• Anne André
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Uma 367aventura de um dia na Anne Leia mais
  • "Hallo Chile"

    19 de abril de 2017, Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    An Chile musste ich mich nach den drei Monaten in dem sauberen Neuseeland erst einmal gewöhnen. Der Anflug im Morgenlicht über die Anden war schon sehr beeindruckend. Auch die Umgebung des Flughafens war sehr gepflegt und von Palmen gesäumt. Mit dem Bus auf dem Weg in die Stadt ging es jedoch vorbei an Slums, müllbedeckten Flussufern und Einkaufswägen, die zu Street-Food-Küchen umfunktioniert wurden. Außerdem war Santiago auch nicht so modern, wie ich es mir vorgestellt hatte - dies ist allerdings auch genau das, was die Stadt so besonders macht, dass sie eben nicht aussieht wie jede andere moderne, Glasturm-geflutete, Stadt.
    Die ersten Tage nutzten wir zur Eingewöhnung und für etwas Sightseeing. Wir hatten eine tolle Unterkunft mit Dachterrasse - dies half sehr bei der Überwindung des Mini-Kulturschocks. ;-) In der dritten Nacht wurden wir dann auch standesgemäß von Chile mit einem kleinen Erdbeben empfangen - das war schon sehr aufregend und komisch -- zumindest für mich, denn der Jetlag-geplagte André hat sehr gut geschlafen, bis ich ihn aufgeregt geweckt habe :-P

    Auch der Rest Chiles, den wir bisher gesehen haben, ist noch nicht so modern und erinnert etwas an Deutschland vor mehr als 20 Jahren, trotz allem sind sie aber natürlich technisch genauso entwickelt und vernetzt wie wir - dies war anfangs sehr konträr und genau das, worauf wir uns gefreut hatten: Anderes/Neues/Widersprüchliches entdecken ;-) Dabei half natürlich auch, dass wir nicht wirklich eine Vorstellung und vor allem keine Vorurteile über Chile hatten. Nur unsere kanadischen Autokäufer, die uns berichteten, dass sie die Chilenen als sehr unfreundlich empfanden und ein argentinisches Paar, das meinte, dass wir kein Spanisch in Chile brauchen, da die Chilenen eh sehr undeutliches Spanisch sprechen... Beides können wir jedoch überhaupt nicht bestätigen! :-D Die Chilenen sind sehr freundlich und vor allem super hilfsbereit und wir kommen bisher auch mit unserem Touri-Spanisch gut durch. Außerdem meinte André, dass sie zumindest so Spanisch (aus-)sprechen, wie er es mal vor Jahren in der Schule gelernt hat... ;-)
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  • Andrés Vulkanbesteigung

