Eine 💩-Geschichte muss dann halt doch noch sein. 😁
18 maggio, Stati Uniti ⋅ 🌙 12 °C
Kurz vor dem Schlafengehen hatte ich gestern einen wahnsinnigen Durst, weshalb ich abends im Zelt noch sehr viel getrunken hatte. Das führte dazu, dass ich um kurz vor fünf Uhr mit einem unfassbar dringlichen Bedürfnis aufwachte. Bis ich meine Stirnlampe im Zelt gefunden hatte, war es fast schon zu spät. Glücklicherweise ging alles gut und ich war innerhalb weniger Sekunden aus dem Zelt und konnte mich erleichtern.
In diesem Moment der Entspannung sah ich diesen wundervollen Sternenhimmel. Ich schlief direkt unter der Milchstraße.. zumindest glaube ich das. 😁 Das war unglaublich. Aufgrund der geringen Lichtverschmutzung sah ich den Sternenhimmel klarer denn je. Irgendwie war mir das vorher noch gar nicht so aufgefallen. Aus dem Zelt heraus versuchte ich noch, dieses Schauspiel mit einem Foto festzuhalten. Ganz gelungen ist es mir allerdings nicht, aber seht selbst. 😊
Nach einer weiteren Stunde erholsamen Schlafs packte ich meine Sachen zügig zusammen und machte mich auf den Weg nach Silver City. Heute war Townday und ich freute mich auf eine Dusche und leckeres Town Food.
Die etwa 15 Meilen nach Silver City musste ich in glühender Hitze entlang des Highway 180 laufen. Das war ein Spaß! Obendrauf musste ich auch noch mein großes Geschäft wenige Meter neben dem Highway erledigen, da links und rechts davon Privatgrundstücke liegen und ich nur den Seitenstreifen hatte.
Ein Baum diente mir zumindest für die stadtauswärts fahrenden Fahrzeuge als Sichtschutz. Autos, die in die Stadt fuhren, hatten hingegen mehrere hundert Meter lang die Gelegenheit, mich in dieser Situation zu beobachten. Jedes Mal, wenn das der Fall war, kruschtelte ich in meinem Rucksack herum und tat so, als würde ich etwas suchen. 😁
Vermutlich haben die meisten gecheckt, was dieser Mann mit heruntergelassener Hose da eigentlich tat, aber es fühlte sich zumindest für mich etwas würdevoller an. Und wer weiß? Vielleicht hat mein Ablenkungsmanöver ja tatsächlich funktioniert. 😅
Um mir den Roadwalk so angenehm wie möglich zu gestalten, telefonierte ich mit Familie, Freunden und Kollegen. Da verging die Zeit wie im Flug, auch wenn die unmittelbare Umgebung nicht gerade viel Abwechslung bot.
Die Highlights des Tages waren zum einen, dass ich die Bergkette sehen konnte, auf deren Grat ich am Vortag gewandert war. Zum anderen überquerte ich zum ersten Mal wissentlich die Kontinentalscheide, den Namensgeber des Trails. Das war schon ein sehr besonderes Gefühl!
Zu diesem Zeitpunkt telefonierte ich sogar gerade mit Jochen, der an exakt derselben Stelle im Jahr 2024 ein Foto gemacht hatte – allerdings bei Nacht.
Außerdem lief ich noch an einem Kuhkadaver vorbei, der sich bereits mehrere Minuten zuvor durch einen fürchterlichen Verwesungsgeruch angekündigt hatte. Dieser Gestank blieb mir dann auch eine Zeit lang in der Nase…
Die letzten drei Meilen bis zur Stadtmitte zogen sich, und meine Gedanken trübten zunehmend meine Stimmung. Als ich dort am Highway meinem großen Geschäft nachging, hinterfragte ich mein Vorhaben.
Es war immer mein Traum, eines Tages die Triple Crown zu schaffen. Aber in diesem Moment fühlte sich die ganze Sache irgendwie falsch an. Die letzten drei Tage waren vor allem reines Meilenmachen mit einzelnen Highlights. Der Spaß an der Sache selbst fehlte mir allerdings. Mir fehlte es abends über die Erlebnisse des Tages zu sprechen.
Ich entschloss mich letztlich dazu, eine Nacht im Hotel zu verbringen, über meine Situation nachzudenken und meine Gedanken mit Family & Friends zu teilen.
Bevor es allerdings ins Motel 6 ging, gönnte ich mir erst einmal einen Burrito. Und der war einfach unglaublich geil! 😍Leggi altro



















ViaggiatoreWunderschöne Sternenbilder 🤩 auf den Fotos schon toll, wird sicher in echt noch zehnmal schöner gewesen sein