• Vierzehnter Reisetag, Marina Gouvia

    May 15, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 19 °C

    Sieben Uhr aufstehen, and so on. Komische Stimmung heute morgen, Klaus rückt ab und wir liegen im Heimathafen. Es gibt noch einen schnellen Kaffee und dann wird Klaus verabschiedet mit einer herzlichen Umarmung von jedem und mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen. Sascha fährt ihn zum Flughafen, Heinz befüllt unsere Wassertanks und Marko geht einmal mit dem Wasserschlauch durch das Cockpit, alles wieder etwas sauberer, das tut gut.
    Sascha kommt zurück und bringt leckeres griechisches Weißbrot mit, es schmeckt mit Butter, Salami, Käse und Oliven sehr gut.
    Wir sitzen im Cockpit und frühstücken als der Mitarbeiter der Charterbasis vorbeikommt und uns mitteilt das für heute Starkwind mit über sieben Windstärken erwartet wird und er spricht die Empfehlung aus, doch lieber in der Marina zu bleiben. Er habe an alle noch auf See befindlichen Boote eine Warnung geschickt und die Empfehlung gegeben die nächstgelegene Marina anzulaufen. Auch die uns zur Verfügung stehenden Wetter-Apps zeigen nichts wirklich Lustiges.
    Was tun sprach Zeus…..
    Es steht als abzuarbeitender Punkt noch die Tankbefüllung mit Diesel auf unserem Programm, 140 Liter verschwinden im Tank, nachdem wir relativ problemlos an der Tankstelle anlegen konnten. Wir kehren zurück zu unserem Liegeplatz, vertäuen das Boot sicher, schließen erneut den Landstrom an und unterhalten uns noch mit dem Mitarbeiter von der Charterbase. Wir werden morgen im Laufe des Tages die Yacht übergeben, es muss ein Taucher die Yacht von unten kurz in Augenschein nehmen und dann muss das Inventar in Augenschein genommen werden. Wir haben einen Teller zertöppert als die Yacht mal stark krängte, sonst ist alles heil geblieben. Wir monieren noch die entleerte Gasflasche, machen aber kein Drama daraus und spendieren das bezahlte Geld in die griechische Kaffeekasse. Es sind freundliche und hilfsbereite Leute an der Charterbase und wir kommen gut mit ihnen aus.
    Wir beschließen mal nach Agios Georgios zu fahren, aus dem Badevorhaben wird ein Kaffeekränzchen in der San George Bar, nicht ganz das was wir uns vorgestellt hatten, zumal der Wind uns doch um die Ohren pfeift, irgendwie kommen dann Langeweile und schlechtes Wetter zusammen, das Blue Heaven in dem wir eigentlich lecker griechisch traditionell ein Stamna essen wollten macht erst um 18.00 auf, bis dahin wären dann wahrscheinlich auch Eskimos unterkühlt.
    Also gehen wir kurz durch den Supermarkt, ich erwerbe noch eine Flasche Pilavas, sehr zur Freude der „Freunde des gepflegten Genusses heimischer Getränke“. Auch ein kleines Schlückchen Kumquat - Likör macht die Runde und wird wohlwollend angenommen.
    Bevor wir zurückkehren zum Schiff machen wir noch Station bei Emeral, es ist die beste Bäckerei die ich kenne auf Korfu, es gibt sehr leckeren Kuchen, die Stückchen sehen aus wie gemalt, kleine Torteletts und Baklava mit Pistazienfüllung, vom Feinsten…..
    Dia meldet uns noch schnell für 19.30 bei Zorbas an, ihr wisst der mit „Mörderprotionen“, mal schauen ob wir dazugelernt haben, wir glauben ganz fest daran.😂😂😂🤪🤪
    Wir laden nach der Rückkehr zum Schiff einen Teil unserer etwas überdimensionierten Nahrungsmittelvorräte bei Dia ins Auto, setzen uns dann gemütlich ins Cockpit und trinken noch ein Bierchen, es fängt an zu tröpfeln, der angekündigte Starkwind erreicht uns bisher nicht im Hafen, wir erachten es allerdings nicht als zwingend notwendig. Die Hauptregenmengen sind erst ab 23.00 Uhr angekündigt und reichen bis morgen früh in den Tag hinein.
    Das Schiff wird so nach und nach schon ein bisschen aufgeräumt, es riecht alles irgendwie nach Abschied. Trotz allem haben wir mittlerweile unseren Stimmungstiefpunkt glaube und hoffe ich überwunden und unterhalten uns einiger Maßen gelöst im Cockpit.
    Dia ist so nett und fährt mit mir zum Restaurant, Hin- und Rückweg schaffe ich aktuell vom Knie her nicht mehr.
    Wir haben deutlich dazu gelernt, was allerdings trotzdem nicht viel nützt, wir schaffen die Mixed Grill Platte die wir für eine Person bestellt haben trotzdem nicht zu viert, es bleibt noch genug übrig, wir nehmen allerdings nichts mehr mit, da wir morgen noch unsere eigenen Vorräte aufessen müssen. Auch der Konsum alkoholischer Getränke hält sich sehr in Grenzen schließlich steht Dia und Sascha morgen ein anstrengender Tag bevor, sie reisen mit der Fähre um 10.30 nach Igoumenitsa und dort werden sich ihre Wege dann auch trennen: Dia fährt auf dem Festland zu seiner Familie und Sascha setzt über nach Italien. Wir sitzen noch eine Weile im Cockpit, trinken einen kleinen Ouzo und dann geht‘s in die Koje.
    Kalinichta🇬🇷😴
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