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Var & Côte d’Azur 2026

Zwei Wochen Auszeit in der Region Var. Gemeinsam entdecken wir traumhafte Küsten, charmante Orte und das besondere Gefühl, unterwegs zu Hause zu sein. Læs mere
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    🇫🇷 Bormes-les-Mimosas, Frankreich
  • Port Grimaud – irgendwie echt und irgendwie nicht

    6 timer siden, Frankrig ⋅ ☁️ 32 °C

    Nach Saint-Tropez führte uns der Weg weiter nach Port Grimaud.

    Auf den ersten Blick wirkt der Ort fast ein wenig unwirklich. Kanäle, kleine Brücken, bunte Häuser und überall Boote direkt vor der Haustür. Fast wie eine Mischung aus Venedig und Südfrankreich.

    Tatsächlich ist Port Grimaud gar kein historisch gewachsener Ort. Das Dorf wurde erst in den 1960er-Jahren vom Architekten François Spoerry entworfen und auf ehemaligem Sumpfgebiet gebaut. Seine Idee war ein Dorf, in dem jedes Haus direkten Zugang zum Wasser hat.

    Beeindruckend ist es auf jeden Fall. Alles ist gepflegt, hübsch und bis ins Detail durchdacht. Fast schon ein bisschen zu perfekt.

    Während wir durch die Gassen und über die Brücken spazierten, mussten wir mehr als einmal an eine Filmkulisse denken.

    Port Grimaud hat uns gefallen. Es ist schön, interessant und definitiv einen Besuch wert. Gleichzeitig fühlten wir uns stellenweise eher wie in einer sehr gelungenen Touristenattraktion als in einem gewachsenen Dorf.

    Irgendwo zwischen Venedig, Südfrankreich und Disneyland für Bootsbesitzer.
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  • Auf den Spuren von Louis de Funès

    I dag, Frankrig ⋅ ☁️ 30 °C

    Saint-Tropez kennt man aus Filmen, Zeitschriften und von Bildern mit Luxusyachten. Entsprechend waren wir gespannt, was uns erwartet.

    Was uns am meisten beeindruckt hat, waren jedoch nicht die teuren Geschäfte oder die grossen Boote, sondern die Altstadt. Enge Gassen, schöne Plätze, farbige Häuser und überall dieses typisch südfranzösische Lebensgefühl.

    Wir schlenderten ohne grosses Ziel durch die Stadt, schauten in kleine Läden, beobachteten das Treiben und liessen uns einfach treiben. Hinter fast jeder Ecke wartete ein neues Fotomotiv, ein hübscher Platz oder ein kleines Café.

    Natürlich begegnet man in Saint-Tropez auch immer wieder den Spuren von Louis de Funès. Hier wurden mehrere Szenen der berühmten «Gendarm»-Filme gedreht, die den Ort in den 1960er-Jahren weltweit bekannt machten. Das ehemalige Gendarmerie-Gebäude steht noch heute und ist inzwischen ein kleines Museum. Beim Spaziergang durch die Stadt musste ich mehr als einmal an die chaotischen Verfolgungsjagden und die legendären Auftritte des Gendarmen Cruchot denken.

    Je länger wir durch die Stadt liefen, desto wohler fühlten wir uns. Saint-Tropez ist weit mehr als Luxus, Yachten und Prominenz. Hinter den bekannten Postkartenmotiven verbirgt sich eine wunderschöne Altstadt mit viel Charme und Atmosphäre.

    Wir kamen jedenfalls aus dem Schauen, Staunen und Fotografieren kaum mehr heraus.

    Saint-Tropez hat uns deutlich besser gefallen, als wir erwartet hatten.
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  • Mein Liegeplatz in Saint-Tropez ⛵

    I dag, Frankrig ⋅ ⛅ 29 °C

    Im Hafen von Saint-Tropez angekommen, fühlten wir uns kurz wie Statisten in einem Film über Luxus und Reichtum.

    Eine Superyacht stand neben der nächsten. Manche waren so gross, dass man sich fragte, ob sie einen eigene Postleitzahl haben.

    Zwischendurch entdeckte ich dann glücklicherweise auch noch meine Yacht und nutzte die Gelegenheit gleich für ein Erinnerungsfoto.

