Tag 7: Loma Verde bis Las Flores
September 27 in Argentina
☁️ 23 °C
Wenn ich den Tag mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es: Regen. Hätte ich noch zwei Worte mehr, so wären diese: Wind und Gewitter.
Alle drei begleiten uns schon während der Nacht. Zum Glück alle nur schwach.
Nach unserem Frühstück im Zelt und als wir schließlich alles zusammengepackt haben, schieben wir die Fahrräder aus dem kleinen Waldstück. Und das ist gar nicht so einfach, denn die Bäume ringsum haben lange Dornen, die mittlerweile auch auf dem Waldboden liegen. Da wir es vorziehen unseren verregneten Morgen nicht noch mit Fahrrad flicken zu verbringen, räumen wir jeden sichtbaren Dorn auf die Seite und kontrollieren auf der Straße nochmal, dass auch ja keiner im Reifen steckt. Gestern Abend hatte ich schon zwei recht große im Schuh stecken.
Anfangs haben wir Glück. Trotz leichtem Regen haben wir immerhin Rückenwind und so läuft die erste Stunde ganz gut. Die zweite allerdings verbringen wir dann in einer Bushaltestelle, da es zu gewittern begonnen hat und man die Blitze schon deutlich am Himmel sieht. Wegen des Regens und Winds ist es ziemlich kalt so ohne Bewegung und ich habe zeitweise sogar meine sehr dicke Daunenjacke an.
Dann fahren wir bald weiter und erreichen kurz von 13 Uhr den nächsten Ort San Miguel del Monte. Immer wieder kontrollieren wir die Windkarte und das Wetter. Sollen wir uns noch auf die nächsten 80 km nach Las Flores aufmachen? Wird es nochmal gewittern? Haben wir weiterhin so guten Wind?
Wir kaufen noch etwas im Dia Supermarkt ein, der trotz Sonntag noch offen hat. Und dann machen wir uns auf die Weiterfahrt auf, da der Wind einfach zu gut in unsere Richtung weht.
Las Flores ist unser Ziel, das wir erst nach weiteren 80 km erreichen. Mit den bereits zurückgelegten 50 km bis San Miguel, haben wir mit 130 km doch schon eine große Strecke hinter uns, als wir gegen halb 7 unser Airbnb erreichen. Dieses ist ein Tiny House auf einer kleinen Farm etwas außerhalb des Ortes. Ringsum sind nur Kühe und ein paar kleine Häuser zu sehen. Kurz nachdem wir die Unterkunft erreichen, fährt Abril heran. Die Besitzerin mit italienischen Wurzeln lässt uns hinein und das gerade noch im richtigen Moment. Denn sobald wir die Türe hinter uns geschlossen haben, regnet es wie aus Eimern und Blitze erleuchten den Himmel ringsum.
Abril war so flexibel und zuvorkommend, dass wir sogar die Fahrräder mit in die Hütte schieben durften.
Drinnen machen wir uns dann mit dem dort vorhandenen Pulver eine Heiße Schokolade (oder vielleicht auch mehrere :) ) und genießen die Wärme.Read more