    29 de abril de 2017, Chile ⋅ ☀️ 5 °C

    Unser nächstes Reiseziel war Pucón in der Araucanía Region in Zentralchile. Der Ort ist beliebter Ausgangspunkt für die Besteigung des nahe gelegenen Villarrica Vulkans. Dies ist ein 2860 m hoher aktiver Vulkan, der zuletzt 2015 ausgebrochen ist.
    Da die Besteigung nicht ganz billig war und einem viel abverlangen soll, beschloss Anne den Tag anders zu gestalten, sodass ich „allein“ in einer geführten Gruppe die Besteigung in Angriff nahm. Nach einer langen regenreichen Woche des Wartens, hatte ich endlich die Chance dazu. Dies war auch das erste Mal überhaupt, dass uns ein Blick auf den Vulkan gewährt wurde. Zuvor nur in Regenwolken gehüllt, konnte man dessen volle Größe nur erahnen.
    Der Tag begann sehr früh. Scheinbar zu früh für mich, denn ich vergaß neben meiner Sonnencreme und -brille fast meinen ganzen Proviant im Hotel. Also ging es mit knurrenden Magen und nur einem Apfel und einer Banane bewaffnet nach oben.
    Leider wurde in der Gruppe obwohl anderes verabredet und überwiegend Ausländer immer wieder nur spanisch geredet, was später noch zu einigen Missverständnissen führen sollte.
    Der Aufstieg war leichter als erwartet, da durch die lange Regenphase die Lavaasche und das Geröll gefroren waren und einen festen Boden ergaben. Das befürchtete Laufen auf nachgebender immer wieder abrutschender Lavaasche blieb somit aus. Bereits weit über der Baumgrenze begann dann der Schnee- und Eisabschnitt. Hier hieß es Eisaxt raus und Speiks an, da sonst die Gefahr des Abrutschens zu hoch gewesen wäre.
    In einer besonders steilen Phase war dann besondere Aufmerksamkeit gefordert. In dieser Passage war die Gefahr von großen und kleinen Eisstürzen sehr hoch. Wir konnten zum Glück allen herabfallenden Massen ausweichen. Ein Mädchen aus einer anderen Gruppe hatte leider nicht so viel Glück und bekam ein Stück Eis oder Geröll ab und konnte nicht mehr weiterlaufen. Sie musste später von ihrem Guide wieder bergabwärts getragen werden.
    Ca. 70 m unter dem Krater sollten wir dann Löcher in den gefrorenen Schnee hacken und unsere Rucksäcke eingraben, um sie so vor dem Wind zu schützen. Die Guides müssen wohl währenddessen auf Spanisch gesagt haben, dass wir nun unsere Gasmasken herausholen und um den Hals hängen sollen. Das hatte ich leider nicht mitbekommen, sodass ich erst kurz vor dem Krater als das Signal kam „Gasmasken auf“ überhaupt realisierte, dass ich eine Maske im Rucksack hatte. Glücklicherweise war aufgrund des starken Windes das Atmen trotz des vielen Qualms ganz erträglich.
    Unsere Strapazen wurden dann durch einen einzigartigen Blick auf die umliegenden Vulkane und Berge belohnt. Die Mutigen konnten dann auch direkt vom Kraterrand einen Blick auf die brodelnde Lava erhaschen. Ein einmaliges Erlebnis!
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  • Chiles kleiner Süden

    1 de maio de 2017, Chile ⋅ ☁️ 13 °C

    Als Ausgangspunkt für die Erkundung von Chiles sogenanntem kleinen Süden haben wir Puerto Varas gewählt. Der Ort ist deutschgeprägt und liegt im Süden des Llanquihue Sees, mit herrlichem Blick (bei Sonnenschein) auf den Vulkan Osorno. Eigentlich wollten wir den Osorno dieses Mal zusammen besteigen, doch leider hat außer an unserem Ankunftstag das Wetter nicht mitgespielt, und an diesem Tag waren wir für eine Tour zu spät dran :-/ Dafür haben wir einen Ausflug zu den Wasserfällen Petrohué gemacht - und wie ihr sehen könnt, war dies eine mitreißende Alternative ;-) inkl. Blick auf den Osorno.
    Am darauffolgenden Tag waren wir in Puerto Montt, der nächstgelegen größeren Stadt - leider war diese eher unspektakulär und dreckig. Also sind wir am nächsten Tag lieber in Puerto Varas' Nachbarort Frutillar gefahren. Dieser ist Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls von Deutschen besiedelt worden und die Einflüsse sind heute noch an den Häusern/Baustil sichtbar. Dort haben wir einen entspannten Nachmittag verbracht, waren am See spazieren und haben uns heimisch gefühlt :D
    All die Ausflüge konnten wir bequem mit den vielen öffentlichen Bussen unternehmen, die in und um Puerto Varas verkehren. Wie auch in Asien ist es auch hier üblich irgendwo ein- und wieder auszusteigen, auch wenn es hier 'offizielle' Haltestellen gibt. Viel kurioser fanden wir jedoch, dass man in dieser Gegend Chiles offensichtlich erst beim Aussteigen bezahlt. Bei unserer ersten Busfahrt sagten wir dem Fahrer, wo wir hin wollen und drückten ihm wie gewöhnlich das Geld in die Hand. Er sagte uns, wir sollen uns hinsetzen, gab uns aber kein Wechselgeld wieder. Als alle nach uns einsteigenden Fahrgäste nicht beim Einsteigen, dafür aber andere beim Aussteigen bezahlten, dämmerte uns, warum wir noch auf unser Wechselgeld warteten... Hier auf der anderen Erdhalbkugel wird eben erst beim Aussteigen aus dem Bus bezahlt ;-) Fanden wir zwar etwas komisch, aber wer sagt denn, dass unser Prinzip richtig ist!? :-P
    Am letzten Tag haben wir dann noch eine geführte Tour auf die Insel Chiloe unternommen - dies war dann auch der südlichste Punkt Chiles, den wir bereist haben. Die Insel ist bekannt für seine Holzkirchen, die seit einigen Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Auch die bunten Steghäuser sind etwas Besonderes für Chile.
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  • Niagarafälle auf Chilenisch