    Zugegeben, sie fiel etwas kleiner aus als die Nachbarboote. Dafür wirkt sie deutlich pflegeleichter und die Liegeplatzgebühren halten sich ebenfalls in Grenzen.

    Während Karin über meinen plötzlichen Aufstieg zum Yachtbesitzer noch nicht ganz überzeugt wirkte, fand ich, dass das Boot hervorragend zu mir passt.

    Der Hafen von Saint-Tropez ist jedenfalls ein faszinierender Ort. Zwischen millionenteuren Yachten, kleinen Fischerbooten und den bunten Fassaden entlang der Promenade gibt es ständig etwas zu entdecken.
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  • Dem Meer entlang 🚐 🌊

    I dag, Frankrig ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute führte uns der Weg mit unserem California von La Lavandou Richtung Saint-Tropez. Allein die Fahrt wäre bereits den Ausflug wert gewesen.

    Die Strasse schlängelt sich der Küste entlang, vorbei an Buchten, Pinienwäldern und Aussichtspunkten, bei denen man am liebsten alle paar Minuten anhalten würde. Hinter jeder Kurve wartete der nächste Blick aufs tiefblaue Meer.Læs mere

  • Verliebt in Bormes-les-Mimosas 🌺

    I går, Frankrig ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute Abend sind wir mit unserem grünen Django nach Bormes-les-Mimosas gefahren. Eigentlich wollten wir nur kurz den Nachtmarkt besuchen. Der Markt war zwar eher klein und ganz oben im Dorf, aber der eigentliche Höhepunkt wartete ohnehin woanders.

    Was für ein Ort.

    Je höher wir durch die engen Gassen fuhren und später zu Fuss weitergingen, desto mehr kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Überall blühende Pflanzen, verwinkelte Gassen, alte Steinhäuser, kleine Plätze und immer wieder traumhafte Ausblicke aufs Meer. Hinter jeder Ecke wartete das nächste schöne Fotomotiv.

    Bormes-les-Mimosas gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Nach diesem Abend würde ich dieser Einschätzung nicht widersprechen. Das Dorf stammt teilweise noch aus dem Mittelalter und ist besonders bekannt für seine unzähligen Blumen und Pflanzen. Nicht umsonst zählt es zu den schönsten blühenden Dörfern des Landes.

    Irgendwann sagte ich zu Karin, dass dies wohl das schönste Dorf sei, das ich je gesehen habe.

    Dann schaute ich sie an und musste meine Aussage gleich wieder etwas relativieren.

    Wir verbrachten den Rest des Abends damit, durch die Gassen zu schlendern und ein Fotomotiv nach dem anderen zu entdecken. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich dort noch stundenlang weiterlaufen können.

    Von allen Orten, die wir auf dieser Reise bisher besucht haben, hat mich Bormes-les-Mimosas am meisten begeistert.
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  • Just another day in paradise ☀️🌊

    I går, Frankrig ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute haben wir uns voll und ganz unserer neuen Lieblingsbeschäftigung gewidmet: Ferien machen.

    Nach einer herrlich erholsamen Nacht starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse. Frischer Kaffee, Meersicht und keine Termine. Es gibt definitiv schlechtere Arten, in den Tag zu starten.

    Danach pendelten wir zwischen Jacuzzi und Meer. Kaum hatten wir uns im warmen Wasser entspannt, lockte uns schon das türkisblaue Mittelmeer. Und kaum waren wir dort, dachten wir uns, dass ein Jacuzzi eigentlich auch wieder ganz nett wäre.

    Der weisse Kiesstrand, das glasklare Wasser und die angenehme Meeresbrise machen es einem allerdings auch schwer, sich für einen Lieblingsplatz zu entscheiden.

    Jetzt wird gleich der Grill angeworfen. Auf dem Menü stehen frische Garnelen und Couscous-Salat. Ferienkalorien zählen bekanntlich nicht.

    Später fahren wir noch nach Bormes-les-Mimosas an den Nachtmarkt. Ob wir etwas kaufen, wissen wir noch nicht. Aber wir kennen uns inzwischen gut genug, um zu ahnen, wie diese Geschichte wahrscheinlich ausgeht.
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  • Bonne nuit 🌙

    22. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach einem kurzen Abendspaziergang geniessen wir jetzt noch die Ruhe auf unserer Terrasse. Langsam werden die Augen schwer.

