• Guatapé, 700 Stufen und ein langer Tag

    February 26 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag begann sehr früh. Gegen 6 Uhr standen wir auf und machten uns bereits um 6:30 Uhr auf den Weg zum Treffpunkt für unseren Ausflug nach Guatapé. Ehrlich gesagt war ich sogar erleichtert, das Airbnb zu verlassen. Die ganze Nacht hatte es mich überall gejuckt, und ich konnte kaum schlafen. Ich wollte einfach nur raus aus diesem Bett.

    Der Treffpunkt war zum Glück ganz in der Nähe, und schnell fanden wir unseren Reisebus. Die Fahrt zog sich allerdings ziemlich, und ich kämpfte gleichzeitig mit Hunger und einer immer dringender werdenden Toilettenpause. Zum Glück war Frühstück inklusive, und gegen 9 Uhr bekamen wir endlich etwas zu essen. Danach ging es uns allen deutlich besser.

    Unser erster großer Stopp war der berühmte Felsen bei Guatapé, die Piedra del Peñol. Anfangs hatte ich ehrlich gesagt gar keine Lust, die 700 Stufen nach oben zu steigen. Aber weil alle anderen hochgehen wollten, überwand ich mich doch. Der Aufstieg war anstrengend, und etwa alle hundert Stufen brauchte ich eine kurze Pause. Trotzdem waren wir insgesamt gut in der Zeit, und die anderen waren sogar noch schneller.

    Oben angekommen wurden wir mit einem beeindruckenden Ausblick belohnt. Der riesige Stausee mit seinen unzähligen Inseln erstreckte sich in alle Richtungen. Wir machten viele Fotos und genossen die Aussicht.

    Danach ging es weiter nach Guatapé. Dort machten wir zunächst eine Tuk-Tuk-Tour. Ich saß mit den Jungs in einem Tuk-Tuk, während die anderen hinter uns fuhren. Aus ihrem Tuk-Tuk lief laute Musik, und sie sangen begeistert zu Shakira mit – die Stimmung war entsprechend ausgelassen.

    Anschließend erkundeten wir die Stadt zu Fuß. Die bunten Häuserfassaden, kleinen Geschäfte und vielen Details machten den Ort besonders. Es gab viel zu sehen, und wir hielten immer wieder an, um Fotos zu machen und alles auf uns wirken zu lassen.

    Zum Mittagessen ging es in ein Restaurant, das Teil der Tour war. Das Essen war für eine organisierte Tour überraschend gut und sehr reichlich. Direkt danach starteten wir von dort aus zu einer Bootsfahrt über den Stausee. Dabei sahen wir unter anderem die ehemalige Villa von Pablo Escobar und weitere große Anwesen. Die Fahrt war ruhig und bot noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Landschaft.

    Auf der Rückfahrt hielten wir noch kurz an einer Lama-Farm. Dieser Stopp war allerdings nicht besonders spannend, und wir nutzten die Zeit hauptsächlich für eine Toilettenpause, bevor es weiterging.

    Am Abend kamen wir erschöpft zurück in Medellín. Dieses Mal kehrten wir nur kurz ins Airbnb zurück, um unsere Sachen zu holen, und verließen die Unterkunft dann endgültig. Anschließend gingen wir in unser neues Hotel, auf das wir uns schon den ganzen Tag gefreut hatten.

    Die anderen gingen später noch etwas essen, aber ich blieb im Zimmer, duschte und legte mich ins Bett. Es tat gut, einfach zur Ruhe zu kommen und den Tag ausklingen zu lassen.
    Read more