und um 23.00 ist dann endlich Feierabend. Der Wind pfeift die Nacht hindurch sehr ordentlich und ich wache ein paar mal auf und gehe einmal kurz ins Cockpit um nach dem rechten zu schauen. Wir überstehen die Nacht unbeschadet.
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  • Neunter Reisetag, Vathy - Vasiliki

    May 10, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Nacht ist ohne wesentliche Blessuren überstanden, der Wind bläst allerdings weiterhin mit etwa 4 Windstärken. Das übliche Morgenritual, Dia und Marko genehmigen sich erstmal einen Greek Coffee, nichts für schwache Gemüter wie mich. Gutes frisches Brot wird mitgebracht, dann gehen einzelne noch zum Duschen in dem gegenüberliegenden Häuschen, dann beginnt die Diskussion um den Ableger, ich bin da leider eher übervorsichtig und mache mir manchmal vielleicht zu viele Gedanken, aber 300 - 500 Tsd € unter dem Hintern, da lasse ich lieber Vorsicht walten.

    Die englische Flottille hat inzwischen mithilfe ihres Staffs abgelegt, alle sind wohlbehalten weg. Was die können, können wir schon lange, also ab durch die Mitte, problemloser Ableger, die Yacht wird trotz der starken Fallwinde nur mäßig vertrieben und so gelangen wir aus der Bucht ins offene Ionische Meer.
    Wind primär, naja, dann aber doch deutlich auffrischend und nach einer Dreiviertelstunde können wir die Segel setzen, Genua und Großsegel werden gesetzt und das Boot läuft, ein Traum. Es wird ein toller Segeltag werden.
    Wir machen teilweise bis knapp über 8 kn pro Stunde, das Boot krängt stark, was sich durch die Sachen die wir nicht ganz so gut verstaut haben in der Kajüte doch recht bald bemerkbar macht. Es fliegt leider einiges umher, Gottseidank geht bis auf einen nicht so gut verstauten Teller, nichts kaputt. Das Segeln ohne Motor hat doch eine völlig andere Qualität als dieses nervtötende monotone Motorengeräusch. Wir müssen zwar ein paar längere Schläge machen und das Boot entsprechend wenden, aber das Schiff reagiert ausgesprochen freundlich, einziger Nachteil, der Verklicker, das ist der Windrichtungsanzeiger, ist kaputt und die Windanzeige zeigt eigentlich nur Fahrkarten, aber auf keinen Fall etwas Richtiges an, hat zur Folge das automatisches Wenden nicht genutzt werden kann. Großsegel und Selbstwendefock sind jedoch eine große Hilfe und so kommen wir gut voran. Wir segeln so, das jeder der möchte, heute mal ans Ruder kann. Marko gibt öfters mal einen Kommentar ab und erzählt uns noch so einiges über das Segeln, er hat natürlich durch seine Regattasegelei jeden Mittwoch ein großen Erfahrungsschatz und lässt uns daran teilhaben.
    Kurzum es macht allen richtig Spaß und ist ein schöner Tag. ⛵️⛵️👍😎
    Wir erreichen gegen 15.00 die Bucht von Vasiliki auf der Insel Lefkada und laufen in den Hafen ein, die neu erbaute Marina ist nach wie vor komplett gesperrt, unverständlich warum. Das Anlegen mit Buganker, römisch-katholisch ist etwas spannender als sonst da wir einen nicht unerheblichen Versatz durch den doch recht starken Wind haben, es gelingt dennoch.
    Hier hat sich seit einem halben Jahr gar nichts getan. Später erfahren wir,das der inzwischen wiedergewählte Bürgermeister alles daran setzen will den Betrieb der Marina aufzunehmen, denn sie haben Toiletten, Duschen, Elektrizität und Wasser, alles nagelneu und nicht in Benutzung.
    Der Segeltag war recht anstrengend und ich haue mich erstmal für eine Stunde aufs Ohr, Dia und Marko gehen irgendwo spazieren, auf der anderen Seite der Bucht ist ein Camp für Windsurfing und Kiteboarding, die flitzen mit atemberaubender Geschwindigkeit über das Wasser und vollführen gewaltige Sprünge und Saltos.
    Dia sorgt mittels Karte noch für Strom und Wasser, Sascha hat sich zwischenzeitlich um den abendlich Aperitif gekümmert und serviert für alle Aperol-Spritz. Heute haben wir uns den Anleger und den jetzt kredenzten Aperitif wirklich redlich ersegelt.
    Beschwingt geht es um 20 Uhr zum Essen. Nachdem wir uns mittags schon einen Imbiss gegönnt hatten fällt der Hunger diesmal nicht ganz so groß aus, dafür sind wir umlagert von einer Schar der örtlichen Katzen, die wir, wie wir erst im Nachhinein erfahren, wohl eher zum Missvergnügen des Bürgermeisters und Restaurantbesitzers in Personalunion füttern. Irgendwann kommt er mit einer Sprühflasche,- Inhalt unbekannt-, dann sind wir die Katzen 🐈 🐈‍⬛wieder los.
    Gegen 22 Uhr kehren wir zur Yacht zurück, die bulgarische Katamarantruppe, der Kat liegt neben uns, sitzt noch in der Kneipe und kehrt nach und nach nach, mehr oder weniger betütert auf ihr Schiff zurück, aber,- Gottseidank, sie sind leise und saufen wohl an Bord nicht weiter.
    Marko und ich hocken noch eine Weile im Cockpit und irgendwann schlägt auch für uns die Stunde.
    Hinunter geht es zu zu den zweibeinigen Sägewerken, kein Wunder das die Umgebung hier eher kahl ist, so schnell wachsen die 🌲 Bäume nicht nach und im Oktober waren wir zuletzt hier.
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  • Zehnter Reisetag, Vasiliki - Preveza

