Fünfter Reisetag, Katakolo
May 6, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 28 °C
Wir sind, da sich der Hafenmeister für 8.00 angekündigt hat, dann haben wir endlich wieder Landstrom, zeitig wach und erwarten auch den Taucher, der unsere Antriebsschraube von den Resten der Muringleine befreien soll. Der Taucher kommt, der Hafenmeister……..
Es gelingt auf Anhieb, die Schraube ist frei, ich lege das längsseits liegende Boot zusammen mit allen in typischer Weise mit Buganker römisch-katholisch an den Pier, problemlos und alle sind froh. Der Taucher hat für diese Geschichte keine fünf Minuten gebraucht, insgesamt zwei kurze Tauchgänge nur mit Schnorchel versteht sich und bewaffnet mit einem Brotmesser,- Profis eben.....
Zwischenzeitlich haben wir von unserem Taucher auch eine Telefonnummer bekommen bei einem Autoverleih, wir rufen an: einen Leihwagen für sechs Leute hat er nicht, aber einen Kleinbus mit Fahrer, wir akzeptieren. Um 11.00 werden wir abgeholt, es geht nach Olympia, der heiligen Stätte, von der aus alle vier Jahre das Olympische Feuer in die Welt getragen wird und an der diese Wettkämpfe einst entstanden sind. Auf der knapp 40 km langen Fahrt bekommen wir einiges über die Umgebung und den Peloponnes erzählt und werden bis vor die Pforten der antiken Stätte gefahren. Wir begeben uns zum Eingang, gespannt und Großes erwartend. Ausgestellt sind im wesentlich Fundstücke aus den verschiedenen Epochen die Olympia durchlebt hat, Statuen von Kaisern und Göttern mit Bezug zu Olympia. Ein Bezug zu den sportlichen Olympischen Spielen lässt sich hier eigentlich nicht herstellen. Irgendwie hatte ich mir das alles etwas anders vorgestellt, aber wir waren da.....
Diamantis ist an Bord unserer Yacht geblieben, ich mache nach dem Museum eine Pause und die anderen marschieren noch durch die olympischen Sportanlagen und die Reste der verschiedenen Tempelanlagen, Stadien, Trainings- und Badebauten. Nach zwei Stunden schließt ein olympisches kühles Bier unseren Besuch ab und wir werden zurück nach Katakolo gefahren.
Die Landschaft die ich auf der Rückfahrt sehe wirkt auf mich deutlich sauberer als die auf Korfu, die Straßen sind eigentlich ganz in Ordnung.
So kommen wir nach knapp 40 min wieder in Katakolo, Mittagsschlaf😴😴, uns steht heute noch größeres bevor.
Gegen 11 Uhr, so weiß der an Bord gebliebene Dia zu berichten, war dann auch dem Hafenmeister nach erscheinen zumute und Dia hat alles in die Wege geleitet.👍😎
Zwischenzeitlich musste er sich dann einer zusätzlichen Muringleine bedienen weil derartig starker Wind aufkam, das er Angst hatte ob die Yacht sicher am Kai vertäut war und der Buganker hält.
Der Vetter von Dia holt uns gemeinsam mit seinem Sohn um 19 Uhr in Katakolo ab und wir fahren in das Heimatdorf von Dia, es heißt Agios Apostoli. Ein sauberes, beschauliches Dörfchen, das derzeit über etwa 70 Einwohner verfügt. Wir besuchen das Elternhaus von Diamantis, ein großes, weißes Haus mit riesigem Grundstück, das bringt sicherlich viel Arbeit mit sich. Hier sind auch Geräte untergestellt die sein Vetter für die Olivenwirtschaft benötigt, sie haben einige Tausend Olivenbäume und damit extrem viel Arbeit das ganze Jahr lang. Sie produzieren etwa vier Tonnen Olivenöl im Jahr.
Nach dem Besuch geht es weiter „ Zu Elena“, das ist die kleine Taverne auf dem von Maulbeerbäumen umsäumten Dorfplatz, die von seiner Cousine geführt wird, noch ahnen wir nicht was uns bevorsteht.
Nach dem Servieren der Getränke kommen kleine Teller mit Vorspeisen, Hackfleischbällchen, Spinatküchlein und Kalamaris, sehr lecker und ziemlich sättigend. Das eigentliche Abendessen wird dann drinnen zu sich genommen.
Griechische Spaghetti, fantastische Sauce, ein Hühnchen, das so zart ist, das das Fleisch schon beim Anschauen vom Knochen fällt. Dieser Gang ist noch nicht beendet da steht eine riesige Platte mit Souvlaki auf Pittabrot vor uns, dazu wird noch ein griechischer Bauernsalat gereicht. Das letzte ist noch nicht verzehrt, wir winseln inzwischen um Gnade, können aber unsere wohlmeinenden griechischen Gastgeber auf keinen Fall enttäuschen-, da stehen die nächsten Platten mit gegrilltem Bauchfleisch und Bifteki auf dem Tisch. Wir geben alles und verzehren wahrscheinlich Mengen wie vor 50 Jahren zuletzt, aber irgendwann geht dann wirklich nichts mehr.
Zwischenzeitlich haben wir dann auch fünf oder sechs kleine Fläschchen Ouzo,als Ergänzung zu zahlreichen Bierflaschen und Weinkaraffen, geleert, auch die helfen nicht mehr wirklich😳🤪😬🍻🍸.
Wir freuen uns darüber fertig zu sein und bis hierhin lebendig. Fertig? Von wegen, zum Nachtisch kommt eine gigantischer Kuchen 🍰, Eine Art Baklava mit Vanille, jeder schafft noch ein kleines Stück, Diamantis muss als Aborigine zwei Stücke zu sich nehmen. In der Zwischenzeit hat uns der eine oder andere Dorfbewohner ein Fläschchen Bier oder eine Karaffe Wein spendiert, was wir mit einem sechstimmigen Geia sou beantworten und uns höflichst bedanken, heute scheint das halbe Dorf versammelt zu sein im mal zu erkunden in was für Kreisen Dia so in Deutschland verkehrt.
Wir bezahlen, bedanken uns vielmals für die von Herzen kommende Gastfreundschaft und werden von der Verwandschaft von Dia nach Katakolo zurückgefahren, unmöglich auf der Fahrt noch Luft zu holen oder längere Gespräche zu führen, alles drückt und klemmt.
Die Passarella hält trotz der verzehrten Mengen und alle gelangen heil an Bord, todmüde und völlig überfüllt.
Es war ein fantastischer Tag🇬🇷👍😎.Read more





















