Ein stiller Blick Richtung Ukraine
April 7 in Poland ⋅ ☀️ 6 °C
Der Tag beginnt mit einer herrlichen Aussicht auf einen kleinen, stillen See. Noch liegt Ruhe über dem Wasser, als wir aufstehen – ein Moment, den man am liebsten festhalten möchte. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, noch einmal ans Ufer zu spazieren und ein Intro für unser nächstes Video zu drehen, bevor wir wenig später weiterziehen.
Unsere Route führt uns heute dicht entlang der ukrainischen Grenze. Die Strassen schlängeln sich durch dichte Wälder und weite, sumpfige Landschaften. Mit jedem Kilometer verändert sich die Umgebung spürbar: Die Dörfer wirken ursprünglicher, einfacher – und gleichzeitig erstaunlich gepflegt und ordentlich. Hier begegnen wir auch unserer ersten „Känguru-Strasse“ – eine holprige Piste, die uns ordentlich durchschüttelt.
In Hrebenne halten wir kurz an. Von hier aus haben wir freie Sicht auf einen Grenz-Checkpoint auf polnischer Seite und können nur erahnen, wo die Ukraine beginnt. Es ist ein eigenartiges Gefühl – still, nachdenklich, fast schwer. Gerade in einer Zeit, in der die Kriege so präsent sind, bekommt dieser Ort eine ganz besondere Bedeutung.
Weniger emotional, aber dafür umso praktischer: Unser Kühlschrank ist mal wieder leer. Unterwegs entdecken wir einen grossen Supermarkt – doch Einkaufen im Ausland bleibt jedes Mal eine kleine Herausforderung. Heute suchen wir Saucenbinder. Fehlanzeige. Stattdessen landet kurzerhand Stärke im Wagen – wird schon funktionieren.
Der Wind frischt immer stärker auf, doch wir lassen uns nicht davon abhalten, Zamość zu besuchen. Die Stadt wird nicht umsonst „Perle der Renaissance“ genannt. Ihre Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wirkt wie aus der Zeit gefallen: perfekt erhalten, klar strukturiert und voller Geschichte. Die im 16. Jahrhundert errichtete Festung mit ihren sternförmigen Bastionen, Gräben und Mauern ist bis heute beeindruckend gut sichtbar.
Beim Spaziergang durch die Gassen fühlt sich Zamość fast wie ein ruhiges Freilichtmuseum an – kleiner und deutlich weniger überlaufen als Krakau, aber mindestens genauso faszinierend.
Als der Wind schliesslich in einen regelrechten Sturm übergeht und das Wetter kippt, treffen wir eine pragmatische Entscheidung: Wir bleiben einfach dort, wo wir sind. Kein weiterer Stellplatz, kein Suchen im Sturm – manchmal ist es genau das Richtige, einfach stehen zu bleiben.Read more

























TravelerSo ein farbenfrohes Städtchen
Yvi on tourWar für uns sehr überraschend. Bei Einkauf in der Nähe realisiert bei Google maps, dass der Ort sehenswert ist!
Traveler
Coole farbenfrohe Bank, Ideen muss man haben.
Yvi on tourWäre doch eine Idee für eine Papeterie.
Traveler👍👍 Genau, hatte selben Gedanke