    May 11, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 18 °C

    Schlecht geschlafen, seit 5.30 wach, die beiden Sägewerke,- Nachbarkabine und Bugkabine laufen noch auf Hochtouren( Gottseidank höre ich mich selbst nicht, nehme aber natürlich nur das Beste an)🤣😂🤣😬😎.
    Mittlerweile komme ich doch recht gut zurecht mit der deutlich eingeschränkten Bewegungsfreiheit beim Duschen, hinterher schwimmt sowieso immer alles, trocknet von selbst, Männerwirtschaft🧐.
    Dia war schon spazieren und bringt tolles, noch warmes Brot mit, Klaus kocht Kaffee, ich schreibe am Blog, so hat jeder etwas zu tun. Wir lassen es gemütlich angehen, wollen später in Porto Katsiki, Lefkada, einen kurzen Badestopp einlegen, da ist es gar nicht so schlecht, wenn die Sonne etwas höher steht.
    Marko hat leider immer noch ziemliche Schmerzen rechts thorakal , er ist beim ersten Stop gestürzt, seitdem ein ordentliches Hämatom über den Rippen, nicht so toll, vielleicht hilft ihm eine Arcoxia, ggf. haben wir ja noch unsere komplette Bordapotheke, die Sascha und ich vor dem Törn zusammengestellt haben. Wir sind auf alle medizinischen Notfälle, von der Wiederbelebung bis zur Wundversorgung vorbereitet, in der Hoffnung sie nicht zu brauchen.
    Sascha kehrt mit Klaus vom Duschen zurück, unsere Bevorratung für vorabendliche Aperitifs wurde im örtlichen Supermarkt, der auch Toilettengang und Duschen ermöglicht( soviel zu griechischen Supermärkten🇬🇷🤓😂😎) ergänzt.
    Ich denke wir können die Leinen los machen.
    Klaus fährt den Ableger. Wir fahren der Ankerkette in verschiedenen Linien hinterher und endlich vermeldet der Ankerbeauftragte Heinz. „ Anker oben“.
    Also auf in Richtung in Preveza. Noch ist die See ruhig, Wind nicht vorhanden, das ändert sich als wir um das Kap Lefkada kommen und wir den Leuchtturm passieren. Es ist eine S……Fahrt💩💩, Welle querab, Dünung bis zu 2 m (heute morgen habe ich Arcoxia eingeworfen, Schlussfolgerung Coxibe und Seegang vertragen sich nicht). Dünung viel zu hoch, keine Chance in Porto Katsiki zu Ankern, geschweige denn in Ruhe schwimmen zu gehen, Wassertemperatur ist bei 18,8 Grad, nur was für die ganz Harten.
    Ich mümmle erstmal ein Stückchen vom guten griechischen Weißbrot auf, setze mich anders hin, so allmählich akzeptieren meine Innereien die Fahrt, dann löse ich Klaus ab am Ruder, endlich habe ich was zu tun und kann meine Augen auf den Horizont und die Umgebung richten. Ein Anflug von aufkommender Seekrankheit wird damit ganz gut abgebügelt.
    Inzwischen ist auch der Wind so das man an Segeln ⛵️⛵️denken kann, die Genua wird hochgezogen. Unter Maschine bringt das ein bis eineinhalb Knoten mehr. Maschine abgeschaltet, wir laufen teilweise fünf Knoten allerdings macht der Wind nach etwa einer Stunde Mittagsschlaf und wir müssen wieder unter Maschine laufen. Auf der Strecke nach Norden entdecken wir am Strand eine gestrandete Segelyacht, schlimm eine Yacht aufgeben zu müssen, was da wohl passiert ist? Wir werden es nicht erfahren und laufen weiter unter Motor.
    Wir haben noch etwa 10 sm bis nach Preveza, leider unter Motor.
    14.30 machen wir unter ablandigem Wind am Kai in Preveza fest, gegenüber dem Kaffee in dem wir bereits letztes Jahr gesessen sind und in dem es zwar sehr leckeren griechischen Kuchen gab, der aber leider derartig sättigend ist das man danach kaum noch etwas verzehren kann.
    Also verzichte ich lieber darauf, schließlich wollen wir heute Abend noch in unser Lieblingsrestaurant Treli Garida 🦐🦀( „ Verrückte Krabbe“), mal schauen ob die sich noch an uns erinnern, wir hatten dort letztes Jahr sehr lustige Begebenheiten.
    Die anderen gehen Kaffee trinken, ich mach wie des Öfteren einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Als ich aufwache verkasematuckeln die anderen gerade eine Pfanne voll Speck mit Weißbrot, dazu hat Sascha wieder eine vermeintliche Art von „Zaubertrank“ angesetzt was gelenzt wird und zur allgemeinen Anhebung der Stimmung beiträgt. Im Prinzip Melone mit diversen alkoholischen Zutaten. Das führt dazu das Musik unserer Geburtsjahrgänge gehört wird, von Uriah Heep, Deep Purple and so on. Sascha ist fassungslos, Marko erträgt es mit Fassung.
    Sascha sieht seine Jagd auf „ Stöckelwild“ 💁‍♀️🙋‍♀️angesichts unserer musikalischen Entgleisungen als wenig erfolgversprechend an. Die vorbei flanierenden Aborigines scheinen es mit Fassung zu ertragen, Beschwerden, Anzeigen oder Flaschenwürfe erfolgen nicht.
    Nach Beendigung der Bowlerunde wird bis zum Besuch der Krabbe von weiteren Getränkedarreichungen in alkoholischer Form abgesehen. Die Chancen steigen das keiner am Tisch einpennt😂😂🤣😎
    Um kurz vor acht geht es dann los zur Treli Garida, ich marschiere als Leithammel erstmal vorbei, die anderen loben meinen Bewegungsdrang😬🤣😂, Dia bremst uns wieder ein und wir gelangen zur „Verrückten Krabbe“, bekommen einen guten Tisch und dann wird fürstlich geschlemmt. Das Essen ist wirklich lecker, wir haben die üblichen griechischen Vorspeisen, Dia nimmt Octopus,- whatelse 🐙🦑🤣😎-, Sascha ebenfalls, beide sind begeistert, Heinz bekommt endlich sein Shrimps-Saganaki, Marko ist glücklich endlich ein ganzes Saganaki für sich alleine als Hauptgericht verspeisen zu können. Klaus nimmt gegrillte Garnelen und ich greife auf meine griechische Lieblingsspezialität zurück, Bifteki mit frittierten Zucchini, es ist ein wundervolles Gelage. Zwischenzeitlich bricht bei Sascha das
    " Tourette" ( es ist wundervoll mit einer Horde von Simulanten unterwegs zu sein ) mal wieder durch ( kleiner Insider muss sein) , wir liegen fast unter dem Tisch vor Lachen, es ist ein superlustiger und leckerer Abend.
    Nachdem alle ausreichend vollgegessen sind und die Betankung mit Rotwein, Bier und Ouzo abgeschlossen ist gelangen alle wohlbehalten wieder auf das Schiff, einzelne nehmen noch ein Bierchen und ein kleinen Schluck Ouzo und dann ist Bettruhe angezeigt.
    Dank meines Mittagsschlafes halte ich relativ lange durch und gehe dieser Tage meist als letzter in die Koje🥱😴.
    Kalinichta 👍😴
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  • Elfter Reistag, Preveza - Gaios/Paxos

