• Siebter Reisetag, Zakynthos - Poros

    May 8, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 30 °C

    Ausschlafen, duschen und Körperpflege und dann mal ganz gemütlich im Cockpit schauen wer schon an Bord ist. Dia hat sich bereits einen Kaffee im gegenüberliegenden Espressohouse besorgt, Marko zieht nach. Wir versuchen irgendwie unseren Gasherd zum Laufen zu bringen, nach etlichen Versuchen gelingt es, wir kommen zu heißem Wasser und damit zu einem Kaffee. Sascha und ich gehen kurz einkaufen, Kaffee, Milch,Oliven und Wurst, Tzatziki etc. Sascha entdeckt noch ein echtes Sonderangebot, wo bekommt man heute schon noch Syphilis für 10 €‘ meistens………Naja, darüber macht sich von uns keiner Gedanken😂🤣😳.
    Die Hälfte davon haben wir jetzt doppelt, wussten wir aber nicht. Lehre daraus: entweder der Lademeister geht einkaufen oder man guckt vorher in den Kühlschrank🤣😂🤓.
    Nachdem alle einen Kaffee haben, das Schiff soweit klariert ist, machen wir die Leinen los und laufen aus. Wir haben beschlossen das wir noch in die touristisch sehr bekannte Navagio Bucht laufen, dort strandete 1980 das Küstenmotorschiff Panagiotis und verrostet seitdem langsam vor sich.Nachdem wir den Hafen von Zakynthos verlassen haben laufen wir in Küstennäher an die Nordspitze der Insel. Die Küste ist zum Teil recht zerklüftet und es scheinen kleinere Höhlen zu sein in die das Wasser reinreicht. Das Wasser ist in unmittelbarer Ufernähe türkisblau gefärbt und lässt auch die Boote in dieser Farbe erscheinen, einfach zu schön zum Anschauen.

    Die Navagio-Bucht ist meistens touristisch völlig überlaufen und auf unserer gemütlichen Fahrt mit 7 kt zischen etliche Motor-, Ausflugs- und Glasbodenboote an uns vorbei. Wir erreichen die Bucht, gehen nahe am Ufer vor Anker und sind zu beiden Seiten von steilen Hängen umgeben, die sicherlich 100 m nach oben reichen. Der Anker hält, die ersten gehen ins Wasser zum baden, es ist recht frisch aber schön und klar. Dia, Marko und Sascha sind keine fünf Minuten im Wasser, da signalisiert uns der Kapitän eines Ausflugsbootes: Baden verboten, Ankern verboten, genauso verhält es sich mit dem Betreten des schmalen Strandes. Später erfahren wir, das die Gefahr von Erdrutschen und Felsabbrüchen wohl nicht zu unterschätzen sei, deshalb das verbot Die griechische Küstenwache würde das Gebiet mit Kameras überwachen und sei innerhalb von 15 Minuten da, dann könne es teuer werden, bis zu 5000€ seien fällig. Wir riskieren es lieber nicht abzuwarten ob der griechische Kapitän uns Angst machen möchte und übertreibt sondern suchen das Weite. Auf dem Rückweg kommt uns prompt ein Schlauchboot entgegen, besetzt mit drei Mitgliedern der hellenischen Küstenwache, sie scheren sich nicht weiter um uns, 🐷🐖🍀🍀😉.
    Auf einmal großer Jubel. Ich habe eine Schule Delphine ( siehe Video) entdeckt, bin selber aber vor Aufregung zu blöde das richtige Knöpfchen am Handy zu drücken, wenigstens fängt Dia ein paar Sekunden ein, tolles Erlebnis. Sie gucken mal rüber, wir interessieren sie leider nicht weiter und dann sind sie ruckzuck wieder verschwunden.
    Wir laufen zurück zur Nordspitze von Zakynthos und ändern dann den Kurs in Richtung Poros. Es liegt an der Ostküste von Kephallonia und ist ein beschauliches Dörfchen, das einzig durch seinen Fähranleger etwas Betriebsamkeit aufweist.
    Der griechische, akzentfrei deutsch sprechende,- er hat früher in Leipzig gewohnt und kann auch sächsisch, wie er uns versichert-, Hafenmeister hilft uns beim Anlegen. Wir gehen rückwärts Backbordseite an den Schwimmsteg, Tiefe bis 2,5 m, wir haben zwei Meter Tiefgang. Die Bordwand ist gut einen Meter hoch über dem Schwimmsteg, also Badeplattform raus und dann über die Passarella auf den Schwimmsteg und zur Felsenbar. Selbstverständlich gab es vorher für jeden ein Anlegerbier und auch Poseidon hat seinen Schluck abbekommen, wir wollen ja Risiko eingehen😂🤣🇬🇷. Er erklärt uns das die meisten Restaurants noch geschlossen haben, nur eines ganz oben am Berg sei geöffnet, er würde die Lammkoteletts empfehlen. Wir fragen nach einem Taxi, er bestellt zwei für 20 Uhr.
    Im Café Remetzo , wir sehen zum zweiten mal an diesem Tage Delphine vorüberziehen, wird dann Pina Colada verkasematuckelt ( die Delphine waren vor dem Pina Colada da 🤣🤣😎), die einen mehr, die anderen weniger, der Betreiber des Cafes ist angesichts der Rechnung begeistert von der Crew,, die Stimmung steigt und nach einiger Zeit sind wir soweit, das wir uns die Frage stellen ob das „ noch Not tut“ heute Abend essen zu gehen. Wir beschließen uns doch eher reichlichen Vorräte anzubrechen, die Taxis haben wir zwischenzeitlich abbestellt, der einzige der nicht ganz glücklich ist: Sascha.
    Nachdem wir weiteren fünfundzwanzig Versuchen dann endlich festgestellt haben, das Dream Yachts uns mit einer leeren Gasflasche über den Löffel balbiert hat ist Dia als Mann der Tat zum Supermarkt gelaufen und hat ein weiteres Brot und eine neue Gasflasche besorgt ( ein echter Supermarkt 🇬🇷👍👍). Sascha bereit Spaghetti Carbonara und einen griechischen Salat zu, zwischenzeitlich hat sich der im Cockpit verbliebene Teil der Mannschaft an Tzatziki, Sakami, Käse, Brot und Gurken fast satt gegessen. Hilft Nix, jeder muss nach was essen, tut auch ganz gut und mundet hervorragend, zwischenzeitlich ist doch das eine oder andere Bierchen geflossen. Während des Essens haben wir so nebenbei unseren Dieseltank mit 136 Litern auffüllen, ein netter griechischer Treibstofflieferant erscheint in Begleitung seiner drei Kinder, wir schenken den Kindern noch ein Packung Knabberkram.
    Die meisten, zu denen ich gehöre, sind um 22 Uhr so müde das sie sich verklappen, einzelne sehr tapfere machen noch munter weiter, wir wissen nicht genau mit was, aber wir müssen ja auch nicht alles wissen……
    Ich schlafe ein wie ein Stein, allerdings scheint mein Bauch auch mit selbigen gefüllt………
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