• Sechs Mal an der Schranke vorbei 🛵☀️

    June 20 in France ⋅ 🌙 27 °C

    Puuuh … heute haben wir einiges erlebt.

    Kaum auf dem riesigen Campingplatz angekommen, fielen uns zwei Dinge auf: Erstens die vielen ernsten Gesichter. Und zweitens die vielen steilen Strassen. Wir vermuten inzwischen, dass zwischen diesen beiden Beobachtungen ein direkter Zusammenhang besteht. 🙈

    Nachdem wir uns auf unserem schönen Stellplatz eingerichtet hatten, machten wir uns auf Erkundungstour. Schnell wurde klar: Dieser Campingplatz ist nicht einfach gross. Er ist riesig. Und die Steigungen hier bringen sogar unsere E-Bikes gelegentlich zum Nachdenken.

    Also entstand die Idee, für ein paar Tage einen Roller zu mieten, um die Gegend etwas entspannter zu erkunden. Ein kurzer Blick ins Internet zeigte: Gleich im Nachbarort gibt es einen Verleih.

    Also liefen wir los. Dem Strand entlang, mit einem kurzen Bad im herrlich klaren Wasser. Danach weiter Richtung Hafen. Und dann … verliefen wir uns.

    Also wieder zurück. Unterwegs noch einmal kurz ins Meer. Wenn man schon falsch läuft, kann man es wenigstens angenehm gestalten.

    Zurück auf dem Campingplatz wurde geduscht, umgezogen und ein zweiter Anlauf gestartet. Diesmal bemerkten wir unterwegs, dass man Roller direkt auf dem Campingplatz mieten kann. Praktisch.

    Ich hatte bereits einen 500er Kymco ins Auge gefasst. Karin dagegen verliebte sich innerhalb weniger Sekunden in einen grünen Peugeot Django 125. Gegen Liebe auf den ersten Blick ist bekanntlich schwer anzukommen. Also steht für die nächsten sechs Tage ein grüner Roller vor unserem California.

    Natürlich mussten wir das neue Gefährt sofort testen. Also fuhren wir zuerst in einen Supermarkt, dann zurück zum Campingplatz, danach zum Camping-Supermarkt, wieder zurück zum Camper und anschliessend nochmals nach La Favière, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen.

    Dort blieben wir dann hängen.

    Bei einem kühlen Bier, Sardinen und getoasteten Brötchen mit frischen Tomaten, Zwiebeln und Schnittlauch beobachteten wir das bunte Treiben auf der Strasse. Vom Ferrari bis zum Fiat Topolino, von Capoeira-Tänzern bis zu einem ausgesprochen sympathischen Churros-Verkäufer war alles vertreten. Dazu ein Glas Rotwein und ein herrlich lauer Sommerabend.

    Als wir später zurück auf den Campingplatz fuhren, wurden wir an der Schranke bereits wie alte Bekannte begrüsst. Kein Wunder. Innerhalb weniger Stunden waren wir dort ungefähr sechs Mal vorbeigekommen. Der Platzwart schenkte uns bei der letzten Durchfahrt bereits ein breites Grinsen.

    Wir befürchten, dass wir spätestens morgen einen Stammkundenrabatt erhalten.
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