    May 12, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 21 °C

    Alle haben gut geschlafen, die Sonne geht auf,Heinz startet mit einem Fotoshooting des Sonnenaufgangs und auch ich erscheine nach dem Duschen dann im Cockpit. Dusche am Morgen muss einfach sein sonst bin ich nur ein halber Mensch und dreckig dazu👍.
    Dia hat sich schon mit Greek Coffee wiederbelebt, Brot haben wir noch zur Genüge, wir müssen so allmählich mal unsere Vorräte sortieren und aufbrauchen, schließlich laufen wir schon wieder Richtung Norden. Heute ist Paxos unser Ziel, die kleine Stadt Gaios ist sehr schön und alleine das Einlaufen dort macht wahnsinnig viel Spaß.
    Vorher wollen wir noch in Antpaxos, auf Dias Vorschlag hin, in Voutoumi, einer kleinen Bucht im Norden von Antipaxos an der Westküste, einen kleinen Badestopp einlegen, mal schauen was die Wassertemperatur sagt.
    19,5 Grad, schauen wir mal…..👀🥶…
    Wir klarieren die Kajüte, Heinz legt ab und dann geht es Richtung des offenen Ionischen Meeres das uns heute hoffentlich gnädig ist.🧜‍♂️ Poseidon hat hoffentlich gute Laune nachdem er jedes mal den ersten Schluck vom Anlegerbier als Opfergabe 🍻bekommt.
    Das Ionische Meer ist glatt wie ein Ententeich, keine Welle, leider auch kein Wind, es ist ein Tag grau in grau. Alle anderen Segler die uns begegnen laufen ebenfalls unter Motor, wir hören Musik,lesen oder schlafen. Wie das wohl bei einer Atlantiküberquerung ist? 25-30 Tage nur Wasser und dann womöglich eine Flaute, da sollte es schon eine Mannschaft sein die sich gut miteinander verträgt und sich selbst beschäftigen kann.
    Bei uns ist die Stimmung nach wie vor gut und entspannt, ich hoffe das alle zufrieden sind mit dem Törn und es jedem gefällt, bisher hat es zumindest den Anschein.
    Ich denke in diesen Minuten oft an unseren Lucyhund, das wird noch eine ganze Weile dauern bis die Traurigkeit über den Tod unserer Hundedame vergehen wird, die Erinnerungen überwiegen jedoch positiv. Mal schauen ob und wann vielleicht ein neuer Hund das Häuschen bevölkern wird.
    Antipaxos und Paxos kommen schon in Sicht, die Inseln liegen ja kaum eine sm auseinander. Sollte gebadet werden haben wir danach kaum mehr als 5 sm zu bewältigen und kommen rechtzeitig an, in der Hoffnung einer der guten Liegeplätze zu erwischen.
    Wir erreichen die Bucht, nach dem zweiten mal hält der Buganker und wir liegen in Ruhe da. Dia und Sascha gehen eine Runde Schnorcheln, später berichtet Sascha viele Fische gesehen zu haben. Derweil decken wir den Tisch futtern soweit wie möglich unsere Vorräte auf und verfüttern dann das alte Brot an die Fische, es sind tatsächlich einige größere dabei. Die Möwen haben natürlich auch sofort spitz bekommen das dort etwas zu holen ist und umfliegen unser Boot in Scharen, schließlich ist alles weg, der Anker geht hoch und wir nehmen Kurs auf Paxos. In den küstennahen Gewässern unterhalb des Festlandes scheinen bessere Windverhältnisse zu herrschen, dort sind einige Segler unterwegs. Wir laufen die letzten Meilen unter Motor, genießen die Einfahrt in den Hafen von Gaios mit heruntergelassener Sprayhood, insgesamt ist wenig Wind da.
    Der Anleger wird dann allerdings zum nervtötenden Hafenkino, zweimal hält der Buganker nicht erst beim dritten mal hat er ausreichend Halt, ich bin insgesamt ziemlich entnervt und verfluche mich im Stillen selber. Kommunikativ können wir noch einiges verbessern, das Anlegebier schmeckt nach diesem Happening eher etwas fade, aber ich bin schließlich selbst für den Mist verantwortlich, Dia findet ein paar tröstende Worte, wohl eher mein Problem das ich mir solche Kaspereien nicht verzeihe.
    Ich bespreche die Sachen später noch mal mit Dia, er meint das man letztlich nur aus Fehlern lerne, wenn es klappt hat man diesen Effekt nicht. Schwer zu verdauen, aber wo er recht hat hat er recht😬
    Dia besorgt eine Karte für Strom und Wasser und wir befüllen unsere Tanks erst einmal, es passen schon einige Liter rein. Nach dem Anlegebier setze ich mich erst einmal hin und schreibe ein bisschen, vertreibt den Frust.
    Dia kommt dann alleine zurück,die anderen haben eine Cocktailbar entdeckt…….🍸🍹😳🤪😬, 👀 schauen wir mal wie der Abend wird.
    Das Restaurant zu dem ich wollte hat, so berichtet Dia, zwischenzeitlich Pleite gemacht, mal schauen wo wir dann später landen werden.
    Es wird nach dem Weg durch winzige Gasse, das Restaurant Fanalino, wir waren bereits letztes Jahr dort. Nette Kellnerin, aber leider mit mehr als 15 Gästen völlig überfordert. Marko und ich sind als Biertrinker schnell versorgt, der Wein kommt nachdem Dia dann den Job als Aushilfskellner angenommen hat, die Kellnerin meint er könne gerne bleiben, sie würde frühestens Ende Juni studentische Verstärkung bekommen. Die Vorspeisen sind relativ schnell da, Nachbestellung Brot,- Gottseidank ist Dia inzwischen eingearbeitet😂😂😬. Die Speisen sind okay, wir werden alle einigermaßen satt, zurück zum Schiff, Dia geht mit, er hat sich entschieden den Job doch nicht anzunehmen, noch einige Fotos vom Vollmond über dem Hafen, heute sind alle einigermaßen fertig, liegt wahrscheinlich an meinen Anlegemanövern, kein letztes Bierchen mehr, nur noch ein winziger Schluck Ouzo und dann ist der Tag beendet.
    Kalinichta🇬🇷😴
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  • Zwölfter Reisetag, Gaios - Syvota

