• Neulingen

    January 25 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    (English Version Below)

    Sonntag morgen in Neulingen. Es hat gefroren in der Nacht auf dem kleinen Stellplatz mitten im Ort, wo wir uns mit Brigitte und ihren Hunden getroffen haben, um eine Woche zusammen zu reisen.

    Beinahe wäre daraus nichts geworden, weil ich - fast - aus heiterem Himmel eine Blasenentzündung bekommen habe. Fast ist nicht richtig, denn ich habe es kommen sehen. In den letzten drei Tagen vorher mochte ich nicht viel trinken. Es war mir zuwider. Egal welches Getränk, nichts hat mich angesprochen. Lediglich das Fitline für die Medikamente, und hier und da ne Tasse Tee, aber eben tagsüber kaum.

    Als wir mittags unterwegs sind, fühle ich mich schon krank. Die Augen tränen, die Nase läuft, ich möchte am liebsten schlafen. Also halten wir an, gehen spazieren, und ich ruhe aus. Dann passiert es. Schmerzen.

    Plötzlich kann ich trinken. Zwei Liter in einer halben Stunde, davon eine halbe Flasche Apfelsaft, die die ganze Situation noch verschlimmert. Blasentee, ich habe kein Fieber, keine Schmerzen, außer den üblichen Rückenschmerzen. Aber ich bekomme beim Spaziergang Wadenkrämpfe im rechten Bein.

    Kontakt mit dem Reisedoktor, wir sprechen die Situation durch, falls es schlimmer werden würde, Brigitte könnte auf Hilde aufpassen, sofern ich zum Arzt oder ins Krankenhaus muss.

    Ich bin wiederholt so dankbar, wie Gott das regelt, dass gerade jetzt jemand da ist. So wie in Schottland oder in NRW. Vorhofflimmern und Lungenembolie.

    Aber ich überlege auch, was mir die Situation sagen will. In allem steckt ein Sinn, sei es in Vertrauen, sei es in einer Perspektive, die ich heute noch nicht erkennen kann.

    In der Nacht entspannt sich meine Situation, es hat gefroren, wir haben gut geschlafen.
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    Sunday morning in Neulingen. It had frozen overnight at the small parking area in the middle of town where we met Brigitte and her dogs to travel together for a week.

    It almost didn't happen because I got a bladder infection almost out of the blue. Almost isn't quite right, because I saw it coming. For the three days prior, I didn't feel like drinking much. It was repulsive. No matter what kind of drink appealed to me. Just the Fitline for my medication, and the occasional cup of tea, but hardly anything during the day.

    When we were out for lunch, I already felt sick. My eyes were watering, my nose was running, and I just wanted to sleep. So we stopped, went for a walk, and I rested. Then it happened. Pain.

    Suddenly, I could drink. Two liters in half an hour, including half a bottle of apple juice, which made the whole situation even worse. I drank bladder tea; I had no fever, no pain, except for the usual backache. But I got calf cramps in my right leg during the walk.

    I contacted the travel doctor, and we discussed the situation. In case it got worse, Brigitte could look after Hilde if I needed to see a doctor or go to the hospital.

    I am repeatedly so grateful for how God arranges things, that someone is there right now. Just like in Scotland or in North Rhine-Westphalia. Atrial fibrillation and pulmonary embolism.

    But I also consider what the situation is trying to tell me. There's meaning in everything, be it in trust, or in a perspective I can't yet see.

    My situation eased during the night; it was freezing, and we slept well.
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