• Konzentrationslager Lublin

    April 8 in Poland ⋅ ☁️ 5 °C

    Da wir Auschwitz-Birkenau nicht besuchen konnten aufgrund nicht mehr verfügbaren Tickets führte uns heute unser Weg zum ehemaligen Konzentrationslager Majdanek in Lublin.

    Schon beim Betreten des Geländes liegt eine bedrückende Stille in der Luft. Kaum vorstellbar, dass dieser Ort einst Schauplatz unermesslichen Leids war. Das Lager wurde 1941 errichtet und war bis 1944 in Betrieb. Was als Arbeitslager begann, wurde zu einem Ort systematischer Vernichtung. Über 78.000 Menschen wurden hier ermordet – eine Zahl, die kaum zu begreifen ist.

    Was uns besonders getroffen hat: Wie viel hier noch original erhalten ist. Die Baracken stehen noch, ebenso das Gefängnis, die Gaskammern und die Krematorien. Man läuft über Wege, auf denen einst Menschen unter Zwang gegangen sind. Man schaut in Räume, die so viel Schmerz gesehen haben. Geschichte ist hier nicht fern – sie ist unmittelbar.

    Wir konnten direkt auf dem Gelände parken, der Eintritt zur Gedenkstätte ist kostenlos. Während unseres Besuchs waren nur wenige andere Menschen da – eine Schulklasse und ein paar Paare. Es war ruhig. Fast zu ruhig. Diese Stille gibt Raum, das Gesehene wirklich auf sich wirken zu lassen.

    Die Informationstafeln sind auf Polnisch, Englisch und Hebräisch. Vieles davon liest man – und muss trotzdem immer wieder innehalten. Zusätzlich haben wir uns mit ChatGPT (KI) weiterführende Informationen geholt, um das, was wir sehen, besser einordnen zu können.

    Man verlässt diesen Ort anders, als man ihn betreten hat. Nachdenklicher. Stiller. Und mit dem Gefühl, dass Erinnern wichtig ist.
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