    May 13, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Dia ist, wie so oft als erster wach und ich sehe ihn noch losstiefeln, Greek Coffee und Brot, ziehe es aber vor erstmal duschen zu gehen. Ich räume mit Heinz erstmal Cockpit und Kombüse auf und wasche ab, danach löst Klaus uns in der Kombüse ab und bereitet Kaffee. Der erste Schluck warmen Kaffees weckt die Lebensgeister so richtig.
    Geplantes Ziel heute heißt Syvota, ein kleiner Ort der etwas südlich von Igoumenitsa liegt, er zeichnet sich durch schön gelegene, bewaldete Buchten und einige vorgelagerte Inseln, allerdings auch durch zahlreiche Untiefen zwischen den drei kleineren vorgelagerten Inseln aus. Wir schauen mal wie dort die Liegeplätze sind, in neueren Berichten werden dort astronomische Hafengebühren bei kaum vorhandenen Versorgungsstrukturen, verlangt. Wir haben mit Platarias, Igoumenitsa und Sagiada genügend Ausweichmöglichkeiten.
    8.45 starten wir den Motor und laufen aus, ablegen scheint etwas einfacher als anlegen und Klaus dreht noch eine kleine Runde im Hafen von Gaios, Sascha filmt unser Auslaufen aus dem schönen Paxos.
    Auf der offenen See scheint etwas Wind zu herrschen, nach etwa 2 sm hissen wir nacheinander Genua und Großsegel und bewegen uns dann mit einer Geschwindigkeit von 2-3 kn nordwärts. Wir haben ausreichend Proviant an Bord😬😂.
    Auf einmal ein großes Ahhh. Wir sehen Delfine die im Gefolge eines Trawlers schwimmen und springen wie man es sonst nur aus den Delfinarien kennt, ich habe so etwas in Natura noch nie gesehen, herrlich wie sie sich aus dem Wasser katapultieren( siehe Video). Es werden unvergessliche Bilder bleiben, man könnte stundenlang zuschauen.🐬👍😎
    Irgendwann wird es dann von der Fahrt her langweilig und wir holen gegen 11.30 die Segel wieder ein und laufen Syvota unter Motor an. Es wäre schön gewesen, wenn wir zwischen den vorgelagerten kleinen Inseln hätten durchfahren können, hier ist allerdings ein Tiefgang von max 2 m zulässig, die Gefahr einer Grundberührung und damit die Beschädigung der Yacht wäre zu riskant. Es gibt dort viele Seegraswiesen die zudem unter Naturschutz stehen. Also gemütlich außen rum.
    Gegen 12.30 laufen wir in Syvota ein, schauen uns erst einmal um und werden dann vom Hafenmeister an den Kai gelotst, es gibt Muringleinen, der Wind ist ablandig, der Anleger klappt beim ersten mal. Votivgabe an Poseidon, dann das erste Bierchen des Tages. Die Hafengebühr beträgt 67€, dafür gibt es zwei Muringleinen, etwas Hilfe vom Hafenmeister, der auch Deutsch spricht und Strom. Toiletten oder Duschen: Fehlanzeige. Es ist schon eine üble Geschichte wenn die kleinen Marinas von großen Gesellschaften, hier ist es die Grimaldi-Gruppe, übernommen werden und nur noch die Geldgier Oberhand behält.
    Das erste Bierchen scheint die Eröffnung eines weiteren Gelages zu sein, einen Schluck Portwein genieße ich noch, dann verabschiede ich mich mit zwei Salamibroten im Bauch zum Mittagsschlaf.
    Als ich aufwache liegen einzelne Crewmitglieder im Mittagsschlaf, einige schicken Bilder von einem ausgedehnten Mittagsspaziergang und Marko betritt das Boot etwas „ angefressen“. Er war in einer kleinen nördlich gelegenen Bucht kurz baden und bemerkte dann das kleine Fische an ihm knabberten,er hatte eine kleine aufgekratzte Stelle am Oberschenkel, als es jedoch leicht zu bluten anfing gab er das Schwimmunterfangen auf um das Eintreffen größerer Fische nicht erst abzuwarten.
    Heute habe ich mal Lust auf ein Eis, Bier muss nicht schon wieder sein und so setze ich mich mit Marko in das gegenüberliegende Café und esse ein Eis mit Maraschino-Kirschen. Heinz und Dia kommen dazu und stillen ihren Hunger auf Eis ebenfalls, schmeckt sehr lecker. Mal schauen ob wir heute Abend überhaupt noch Hunger haben werden.
    Gegen 19.30 treibt es dann doch einen offensichtlich völlig ausgehungerten Haufen von Seefahrern in die zuvor von Dia ausgespähte Taverne namens Ostria.
    Schönes Ambiente, guter Platz, in Bezug auf den Wirt können wir uns nicht richtig entscheiden, entweder „heavily bockless“, leicht verzweifelt weil er dauernd berichten muss das bestimmte Speisen nicht mehr vorrätig seien oder einfach genervt das doch noch Gäste kommen. Naja, wir kommen dann doch noch zu einem ganz vernünftigen Mahl und gehen letztlich nach etwa zwei Stunden wieder von dannen.
    Die abendlichen Runden im Cockpit werden immer kleiner, erschöpfungsbedingt begeben sich die meisten relativ schnell zur Ruhe. Marko und ich hocken noch eine Weile da und so gegen 23 Uhr ist dann auch für uns finito. Da ich meistens zwischen 6 - 6.30 aufstehe sind es doch Rechtslage, allerdings sehr schöne Tage.
    Morgen in 14 Tagen liege ich auf dem Tisch zur Op, ein etwas mulmiges Gefühl kommt manchmal auf, es ist noch einiges zu regeln.
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  • Dreizehnter Reisetag, Syvota - Korfu