    Nach der letzten warmen und eher kurzen Nacht freuen wir uns heute ganz besonders auf ein bequemes Bett, frische Luft und hoffentlich eine lange, erholsame Nacht. ✨Læs mere

  • Vom Camping zum Glamping Plus 🥳

    22. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 29 °C

    Die vergangene Nacht war ungefähr so erholsam wie ein Mittagsschlaf in einer Sauna. Entsprechend waren wir bereits um 7 Uhr wieder auf den Beinen.

    Beim Frühstück kamen wir nochmals auf die Temperaturen zu sprechen und irgendwann war klar: Wir brauchen einen Plan. Oder eine Klimaanlage. Am besten beides.

    Also haben wir kurzerhand beschlossen, die nächsten Tage in einem klimatisierten Bungalow mit Meersicht und eigenem Jacuzzi zu verbringen. Man muss sich schliesslich auch einmal etwas gönnen.

    Gesagt, getan. Cali gepackt, Küche und Bad geputzt, Schlüssel abgegeben und voller Vorfreude Richtung neues Zuhause marschiert.

    Dort erfuhren wir dann, dass unser Bungalow noch nicht bezugsbereit ist.

    Was folgte, war eine kleine logistische Meisterleistung. Zuerst den Cali und den Django zum Bungalow gebracht. Danach zu Fuss zurück zum alten Stellplatz. Anschliessend die Fahrräder geholt. Vermutlich haben wir heute mehr Umzugsverkehr verursacht als manche Spedition.

    Irgendwann tauchte dann wie aus dem Nichts ein Café auf. Ein Zeichen. Dort sitzen wir nun mit Double Espresso und Eau Minérale im Schatten und warten auf die erlösende Nachricht, dass wir einziehen dürfen.

    Die gute Nachricht: Der Bungalow ist nur noch eine Frage der Zeit.

    Die schlechte Nachricht: Bis dahin befinden wir uns offiziell zwischen Camping, Glamping und Obdachlosigkeit.

    Aber immerhin mit Meersicht in Aussicht.
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  • La Fête de la Musique 🎶

    21. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach dem Essen schlenderten wir noch der Promenade entlang und gerieten mitten in die Fête de la Musique.

    Überall wurde gespielt, gesungen und getanzt. An jeder Ecke standen Bands, Musiker oder DJs. Die Strassen waren voller Menschen, die gemeinsam feierten, lachten und die warme Sommernacht genossen.

    Besonders schön war, wie selbstverständlich die ganze Stadt daran teilnahm. Es wirkte nicht wie ein grosses organisiertes Festival, sondern eher wie ein gemeinsames Fest, bei dem jeder willkommen ist.

    Wir liessen uns einfach treiben, hörten hier ein paar Lieder, blieben dort kurz stehen und genossen die Stimmung. Solche Abende kann man kaum planen. Man stolpert einfach hinein und nimmt eine schöne Erinnerung mit nach Hause.
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  • Frankreich kann einfach Essen 🍽️

    21. juni, Frankrig ⋅ 🌙 27 °C

    Eigentlich wollten wir nur irgendwo gemütlich essen gehen. Wie so oft führte uns der Weg schliesslich ins Städtchen hinein, wo wir im Restaurant L’Auberge Provençale einen Tisch fanden.

    Und wieder einmal wurden wir daran erinnert, wie gut man in Frankreich essen kann. Egal ob in kleinen Bistros, am Hafen oder in einem unscheinbaren Restaurant in einer Seitengasse – bisher war wirklich jede Mahlzeit ein Genuss.

    Auch heute war alles hervorragend. Frische Zutaten, viel Geschmack und diese entspannte Art, Essen nicht einfach als Notwendigkeit, sondern als Teil des Lebens zu verstehen.

    Langsam entwickelt sich die Restaurantsuche zum einfachsten Teil unserer Ferienplanung. Schwieriger ist es inzwischen, ein Restaurant zu finden, in dem wir nicht hervorragend essen. Auch heute ist uns das nicht gelungen.
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  • Ein Hafen voller Segel ⛵

    21. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 29 °C

    Unser Abend begann im Hafen von La Lavandou. Schon beim ersten Blick waren wir beeindruckt. Hunderte Segelboote lagen dicht an dicht im Hafenbecken, dazu einige stattliche Yachten und unzählige kleinere Boote.

