Kaffee, bunte Häuser und Wachspalmen
February 24 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C
Heute stand ein Tagestrip rund um Armenia auf dem Plan – und der begann direkt mit einem Highlight: einer Kaffeefarm. Dort bekamen wir nicht nur erklärt, wie eine Kaffeepflanze wächst und welche Stadien sie durchläuft, sondern durften tatsächlich selbst Hand anlegen. Mit Körbchen ausgestattet gingen wir zwischen die Sträucher und ernteten unsere eigenen Kaffeekirschen.
Nach etwa zehn Minuten wurde uns allerdings schnell klar, wie schwierig diese Arbeit wirklich ist. In unseren Körbchen lagen gerade einmal ein paar wenige Kirschen. Unser Guide erklärte uns, dass die Arbeiter pro Kilo nur etwa 1.000 Pesos bekommen. Umgerechnet bedeutet das, sie müssen rund 20 Kilo am Tag ernten, um etwa sechs Euro zu verdienen. Nachdem wir es selbst versucht hatten, konnten wir erst richtig nachvollziehen, wie hart diese Arbeit ist. Es hat unseren Respekt vor den Kaffeeerntern enorm wachsen lassen.
Die Führung war insgesamt sehr ausführlich und dauerte fast drei Stunden. Wir erfuhren alles über den Anbau, die Pflege und die Verarbeitung der Pflanzen. Am Ende durften wir auch einen frisch zubereiteten Kaffee probieren – ein schöner Abschluss nach dieser intensiven und lehrreichen Erfahrung.
Mittags ging es weiter nach Salento. Dort suchten wir uns erst einmal ein Restaurant und stärkten uns ausgiebig. Kaum saßen wir, fing es draußen an, in Strömen zu regnen. Wir waren ehrlich gesagt ziemlich froh über unseren trockenen Platz – gleichzeitig machten wir uns aber Sorgen, weil eigentlich noch eine Wanderung im Cocora-Tal geplant war.
Zum Glück ließ der Regen deutlich nach, als wir wieder draußen waren. Also nutzten wir die Zeit und schlenderten noch ein wenig durch Salento. Die bunten Häuser, kleinen Läden und liebevoll gestalteten Straßen machten dem Ruf des Ortes alle Ehre. Es war wirklich schön anzusehen – auch wenn alles noch leicht vom Regen glänzte.
Anschließend fuhren wir weiter ins Cocora-Tal. Dort regnete es nicht mehr, allerdings war es entsprechend matschig. Trotzdem machten wir uns auf den Weg bergauf. Ganz bis zum Gipfel schafften wir es zeitlich nicht, aber fast – denn wir standen ein wenig unter Druck. Unser Fahrer hatte ursprünglich noch einen weiteren Stopp eingeplant.
Der Aufstieg war jede Anstrengung wert. Die riesigen Wachspalmen ragten eindrucksvoll in den Himmel, und erstaunlicherweise war es gar nicht so überlaufen, wie man es von solchen Orten kennt. Wir nutzten die Gelegenheit für ungefähr eine Million Fotos.
Da es inzwischen recht spät geworden war, beschlossen wir, den letzten geplanten Halt – noch eine weitere Stadt mit bunten Häusern – auszulassen. Stattdessen fuhren wir lieber in der Nähe unseres Hotels etwas essen. Unser Fahrer war sogar so nett, uns danach direkt bis zum Hotel zurückzubringen.
Gegen 20 Uhr waren wir wieder dort und ließen den Abend ruhig ausklingen. Die anderen gingen noch in die Sauna, während ich lieber verzichtete. Seit ein paar Tagen kränkele ich etwas, und der Tag war für mich ziemlich anstrengend. Also entschied ich mich für Erholung statt Hitze – und fiel müde ins Bett.Read more








