Le Gillardes nach Le Suchet
26. maj, Schweiz ⋅ ⛅ 19 °C
Diese Nacht im Wald war eine eher bescheidene. Warum, können wir nicht genau sagen. Es ist halt so, einfach zu wenig Schlaf gehabt. Ab 0600 Uhr regt es sich in unserem kleinen Camp hier am Waldesrand. Marco & Patrick eröffnen den Tag mit Kaffee. Etwas zeitverzögert ziehen wir mit.
Die kommenden 5 Tage dürften für uns entspannter werden als die 13 Tage zuvor. Wir haben ausreichend Zeit unser Ziel Nyon am Genfer See pünktlich am Samstag zu erreichen.
Wir benötigen Wasser. Da wir leer gelaufen sind gerne direkt, denn die Sonne macht vor der frühen Uhrzeit kein Halt und brennt erbarmungslos auf den Trail nieder.
Nach 7 km erreichen wir die Hütte La GrandSonnaz. Wir stehen vor dem Tor - öffnet um 10:00 Uhr, jetzt ist es 0930 Uhr. Puh! Den Schatten eines einsam geparkten Autos müssen wir zum Schutz vor der Sonne nutzen und warten bis sich das Türchen öffnet.
2 Kaffee und 2 x Rösti bitte. Die Wirtin fragt verdutzt: „Jetzt?“. Ja bitte schon um 1000 Uhr Morgens! 😅 Wir entspannen und schauen den kleinen Ziegen beim Weltentdecker-Seminar im Vorgarten der Alm zu. Wir sind müde. Egal! Wasser möchte man uns nicht auffüllen da es sich um Regenwasser handelt. Überteures Wasser aus PET Flaschen möchten wir aber auch nicht kaufen! Wir füllen einen Liter aus dem Hahn ab, filtern diesen und schauen ob wir an der nächsten Hütte mehr Glück haben.
Auf dem Weg zur Les Avattes erreichen wir den bisher höchsten Punkt auf unser Tour. Den Petites Roches auf 1.608 Meter Höhe.
Auch an der zweiten Hütte möchte man uns auch kein Wasser abfüllen, denn es ist, auch hier Regenwasser. Okay, dann muss erstmal eine Cola rein und im Anschluss nichts wie ab ins Tal in den Supermarkt!
In Sachen Essen und Trinken sind wir komplett blank! Wir brauchen etwas zu Essen für heute Abend und Sacks für den morgigen Tag, ausreichend Flüssigkeit und Nahrung für sofort. Kein Problem! 1,5 Liter Magnesiumdrink, Avocado, Creme Fraiche, 500g Fertig-Reisgericht, Paprika, Tomate, Baguette, Eistee, Proetinriegel, Nussriegel, Nussmischung und Vanillepuddingschnecken. Ach ja, 2 Äpfel nicht zu vergessen! Im Park nahe dem Supermarkt belegen wir eine Bank im Schatten und betreiben Reload, denn unsere Akkus sind leer!
Um 1600 Uhr ziehen wir weiter. Ausgearbeitetes Ziel ist der Gipfel Le Suchet auf 1.588 Meter! Dort oben möchten wir die Nacht verbringen. Und da er auf unserem Weg liegt brauchen wir nicht mal einen Umweg in Kauf nehmen! Aber leider folgt die HexaTrek-Alternative einer Strasse. Was auf Dauer unattraktiv und nervig ist, da die Autos auf der 2,5 breiten Fahrspur ein gutes Tempo fahren.
Ein Gewitter zieht auf, es grummelt am Himmel und ab und zu zucken Blitze weit weg in den Wolken. Als wir endlich die Straße verlassen um in den letzten Anstieg zum Gipfel zu kommen, lösen sich die dunklen Wollen auf und die Sonne kommt wieder raus.
Nein! Es hat doch keiner gesagt, dass das was schönes ist. Es hatte doch gerade abgekühlt, der Wind trocknete unser Kleidung! Und jetzt, hier mitten im anstrengenden Aufstieg brennt es wieder ohne Ende aus dem Feuerball am Himmel!
Nass geschwitzt kommen wir oben auf der grünen Wiese des Le Suchet an! Auch wenn es etwas diesig ist, haben wir Weitsicht. Die Alplen bleiben uns allerdings visuell verschlossen. Leider!
Wir finden am Süd-Ost Hang, relativ weit oben eine grade Fläche für unsere Isomatten. Perfekt! Das Wetter soll sich, nicht nur heute Nacht, auch am morgigen Tage halten.
23:30, 13 Grad, 80,5 % Luftfeuchtigkeit. Der Berg kommt zur Ruhe, wir kochen, fallen auf unsere Isomatten und genießen den Ausblick und die Luft aus unserem Bett. Hier oben ist Niemand nur wir und der Berg. Gute Nacht!
➡️ 25,4 Km ⬆️ 1.171 Hm ⬇️ 884 HmLæs mere


















Wandermaus 2020
Da hätte ich gern übernachtet. Musste aber noch viel weiter bis zum Chalet de Grange Neuve.
Alex und Franzi on trailOh, da kann man übernachten!? Sah bissel wie‘n Lostplace aus!
Wandermaus 2020Nicht mehr. Früher mal.
Alex und Franzi on trail👍🏽