• Winterstart mit Herausforderungen!

    January 4 in Switzerland ⋅ 🌙 -16 °C

    Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht auf 1’300 m ü. M. beginnt unser Tag bei eisigen −13 Grad. Bevor wir weiterfahren können, steht erst einmal das Ent- und Versorgen unseres Johneli auf dem Programm – im Winter immer ein kleines Abenteuer für sich.

    Beim Ablassen des Schwarzwassers dann die erste Ernüchterung: Nichts geht. Offenbar erhält die Bordelektrik in diesem Bereich keinen Strom. Da die Kälte nicht gerade zur Fehlersuche einlädt, vertagen wir das Problem auf später. Wenigstens lässt sich das Grauwasser problemlos entsorgen.

    Kaum gelöst, wartet schon die nächste Herausforderung: Der Wasserhahn an der Zapfstelle ist eingefroren. Mit etwas heissem Wasser und Geduld geben wir ihm jedoch den nötigen Anstoss – und plötzlich läuft alles wieder wie es soll. Immerhin: In unserem Womo ist es angenehm warm. Die Dieselheizung läuft zuverlässig, nachts mit einer Absenkung auf 16 Grad.

    Endlich können wir losfahren. Die Fahrt durch die winterliche, bergige Landschaft Richtung Samedan ist einfach traumhaft. Unser erster Campingplatz in der Schweiz liegt direkt an der Lande- und Startbahn des Flughafens St. Moritz in Samedan. Normalerweise herrscht hier wenig Betrieb, doch heute – an diesem sonnigen Sonntag – scheint grosser Abreisetag zu sein.

    Bei strahlend blauem Himmel, gefrorenem Schnee und klirrender Kälte spazieren wir rund um die Piste. So viele kleine und grössere Privatjets haben wir noch nie auf einmal gesehen. Das absolute Highlight: die Landung eines Airbus A320 – ebenfalls ein Privatjet. Wer da wohl an Bord war?

    Zurück bei unserem Johneli folgt die nächste Erkenntnis: Die Dieselheizung schafft es bei diesen Temperaturen nicht, die abgesenkte Nachttemperatur von 16 Grad wieder auf angenehme 20 Grad zu bringen. Ob wir etwas falsch eingestellt haben? Wir testen später nochmals. Für den Moment heizen wir zusätzlich mit Gas – und nach ein paar Stunden ist es wieder richtig gemütlich.

    Den Abend lassen wir entspannt im Restaurant Piste 21 ausklingen, gleich ums Eck vom Campingplatz. Kulinarisch werden wir dort so richtig verwöhnt – ein perfekter Abschluss für diesen kalten, aber erlebnisreichen Tag.
    https://findpenguins.com/6kdeanaddcs1g/footprin…

    Das Problem mit dem Schwarzwasser bleibt ungelöst. Hier wird unser Händler helfen müssen, der allerdings erst ab dem 6. Januar wieder erreichbar ist. Zum Glück verfügt der Campingplatz über ein hervorragendes Sanitärgebäude.

    Genau aus diesen Gründen sind wir unterwegs: um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und auch mit unerwarteten Situationen umzugehen. Und sollte wirklich alles schiefgehen, könnten wir jederzeit abbrechen und in unsere kleine, gemütliche Wohnung zurückfahren.
    Doch aufgeben? Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ganz sicher keine Option.
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