    6 de maio de 2017, Chile ⋅ ☁️ 14 °C

    Auf dem Rückweg von Chiles Süden nach Santiago haben wir einen Zwischenstopp im chilenischen Los Ángeles eingelegt. Hier sollte es die kleinen, chilenischen Niagarafälle geben...
    Ziemliche viele US-Kopien auf ein Mal? Überhaupt nicht! ;-)
    Und, was das nass werden angeht, hat mir die kleine Version bereits genügt. Der Besuch bei den Saltos del Laja war eine ziemlich matschige und nasse Angelegenheit -- aber (be)rauschend und beeindruckend! :D
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  • Familien-/Reisezuwachs in Santiago

    7 de maio de 2017, Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    Zurück in Santiago haben wir dann meine Eltern willkommen geheißen.
    Nachdem wir ihnen einige Sicherheitstipps gegeben haben, die man in Südamerika doch schon noch beachten sollte und wir ja immerhin auch in Chiles größter Stadt waren, zogen wir los... Doch erst einmal wollten wir mit einem Kaffee starten, in einem netten Café, das André und ich schon bei unserem letzten Besuch entdeckt hatten. Wir suchten uns offensichtlich den (für uns) strategisch ungünstigen Platz aus, denn nach uns folgten weitere Gäste, die sich an die umliegenden Tische setzten... Während wir in den Menükarten schmökerten, fielen am Nachbartisch (scheinbar zufällig) Kopfhörer zu Boden... Der 'freundliche' Mann vom Nachbartisch hob sie auf und fragte Papa, ob dies seine wären. Zeitgleich versuchte ein anderer Mann vom anderen Tisch, zum Glück nicht geschickt genug, Mamas Rucksack zu greifen. Als sie dies bemerkte und ihren Rucksack sicher verstaute, zeigte er ihr zur Ablenkung eine Münze und tat so, als hätte er sie neben ihrem Rucksack auf den Boden gefunden... André und ich erinnerten sofort an die Sicherheitstipps und jeder von uns hielt seine Wertsachen fest. Die Diebe wussten, dass sie nun keine Chance mehr hatten und machten sich schnellstmöglich aus dem Staub... Wir waren froh, dass sie erfolglos blieben, nutzten die Situation jedoch als Warnung und Probe.
    Am nächsten Tag konnten wir schon wieder darüber lachen, als der Kellner, dem wir am Vortag alles aufgeregt erzählt hatten, uns mit dem Satz begrüßte: "Heute folgt euch niemand." ;-)

    Ansonsten haben wir in Santiago wieder etwas Sightseeing betrieben. Wir waren wieder auf dem Santa Lucia-Hügel und in dem bunten Viertel Bellavista. Aber wir haben auch das moderne Santiago, den Stadtteil Las Condes im Osten der Stadt entdeckt.
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  • Valparaiso & Viña del Mar

