Knutten-Alm
June 16 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C
Für heute hatten wir eine Tour in ein Seitental des Ahrntals geplant. Es sollte uns nach Rein in Taufers (ital. Riva de Tures) führen, einem kleinen Ort am Ende des Seitentals. Von dort sind wir zur Knutten-Alm auf 1.900 m aufgestiegen. Das Wetter sollte heute eher bedeckt sein und es war auch etwas Regen angesagt. Also haben wir zur Sicherheit die Regenjacken eingepackt. Auf dem Weg zur Bushaltestelle wurde es aber immer wärmer, so dass wir die Jacken wahrscheinlich umsonst mit uns rumtragen würden. Aber lieber haben, als brauchen.
Der Bus war pünktlich und nach knapp 19 min Fahrzeit über enge Straßen und Serpentinen kamen wir kurz unterhalb der Kirche in Rein an. Der Weg war gut zu gehen mit nur leichtem Anstieg. Bis zur Alm waren 1:40 Stunden angesetzt, so dass wir kurz nach 12 Uhr ankommen sind. Die Alm befand sich am Talschluss unterhalb der imposanten Bergkette, die gleichzeitig die Grenze zu Österreich war. Dort haben wir uns dann was aus der Karte ausgesucht. Für mich gab es ein Preiselbeer-Radler(!), hat ganz gut geschmeckt. Mal was anderes. Und zu Essen gab es frisches Brot mit Kräuterbutter, Leberkäs-Knödelsuppe und Spinat-Topfen. War alles sehr lecker. Gut gestärkt ging es dann weiter zur Durra-Alm. Dafür mussten aber noch ein paar Höhenmeter gemacht werden, da diese auf knapp 2.100 m liegt. Jetzt mussten wir aber die langen Sachen anlegen, da es mittlerweile deutlich kühler geworden war. Die Sonne versteckte sich auch hinter dicken grauen Wolken.
In die Durra-Alm sind wir aber nicht eingekehrt, wir waren noch satt. Kurz dahinter ging es steil bergab, mit schönen Aussichten ins Tal. Vorbei an ein paar Rinderherden, die uns passiv aggressiv angeschaut haben. Auch wir waren vorsichtiger, da in den Herden Kälbchen zu sehen waren und da sind die Mutterkühe gegenüber Wanderern nicht so friedlich gestimmt wie sonst. Der Weg nach unten war einigermaßen beschissen, die Kühe hatten hier ihre Hinterlassenschaften gut verteilt.
Nach knapp 90 min Abstieg sind wir wieder im Tal in Rein angekommen. An der Bushaltestelle neben der Kirche warteten bereits einige andere Wanderer. Kurze Zeit später kam der Bus auch schon. Wir sind dann in Tobl ausgestiegen, da wir ein kleines Abendteuer vorhatten. Neben dem Wasserfall, den wir uns am ersten Tag angeschaut hatten, gab es einen sogenannten "Fly-Line" (www.fly-line-wasserfall.eu), eine Kombination aus Zip-Line, Achterbahn und Sommerrodelbahn. Man musste einen Gurt anlegen, in dem man dann saß, wurde in einen Haken eingehängt und ist dann an einem Aluminiumrohr quer durch den Wald, über die Wasserfälle und Felsen gerauscht. So richtig wussten wir nicht, was uns erwartete. Die Fahrt ins Tal dauerte knapp 5 min und man hatte zu tun mit einem Griff die Richtung zu halten, ansonsten wäre man ständig um seine eigene Achse gedreht.
Ich bin zuerst ins Tal gerutscht, Gritti kurz hinter mir. Ich wollte die Sache eigentlich fotografieren, hatte aber Angst mein Handy zu verlieren. Also habe ich es lieber in der Tasche behalten.
Unten angekommen waren wir der Meinung, dass es super war, aber nochmal musste es vielleicht nicht sein.
Nun ging es zurück zu unserer Ferienwohnung, haben aber im Café Röck in Sand in Taufers noch einen Stopp eingelegt, um einen Kaiserschmarren zu vernaschen, den wir mit einem frechem Spatz teilen mussten.
War wieder ein schöner Tag und haben den Tag in der Sauna ausklingen lassen.
Tour heute: 11,5 km, 580 Höhenmeter, 4:48 Stunden mit PausenRead more






















