• Ankunft in Medellín

    February 25 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser Tag begann entspannt am Pool. Nach dem anstrengenden Vortag hatten wir kurz überlegt, ob wir den Vormittag noch für eine Aktivität nutzen sollten, aber am Ende waren wir uns alle einig: Wir brauchten eine Pause. Also genossen wir die Sonne, das warme Wetter und die Ruhe – genau das Richtige vor der nächsten Etappe unserer Reise.
    Mittags wurden wir vom Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Diesmal lief alles reibungslos, und wir reisten – zur Erleichterung aller – wieder als vollständige Gruppe. Der Flug nach Medellín war angenehm und unspektakulär.
    Am Flughafen angekommen, wollten wir uns wie gewohnt ein Uber bestellen. Schnell merkten wir jedoch, dass das gar nicht so einfach war. Also liefen wir mit unseren Rucksäcken aus dem Flughafengebäude heraus, in der Hoffnung, dass es draußen besser funktionieren würde. Tatsächlich konnten wir dort ein Uber bestellen – aber unser Fahrer bat uns, noch ein ganzes Stück weiterzugehen, bis zu einem Restaurant außerhalb des direkten Flughafenbereichs.
    Also marschierten wir im Entenmarsch mit all unserem Gepäck die Straße entlang. Später erklärte er uns, dass Uber zwar nicht direkt illegal sei, aber am Flughafen nicht erlaubt ist – deshalb die etwas umständliche Abholung.
    Das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten: Zwar hatte das Auto Platz für sechs Personen, aber nicht für sechs Personen mit großen Rucksäcken. Also wurde kurzerhand ein Sitz umgeklappt, und wir quetschten uns irgendwie hinein. Ich saß hinten neben den aufgestapelten Backpacks, während Conny, Kristian, Sabrina und Jenny sich die mittlere Reihe teilten und Martin vorne Platz nahm. Es war eng, unbequem und gleichzeitig irgendwie lustig. Es erinnerte mich stark an die Route-Taxis in Jamaika – wobei dort wahrscheinlich sogar noch mehr Menschen hineingepasst hätten.
    Als wir schließlich in Medellín ankamen, freuten wir uns sehr auf unser Airbnb. Auf den Bildern hatte alles wunderschön ausgesehen. Doch als wir die Wohnung betraten, traf uns die Realität wie ein Schlag. Es war dreckig. In der Dusche war Schimmel. Nichts sah so aus wie auf den Fotos. Das Zimmer, das Kristian und ich bekommen hatten, hatte nicht einmal ein Fenster. Keine frische Luft, kein Ventilator – es fühlte sich stickig und unangenehm an.
    Die Stimmung war entsprechend gedrückt. Doch Conny und ich kannten solche Situationen bereits und wussten, dass es immer eine Lösung gibt. Also beschlossen wir, das Beste daraus zu machen und uns noch am selben Abend nach einer Alternative umzusehen. Spontan starteten wir unsere eigene kleine „Hoteltour“. Wir liefen zu zwei verschiedenen Hotels, ließen uns die Zimmer zeigen, schauten uns die Dachterrassen und die Atmosphäre an. Es war tatsächlich eine ganz neue und irgendwie spannende Erfahrung, Hotels einfach vor Ort zu besichtigen.
    Am Ende entschieden wir uns für das zweite Hotel. Leider mussten wir noch eine Nacht im Airbnb bleiben, bevor wir am nächsten Tag umziehen konnten – aber allein die Aussicht auf eine bessere Unterkunft beruhigte uns.
    Bevor wir zurückgingen, gingen wir noch in der Nähe unseres zukünftigen Hotels essen. Danach kamen wir spät und erschöpft zurück ins Airbnb und fielen ins Bett – mit der Vorfreude, diesen Ort am nächsten Tag wieder verlassen zu können.
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