    Entlang der Hafenpromenade reihten sich gemütliche Restaurants, Bars und Cafés aneinander. Überall sassen Menschen bei einem Glas Wein, beobachteten das Treiben oder genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

    Besonders beeindruckt hat mich die schiere Anzahl Boote. Egal wohin man blickte, überall Masten. Einer neben dem anderen. Man fragt sich unweigerlich, wo all diese Menschen gerade unterwegs sind oder welche Geschichten sie von ihren Reisen mitbringen. Wir jedenfalls hätten dem Hafenkino noch lange zuschauen können.
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  • Nachdem wir festgestellt hatten, dass Camp du Domaine ungefähr die Ausdehnung eines kleinen Fürstentums hat, beschlossen wir, uns dem öffentlichen Verkehr anzuvertrauen.

    Also stiegen wir in das Campingplatz-Bähnli und begaben uns auf eine Rundreise durch die verschiedenen Landesteile. Vorbei an Palmen, Mobilheimen, Feriengästen und Strassen, die teilweise steiler sind als unsere Motivation am Montagmorgen.

    Die Expedition verlief erfolgreich. Keine Verluste, alle Passagiere wohlauf und wir haben sogar wieder zurückgefunden.
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  • Mit dem Django ans Meer 🛵🌊

    21. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute führte uns unser neuer Reisebegleiter, der grüne Peugeot Django, zum wunderschönen Strand von l’Estagnol. Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Kleine Strassen, Pinienwälder, Meeresblicke und dieses Gefühl von Freiheit, das man auf einem Roller irgendwie automatisch mitgeliefert bekommt.

    Am Eingang wartete dann die erste Überraschung: Für die Zufahrt zum Strand wurden 8 Euro verlangt. Immerhin deutlich weniger als für ein Auto. Unser Django durfte also zu einem Vorzugstarif ans Meer.

    Der Strand selbst hielt, was die Fotos versprochen hatten. Türkisfarbenes Wasser, heller Sand und eine traumhafte Kulisse. Dass wir mit dieser Einschätzung nicht alleine waren, bemerkten allerdings auch ein paar hundert andere Menschen. Trotz allem war es ein wunderschöner Ausflug und wir fanden problemlos ein Plätzchen zum Baden, Schwimmen und einfach die Zeit zu geniessen.

    Was uns auf dieser Reise besonders Freude macht: Karin und ich haben zusammen unglaublich viel Spass. Egal ob wir mit dem Roller unterwegs sind, neue Orte entdecken oder uns irgendwo spontan auf ein Getränk niederlassen – langweilig wird es definitiv nicht.

    Inzwischen sind wir wieder zurück auf dem Campingplatz. Jetzt gibt es erst einmal etwas Feines zu essen, bevor wir später noch an «unseren» Strand hinuntergehen. Bei den aktuellen Temperaturen erscheint uns das als eine ausgesprochen vernünftige Entscheidung.

    Und der Abend? Nun, der hat noch Potenzial. Mit dem Django vor der Tür weiss man schliesslich nie so genau, wohin es einen als Nächstes verschlägt.

    Ach ja und übrigens: Auf dem Roller sind Handschuhe hier nicht nur Modeaccessoire, sondern Pflicht. Wer ohne fährt, riskiert eine Busse, die gleich hoch ausfällt wie ohne Helm. 🇫🇷🛵🧤
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  • Sechs Mal an der Schranke vorbei 🛵☀️

    20. juni, Frankrig ⋅ 🌙 27 °C

    Puuuh … heute haben wir einiges erlebt.

    Kaum auf dem riesigen Campingplatz angekommen, fielen uns zwei Dinge auf: Erstens die vielen ernsten Gesichter. Und zweitens die vielen steilen Strassen. Wir vermuten inzwischen, dass zwischen diesen beiden Beobachtungen ein direkter Zusammenhang besteht. 🙈

    Nachdem wir uns auf unserem schönen Stellplatz eingerichtet hatten, machten wir uns auf Erkundungstour. Schnell wurde klar: Dieser Campingplatz ist nicht einfach gross. Er ist riesig. Und die Steigungen hier bringen sogar unsere E-Bikes gelegentlich zum Nachdenken.

    Also entstand die Idee, für ein paar Tage einen Roller zu mieten, um die Gegend etwas entspannter zu erkunden. Ein kurzer Blick ins Internet zeigte: Gleich im Nachbarort gibt es einen Verleih.