    12 de maio de 2017, Chile ⋅ ☁️ 17 °C

    Von Santiago ging es dann mit dem Bus vorbei an schönen, teils prunkvollen Weinanbaugebieten nach Valparaiso, auch Valpo genannt. Die Stadt ist Chiles sogenannte Kulturhauptstadt, denn die bunte Altstadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, da es an einem der beiden Tage durchgängig in Strömen geregnet hat. Trotzdem haben wir uns rausgequält und uns den Tag bunt gemacht, mit den farbenfrohen Häusern in der Altstadt. Am nächsten Tag sind André und meine Eltern in die Nachbar- und Strandstadt Viña del Mar gefahren - ich habe mich von meiner Zahn-OP in Santiago erholt. Da das Wetter an diesem Tag besser war, nutzten wir alle noch einmal die Chance Valpo im Trockenen zu bestaunen. ;-)Leia mais

  • Atacama Wüste

    15 de maio de 2017, Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Von Valparaiso sind wir nicht etwa 30h Bus gefahren, sondern von Santiago aus nach Calama geflogen. Dort haben wir uns noch den größten Kupfertagebau der Welt (zumindest das Gelände von außen) angeschaut und sind dann am Abend Richtung San Pedro durch die stockdüstere Wüste gefahren. Die Straßen in der Atacama Wüste sind meist erstaunlich gut, aber natürlich fehlt es an jeglicher Straßenbeleuchtung und somit kann man eben bei einer Fahrt im Dunkeln draußen wirklich so gar nichts erahnen. ;-) Daher waren wir auch etwas erstaunt, als wir in San Pedro ankamen und den Touri-Hotspot schlechthin vorfanden. San Pedro ist Ausgangspunkt für so gut wie alle Atacama-Wüste-Besucher und bietet daher alles was das Touristen-Herz begehrt (Hotels/Hostels, Restaurants/Cafés, Museen, Reiseagenturen, etc.). Wir nutzten das uns gebotene Angebot vollends aus. Neben dem im nächsten Beitrag beschriebenen Ausflug zu den Piedras Rojas, waren wir noch bei dem sogenannten Rainbow Valley [Domeyko Berge, die reich an Mineralien sind. Diese glänzen nach Oxidation nun in unterschiedlichen Farben.], nutzten die absolute Finsternis der Wüste und machten mitten in der Nacht eine 'Astronomico-Tour' und besuchten das Meteoritenmuseum in San Pedro.
    Bei unseren Ausflügen waren wir immer wieder überrascht von der unterschiedlichen Wüstenlandschaft und artenreichen Tierwelt. So haben wir Strauße, Flamingos, einen Wüstenfuchs, viele Vicuñas (Art Kamele, Bilder folgen) und auch Guanakos (sozusagen Vicuñas mit schwarzen Gesichtern) gesehen.
    Wir hatten also eine rundum schöne Zeit in der erwartet 'eintönigen' Wüste. ;-)
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  • Ausflug zu den Piedras Rojas