    May 14, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 17 °C

    6.00 Uhr griechischer Zeit ( in Deutschland ist es gerade mal 5.00 Uhr ), ich stehe auf, Dia geistert auch schon umher und auch Heinz hat die Arbeit im Sägewerk auch schon beendet. Duschen, Zähne putzen, die Drogen einschmeißen und dann raus aufs Deck. Marko biegt aus seiner Bootsmannkabine auch gerade um die Ecke. Gestern habe ich ein paar Akupunkturnadeln gestochen weil die Schmerzen nach seinem Ausrutscher überhaupt nicht besser wurden, es gab dann im Verlauf des Tages aber schon Anzeichen für eine leichte Besserung, Gottseidank.
    So eine Rippenprellung kann schon gemein weh tun.
    Greek Coffee, -whatelse -🇬🇷☕️😎, für Dia, Heinz und Marko im gegenüberliegenden Café, ich schaue entspannt von der Yacht aus zu, mir ist das Zeug zu stark, außerdem muss man sehr vorsichtig trinken, sonst hat mein einen guten Bissen Kaffeesatz mit im Mund, aber wer, wenn nicht Dia ist darin sicher sehr geübt. Er versichert mir auch später das der greek cofee sehr viel bekömmlicher sei. Die Sonne geht auf und es wird allmählich warm, einfach herrlich in dieser Umgebung seinen Tag starten zu dürfen.
    Dia hat zwischenzeitlich seine Drohne steigen lassen und verschafft uns einen schönen Überblick über dieses schöne kleine Städtchen,das wohl überwiegend vom Tourismus lebt, es entstehen hier gerade zahlreiche Neubauten mit zum Teil herrlichen Aussichten auf die umliegenden Buchten und die vorgelagerten Inseln.
    Klaus ist aufgewacht und vollzieht die morgendliche Kaffeezeremonie und kredenzt selbiges Getränk dann im Cockpit.
    Marko und Dia begeben sich, wie gestern angekündigt zum morgendlichen Schwimmen, wir fragen Marko noch schnell und in Bezug auf den gestrigen Fischüberfall nach seiner Blutgruppe.
    Nach einer halben Stunde sind die beiden wieder da, Marko berichtet von Fischen die in Reih und Glied auf ihn gewartet haben um erneut zuzubeißen. Schlussfolgerung: kurze Badedauer, bevor Marko bis auf die Knochen abgenagt ist. Wir googeln noch einmal: bisher wurde nichts über Piranhas im Ionischen Meer berichtet. Es erfolgt also eine Erstbeschreibung durch Marko Koester und die Namensgebung ebenso: „Piranha Koesterensis Hellenicus“.
    Kurz vor 9.00 Uhr geht der Motor an, die Yacht ist klariert, die Muringleinen werden gelöst und dann verabschieden wir uns aus Syvota, schön war‘s.
    Es steht uns ein mittellanger Segeltag bevor, ca 25 sm haben wir bis Korfu. Aber, die unterschiedlichen Wetter-Apps zeigen recht unterschiedliche Wetterprognosen, von sonnig bis hin zu mittäglichem Gewitter. Wir fahren los und schauen mal was auf uns zukommt.
    Es läuft alles ziemlich gemütlich, wir lassen Lefkimmi, Benitses und Moraitika an Backbord liegen begegnen den kleinen Fähren,- sie sind natürlich immer noch deutlich größer als unsere Yacht, aber klein im Vergleich zu den Fähren die von Italien nach Griechenland fahren, und laufen in Richtung der Alten Festung in Korfu Stadt. Ob ein Ankern in der Bucht Sinn macht und ob wir noch das Café Nautilus besuchen werden wir dann sehen, wir müssten dafür allerdings das Dinghi zu Wasser lassen und den Aussenborder montieren, viel Aufwand. Der Check auf der Navigationssoftware ergibt eine Tiefe von 2-3 Meter, also nichts für uns.
    Irgendwie ein komisches Gefühl was uns alle zu beschleichen scheint, die allmähliche Annäherung an den Heimathafen unserer Yacht und damit das drohende Ende des aktuellen Törns. Morgen wird Klaus das Schiff verlassen, Sascha bringt ihn zum Flughafen und dann geht es für ihn mit dem Flieger in Richtung Deutschland.
    Auch das Wetter scheint unsere Gefühle zu teilen, unterschiedliche Wetter-Apps prognostizieren Höchst unterschiedliches Wetter, von Regen hin bis zu weiterhin komplett trocken.
    Segeln ist wiederum nicht möglich, kein Wind, am Horizont in Richtung Korfu und hinter den Bergen des Festlandes Türmen sich hohe Cumulus-Wolken auf, die Regen verheissen. Hoffen wir mal, das die Hafenmeisterin von Kassiopi, die uns bei der Nachfrage nach einem Liegeplatz für Donnerstag gesagt hätte es würde den ganzen Tag heftig regnen, nicht Recht behält.
    Wir laufen gegen 12.30 in die Marina Gouvia ein, finden ein Plätzchen zum anlegen und machen problemlos fest. Mit den Muringleinen geht das problemlos. Anlegerbier, etwas essen, dann Mittagsschlaf. Sascha hat um 17.30 noch eine Telefonkonferenz, danach wollen wir uns ein Taxi nehmen und in die Stadt fahren. Nicht alle kennen Korfu Stadt, wir wollen einmal durchmarschieren und dann in einem Restaurant essen gehen, mir fällt eigentlich nur das „ Bellissimo“ ein, mit einigermaßen akzeptablen Preisen.
    Per Taxi in die Stadt, wir steigen am Eingang der Fußgängerzone aus, Sascha ist begeistert,- ein Laden mit Sonnenbrillen jagt den nächsten, wer soll da noch widerstehen😎😎😎😎😎😎 und er ist schließlich mit dem Auto da und hat Platz😂😂. Nach dem Erwerb von Sonnenbrillen geht es weiter in Richtung Altstadt, wir gehen durch winzige Gässchen, die ich kenne wie meine Westentasche, schade das der kleine Laden der das leckere Baklava verkauft nicht mehr offen hat, zu gerne hätte ich allen diesen Augenschmaus geboten, leider kann ich nur ein Foto aus „ alten Tagen“( ich war ja inzwischen schon öfter mal auf Korfu 🇬🇷🤣😂🇬🇷🤣😎) bemühen. Wir gehen weiter durch die herrlich belebte Fußgängerzone, schlendern an den Läden vorbei und biegen dann in eine winzige Gasse ab, dort findet sich das Restaurant „ Bellissimo“ und damit auch ein Plätzchen für uns. Wir haben einen schönen Tisch in diesem sehr geräumigen Hinterhof, es ist ein schönes Restaurant, wir werden, wie eigentlich überall freundlich empfangen und bedient. Getränke wie üblich, dyo byres parakalo und eine Karaffe Rotwein. Die Karaffe mit Rotwein ist leider sehr klein und nach dem ersten yamas leider schon leer,- halt wir haben den Magenöffner vergessen, also nächste Karaffe und pente ouzakia me pago ouzakia ist, wie Dia uns erklärt, die verniedlichende Form von Ouzo in der Mehrzahl und es sieht nicht so nach Saufgelage aus, zudem bereichert es unseren Wortschatz). Zumindest reicht unser Griechisch inzwischen für die Versorgung mit Brot ( psomi ) und alkoholischen Getränken. Vorspeisen und Hauptgang sind excellent und sehr reichlich, Heinz erwischt irgendeinen ziemlich scharf gewürzten roten Fisch, ich habe griechische Nudeln mit Hähnchen ( leider mit Knochen, was ich hasse, aber ich pule das Fleisch mehr oder weniger elegant vom Knochen und lasse es mir dann richtig gut schmecken). Sascha stellt fest das sein Essen sehr fettig war, ich stehe ganz kurz auf dem Schlauch, verstehe dann aber das er dieses Essen mit einem Emulgator gerne krönen würde. Wir fragen Dia was denn Emulgator auf Griechisch heißt………………….
    Google Antwort uns mit : „galaktomatpoiitis “ da stößt selbst Dia fast an seine Grenzen in Bezug auf die Aussprache und für uns ein echter Bildungsurlaub, wir lachen uns wieder einmal schlapp, keine Ahnung ob die Nachbartische schon genervt sind.
    Wir zahlen und verlassen die kleine Gasse, laufen weiter in Richtung der neoklassizistischen Prachtstraße Eleftherias durch das Getümmel, die Bars sind jetzt mehr als gut gefüllt und Sascha ist der festen Überzeugung noch einmal herkommen zu müssen. Viele junge Menschen verbringen den Abend in einer der mehr oder weniger hippen Bars, „es steppt der Bär“.
    Wir marschieren weiter bis zum Spianada Platz wo einige Museen stehen, dort wird uns unser Taxi wieder auflesen und zurück in die Marina Gouvia befördern. Wir kommen heil an Bord an, nehmen noch das eine oder andere Getränk und plaudern eine Weile, irgendwann gehen dann auch die letzten in die Koje, war ein toller Abend für uns alle und ein schöner letzter Abend für Klaus, der morgen den Rückflug antreten wird.
    Ich denke wir sehen uns wieder 😄😄☕️😎
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  • Vierzehnter Reisetag, Marina Gouvia