    Also liefen wir los. Dem Strand entlang, mit einem kurzen Bad im herrlich klaren Wasser. Danach weiter Richtung Hafen. Und dann … verliefen wir uns.

    Also wieder zurück. Unterwegs noch einmal kurz ins Meer. Wenn man schon falsch läuft, kann man es wenigstens angenehm gestalten.

    Zurück auf dem Campingplatz wurde geduscht, umgezogen und ein zweiter Anlauf gestartet. Diesmal bemerkten wir unterwegs, dass man Roller direkt auf dem Campingplatz mieten kann. Praktisch.

    Ich hatte bereits einen 500er Kymco ins Auge gefasst. Karin dagegen verliebte sich innerhalb weniger Sekunden in einen grünen Peugeot Django 125. Gegen Liebe auf den ersten Blick ist bekanntlich schwer anzukommen. Also steht für die nächsten sechs Tage ein grüner Roller vor unserem California.

    Natürlich mussten wir das neue Gefährt sofort testen. Also fuhren wir zuerst in einen Supermarkt, dann zurück zum Campingplatz, danach zum Camping-Supermarkt, wieder zurück zum Camper und anschliessend nochmals nach La Favière, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen.

    Dort blieben wir dann hängen.

    Bei einem kühlen Bier, Sardinen und getoasteten Brötchen mit frischen Tomaten, Zwiebeln und Schnittlauch beobachteten wir das bunte Treiben auf der Strasse. Vom Ferrari bis zum Fiat Topolino, von Capoeira-Tänzern bis zu einem ausgesprochen sympathischen Churros-Verkäufer war alles vertreten. Dazu ein Glas Rotwein und ein herrlich lauer Sommerabend.

    Als wir später zurück auf den Campingplatz fuhren, wurden wir an der Schranke bereits wie alte Bekannte begrüsst. Kein Wunder. Innerhalb weniger Stunden waren wir dort ungefähr sechs Mal vorbeigekommen. Der Platzwart schenkte uns bei der letzten Durchfahrt bereits ein breites Grinsen.

    Wir befürchten, dass wir spätestens morgen einen Stammkundenrabatt erhalten.
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  • Zeit für einen Tapetenwechsel 🚐☀️

    20. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach einer angenehm kühlen Nacht haben wir überraschend gut geschlafen. Beim Frühstück stellte sich dann heraus, dass Karin und ich unabhängig voneinander denselben Gedanken gehabt hatten: Waren wir inzwischen nicht schon fast überall auf der Halbinsel unterwegs gewesen?

    Als ich das Thema vorsichtig ansprach, meinte Karin nur: «Das habe ich heute Morgen auch gedacht.»

    Damit war die Sache entschieden.

    Also hiess es: Ferienlager abbauen, alles verstauen und den California wieder reisefertig machen. Nach ein paar letzten Blicken auf die Halbinsel Giens machten wir uns auf den Weg nach Bormes-les-Mimosas zum Camping Camp du Domaine.

    Der Empfang war herzlich und schon kurze Zeit später standen wir auf unserem neuen Stellplatz. Zwar ohne Meersicht, dafür mit eigenem Bad, Küche und sogar Geschirrspüler. Man könnte sagen: Wir sind dem Camping gerade einen kleinen Schritt und dem Luxus einen grossen Schritt näher gekommen.

    Für die nächsten zwei Nächte schlagen wir hier unser Lager auf. Der Campingplatz ist riesig. So riesig, dass wir uns noch nicht ganz sicher sind, ob wir heute Abend alles gesehen haben werden oder ob wir irgendwann als Dauercamper in einem bislang unentdeckten Sektor enden.

    Jetzt machen wir uns jedenfalls auf Erkundungstour. Mal sehen, was unser neues Zuhause auf Zeit alles zu bieten hat.
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  • Zwischen Pool und Hafen ☀️🚴🍴

    19. juni, Frankrig ⋅ 🌙 24 °C

    Der Tag begann ganz entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück und frischen Spiegeleiern. Kaum waren die Teller leer, zog es uns bereits an den Pool. Die Temperaturen steigen hier jeden Tag ein wenig, und dagegen gibt es bekanntlich nur ein wirksames Mittel: Wasser.