    16 de maio de 2017, Chile ⋅ 🌙 13 °C

    Der schönste Ausflug in der Atacama Wüste war der zu den Piedras Rojas, den 'roten Steinen'. Diese roten Felsen sind aus Lava und Asche entstanden und der Anblick war wirklich atemberaubend - vielleicht auch wegen dem sehr extremen Wind, der dort herrschte. ;-) An die Felsen angrenzend befindet sich ein grün-bläulicher Salzsee, der aus einer Thermalquelle entspringt. Da diese aber recht klein ist und die Oberfläche des Sees so groß, und da dies alles sich auf ca. 3500m Höhe befindet, war ein Teil des Sees (trotz heißer Quelle) gefroren. Der Farbenmix, das Vulkan- und Bergpanorama und die Tatsache, dass sich all dies in einer der trockensten Wüsten der Welt befindet, war einfach beeindruckend!
    Zuvor hatten wir außerdem bei der Lagune Miscanti [oder auch Altiplanico] auf über 4000m Höhe angehalten. Da dies unser erster Ausflug in solchen Höhen war, hat leider mein Kreislauf etwas schlapp gemacht und mir war schwindelig und schlecht - zum Glück war dies aber am Ende des Fußweges, sodass ich mich direkt in den Bus legen und darauf warten konnte, dass es endlich wieder bergab geht. :D
    Der letzte Stopp auf der Tour war dann bei der Lagune Chaxa und einer Salzwüste (dort ist auch schon das Flamingobild vom vorherigen Beitrag entstanden).
    Alles in allem war es also ein toller Tag und ein sehr empfehlenswerter Ausflug (falls ihr mal in der Ecke seid). ;-)
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  • Antofagasta & Very Large Teleskope

    20 de maio de 2017, Chile ⋅ ☁️ 6 °C

    Von San Pedro sind wir dann stundenlang durch die Wüste gen Westen Richtung Meer bis in die Stadt Antofagasta gefahren. Dies war dann auch schon wieder der letzte Stopp zu viert.
    Hauptsächlich hatten wir Antofagasta für einen Besuch bei dem "Very Large Teleskope" (VLT) der Europäischen Südsternwarte ausgewählt, welches, wie ihr euch denken könnt, meinen Papa sehr interessiert hat. ;-) Dieses Großteleskop befindet sich nämlich 120km südlich von Antofagasta. Und eigentlich besteht es auch aus vier Einzelteleskopen deren Spiegel zusammengeschaltet werden können. Auf dem Weg zum Teleskop haben wir dann auch noch bei der 'Hand in der Wüste' angehalten. Die "Mano de Desierto" (Hand in der Wüste) ist ein Werk des chilenischen Bildhauers Mario Irarrázabal, der die Hand Anfang der 80er Jahre (zufälligerweise waren wir genau am Tag des 25-jährigen Jubiläums dort) gebaut hat. Sie soll wohl den Tourismus ankurbeln, denn sie wurde von einer lokalen Organisation namens "Corporación Pro Antofagasta" finanziert. Hat ja geklappt. ;-)
    Aber auch die Stadt, die an der einen Seite von Meer und an der anderen von Wüste umgeben ist, hat uns ganz gut gefallen. Wir haben uns die unzähligen Kirchen und das Regionalmuseum angeschaut, waren in der großen Markthalle Essen und haben nach einem Besuch in einer alten Fabrikruine lange gerätselt, was in dieser wohl mal hergestellt wurde. Das dazugehörige, ausschließlich spanische, Museum mit verschiedenen Ausstellungsstücken wie bspw. einem Marsrover Prototypen oder verschiedenen Fossilien war auch nicht sehr aufschlussreich. :-/ Schließlich hat mein Papa allerdings rausgefunden, dass es sich bei dieser Ruine wohl um eine Silberbarrenfabrik gehandelt hat und das Werk 1902 stillgelegt wurde. Außerdem haben wir uns den Sonnenuntergang am Strand und am Felsentor "La Portada" angesehen und insgesamt den Urlaub meiner Eltern ruhig ausklingen lassen.
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  • Lauca Nationalpark

