Vierter Reisetag, Nikiana - Katakolo
May 5, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C
Puh, fast 300 km oder mehr als 150 sm in zwei Tagen, anstrengend und mehr als sportlich, ich denke wir sind heute Abend alles etwas kaputt und haben uns unseren Anlieger dann redlich verdient. Aber der Reihe nach…….
6.00 aufstehen und duschen, dauert immer etwas, da die Nasszelle nicht wirklich für meine Ausmaße gebaut ist und ich mich doch sehr schlank machen muss, aber ohne Dusche kann der Tag nicht gut werden 😬😬, gesagt getan, 6.30 stehe ich frisch gewaschen und gesalbt im Cockpit, Dia und Heinz sind schon Brot kaufen. Wir beschließen sofort auszulaufen, das kriegen wir trotz der über 16 m ganz gut zu dritt hin. Nach und nach erscheint der Rest der Mannschaft, Marko braut uns erstmal einen guten Kaffee und wir Motoren weiter in Richtung Süden, unser Tagesziel heißt Katakolo, ein Küstenort an dem auch viele Kreuzfahrtschiffe anlegen damit die Passagiere dann Olympia besuchen können, was wir am Dienstag auch vorhaben. Anschließend ist ein Abendessen im Heimatdorf von Dia geplant, seine Cousine besitzt die Taverne des Dorfes. Dia meint von unterwegs noch, es sei doch ein bisschen was anderes seine Heimat mal von See aus anzulaufen. Er beschreibt uns Strände, Bars und Tavernen die er kennt und an denen er bereits zum baden war.
Zum Segeln kommen wir heute wieder nicht, die zwischenzeitlich gehisste Genua wirkt sich eher hinderlich aus, da wir dann kreuzen müssen, ein Zeitverlust der heute eher genervt hingenommen wird, deshalb wieder runter mit dem Tuch und unter Motor weiterlaufen. Wir hoffen gegen 19.30 am Tagesziel anzukommen, dann gibt es Abendessen, tagsüber haben wir das leckere frische Weißbrot mit Salami und Käsestückchen genossen, Mundschenk Heinz "quält" die ganze Besatzung wieder mit Mineralwasser, Bier gibt es erst, wenn wir festliegen und Rasmus ( oder Neptun oder Poseidon) seinen Schluck abbekommen hat, um ihn zu Ehren und gnädig zu stimmen.
Wir laufen gegen 19.30 nach Katakolon ein, suchen uns einen Liegeplatz, drei ältere Herren von einer Yacht, die bereits am Pier liegt wollen uns helfen beim festmachen. Unklare Situation ob es Muringleinen gibt oder ob wir über Buganker……..Zack, der Motor ist aus noch ehe wir bis auf zwei Meter an den Pier rangekommen sind, wir sind mit Schraube und Ruder in einer der Muringleinen hängen geblieben, manövrierunfähig. Schnell wird eine Landleine ausgeworfen, der Buganker runtergelassen um das Boot erstmal gegen weiteres Vertreiben zu sichern. Diamantis lässt alle Hüllen fallen und geht mit meinem Skippermesser bewaffnet runter und durchtrennt die Muringleine, bekommt aber die Leine nicht von der Schraube gelöst und kann bei 19 Grad Wassertemperatur auch nicht endlos lange drin bleiben. Wir holen das Boot längsseits an den Pier, sichern es mit Fendern und Springleinen, zwei weitere Versuche von Dia scheitern ebenfalls, morgen muss ein Taucher her, der die Schraube befreit, sonst haben wir ein Problem. Der Hafenmeister verspricht uns um 8 Uhr da zu sein und er wird jemanden informieren der tauchen kann und Yachten wohl schon öfters von solchen Problemen befreit hat, das Wichtigste ist das wir alle heil sind und nichts weiter passiert.
Inzwischen ist auch der Vetter von Dia eingetroffen, der uns morgen in seinem Dorf bewirten wird und mit seinem Pickup durch die Umgebung fahren soll. Die Züge nach Olympia, so entnehmen wir dem Fahrplan fahren erst ab dem 2. Juni.
Insgesamt läuft das alles sehr ruhig und beherrscht ab, die Stimmung ist weiterhin gut.
Wir gehen zum Essen, bestellen leckere Vorspeisen, sie sind das Beste am heutigen Essen, der Hauptgang, ich habe wie drei andere ein Gyros bestellt, wird eher naserümpfend und nicht vollständig verzehrt, nicht mal ein Ouzo vom Wirt. Karusas wird uns wohl nicht wiedersehen und im TripAdvisor werde ich auch keine Empfehlung geben können.
Nach einem kurzen Plausch im Cockpit und einem letzten Bierchen verklappen wir uns alle, morgen steht Olympia an, wir sind gespannt.Read more



