    So verbrachten wir einen grossen Teil des Tages im Pool. Zwischendurch ging es mal ins Café, mal zum California zurück, wo wir uns einen feinen Tomaten-Mozzarella-Salat zubereiteten. Danach führte der Weg selbstverständlich wieder direkt ins Wasser.

    Am Abend, als hätten wir tagsüber noch nicht genug davon gehabt, stand zuerst die Dusche auf dem Programm. Anschliessend schwangen wir uns einmal mehr auf die Fahrräder und erkundeten die Halbinsel Giens. Wir radelten kreuz und quer durch kleine Strassen, vorbei an Häfen und immer wieder mit Blick aufs Meer.

    Besonders gut gefallen hat uns das Dorf Giens. Ein kleiner, charmanter Ort mit viel Atmosphäre. Vom Château Giens aus genossen wir einen herrlichen Rundumblick über die Halbinsel, das Meer und die umliegenden Buchten.

    Danach begann die Suche nach einem gemütlichen Restaurant. Wir klapperten eines nach dem anderen ab, mussten aber feststellen, dass wir mit unserer spontanen Ferienplanung nicht die Einzigen waren. Fast überall war reserviert.

    Also fuhren wir weiter nach La Madrague. Dort hatten wir in den letzten Tagen bereits die entspannte Atmosphäre schätzen gelernt. Und tatsächlich: Im Restaurant L’Arbanais fanden wir noch einen schönen Platz direkt am Hafen.

    Das Restaurant war genau nach unserem Geschmack. Authentisch, unkompliziert und voller Charme. Die Tische standen teilweise etwas schief, aber genau das machte den Ort so sympathisch. Dazu gab es Moules frites in einer feinen Rahmsauce, ein grosses kühles Bier und zum Dessert Baba au Rhum, einen mit Rum getränkten Kuchen.

    Es war einer jener Restaurantbesuche, bei denen einfach alles stimmt: die Atmosphäre, das Essen, die Aussicht und der Moment.

    Jetzt sitzen wir wieder vor unserem California. Unten auf dem Campingplatz wird gerade der Can-Can aufgeführt, während wir den Tag mit einem Glas Rosé ausklingen lassen. Satt, glücklich und zufrieden geniessen wir die warme Sommernacht und sind einmal mehr beeindruckt, wie viel diese kleine Halbinsel zu bieten hat.
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  • Vom Leuchtturm zum Traumstrand 🐚⛱️

    18. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 24 °C

    Eigentlich wollten wir heute den La Tour Fondue anschauen. In unserer Vorstellung wartete dort ein schöner Leuchtturm mit einem traumhaften Strand direkt daneben. Also nichts wie los auf die Fahrräder.

    Die Vorfreude war gross. Die Überraschung dann allerdings auch.

    Am Ziel angekommen standen wir vor einem alten Fort aus dem 18. Jahrhundert. Geschlossen. Die Öffnungszeiten begannen irgendwann am Nachmittag, also genau dann, wenn wir längst wieder etwas anderes vorhatten. Unterhalb des Forts befand sich ein Hafen, von dem aus die Fähren nach Porquerolles ablegen. Dazu viel Beton, viel Betrieb und irgendwo daneben ein Strand.

    Wir schauten uns an. Das war also unser romantischer Leuchtturm.

    Offenbar hatte unsere Fantasie bei der Reiseplanung ein paar Details dazuerfunden.

    Nach einem kurzen Schulterzucken beschlossen wir, unser Glück woanders zu suchen. Also wieder aufs Velo und weiter.

    Und das hat sich gelohnt.

    Wenig später fanden wir einen kilometerlangen weissen Kiesstrand mit türkisfarbenem Wasser, kaum Leuten und einer Kulisse, die schöner war als alles, was wir uns beim ursprünglichen Ziel ausgemalt hatten. Natürlich konnten wir dem glasklaren Wasser nicht widerstehen und gingen baden. Danach sassen wir einfach da, schauten aufs Meer und genossen den Moment.

    Irgendwann mussten wir schmunzeln. Wir waren losgefahren, um einen vermeintlichen Höhepunkt anzuschauen, und fanden am Ende etwas viel Schöneres, das wir gar nicht gesucht hatten.