    3 de junho de 2017, Chile ⋅ ☁️ 6 °C

    Nach dem Abschied von meinen Eltern hatten wir nur eine kurze Zeit zu zweit, bevor sich schon der nächste Besuch angekündigt hat: Catha, eine Freundin von mir, hat sich uns ganz im Norden Chiles angeschlossen und mit uns den Nationalpark Lauca erkundet. Getroffen haben wir uns in Arica und von dort sind wir mit einem Leihwagen in unsere 'Basis' Putre gefahren. Da der Nationalpark auf 4.000-5.000m Höhe gelegen ist, haben wir gelesen, dass man besser in Putre, einem 1000-Seelenort auf 3.500m Höhe, nächtigt, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Da ich ja beim letzten Mal doch etwas Startschwierigkeiten mit der Höhe hatte und Catha ja noch gar nicht daran gewöhnt war, haben wir diesen Rat lieber befolgt. ;-) Von Putre aus haben wir dann Ausflüge zu einem Feuchtbiotop (Las Cuevas) und zu einem See (Lago Chungara) gemacht. Der Nationalpark ist vor allem für seine Tierwelt bekannt - so haben wir dort wieder unzählige Vicuñas, Lamas und Alpakas und Viscachas (m. E. Hasen mit Ringelschwänzen, aber wohl Verwandte der Chinchillas) gesehen. Außerdem gab es natürlich wieder wunderschöne Vulkan- und Berglandschaften zu sehen. Besonders an Lauca sind auch die Yareta/Llareta, [Sehr langsamwüchsige Wüstenpflanze, die aussieht wie Moos, aber sich nicht so anfühlt. Da sie häufig als Brennholz verwendet wurde, sind die Bestände in Chile stark zurückgegangen.]. Ansonsten haben wir uns einfach eine schöne Zeit zu dritt gemacht.

    Mit dem Abschied von Catha, hieß es dann auch Abschiednehmen von Chile, denn wir sind mit dem Bus von Arica nach Tacna in Peru gefahren.
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    Chile hat uns sehr gut gefallen. Nach Neuseeland und Australien war es die willkommene Abwechslung, nach der wir beim Reisen suchen. Jetzt wo ich den Beitrag schreibe und wir schon einige Zeit in Peru verbracht haben, kann ich auch sagen, dass Chile ein guter, sanfter Einstieg in Südamerika war. Aber auch das es doch auch gerade am Ende seeeehr kalt war :D
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  • Urlaubsfeeling in Peru

    10 de junho de 2017, Peru ⋅ 🌙 13 °C

    Ihr mögt vielleicht schmunzeln bei der Überschrift, aber auch wir haben eine Art Reisealltag, aber um diesen geht es hier gar nicht mal. Wie schon im letzten Eintrag erwähnt, war es in Chile am Ende doch schon sehr frisch (immerhin war dort Herbst/Winter, als wir da waren) und wir fahren nun mal nicht in den Winterurlaub und dadurch kam bei uns einfach erst wieder etwas Urlaubsstimmung im sonnenverwöhnten, 20° warmen, Arequipa auf. ;-)
    Die Stadt wurde uns von unserem Mobilfunkverkäufer in Tacna empfohlen – ja, so treffen wir unsere Routenentscheidungen. :D Tacna war ja unsere erste Station in Peru und diese Kleinstadt hat uns schon recht gut gefallen und war ein toller Empfang in Peru. Als wir uns dann wie gewohnt eine Simkarte gekauft haben, kamen wir mit dem Verkäufer über unsere bevorstehende Route ins Plaudern… Er empfahl uns nach Arequipa zu fahren, da die Stadt noch schöner ist als Tacna. Gesagt, getan… Und was sollen wir sagen, recht hat er!
    Arequipa wird auch die weiße Stadt genannt, da viele der alten historischen Gebäude im Zentrum Arequipas mit weißem Sillargestein vulkanischen Ursprungs erbaut wurden. Dort haben wir einige entspannte Tage verbracht. Wir haben die Sonne auf und um den Hauptplatz "Plaza de Armas“ genossen, uns die unzähligen Kirchen von außen und innen angeschaut, waren in einem Park, der gleichzeitig eine Art Mini-Vergnügungspark ist, und haben das Kloster Santa Catalina besucht.
    Der Besuch im Kloster war schon ein echtes Highlight. Wir hatten gelesen, dass sie an zwei Tagen in der Woche länger aufhaben und dann in den Räumen Kerzen aufstellen und Feuer anmachen und dies wohl eine sehr besondere Atmosphäre ist. Daher haben wir unseren Aufenthalt verlängert, um an einem Dienstagabend diese Stimmung mitzunehmen. Leider haben wir wieder etwas gebummelt und begannen unsere Tour durch das Kloster auch erst in der Dämmerung. Ich denke, es wäre besser, wenn man im Hellen anfängt und so lang bleibt, um das 'Nachtprogramm‘ auch noch zu erleben. Der Grund dafür ist, dass in den Räumen teilweise nur eine Kerze stand und die Atmosphäre zwar wirklich schön und romantisch war, man aber ohne Taschenlampe nicht sehr viel gesehen, geschweige denn die Infotafeln hätte lesen können. :D Nichtsdestotrotz war dies ein toller Abend und das Kloster ist wirklich eines der Hauptattraktionen in Arequipa. Es wurde 1579 als eine Art Stadt in der Stadt gegründet, sodass die Nonnen in Abgeschiedenheit mitten im historischen Stadtkern leben konnten. Wie der Rest der historischen Altstadt ist auch das Kloster aus vulkanischem Sillargestein erbaut worden und dessen Architektur gilt als Beispiel der Vermischung spanischer und eingeborener Elemente. Wir fanden vor allem das Ausmaß des Klosters erstaunlich sowie die Mischung aus Einfachheit (Gestaltung der Wohnräume) und aber auch den Reichtum, der sich in der Architektur oder Exponaten widerspiegelte, interessant.
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  • Colca Canyon

