• Silber

    May 6 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Wegen des angesagten Dauerregens haben wir uns am Vortag bei der Touristeninformation für eine Führung im ehemaligen Silberbergwerk „Segen Gottes“ in Haslach angemeldet. Dieses befand sich nur ein paar Fußminuten hinter unserem Hotel. Zu 11:30 Uhr hatten wir einen Termin gebucht und sind die paar Meter aufgestiegen.

    Nach der Einkleidung mit Gummistiefeln und -Jacke, sowie Helm ging es unserem Guide, einem älteren Herrn, hinterher. Gelernt haben wir, dass hier häufig Granit und Gneis vorkommt, letzteres härter als Granit ist und für Schotter bei der Eisenbahn genutzt wird.
    Zuerst ging es einen langen, schmalen und feuchten Gang in den Berg rein. Wozu wir Helme gebraucht haben wurde schnell klar, denn wegen der niedrigen Deckenhöhe habe ich mich andauernd gestoßen. Nach den etwas langatmigen Erklärungen unseres Guides ging es anschließend steile Treppen und Wege weiter in den Berg rein. Silber haben wir leider keines gesehen. 🤷🏻‍♂️ Der letzte Bergmann hat den Stollen schon vor über 250 Jahren verlassen, weil man wahrscheinlich nichts mehr gefunden hat.
    Beim Rundgang konnte man erahnen, wie schwer die Arbeit damals war. Ich durfte mit Hammer und Schlegel auch selbst Hand an den Felsen anlegen. Puh, und das den ganzen Tag durchhalten. Nicht auszudenken!
    Nach knapp 2 Stunden waren wir mit der Bergführung fertig, die Kälte und Feuchtigkeit ist dann auch schon in die Knochen gekrochen, so dass wir froh waren endlich wieder Tageslicht zu sehen.
    Das Bergwerk war mal ganz anders, als bisher Gesehene. Es hat sich jedenfalls gelohnt. Nur der Guide war nicht der Brüller!

    Den Rest des Tages haben wir wegen des Regens im Hotel im Wellness-Bereich zugebracht.

    Vorher bin ich mit Gritti zu Fuß und mit Schirm bewaffnet nochmal in den Stadtkern von Haslach gelaufen, um uns in einem Café verwöhnen zu lassen. Außerdem war unser Schrittekonto war noch nicht erfüllt…
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