    Manchmal schreibt eben nicht der Reiseführer die besten Geschichten.
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  • Durchs Schilf nach Hyères 🚴☀️

    17. juni, Frankrig ⋅ 🌙 25 °C

    Wir haben es tatsächlich geschafft und sind mit den Fahrrädern nach Hyères geradelt. Voller Zuversicht dachten wir: «Das schaffen wir locker ohne Navi.» Nun ja – die Realität hatte andere Pläne. Gegen Ende führte unsere Route wortwörtlich durchs Schilf. Eigentlich ganz idyllisch, wären da nicht die Schlaglöcher gewesen, die unsere Fahrräder und uns auf eine harte Probe stellten.

    In Hyères angekommen, parkten wir unsere Velos und blieben direkt in der ersten Bar hängen. Happy Hour eben. 🍻 Eigentlich wollten wir die Stadt an einem anderen Tag erkunden. Nach zwei Bieren entschieden wir uns dann aber doch noch für einen kleinen Rundgang. Zum Glück.

    Die Altstadt von Hyères ist wunderschön: verwinkelte Gassen, bunte Fassaden und immer wieder tolle Ausblicke. Allerdings merkt man schnell, dass die Stadt nicht nur Charme, sondern auch einige Höhenmeter zu bieten hat. Hoch oben stehen die Überreste einer alten Burg, dazwischen der Turm der Templer und ganz oben auf dem Hügel ein Gebäude, das verdächtig nach einem Ableger von Hogwarts aussieht. ☺️

    Nach einem romantischen Bummel durch die Altstadt machten wir uns wieder auf den Heimweg – dieses Mal ganz modern mit Navi. Unterwegs wurden wir sogar noch von einer kleinen Gruppe Camargue-Pferde begrüsst.

    Zurück auf dem Campingplatz gab es zur Belohnung noch eine Pizza. Jetzt lassen wir den Abend gemütlich vor dem Cali ausklingen und freuen uns auf alles, was die nächsten Ferientage noch bringen.
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  • Camperleben ☀️🚐

    17. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute haben wir uns ganz bewusst dem Campingleben hingegeben. Der Tagesplan war überschaubar: guter Kaffee, gemütliches Frühstück und anschliessend die anspruchsvolle Frage, ob es zuerst in den Pool oder auf den Liegestuhl geht.

    Der California hat inzwischen seinen Platz gefunden und wir unseren Ferienrhythmus auch. Ein wenig lesen, die Sonne geniessen, zwischendurch eine Abkühlung im Pool und dann wieder zurück in den Schatten. So vergehen die Stunden erstaunlich schnell.

    Langsam verlieren wir das Zeitgefühl. Welcher Wochentag heute ist, wissen wir nicht mehr genau. Sicher ist nur: Es ist ein guter Tag.

    Heute Abend planen wir noch einen Ausflug nach Hyères. Wobei «planen» in den Ferien bekanntlich ein dehnbarer Begriff ist. Wir sind selber gespannt, ob wir den Weg aus dem Chill-Modus noch finden.
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  • Zwergohreule & Happy Hour 🦉

    16. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach der kurzen Nacht von gestern durften wir heute endlich ausschlafen. Naja, fast. Die Nacht war herrlich ruhig – wenn man vom Ruf einer Zwergohreule absieht und von einer Möwe, die offenbar unser Aufstelldach mit einer Rutschbahn verwechselt hat. Ferien auf dem Campingplatz eben. Die Natur lebt. Manchmal direkt über dem eigenen Kopf.

    Nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück liessen wir den Tag ganz entspannt angehen. Liegestuhl statt Zeitplan, Roman und Lustiges Taschenbuch statt Nachrichten und Alltag. Zwischen zirpenden Grillen, warmem Wind und dem Duft der Pinien spürt man, wie der Alltag leise in die Ferne rückt.

    Später zog es uns an die Ostküste der Halbinsel. Diesmal stand Sandstrand statt Felsen auf dem Programm. Das Meer war ruhig, angenehm warm und zeigte sich wieder von seiner schönsten Seite. Dazu dieser Himmel! Die Wolken wirkten fast wie gemalt und erinnerten uns daran, dass die Natur manchmal der beste Künstler ist.

    Zurück auf dem Campingplatz hiess es dann: Salz weg, Pool rein. Schliesslich muss man das Meerwasser ja irgendwie abspülen.

    Und jetzt? Jetzt geht es an die Bar. Happy Hour ruft, und wir wären schlechte Gäste, wenn wir nicht wenigstens kurz vorbeischauen würden.

