Melle
Jun 19–20 in Germany ⋅ ☀️ 31 °C
(English Version Below)
AUSFLUG INS GRÜNE
Tag 3.643
19/06/2026
Melle
Der Ventilator läuft die ganze Nacht. Und glücklicherweise bleibt der frühe Morgen bewölkt, sodass die Temperatur moderat ist.
Die Hitze zehrt uns aus, ich fühle mich intellektuell ausgebremst. Kaum Lesen ist möglich, keine klaren Gedanken, viel im Internet unterwegs.
Beim morgendlichen Spaziergang begegne ich einem jungen Mann, der neben seinem Bus am Computer arbeitet. Er macht am Wochenende Mountainbiketouren, trifft seine Freunde, würde niemals Menschen so ansprechen wie ich das mache, ist aber trotzdem sehr aufgeschlossen.
Er trägt einen christlichen Namen wie ich und engagiert sich in einer Baptistengemeinde. Wie klein die Welt oft ist. Meine Nachbarin bringt ihren Müll weg, kommt auf mich zu, spricht mich an. Wir erzählen vom Reisen, sie und ihr Mann lieben Spanien, aber sie waren auch begeistert von Norwegen.
Irgendwo dazwischen werden wir einen Teil der nächsten Wochen verbringen, ich bin auch schon ganz neugierig. Aber erstmal fahren wir durchs Almetal nach Ringelstein, wo ich auf einem unscheinbaren Parkplatz frühstücke. Irgendwo verborgen von den Bäumen steht noch eine alte Burgruine.
In Oerlinghausen machen wir einen Besuch. Die Hitze ist extrem. 34 °C, mein Gegenüber schenkt mir Wasser nach. Wir haben uns auf dem Campingplatz in Gieselwerder vor Jahren kennengelernt. Sie beginnen ihren Morgen mit unserer aktuellen Geschichte. Und natürlich ist er neugierig, wohin unsere Reise geht.
Wir wollen Bielefeld vermeiden und fahren über kleine Straßen durch kleine Dörfer, an Wiesen , Feldern und kleinen Wäldchen vorbei, die aber nicht groß genug sind, damit wir uns unter schattigen Bäumen verstecken können.
Zwischen Bad und Reitplatz parken wir unter einer Linde. Die Sonne geht hinter der Bäumen unter, trotzdem bleibt die Wärme wie eine Wand im Raum stehen. Habe Hilde angeschnallt, die Seitentür geöffnet, ihr ein nasses Tuch übergelegt.
Obwohl das hier eine Sackgasse ist, fahren zahlreiche Pkw an der Linie von einem halben dutzend Camper vorbei. Und auf dem Bürgersteig hinter uns lustwandeln Hundespaziergänger.
Hilde ist so fertig, dass sie kaum etwas mitbekommt, sie hechelt unentwegt. Manchmal der Hauch eines Windstoßes, die Straßenlaternen leuchten. Um zehn Uhr schließe ich die Tür, wir haben jetzt nur den Ventilator zur leichten Erfrischung.
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A TRIP INTO THE COUNTRYSIDE
Day 3,643
June 19, 2026
Melle
The fan runs all night long. Fortunately, the early morning stays overcast, keeping the temperature moderate.
The heat is draining us; I feel intellectually sluggish. I can barely read, can’t form clear thoughts, and spend a lot of time online.
During my morning walk, I run into a young man working on his computer next to his van. He goes mountain biking on weekends and meets up with friends; he says he would never strike up a conversation with strangers the way I do, yet he is very open-minded.
He has a Christian name, just like me, and is active in a Baptist congregation. It’s a small world. My neighbor comes out to take out the trash, walks over, and strikes up a conversation. We talk about traveling; she and her husband love Spain, but they were also thrilled by Norway.
We’ll be spending part of the coming weeks somewhere between those two places—I’m already quite curious about it. But first, we’re driving through the Alme Valley to Ringelstein, where I have breakfast in an unassuming parking lot. Hidden somewhere among the trees stands the ruin of an old castle.
We are visiting Oerlinghausen. The heat is extreme—34°C—and the person sitting across from me is refilling my water glass. We first met years ago at the campsite in Gieselwerder. They start their morning by catching up on our latest news. And naturally, he is curious about where our journey is taking us.
We want to avoid Bielefeld, so we drive along back roads through small villages, passing meadows, fields, and little copses of trees—though none are large enough to offer us shelter under shady boughs.
We park under a linden tree in the space between the public pool and the riding arena. The sun sets behind the trees, yet the heat hangs in the air like a solid wall. I’ve buckled Hilde in, opened the side door, and draped a wet cloth over her.
Even though this is a dead-end street, a steady stream of cars drives past the line of half a dozen campers. Meanwhile, dog walkers stroll along the sidewalk behind us.
Hilde is so exhausted she barely notices anything; she is panting incessantly. Occasionally, there is a faint breath of wind, and the streetlights glow. At ten o'clock, I close the door; now, we have only the fan to provide a bit of relief.Read more











TravelerEs wird Zeit, dass ihr in kühlere Gefilde kommt. 🥵
TravelerOh ja, jetzt hat Hilde auch noch ihre Läufigkeit bekommen, was zusätzlicher Stress ist
TravelerOh no! 🥵