Tag 9: Azul
September 29 in Argentina
🌧 18 °C
Wir beschließen hier einen Pausentag einzulegen. Schließlich waren die letzten zwei Tage sehr anstrengend, wir sind noch nicht so richtig eingefahren und der Wind weht denkbar schlecht. Zusätzlich regnet es am Morgen sehr stark.
Wir nutzen also den Tag, um uns ein bisschen im Ort umzuschauen und das Busterminal aufzusuchen. Dort wollen wir uns informieren, ob eine Mitnahme der Fahrräder theoretisch möglich wäre, falls wir uns dazu entschließen sollten. Wir haben nämlich schon auf dem Weg nach Ushuaia eine Wanderung gebucht (die kurzfristig nie frei ist) und haben jetzt das erste Mal einen Zeitplan. Leider nehmen die Busse Fahrräder aber nur mit, wenn sie wie im Flieger klein verpackt werden. Das wollen wir uns dann doch nicht nochmal antun!
In einem Laden, in dem Lukas wie magisch von der Süßigkeitenabteilung angezogen wird, kommt es an der Kasse dann zu einer merkwürdigen Situation. Das Bezahlen in Argentinien geht normalerweise über mehrere Wege. Für Einheimische typisch ist die Barzahlung in kleineren Läden oder die Bezahlung per QR Code Scanner. Diese Möglichkeit ist für Ausländer allerdings etwas schwieriger, da man für den offiziellen Weg eine argentinische DNI (Ausweisnummer) benötigt, die allerdings ein anderes Format hat als die ausländischer Pässe. Daher bezahlen wir meist mit der Kreditkarte oder eben in bar. Wenn wir mit der Kreditkarte bezahlen, müssen wir aber manchmal trotzdem den Ausweis zeigen. Von diesem tippen die Verkäufer dann eine Zahl im passenden Format ab und dann klappt es.
Hier ist es allerdings anders. An der Kasse werden wir nach der Telefonnummer statt der Ausweisnummer gefragt. Da die Simkarte noch neu ist, sucht Lukas erstmal länger danach. Da es dem Verkäufer zu lange dauert, reicht letztendlich eine Unterschrift auf der Quittung. Es ist wirklich etwas verwirrend!
Über den Einkauf wichtig zu sagen ist vielleicht noch, dass wir in den zwei Tagen 36 Eier gekauft und davon nur 9 für die Weiterfahrt mitgenommen haben :D
Zurück in der Unterkunft planen wir noch die weitere Route ein bisschen genauer. Mithilfe von Organic Maps (der kostenlosen Alternative von Maps.me), Google Maps, Komoot und iOverlander schauen wir, welche Straßen sich gut befahren lassen, wo es mögliche Campingspots gibt und wie wir alles am besten in einer Route unterbekommen. Das ist gar nicht so leicht und am Ende des Tages dröhnt uns ein wenig der Kopf.Read more