    May 15, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 19 °C

    Sieben Uhr aufstehen, and so on. Komische Stimmung heute morgen, Klaus rückt ab und wir liegen im Heimathafen. Es gibt noch einen schnellen Kaffee und dann wird Klaus verabschiedet mit einer herzlichen Umarmung von jedem und mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen. Sascha fährt ihn zum Flughafen, Heinz befüllt unsere Wassertanks und Marko geht einmal mit dem Wasserschlauch durch das Cockpit, alles wieder etwas sauberer, das tut gut.
    Sascha kommt zurück und bringt leckeres griechisches Weißbrot mit, es schmeckt mit Butter, Salami, Käse und Oliven sehr gut.
    Wir sitzen im Cockpit und frühstücken als der Mitarbeiter der Charterbasis vorbeikommt und uns mitteilt das für heute Starkwind mit über sieben Windstärken erwartet wird und er spricht die Empfehlung aus, doch lieber in der Marina zu bleiben. Er habe an alle noch auf See befindlichen Boote eine Warnung geschickt und die Empfehlung gegeben die nächstgelegene Marina anzulaufen. Auch die uns zur Verfügung stehenden Wetter-Apps zeigen nichts wirklich Lustiges.
    Was tun sprach Zeus…..
    Es steht als abzuarbeitender Punkt noch die Tankbefüllung mit Diesel auf unserem Programm, 140 Liter verschwinden im Tank, nachdem wir relativ problemlos an der Tankstelle anlegen konnten. Wir kehren zurück zu unserem Liegeplatz, vertäuen das Boot sicher, schließen erneut den Landstrom an und unterhalten uns noch mit dem Mitarbeiter von der Charterbase. Wir werden morgen im Laufe des Tages die Yacht übergeben, es muss ein Taucher die Yacht von unten kurz in Augenschein nehmen und dann muss das Inventar in Augenschein genommen werden. Wir haben einen Teller zertöppert als die Yacht mal stark krängte, sonst ist alles heil geblieben. Wir monieren noch die entleerte Gasflasche, machen aber kein Drama daraus und spendieren das bezahlte Geld in die griechische Kaffeekasse. Es sind freundliche und hilfsbereite Leute an der Charterbase und wir kommen gut mit ihnen aus.
    Wir beschließen mal nach Agios Georgios zu fahren, aus dem Badevorhaben wird ein Kaffeekränzchen in der San George Bar, nicht ganz das was wir uns vorgestellt hatten, zumal der Wind uns doch um die Ohren pfeift, irgendwie kommen dann Langeweile und schlechtes Wetter zusammen, das Blue Heaven in dem wir eigentlich lecker griechisch traditionell ein Stamna essen wollten macht erst um 18.00 auf, bis dahin wären dann wahrscheinlich auch Eskimos unterkühlt.
    Also gehen wir kurz durch den Supermarkt, ich erwerbe noch eine Flasche Pilavas, sehr zur Freude der „Freunde des gepflegten Genusses heimischer Getränke“. Auch ein kleines Schlückchen Kumquat - Likör macht die Runde und wird wohlwollend angenommen.
    Bevor wir zurückkehren zum Schiff machen wir noch Station bei Emeral, es ist die beste Bäckerei die ich kenne auf Korfu, es gibt sehr leckeren Kuchen, die Stückchen sehen aus wie gemalt, kleine Torteletts und Baklava mit Pistazienfüllung, vom Feinsten…..
    Dia meldet uns noch schnell für 19.30 bei Zorbas an, ihr wisst der mit „Mörderprotionen“, mal schauen ob wir dazugelernt haben, wir glauben ganz fest daran.😂😂😂🤪🤪
    Wir laden nach der Rückkehr zum Schiff einen Teil unserer etwas überdimensionierten Nahrungsmittelvorräte bei Dia ins Auto, setzen uns dann gemütlich ins Cockpit und trinken noch ein Bierchen, es fängt an zu tröpfeln, der angekündigte Starkwind erreicht uns bisher nicht im Hafen, wir erachten es allerdings nicht als zwingend notwendig. Die Hauptregenmengen sind erst ab 23.00 Uhr angekündigt und reichen bis morgen früh in den Tag hinein.
    Das Schiff wird so nach und nach schon ein bisschen aufgeräumt, es riecht alles irgendwie nach Abschied. Trotz allem haben wir mittlerweile unseren Stimmungstiefpunkt glaube und hoffe ich überwunden und unterhalten uns einiger Maßen gelöst im Cockpit.
    Dia ist so nett und fährt mit mir zum Restaurant, Hin- und Rückweg schaffe ich aktuell vom Knie her nicht mehr.
    Wir haben deutlich dazu gelernt, was allerdings trotzdem nicht viel nützt, wir schaffen die Mixed Grill Platte die wir für eine Person bestellt haben trotzdem nicht zu viert, es bleibt noch genug übrig, wir nehmen allerdings nichts mehr mit, da wir morgen noch unsere eigenen Vorräte aufessen müssen. Auch der Konsum alkoholischer Getränke hält sich sehr in Grenzen schließlich steht Dia und Sascha morgen ein anstrengender Tag bevor, sie reisen mit der Fähre um 10.30 nach Igoumenitsa und dort werden sich ihre Wege dann auch trennen: Dia fährt auf dem Festland zu seiner Familie und Sascha setzt über nach Italien. Wir sitzen noch eine Weile im Cockpit, trinken einen kleinen Ouzo und dann geht‘s in die Koje.
    Kalinichta🇬🇷😴
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  • Fünfzehnter Reisetag, Marina Gouvia

