Hagenburg
January 31 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C
(English Version Below)
Irgendwann ist es ganz still im blauen Bus. Wir parken nahe der Autobahn, haben grade zu Abend gegessen, Hilde schläft, die Standheizung rauscht, überm Schnee hinweg die Lichter der Orte und fahrenden Autos.
Wir sind den Vormittag mit Sohn und Enkel unterwegs zu einer Einkaufstour. Die Beiden gehen mit Hilde spazieren, ein, zweimal im eisig kalten Wind, der kleine Junge springt lustig durch den Schnee, ich schau ihnen zu, mir wird's warm ums Herz.
Sonntag werden wir wieder alleine unterwegs sein, bis dahin ist hoffentlich der Fuß verheilt und der Schnee geschmolzen, der Wind eingeschlafen, die Temperaturen im positiven Bereich. Aber heute darf ich es nochmals genießen auszuruhen.
Zur Nacht habe ich gestern heißen Tee bekommen, und noch eine Tüte Süßigkeiten von Weihnachten, die ich sorgsam verstaue, müssen sie doch das Jahr über ausreichen. Am Morgen ist die Windschutzscheibe gefroren, der Verkehr im StopandGo, jemand schippt den Schnee vom Bürgersteig.
Wenn mein Sohn einkaufen geht, spielt der Kleine mit mir Lachen. Und Rumkreischen. Finger festhalten und seine Mütze über die Augen schieben.
Manchmal, wenn die Müdigkeit ihm Tränen in die Augen schiebt, dann weine ich mit, was so lustig ist, dass wir gleich wieder lachen. Hilde schläft derweil hinten im blauen Bus, wenn mein Sohn wieder zusteigt, kommt sie zu uns nach vorne.
Mein Sohn geht zur Bank für mich, tankt den blauen Bus voll, unterstützt mich, wenn ich in der Stadt bin, einfach ein schönes Gefühl. Wir bringen ihn zur Arbeit, der Kleine ist eingeschlafen, ich fahre zur Käserei Lowes in Evessen, wo es Produkte von den Ziegen gibt, Hilde passt im Bus auf.
Als die Mama Feierabend hat, geht der Kleine nachhause, Hilde und ich fahren auf den Parkplatz, wo der Abend sich zur Nacht neigt. Wir warten.
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Eventually, it becomes completely quiet in the blue bus. We park near the motorway, have just eaten dinner, Hilde is asleep, the auxiliary heater is humming, and above the snow, we see the lights of towns and passing cars.
We spent the morning shopping with my son and grandson. They took Hilde for a walk, once or twice in the icy wind. The little boy skipped merrily through the snow, and I watched them, my heart warming.
On Sunday, we'll be out on our own again. Hopefully, by then my foot will have healed, the snow will have melted, the wind will have died down, and the temperatures will be above freezing. But today I get to enjoy resting one last time.
Last night, I had hot tea and a bag of Christmas sweets, which I carefully put away; they have to last me all year. This morning, the windshield was frozen, the traffic was stop-and-go, and someone was shoveling snow off the sidewalk.
When my son goes shopping, the little one plays games with me. Laughing. And squealing. Holding my fingers and pulling his hat down over his eyes.
Sometimes, when tiredness brings tears to his eyes, I cry along with him, which is so funny that we immediately start laughing again. Meanwhile, Hilde sleeps in the back of the blue bus. When my son gets back on board, she joins us in the front.
My son goes to the bank for me, fills up the blue bus with gas, and helps me out when I'm in town—it's simply a wonderful feeling. We take him to work, the little one has fallen asleep, and I drive to the Lowes cheese dairy in Evessen, where they sell goat products. Hilde watches over him in the bus.
When Mommy finishes work, the little one goes home, and Hilde and I drive to the parking lot where evening turns to night. We wait.Read more







Traveler
Wintermärchen 🥰
Schönwetterwanderer
Sehr schön eingefangen 👍