    15 de junho de 2017, Peru ⋅ ☁️ 23 °C

    Zum Colca Tal haben wir eine Tour von Arequipa aus gemacht. Der Canyon ist der zweittiefste der Welt [vom Rand der Schlucht aus ist er 1200m tief, vom höchsten Berggipfel wohl sogar 3200m] und er ist bekannt für seine schönen Terrassenstrukturen.
    Außerdem befindet sich dort das 'Cruz del Condor' (Kreuz des Kondors). Dies treibt (leider) viiiieeeeleeee vogelbegeisterte Touristen in die Gegend, die den Kondor mit seiner riesigen Flügelspannweite gleiten sehen wollen.
    Die Tour war auch noch eine Art Kaffeefahrt, da wir immer nur angehalten haben, wenn auch irgendwo jemand in Trachten etwas verkauft hat :-/ Das war natürlich nicht so schön, aber leider das klassische Programm, denn auch all die anderen hundert Tourbusse haben an unseren Stationen angehalten… Daher hätte es sich hier wirklich wieder gelohnt ein Auto zu mieten und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden, aber das können wir ja auch nicht 'ständig' machen.
    Trotzdem hat die Landschaft wirklich alles wettgemacht! :)
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  • Titicacasee

    17 de junho de 2017, Peru ⋅ ☀️ 16 °C

    Für unseren Besuch beim Titicacasee waren wir in dem Ort Puno. Dieser liegt an einem kleinen Ausleger des riesigen Sees. Aus diesem Grund wurde uns vom Ufer der Stadt wohl noch gar nicht wirklich das Ausmaß des Sees bewusst - allerdings konnte man schon von hier aus bis zum Horizont nur Wasser und Inseln sehen.
    Die Stadt Puno ist ganz nett. Es gibt zwar in der Innenstadt ein touristisches Zentrum, aber bis auf das riesige Tourangebot für Ausflüge auf den See, wirkt die Stadt mit ihrer Lage am See noch echt und authentisch.
    Die Ausflüge auf den See haben uns alle nicht so recht zugesagt und wir haben auch oft gelesen, dass das Wasser des Sees sehr stark verschmutzt ist [laut Wikipedia dank mehr als 30.000 illegalen Minen, die ihre giftigen Abwässer in den See leiten] und auch die Ufer sind voll mit einigem Plastikmüll. Daher sind wir ohne klassische Tour auf dem See weitergereist -- auf zum Machu Picchu ;-)
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    Final da viagem
    17 de outubro de 2017