• Saint-Caradec

    Feb 26–27 in France ⋅ ☁️ 11 °C

    (English Version Below)

    Jeder Tag hat seine eigene Dynamik. Die Nacht auf dem unebenen Parkplatz war schwierig, weil ich im Laufe des Liegens immer wieder nach links von der Matratze runtergerutscht bin. Hilde hat sich klugerweise auf den Fahrersitz gelegt, und manchmal schräg geguckt, wenn ich wieder das Licht angemacht habe, um das Bett zurecht zu rücken.

    Am Morgen fahren wir auf den ebenen Pkw-Platz, von dem ein Fußweg durch die Wiese führt, auf dem Hilde zu so früher Stunde alleine sich vergnügen kann, was für meinen Rücken immer gut ist.

    Der Nebel zieht hoch, lässt aber einen grauen Morgen aufwachen, der von einem Wind angetrieben wird. Ich habe mir vorgenommen, heute Frühlingsbilder mitzubringen, denn die wenigen Sonnenstunden haben eine farbige Veränderung ins Land gebracht.

    Mit Grau im Hintergrund sieht manches Gewächs noch nicht so lebhaft aus, wie es mir entgegen strahlt. Und das ganze Osterglockengelb habe ich nur ansatzweise mitgebracht. Überall lugen die gelben Köpfe aus dem grünen Gras und begleiten unseren Weg durch die Tage.

    In Rives-du-Couesnon halten wir bei der Kirche mit Blick auf die Häuser ums Wasser herum. In Saint Aubin du Courmier begeistert mich die trutzige Kirche oberhalb der Pferdekoppel. Gosné hat die unglaublich hohe Kirche mit den vielen Glocken im spitz zulaufenden Turm.

    Der Friedhof in Ercé près Liffré direkt an der Straße wirkt mit der Vielzahl von Gräbern und Denkmälern auf den ersten Blick wie ein Steinhaufen. In Plouasne bei dem traumhaft schönen gelben Baum vor dem blauen Himmel haben wir eine Pause gemacht.

    Mit uns hält eine junge Frau in ihrem Lastwagen, der einen Wohnwürfel hinten drauf transportiert. Beim Abschied winken wir uns fröhlich zu, ich muss schon sagen, das erwärmt mein Herz. Denn die anderen Camper, denen wir begegnen, sind so mit sich beschäftigt, dass es nicht mal für einen freundlichen Gruß zu reichen scheint.

    Der Platz selber war nicht einladend für eine Übernachtung, das hat sie wohl ebenso gesehen. Aber zum Wasser tanken bei ihr bzw zum Mittagessen bei uns ist er gut genug. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen, und hat ihre Schwester Hitze mitgebracht, sodass Hilde gleich zu hecheln beginnt.

    Wir fahren die fünfzig Kilometer bis zu einem besonders schönen Stellplatz in Saint-Caradec, zwischen grünen Wiesen und einem munteren Fluss, an dem wir unseren Platz einnehmen. Leider ist für die nächtlichen Morgenstunden ein durchziehendes großes Regengebiet angesagt, sodass wir am Abend unseren Platz verändern.

    Auf den umliegenden Ufern sind noch die Zeichen des letzten Hochwassers zu sehen. Das kann ganz schnell gehen, und da möchte ich lieber ein bisschen Abstand halten. Aber wir haben ja auch genügend Anschauungsmaterial vom Abend am Fluss mitgebracht.
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    Every day has its own dynamic. The night on the uneven parking lot was difficult because I kept sliding off the mattress to the left as I lay down. Hilde wisely lay down in the driver's seat and sometimes gave me a funny look when I turned the light back on to adjust the bed.

    In the morning, we drive into the level car park, from which a footpath leads through the meadow. Hilde can enjoy herself there alone at this early hour, which is always good for my back.

    The fog is rising, but it awakens a gray morning driven by a breeze. I've resolved to bring back some spring photos today, because the few hours of sunshine have brought a colorful change to the landscape.

    With the gray background, some plants don't yet look as vibrant as they do when I see them. And I've only managed to capture a hint of the daffodil yellow. Everywhere, the yellow heads peek out from the green grass and accompany us through the days.

    In Rives-du-Couesnon, we stop at the church overlooking the houses around the water. In Saint Aubin du Courmier, I'm captivated by the imposing church above the horse paddock. Gosné has an incredibly tall church with many bells in its pointed tower.

    The cemetery in Ercé près Liffré, right by the road, looks at first glance like a pile of stones with its multitude of graves and monuments. We took a break in Plouasne by the stunningly beautiful yellow tree against the blue sky.

    A young woman in her truck, which is towing a campervan on the back, stopped alongside us. We waved cheerfully as we said goodbye; I must say, it warmed my heart. The other campers we encountered were so preoccupied with themselves that they didn't even seem to have time for a friendly greeting.

    The spot itself wasn't inviting for an overnight stay, and she seemed to agree. But it was good enough for filling up our water tanks and for us to have lunch. The sun had come out by then, bringing with it a sweltering heat, so Hilde immediately started panting.

    We drove the fifty kilometers to a particularly lovely campsite in Saint-Caradec, nestled between green meadows and a lively river, where we set up camp. Unfortunately, a large area of rain is forecast to pass through during the early morning hours, so we will change our location in the evening.

    The surrounding banks still show signs of the last flood. Things can change very quickly, so I'd rather keep my distance. But we did bring back plenty of visual evidence from our evening by the river.
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