    May 16, 2025 in Greece ⋅ ☁️ 15 °C

    Kalimera…………
    Aber angesichts des Wetters ist das wohl ein ziemlicher Witz, wir haben wettermäßig das Gefühl das es uns nach Schottland verschlagen haben könnte. Ich habe keine Ahnung was „ der Himmel hat seine Schleusen geöffnet“ in der griechischen Übersetzung heißt, aber es kommt dem doch sehr nahe.
    Seit Mitternacht strömender Regen. Vom Wind her werden wir ein bisschen durchgeschaukelt aber es hält sich in Grenzen.
    Langes Liegen ist die Höchststrafe für mich, heute morgen breche ich dann nach fast siebeneinhalb Stunden auf der Matratze fast ab, erstmal ganz langsam wieder in Bewegung kommen.
    Im Cockpit ist alles nass, wir verbringen den Tag wohl im „ Keller“‘ , na ja Skatkarten und Bier haben wir da, mal schauen ob wir heute Abend irgendwohin zu Essen schwimmen werden oder im Bordrestaurant Speisen.
    Dia und Sascha machen sich ans Packen, da wird beim Einladen kaum ein Auge trocken bleiben. 9.00 Uhr fahren die beiden ab, die Fähre geht um 10.30 nach Igoumenitsa.
    Wir fangen an das Schiff aufzuräumen und packen unsere Sachen allmählich, Regen, Regen, Regen………
    Marko bringt dann ein Opfer und geht eine Runde spazieren, er will Brot und Milch mitbringen, es klappt🕍🏛️ die griechischen Götter scheinen ihm gewogen zu sein, der Regen hört zumindest vorübergehend auf.
    Es gibt zu Mittag Reste mit Tyrokafetri, das ist scharfe Käsecreme, Salamiwurst und Gouda, dazu das erste Mythos des Tages. Dann spielen wir eine Runde Skat, die beiden anderen können das ziemlich gut, ich habe seit Jahren nicht gespielt und könnte noch einiges dazulernen, allerdings ruft nach einer Runde meine Matratze, Mittagsschlaf.
    Als ich aufwache regnet es, traurig, traurig, traurig…….
    Sascha ist zwischenzeitlich mit der Fähre nach Brindisi / Italien an uns vorbeigetuckert, er wird gegen 21 Uhr dort ankommen, ich hoffe er hat besseres Wetter dort. Dia ist auf der Fahrt quer durch Griechenland nach Athen wo seine Frau gestern Abend bei ihren Eltern angekommen ist, gute Fahrt wünschen wir. Er schickt gegen 15 Uhr ein Bild von der Rio-Andirrio-Brücke am Eingang zum Golf von Korinth, auf der Höhe von Patras, er hat noch etwa 240 km vor sich.
    Heute Abend gibt es Rührei mit Salami, Ketchup, Mayo, dazu Oliven und Tomaten, jeden Menge Dosenbier und für jeden noch einen Schluck Pilavas ( mein Lieblingsouzo 🇬🇷🍸🍻 ), es wird ein fürstliches Gelage werden. Es kommen keine weitere Fotos vom heutigen Tage dazu, hängende Ohren sind nicht besonders fotogen, sollten sich morgen früh bessere ergeben füge ich sie später ein.
    Mal schauen wie alt wir heute werden, morgen werden wir um 8.00 vom Taxi abgeholt und zum Flughafen gefahren und ab 11.00 trennen sich dann unsere Wege bis auf weiteres.

    Tja, Zeit um sich ein paar Gedanken zu machen über den Törn und über die Jungs von denen ich 12 Monate zuvor noch nicht mal wusste das es sie gibt und mit denen ich zum Teil schon über 700 sm gemeinsam gesegelt bin und die Hoffnung habe, das vielleicht noch ein paar Meilen dazu kommen.

    Heinz, rheinische Frohnatur, der eigentlich nie schlechte Laune zu haben scheint ( zumindest merke ich sie ihm nie an ), immer sehr hilfsbereit ist und für jeden ein freundliches Wort hat, stets diskussionsfreudig ist und gute Vorschläge in Hülle und Fülle zur Hand hat. Du bist schon ein Type Heinz und ich freue mich sehr auf weitere Törns mit dir.🇬🇷⛵️

    Diamantis, natürlich als Muttersprachler herausragend, er arbeitet noch einzigen Spezialbegriffen, aber sonst……..🇬🇷👍👍😎. Cooler TypGreek Coffe liebend, stets freundlich, jedoch auch immer mit einem Gewissen kritischen Abstand zu manchen Vorgängen. Auch er hat mal ein tröstendes Wort und wertvolle Tipps ( für völlig misslungene Anleger durch den Skipper z.B., inzwischen kann ich darüber schmunzeln😬😂) Sas efkaristo Dia, ich würde mich freuen auch mit dir wieder zu segeln.🇬🇷⛵️😎

    Sascha, mittlerweile nicht mehr der einzige der noch in Lohn und Brot steht, quasi selbständig arbeitend und immer voller Ideen. Er ist mit seiner Ausbildung zum RYA Offshore inzwischen ein gutes Stück weiter und ich denke ich kann mir auch hier einiges abgucken. Meistens sitzt und beobachtet er und gibt ausgewählte Tipps. Wir diskutieren manche Vorgänge an Bord und ich kann auch hier einiges für mich mitnehmen. Ein großer Freund des Genusses von gutem griechischen Essen und der an Bord und in den Bars die unsere Wege kreuzten, genossenen Cocktails.
    Er hat gute Ideen und ich wünsche ihm von ganzem Herzen viel Erfolg das Segeln in seinen beruflichen Werdegang zu integrieren. Wäre toll wieder mit dir zu segeln, Sascha.🍸🍻😎👍

