Tag 12 Castrojeriz-Villalcazar 38km
April 21, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 14 °C
Ein Zimmer für sich allein zu haben war ja mal purer Luxus. Heute morgen muss ich auf niemanden Rücksicht nehmen beim Packen. Ab sechs Uhr dreißig gibt es Frühstück. Also wirklich Klasse, siehe Photo. Kaffee, Kuchen Joghurt, Müsli, ... , hier blieben keine Wünsche offen. Die noch nassen Sachen an den Rucksack und zehn nach sieben steh ich vor der Herberge. Mache in der Morgendämmerung noch ein schönes Bild von der angestrahlten Kirche und ab geht's. Und wieder bin ich froh, gestern noch die neun Kilometer rangehangen zu haben. Von Hontanas bis Castrojeriz führte der Weg im Tal entlang. Heute morgen geht es raus aus dem Tal und ich brauche eine Stunde und fünfzehn Minuten bis ich wieder oben auf der endlosen Weite der Meseta stehe. Dann geht es zehn Kilometer über diese endlose Weite. Der Wind ist heute zum Glück nicht ganz so kräftig und kalt wie die letzten Tage. Nach elf Kilometern ist in Itero de la Vega am Wegrand eine alte Herberge. Hier gibt es einen Stempel den ich mir nicht entgehen lasse. Als ich wieder weg bin merke ich nach hundert Metern, daß ich meine Wasserflasche vergessen hab. Ich blicke zurück, nein, keine zweihundert Meter extra. Siebenhundert Meter weiter ist eine Bar/Restaurant und ich bekomme für einen Euro eine neue. Es ist vierzehn Uhr, als ich Fromista erreiche. So früh möchte ich noch nicht in einer Herberge landen. Ich statte der Farmacia einen Besuch ab und weiter geht's. Mein auserkorenes Tagesziel nach vierunddreissig Kilometern in Villarmentero de Campos erweist sich als nicht verfügbar. Alle Schotten dicht. Sieht aus wie schon lange nicht mehr als Herberge geführt. In meiner App nicht als "zu" gekennzeichnet. Na dann, vier Kilometer weiter. Ich lande wieder in einem eiskalten Donativo. Aber diesmal mit WiFi. Als ich vor der Tür sitze spricht mich ein Paar aus den USA an. Wir waren in der selben Herberge. Sie konnten sich gut an mich erinnern gestern und auch sie sind heute morgen in Castrojeriz gestartet. Sie fragen mich, wie ich mich fühle nach achtunddreissig Kilometern. Hab nach Ankunft meine heißgelaufenen Füße gekühlt und dann ging es mir gleich viel besser.Read more





