    Der heutige Tag fühlt sich nicht nach grossem Abenteuer an. Eher nach den kleinen Dingen, die man zuhause oft übersieht: ein gutes Buch, warmes Wasser, gemeinsames Lachen und das Gefühl, genau dort zu sein, wo man gerade sein möchte.
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  • Mehr Meer geht kaum 🌊

    15. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 22 °C

    Eigentlich wollten wir nach der kurzen Nacht nur noch die Augen offen halten. Aber wir konnten es doch nicht ganz lassen: Also ab zum Pool, um die Lebensgeister wieder zu wecken. Das Wasser hatte angenehme 27 Grad – gerade kühl genug, um wach zu werden, und warm genug, um gleich wieder hineinzuwollen.

    Anschliessend gönnten wir uns ein Gläschen Rosé. Die Dame an der Bar fragte mich, ob ich gerne Eis im Wein hätte. Ich fragte zurück, ob sie das denn auch tue. Ihre Antwort: «No, but some people do.» Nun ja – andere Länder, andere Sitten. Aber irgendwo hört die Ferienentspannung dann doch auf. 😉

    Frisch gestärkt holten wir unsere E-Bikes und fuhren zuerst nach Giens und später weiter in die Bucht von La Madrague. Was für ein Ort! Traumhaft schön, erstaunlich ruhig und kaum touristisch. Statt Souvenirläden und Menschenmassen gibt es hier kleine Bars, Kite- und Kanuschulen, ein paar Restaurants und vor allem: Natur, Meer und Einheimische.

    Das Wasser ist glasklar, die Buchten sind wunderschön und die Zeit scheint hier ein wenig langsamer zu vergehen. Genau so haben wir uns Südfrankreich erhofft.

    Nachdem wir uns kaum sattsehen konnten, ging es zurück zum Campingplatz. Schnell noch etwas fürs Abendessen besorgt und schon standen Tomatenrisotto und Couscous-Salat auf dem Klapptischchen. Campingküche kann eben doch ziemlich gut sein.

    Jetzt freue ich mich noch auf genau zwei Dinge: eine feine Crème brûlée zum Dessert und auf einen tiefen, gesunden Schlaf. Nach der letzten Nacht dürfte selbst ein Campingbett heute wie ein Fünfsternehotel wirken.
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  • Sonne statt Schlaf ☀️

    15. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 24 °C

    Juhuuu, angekommen 🤗

    Die Nacht war kurz. Sehr kurz. Eigentlich haben wir mehr auf die Uhr geschaut als geschlafen. Um 3 Uhr sind wir schliesslich aufgestanden, haben einen Kaffee getrunken und uns gedacht: Jetzt können wir auch gleich losfahren. Bereits um halb vier rollte der Cali Richtung Süden.

    Dank wenig Verkehr und der Route über Varese konnten wir Mailand elegant umfahren und erreichten schon bald Genua. Von dort ging es dem Mittelmeer entlang weiter Richtung Frankreich. San Remo, Monaco, Nizza, Antibes, Cannes und Saint-Tropez haben wir beim Vorbeifahren freundlich gegrüsst. Die Küste zeigte sich allerdings zunächst eher von ihrer geheimnisvollen Seite: dunkelgraue Wolken, Nebel und zeitweise fast schon herbstliche Stimmung. Nicht ganz das Postkartenmotiv, das wir erwartet hatten.

    Doch kurz vor Hyères hatte die Sonne offenbar ein Einsehen mit zwei müden Schweizern und begrüsste uns pünktlich zur Ankunft. Bereits um 13 Uhr standen wir auf dem Campingplatz, richteten uns gemütlich ein, erkundeten die Anlage und gönnten uns am Pool einen wohlverdienten Wrap. Nach über neun Stunden Fahrt schmeckt selbst ein Wrap wie Sterneküche.

    Jetzt ist erst einmal Erholung angesagt: Ich in der Hängematte, Karin im Liegestuhl – jeder an seinem persönlichen Kraftort. Später schlendern wir vielleicht noch durch Giens und geniessen den Sonnenuntergang am Meer.

    Tag 1 ist geschafft. Der Cali ist angekommen, die Ferien haben begonnen und unsere Augenlider diskutieren bereits ernsthaft über die Bettzeit.
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