    Marko, typischer Norddeutscher, sehr cooler furztrockener Humor, wirkt eigentlich auch immer sehr gut gelaunt. Sehr hohes seglerisches Verständnis das er auch gerne weitergibt, ich bekomme viele Dinge erzählt, die ich noch nicht wusste. War eigentlich trotz der Tatsache, das er den Kaninchenstall ( die Bootsmannkabine im Bug ) hatte immer bei allem dabei und ich fand ihn hervorragend in das Team integriert.
    Ist toll das wir dich kennenlernen konnten Marko und ich persönlich würde mich freue wieder einmal mit dir segeln zu können.⛵️👍😎

    Klaus, der eigentlich zufällig und auf Empfehlung von Sascha zu uns stieß und auf Anhieb Klasse ins Team passte. Wir sind gleich alt und haben als Norddeutsche auch einen ähnlichen Humor. Auch Klaus besitzt als U-Bootafahrer viel Verständnis für Schiffe und Meer und die damit verbundene Technik. Ich fand ihn als Mitglied dieser Crew menschlich hervorragend. Auch er scheint, genau wie ich selbst der griechischen Speise- und Getränkekultur einiges abgewinnen zu können und ist ansonsten ein echter Typ, der einiges zu erzählen hat.
    Würde mich auf weitere Törns mit dir freuen lieber Klaus☕️🍻😎.

    Tja, nun geht dieser Törn so langsam, aber doch mit relativ großen Schritten seinem Ende zu und 🥲es ist nicht ganz leicht ein Tränchen zu verdrücken, es war eine schöne Zeit und ich habe sie genossen. Eigentlich selten, das Menschen, die so bunt zusammengewürfelt sind so gut miteinander harmonieren. Ich kann mich in den vergangenen 14 Tagen an kein böses Wort erinnern, der einzige der mal schlechte Laune hatte war ich selbst,- ich habe mich in Paxos entsetzlich über mich selbst geärgert, allerdings haben mich die anderen dann doch wieder eingefangen, Danke dafür Jungs. Komisch wieviel gute Laune diese ganze Truppe verbreitet hat, nicht selten wurde in den Restaurants zu unserem Tisch herübergeschaut weil wir uns gerade wieder über irgendetwas schlapp gelacht haben. Auch die Zusammenarbeit an Bord, der Respekt- und rücksichtsvolle Umgang miteinander, für mich einfach nur beeindruckend, ich würde mir wünschen vielleicht noch den einen oder anderen Törn erleben zu dürfen und bin jedem unendlich dankbar für seine Teilnahme und das Erlebte.

    Danke für alles Männer👍
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  • Sechzehnter Reisetag, Heimreise

    May 17, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    5.15…….es regnet mal nicht, super. Vielleicht gelangen wir einigermaßen trocken bis zum Flughafen. Heinz sammelt noch ein paar fotografische Impressionen zum Abschied ein, dann beginnen wir das Schiff, das wir bereits gestern in jeder Hinsicht unbeanstandet übergeben haben, komplett zu klarieren. Kaffee, abwaschen, Müll wegbringen, Bettwäsche und Handtücher müssen noch an Deck. Die wenigen Lebensmittel, die noch verblieben sind, im Wesentlichen Wasser und Bier überlassen wir den jungen Damen, die später das Schiff säubern werden ( sie seien, wie uns der Mitarbeiter der Charterbase versichert große Freundinnen von Mythos Bier🍻).
    Ich wuchte meine Tasche nach oben, fast 30 kg, keine Ahnung wie Marko das mit nur mittelgroßem Rucksack geschafft hat, vielleicht mal meine Klamottenauswahl überdenken🤓😵‍💫😬😎, und Heinz hilft mir dann das Ding über die Passarella auf den Pier zu befördern. Das Schiff ist klariert, wir gehen zur Charterbaseerhaupt, um 8.00 kommt unser Taxi, die Sonne geht auf. Korfu wird uns freundlich verabschieden.
    Der Mitarbeiter der Charterbase erzählt, das heute nur drei Boote der Flottille ( Dream Yachts hat dort wahrscheinlich 10 - 15 Yachten liegen) überhaupt auslaufen, der Rest sei nicht verchartert. Er meint es läge daran, das derzeit die Flüge sehr teuer seien und das dadurch die Kunden verschreckt würden. Alles nicht so erfreulich.
    Ein netter Taxifahrer bringt uns wohlbehalten zum Flughafen, wir verabschieden uns von Marko, müssen dann von einem kleinen ziemlich unfreundlichen Griechen erfahren das wir am Schalter noch nichts zu suchen haben und erst um 9.00 der Check-in bzw. die Gepäckaufgabe beginnen würde.
    Condor: Buisiness Class…….😵‍💫😬
    Wir begrüßen Marko erneut, der sich draußen schon mir Sandwich und Bier versorgt hat, ich nehme ein Sandwich und eine Limo, das Sandwich ist nicht so toll, Heinz hat Kaffee und Toast.
    Derweil erhalten wir Nachrichten von Sascha, er schlemmt sich durch den südlichen Anteil Italiens. Die Leckereien dort können schon Appetit machen, burn appetite, Sascha und weiterhin gute Fahrt.
    Dia ist Athen angekommen und stellt fest das er erst einmal staubsaugen muss, die Akropolis ist unter Sahara Sand nahezu begraben, viel Arbeit Dia, du schaffst das💪🦸.
    Erneuter Abschied von Marko, die üblichen Flughafenprozeduren und um 11.20 heben wir ab.
    Wir landen nach einem ruhigen Flug um 12.40 in Frankfurt, dann beginnt die Odyssee zum Fernbahnhof, mit Kofferkuli das reinste Spießrutenlaufen, Lifte rauf und runter, schließlich schaffen wir es.
    Dann Bundesbahn,………..
    Mehr muss ich eigentlich nicht erzählen. Korfu nach Frankfurt, zweieinhalb Stunden. Frankfurt nach Lauda dreieinhalb Stunden……..Endlich wieder in Deutschland 😂🤣😂🤣😂🤣
    Tja ihr Lieben das war‘s jetzt endgültig vom Segeltörn im Ionischen Meer, im Oktober möchte ich mit hoffentlich heilem Knie in den Dodekaden Segeln gehen, ich freue mich jetzt schon drauf. Macht‘s gut
    👍😎🇬🇷
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    Trip end
    May 17, 2025