Elfter Reistag, Preveza - Gaios/Paxos
May 12, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 21 °C
Alle haben gut geschlafen, die Sonne geht auf,Heinz startet mit einem Fotoshooting des Sonnenaufgangs und auch ich erscheine nach dem Duschen dann im Cockpit. Dusche am Morgen muss einfach sein sonst bin ich nur ein halber Mensch und dreckig dazu👍.
Dia hat sich schon mit Greek Coffee wiederbelebt, Brot haben wir noch zur Genüge, wir müssen so allmählich mal unsere Vorräte sortieren und aufbrauchen, schließlich laufen wir schon wieder Richtung Norden. Heute ist Paxos unser Ziel, die kleine Stadt Gaios ist sehr schön und alleine das Einlaufen dort macht wahnsinnig viel Spaß.
Vorher wollen wir noch in Antpaxos, auf Dias Vorschlag hin, in Voutoumi, einer kleinen Bucht im Norden von Antipaxos an der Westküste, einen kleinen Badestopp einlegen, mal schauen was die Wassertemperatur sagt.
19,5 Grad, schauen wir mal…..👀🥶…
Wir klarieren die Kajüte, Heinz legt ab und dann geht es Richtung des offenen Ionischen Meeres das uns heute hoffentlich gnädig ist.🧜♂️ Poseidon hat hoffentlich gute Laune nachdem er jedes mal den ersten Schluck vom Anlegerbier als Opfergabe 🍻bekommt.
Das Ionische Meer ist glatt wie ein Ententeich, keine Welle, leider auch kein Wind, es ist ein Tag grau in grau. Alle anderen Segler die uns begegnen laufen ebenfalls unter Motor, wir hören Musik,lesen oder schlafen. Wie das wohl bei einer Atlantiküberquerung ist? 25-30 Tage nur Wasser und dann womöglich eine Flaute, da sollte es schon eine Mannschaft sein die sich gut miteinander verträgt und sich selbst beschäftigen kann.
Bei uns ist die Stimmung nach wie vor gut und entspannt, ich hoffe das alle zufrieden sind mit dem Törn und es jedem gefällt, bisher hat es zumindest den Anschein.
Ich denke in diesen Minuten oft an unseren Lucyhund, das wird noch eine ganze Weile dauern bis die Traurigkeit über den Tod unserer Hundedame vergehen wird, die Erinnerungen überwiegen jedoch positiv. Mal schauen ob und wann vielleicht ein neuer Hund das Häuschen bevölkern wird.
Antipaxos und Paxos kommen schon in Sicht, die Inseln liegen ja kaum eine sm auseinander. Sollte gebadet werden haben wir danach kaum mehr als 5 sm zu bewältigen und kommen rechtzeitig an, in der Hoffnung einer der guten Liegeplätze zu erwischen.
Wir erreichen die Bucht, nach dem zweiten mal hält der Buganker und wir liegen in Ruhe da. Dia und Sascha gehen eine Runde Schnorcheln, später berichtet Sascha viele Fische gesehen zu haben. Derweil decken wir den Tisch futtern soweit wie möglich unsere Vorräte auf und verfüttern dann das alte Brot an die Fische, es sind tatsächlich einige größere dabei. Die Möwen haben natürlich auch sofort spitz bekommen das dort etwas zu holen ist und umfliegen unser Boot in Scharen, schließlich ist alles weg, der Anker geht hoch und wir nehmen Kurs auf Paxos. In den küstennahen Gewässern unterhalb des Festlandes scheinen bessere Windverhältnisse zu herrschen, dort sind einige Segler unterwegs. Wir laufen die letzten Meilen unter Motor, genießen die Einfahrt in den Hafen von Gaios mit heruntergelassener Sprayhood, insgesamt ist wenig Wind da.
Der Anleger wird dann allerdings zum nervtötenden Hafenkino, zweimal hält der Buganker nicht erst beim dritten mal hat er ausreichend Halt, ich bin insgesamt ziemlich entnervt und verfluche mich im Stillen selber. Kommunikativ können wir noch einiges verbessern, das Anlegebier schmeckt nach diesem Happening eher etwas fade, aber ich bin schließlich selbst für den Mist verantwortlich, Dia findet ein paar tröstende Worte, wohl eher mein Problem das ich mir solche Kaspereien nicht verzeihe.
Ich bespreche die Sachen später noch mal mit Dia, er meint das man letztlich nur aus Fehlern lerne, wenn es klappt hat man diesen Effekt nicht. Schwer zu verdauen, aber wo er recht hat hat er recht😬
Dia besorgt eine Karte für Strom und Wasser und wir befüllen unsere Tanks erst einmal, es passen schon einige Liter rein. Nach dem Anlegebier setze ich mich erst einmal hin und schreibe ein bisschen, vertreibt den Frust.
Dia kommt dann alleine zurück,die anderen haben eine Cocktailbar entdeckt…….🍸🍹😳🤪😬, 👀 schauen wir mal wie der Abend wird.
Das Restaurant zu dem ich wollte hat, so berichtet Dia, zwischenzeitlich Pleite gemacht, mal schauen wo wir dann später landen werden.
Es wird nach dem Weg durch winzige Gasse, das Restaurant Fanalino, wir waren bereits letztes Jahr dort. Nette Kellnerin, aber leider mit mehr als 15 Gästen völlig überfordert. Marko und ich sind als Biertrinker schnell versorgt, der Wein kommt nachdem Dia dann den Job als Aushilfskellner angenommen hat, die Kellnerin meint er könne gerne bleiben, sie würde frühestens Ende Juni studentische Verstärkung bekommen. Die Vorspeisen sind relativ schnell da, Nachbestellung Brot,- Gottseidank ist Dia inzwischen eingearbeitet😂😂😬. Die Speisen sind okay, wir werden alle einigermaßen satt, zurück zum Schiff, Dia geht mit, er hat sich entschieden den Job doch nicht anzunehmen, noch einige Fotos vom Vollmond über dem Hafen, heute sind alle einigermaßen fertig, liegt wahrscheinlich an meinen Anlegemanövern, kein letztes Bierchen mehr, nur noch ein winziger Schluck Ouzo und dann ist der Tag beendet.
Kalinichta🇬🇷😴Read more





















